3. Juli 2015
 
08.15 Uhr Schäuble - beliebt wie nie
 
Es ist nicht zu fassen:
 
70 Prozent der "Befragten'" gaben für den "Deutschlandtrend der ARD" zu Protokoll, sie seien mit der Arbeit Schäubles zufrieden oder sehr zufrieden.
 
Das ist für sich genommen schon mehr als nur verwunderlich. Übertroffen wird es nur noch von der Kühnheit der Focus-Schreiber, die erfragte Zufriedenheit hurtig in "Beliebtheit" umzumünzen.
 
Schäuble, das personifizierte Spardiktat, Vorkämpfer der schwarzen Nullen, Steuereintreiber und Schwarzgeldkofferträger soll beliebt sein?
 
Bei wem?
Bei Christine Lagarde? Bei den Chefs der Deutschen Bank? In der Führungsetage von Goldman Sachs?
 
Er ist ja, wenn man aufmerksam die Nachrichten verfolgt, einschließlich jüngst bekannt gewordener NSA-Abhörprotokolle, noch nicht einmal bei Angela Merkel wirklich beliebt.
 
Sollten die Ergebnisse dieser Umfrage auch nur halbwegs seriös zustande gekommen sein, und sollte die Auswahl der Befragten wirklich einigermaßen repräsentativ für die Bevölkerung des Standorts Deutschland sein, dann muss man ernsthaft um die Urteilsfähigkeit der Mitmenschen besorgt sein.
 
Können diese Sturheit und Arroganz, diese penetrante Selbstherrlichkeit und die rhetorische Verkniffenheit tatsächlich als "gute Arbeit" wahrgenommen werden?
 
Die Denk- und Handlungsweise Schäubles ist ganz wesentlich mitverantwortlich für die immer breiter und tiefer werdende Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland. Sie ist ganz wesentlich mitverantwortlich für die Schuldenkrise innerhalb der EU und für die verheerenden gesellschaftlichen Verwerfungen in den Südstaaten dieser EU.
 
Schäuble steht an vorderster Stelle in der Verantwortung für den Deutschland-Hass, der sich im Rest der EU ausbreitet.
 
Schäuble steht an vorderster Stelle in der Verantwortung für das überall in der EU zu beobachtende Erstarken rechtsnationaler Kräfte, weil er ihnen die Wähler mit gnadenloser Politik in Scharen in die Arme treibt.
 
Wenn 70 Prozent der Befragten dies für gut und sehr gut halten, wenn sich der Rest sogar einreden lässt, so einer wie Schäuble sei in diesen Tagen beliebt wie nie zuvor, dann darf sich niemand wundern, dass Deutschland in weiten Teilen Europas wieder einmal als akute Bedrohung für den Frieden auf dem Kontinent angesehen wird.
 
Ich glaube es nicht.
 
Mein Eindruck ist vielmehr, dass 70 von 100 Deutschen überhaupt keine Ahnung von dem haben, was Schäuble tut, dass von den verbleibenden 30 ungefähr 20 nur das als eigene Meinung von sich geben können, was ihnen BILD und Focus, ARD und ZDF auf Basis tendenziöser Berichterstattung eingeimpft haben - und dass die verbleibenden 10 auf schwarzen Listen stehen und daher von den Meinungsforschungsinstituten niemals befragt werden.
 
Würde ich es glauben, dann müsste ich auch glauben, dass 70 Prozent der Deutschen in Jubel ausbrechen, wenn im Kino auf der Leinwand im "Herr-der-Ringe-Epos" Gollum gierig jammert: "Mein Schaaaaatz, mein Schaaaaaaatz ..."
 
Gut, ich weiß es nicht, vielleicht ist der Gollum ja inzwischen von den Medien zum eigentlichen Helden der Saga hochgeschrieben worden. Schließlich wird es schnell ziemlich fade, wenn immer nur die Hobbits und die Elben die Guten sind und lähmender Frieden und betulicher Wohlstand im Auenland herrschen.
Da muss man auch mal Mut zeigen, und sich denen anschließen, die das tröge Gesindel mal richtig aufmischen wollen. Zeigt's Ihnen!
 
Ich möchte es nicht glauben.
 

 

Priester Messident
und die Hellenen - Hier -


 

Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -