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23. Januar 2015
 
10.00 Uhr Menschenrechte und Demokratie nach Saudi-Arabien bringen
 
Wenn die westliche Wertegemeinschaft sich entschließt, "Menschenrechte und Demokratie nach XYZ" zu bringen, und die vereinigte Wahrheitspresse erst auf die Tränendrüsen drückt und damit reflexhaft die Sehnsucht nach dem "Weißen Ritter" hervorruft, und dann beginnt, sich im Nachdenken über Vorschläge zu ergehen, was man denn tun sollte, müsste, könnte,
kann man sicher sein, dass es in absehbarer Zeit zu einem weiteren, vollkommen humanitären Einsatz zur Befreiung der Unterdrückten kommen wird.
 
Vor gut einer Woche habe ich die Abonnenten meines regelmäßig erscheinenden Dossiers "EWK - Zur Lage", darauf hingewiesen, dass die USA ein schwerwiegendes Problem mit den Saudis haben, weil diese ihre Ölförderung einfach nicht so einstellen, dass der Weltpreis für das schwarze Gold die Russen zwar immer noch schwer schädigt, die US-Fracking-Industrie aber überleben lässt. Sind doch die allermeisten neuen Arbeitsplätze, die Obama in seiner Rede an die Nation hervorhob, nur ein Ergebnis des Fracking-Booms. Und natürlich sind auch das Wirtschaftswachstum und die geringfügig geringere Neuverschuldung nur Folgen dieses Booms, der wie ein Heiligenschein die ökologische Katastrophe überstrahlt, die von den Frackern angerichtet wird.
 
Ich habe zugleich darauf hingewiesen, dass die Saudis die stärkste Militärmacht in der Region sind, im Drohpotential lediglich von den atomar bewaffneten Israelis übertroffen, mit ständig 230.000 Berufssoldaten unter Waffen und einem Militärhaushalt der den ägyptischen um das Zwanzigfache, den israelischen um das Vierfache, den iranischen um das Dreifache übertrifft und immer noch um die Hälfte höher liegt, als der türkische.
 
König Abdullah konnte sich also ziemlich sicher fühlen. Saudi-Arabien wäre sogar für die USA ein ziemlich harter Brocken. So hat er sich offenbar stark genug gefühlt, nicht nur die gemeinsamen Konkurrenten Russland, Iran und Venezuela in Grund und Boden zu pumpen, sondern die ärgerliche Fracking-Konkurrenz aus den USA gleich noch mit.
 
Die Folgen sehen wir auf den Rohstoffmärkten und in der um sich greifenden Panik unter jenen Anlegern, die das Fracking finanziert haben.
 
Natürlich müssen die USA die Saudis wieder unter Kontrolle bekommen. Dazu habe ich in "EWK-Zur Lage" die folgenden Überlegungen angestellt:
 

Dieses Saudi-Arabien ist offenbar gewillt, den Ölhahn weiter voll offen zu halten und damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, nicht nur Konkurrenten wie Russland und Venezuela sollen getroffen werden, sondern eben auch die verfrackte Konkurrenz in den USA.
 
Die erste unüberhörbare Warnung an die Adresse der wahabitischen Herrscher kam in der letzten Woche aus dem US-Kongress. Scheinbar eine rein inneramerikanische Angelegenheit, Republikaner und Demokraten fordern gemeinsam die Aufhebung der Geheimhaltung jenes Teils des 9/11 Untersuchungsberichtes, in dem die Finanziers der Terroristen benannt werden, und die Abgeordneten, die hinter diesem Ansinnen stehen, haben keinen Zweifel daran gelassen, dass den Saudis damit ganz offiziell ihre Mitgliedschaft in der Achse des Bösen bescheinigt würde, sollte Obama die Ge-heimhaltung tatsächlich aufheben.
 
Es kommt nun darauf an, wie stark sich das saudische Königshaus fühlt und wie stark sein Vertrauen in die Hilfe Allahs ausgeprägt ist. Noch kann man die Entwicklung als ein eher harmloses Kräftemessen ansehen, doch wenn der US-Ölboom wegen der saudischen Fördermengen weiter auf ein Finanzmarktdesaster zusteuern sollte, wird es erforderlich werden, von leisen Tönen auf sehr laute umzuschalten.
 
Eine orange Revolution nach bewährtem Vorbild wird sich in Saudi Arabien kaum entfesseln lassen, ob man einen
weltweiten Boykott saudischen Öls organisieren könnte, halte ich, wenn schon nicht für ausgeschlossen, so doch für einigermaßen zweifelhaft, doch es wäre relativ einfach, auch
gegen die Saudis Sanktionen zu verhängen, die sich, bei vergleichbarer Schärfe wie den Sanktionen gegen Russland, sehr viel schneller und verheerender auswirken könnten.
 
Sollte der inzwischen 90-jährige König Abdullah ibn Abd al-Aziz dann noch beschuldigt werden, islamistische Terror-Rache-Akte zu finanzieren, käme das erneut einer selbst ausgestellten Einladung zum Einmarsch gleich.
 
Nun, heute haben wir erfahren, dass König Abdullah verstorben ist. Wovon wir jedoch sehr viel intensiver gehört und gelesen haben, dass ist diese unmenschliche Tat der wahabitischen Justiz, die doch tatsächlich einen Karikaturisten durch weitere 50 Peitschenhiebe - auf Raten - hinrichten will. Oh! Wie erregte sich Martin Schulz in den Morgennachrichten über diese schreckliche Tat. Ja, er meinte sogar, er könne keinen Unterschied mehr erkennen, zwischen den Hinrichtungen von ISIS/IS und dem Walten der saudischen Gerichtsbarkeit. 1,8 Millionen Menschen und 50 Staats- und Regierungschefs hätten sich doch nicht in Paris versammelt, um nun diesem Unrecht schweigend zusehen zu können, usw., usw. Alle wichtigen Politiker müssten sich empören, legte ihm der Moderator noch in den Mund - aus dem es nur so triefte, vor Menschenrechtsverteidigung.
 
Wenn man mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, den nachfolgenden Nürnberger Prozessen und der Gründung der UN den Menschenrechten ernsthaft hätte zum Durchbruch verhelfen wollen, hätte es alleine in Saudi Arabien jedes Jahr hunderte von Anlässen gegeben, die gleich schwer oder noch schwerer gewogen hätten, als nun der Fall des bedauerlichen Opfers Raif Badawi. Dabei hätte er sich seines Vergehens und der zu gewärtigen Strafe durchaus bewusst sein müssen, so wie Edward Snowden, oder wie das neueste bekannt gewordene Opfer der US-Pressefreiheit, der Journalist Barrett Brown, der - wegen eines Links auf längst öffentlich bekannt gewordene, "geheime" Unterlagen, nach zwei Jahren Untersuchungshaft nun noch drei weitere Jahre in den Knast wandern muss.
 
Gäbe es nicht die Notwendigkeit, die Bevölkerung auf Feindseligkeiten gegen Saudi-Arabien einzustimmen, Raif Badawi wäre über die Webseiten von Menschenrechtsbloggern nie hinaus gelangt - und auch da vermutlich nicht als Einzelfall hochgespielt, sondern als namenloses Opfer unter vielen anderern in den jährlichen Statistiken gezählt worden.
 
Menschenrechte verkümmern immer mehr zu einer psychologischen Waffe der Herrschenden, zur Lenkung der Instinkte der eigenen Bevölkerung.
 
Die Doppelzüngigkeit, die so leicht zu entlarven ist, scheint immer noch das wirksamste Instrument zu sein, sich selbst reinzuwaschen und den gerade - zum Nutzen der eigenen geopolitischen Interessen - ausgewählten Gegner, mit Schmutz zu bewerfen.
 
Ja, es ist schlimm, dass auf dieser Welt, 2015 Jahre nach Beginn unserer Zeitrechnung noch gefoltert und hingerichtet wird. Ja, es ist schlimm, wenn Karikaturisten, Satiriker, oder einfach nur Kritiker, mit Verfolgung und martialischen Strafen rechnen müssen. Es ist schlimm, dass die Ignoranz der Herrschenden dem gegenüber so weit geht, dass der deutsche Außenminister einen deutschen Staatsbürger ohne Anhörung und ohne die Chance der Verteidigung, zu weiteren vier Jahren Guantanamo verurteilt, nur, weil er nicht weiß, wohin damit, wenn die USA ihn freigelassen hätten, die ihn ja freilassen wollten, vermutlich, weil er weder ein Terrorist war, noch etwas wusste, was nützlich gewesen wäre.
 
Gut, ich weiß, einige wissen das alles, und andere wollen es gar nicht wissen.
 
Fakt ist, dass der Tod des saudischen Königs eine Zäsur darstellt, die von den USA genutzt werden wird. Der Nachfolger muss sich jetzt positionieren, und zwar schnell und richtig.
Er hat die Chance, den Ölkrieg so zu justieren, wie es sich die USA wünschen. Tut er das, werden wir lange, lange Zeit nichts mehr von Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien hören. Tut er es nicht, wird die westliche Wertegemeinschaft eingreifen.
 
Erst mit harten Sanktionen ...
 
 
 
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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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