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21. Januar 2015
 
09.00 Uhr Wie einst der Herrscher aller Reußen
 
Es war Zar Iwan der Schreckliche, der sich selbst den "Herrscher aller Reußen" nannte und sich mit der "Opritschniki" eine Terrororganisation hielt, die laut Wikipedia "als Leibwächter, Spitzel, Häscher und Henker" unterwegs waren und zwischen 1563 und 1575 in neun Wellen von Massenexekutionen Tausende ermordeten. Interessanterweise fährt Wikipedia fort: "vergleichbar mit manchen Geheimdiensten der Diktaturen des 20. Jahrhunderts".
 
Auch sonst war Iwan IV., sehr modern. Er gründete das erste russische Parlament, hörte auf den Rat des "Auserwählten Rates", schuf ein neues Gesetzbuch mit mehr Rechten für die bäuerlichen Gemeinden, reformierte die Armee und ermöglichte erste Handelsbeziehungen mit England.
 
Er enteignete die Bojaren (heute würde man sie Oligarchen nennen) und steckte einige davon sogar ins Kloster und förderte jene, die ihm ergeben waren.
 
Mit Kriegszügen gegen Kasan und Livland, sowie der von ihm initiierten Eroberung Sibiriens und der Unterwerfung der Tataren, legte er den Grundstein für Russlands wahre Größe.
 
Seinen Beinamen "der Schreckliche" erhielt er wegen seines unglaublichen Ideenreichtums in Bezug auf Folter und Hinrichtung.
 
Das alles ist fast 500 Jahre her - die Technik ist fortgeschritten, die Methoden haben sich geändert, doch immer noch gehört es zu den Tugenden der Herrscher, sich mit Eliten zu umgeben und zu verbünden, die Armeen schlagkräftiger zu machen, mit Krieg zu drohen und Krieg zu führen, opponierende Untertanen in Angst vor den Geheimdiensten zu halten und ganz offen zu zeigen, dass man auch vor Folter und Hinrichtungen nicht zurückscheut, um Gegner abzuschrecken und ggfs. zu neutralisieren.
 
Doch während Iwan der IV. noch damit zufrieden war, Herrscher aller Reußen (Russen) zu sein, ist der Machtanspruch heutzutage gewachsen. Es geht darum, die Herrschaft über die ganze Welt zu erringen und zu erhalten.
 
Damit wendet sich der Blick nach Washington, wo der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sich gestern in seiner Rede zur Lage der Nation klar positionierte.
 
Was halten Sie z.B. von dieser Aussage, die von n-tv dokumentiert wurde:
 
"China will die Regeln für die am schnellsten wachsende Region schreiben. Warum sollten wir das zulassen? Wir sollten diese Regeln schreiben."
 
 
Auch eine andere Aussage ist bemerkenswert. Der Präsident, der in beiden Häusern des Kongresses keine Mehrheit mehr hat, sagte:
 
 
"Wenn ein Gesetz meinen Schreibtisch erreicht, das eines dieser Dinge*) versucht, wird es mein Veto ernten"
*) Rücknahme von Gesundheitsreform/Finanzregulierung/Einwanderungsgesetz.
 
Nun, der Präsident der Vereinigten Staaten hat dieses Veto-Recht. In einer Rede zur Lage der Nation die Ausübung dieses Veto-Rechts als unumstößliche Konsequenz anzukündigen - und am Ende dafür den Beifall der versammelten Abgeordneten und Senatoren zu erhalten, das sieht auf den ersten Blick gar nicht nach Demokratie aus.
 
Wie selbstverständlich hat der Präsident auch erklärt, die USA sollten sich nicht mehr in "unnötige Konflikte" hineinziehen lassen, und zugleich die Zustimmung des Kongresses zum Einsatz militärischer Gewalt gegen den Islamischen Staat eingefordert und betont, dass der Iran an der Entwicklung von Atomwaffen gehindert werden müsse.
 
In Bezug auf die Ukraine sieht der Präsident die USA als stark, und vereint mit ihren Verbündeten an - und hält Russland "mit seiner erschütterten Wirtschaft" für isoliert.
 
Die starke Achse, die sich zwischen China, das er seinen Regeln unterwerfen will, und Russland, das er für schwach und isoliert hält, entwickelt, und an die sich Brasilien, Indien und Südafrika angeschlossen haben, ja, die sogar angefangen hat, den NATO-Staat Türkei zu umgarnen, erwähnt er nicht.
 
Dafür betont er die Notwendigkeit, die Bürgerrechte hochzuhalten, und meint damit, wie DIE WELT hervorhebt, die Spionageaktivitäten, auch im befreundeten Ausland fortsetzen zu wollen.
 
Selbstverständlich erwähnt er auch Guantanamo. Das seit sechs Jahren uneingelöste Versprechen, dieses Foltercamp zu schließen, wird erneuert, mit dem Hinweis, dass ja erst kürzlich wieder einige dort gefangen Gehaltene freigelassen worden seien.
 
Den Gipfel der Peinlichkeit sehe ich in der Aufzählung der technischen Errungenschaften, die die USA in den letzten Jahren hervorgebracht haben. Da stellt er, neben der Marsmission und der Herstellung von Flüssigtreibstoff aus Solarenergie doch tatsächlich "revolutionäre neue Prothesen" in den Vordergrund, mit der Aussage: "sodass ein Veteran, der seine Arme für dieses Land gab, wieder Fangen spielen kann mit seinen Kindern".
 
Nein, soviel ist klar: Amerika wird sich sicherlich auch weiterhin nicht in unnötige Konflikte hineinziehen lassen, nur in die nötigen. Wenn die starke Diplomatie (Sanktionen etc.) nicht ausreicht, um die eigenen Regeln durchzusetzen, wird eben das starke Militär eingesetzt - denn sowohl teure Bomben und Raketen als auch teure Spezialprothesen schaffen Arbeitsplätze und steigern das Bruttosozialprodukt.
 
Es lohnt sich, beide verlinkten Berichte zu lesen, schon wegen der unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen - und auch, um die Inhalte aufzunehmen, die ich hier nicht übernommen habe.
 
 
Ach ja. Zum Thema "Vergleichen" habe ist erst kürzlich eine Betrachtung veröffentlicht.
Vergleichen ist nicht Gleichsetzen, sondern das Feststellen von Übereinstimmungen und Abweichungen. Insofern ist der Hinweis auf Iwan den Schrecklichen nicht als Gleichsetzung, sondern als Denkanstoß zu verstehen - und ich verdenke es niemandem, der sich, vor die Wahl gestellt, doch lieber entscheiden würde, statt im Russland der Vergangenheit in den USA der Gegenwart leben zu wollen. Da wäre ich nämlich selbst auch dabei.
 
 
 

 
Erfreulicheres:

Ein Unentschieden und zwei Siege - das Achtelfinale ist zum Greifen nah!
Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
 
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Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
Gleich bestellen - und dann gemeinsam
bei der Handball-WM mitfiebern!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
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Karl Waldecker

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Allmählich spricht es sich herum:


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den Stuttgarter Grubenbahnhof
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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