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19. Januar 2015
 
09.00 Uhr Wir wollen das doch bitte nicht vergleichen!
 
Immer, wenn sich Vergleiche geradezu aufdrängen, ertönt die ebenso hilflose, wie wirksame Formel: "Das kann man doch aber wirklich nicht vergleichen!"
 
Das Raffinierte daran: Derjenige, der den Vergleich anstellt, und sei die erkannte Übereinstimmung noch so gerechtfertigt und offensichtlich, ist mit seinem Vergleich ins Leere gelaufen. Dort angekommen, hat er den Schwarzen Peter, nachweisen zu müssen, was da alles vergleichbar ist, ohne auch nur ein Argument seiner Diskussionsgegner zu kennen. Er wird also nach und nach alle seine Karten auf den Tisch legen, und immer weiter nur zu hören bekommen: "Das mag ja sein, aber das ist ja nun dennoch wirklich nicht vergleichbar".
 
Dabei heißt "vergleichen" ja doch gerade nicht, dass alles gleichgesetzt wird. Vergleichen heißt ja im Grunde nur, sowohl die Gemeinsamkeiten, als auch die Unterschiede festzustellen. Wenn ich ein älteres und ein neueres Foto von mir nebeneinander lege und die beiden miteinander vergleiche, dann stelle ich viele Veränderungen fest. Statt langer Haare sehe ich nun kurze, die alte Brille, mit den großen Gläsern ist durch eine neue, mit kleineren Gläsern ersetzt, der Bart ist gepflegter, ein paar Falten sind dazugekommen, und der Vergleich ergibt ganz klar: Das bin ich, einmal vor 20 Jahren und einmal vor 2 Tagen.
 
Vergleiche ich eine Luftaufnahme der Stuttgarter Innenstadt von vor 10 Jahren mit einer aktuellen, wird der Vergleich ergeben, dass ein Flügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs fehlt, dass es eine große Baugrube mitten in der Stadt gibt, und dass die schönen Bäume im Schlosspark nicht mehr da sind.
 
Man kann sogar Äpfel mit Birnen vergleichen. Es handelt sich bei beiden um Obst, das an Bäumen wächst und im Spätsommer und Herbst reif wird. Äpfel und Birnen haben einen Stil und ein Kerngehäuse, sie haben Fruchtfleisch, dass von einer festeren Schale eingehüllt ist. Beide enthalten viel Wasser, viele Ballaststoffe, Fruchtzucker und einen Mix von Vitaminen und Vitalstoffen. Beide sollte man nicht genießen, bevor sie reif sind, und aus beiden kann man einen Obstschnaps brennen. Die Unterschiede finden sich in der Form und im Geschmack. Der Apfel ist säuerlicher als die Birne. Verwunderllich ist nicht, dass sowohl Äpfel als auch Birnen von den Biologen den Rosengewächsen zugerechnet werden.
 
Vergleichen ist Differenzieren!
 
Wer jedwedes Vergleichen rundweg ablehnt, weil zwei Sachverhalte angeblich nicht vergleichbar seien, bringt damit nur sein Unvermögen zum Ausdruck, analytisch zu denken, bzw. seinen Unwillen, sich geistig außerhalb seiner gefestigten Vorurteile zu bewegen.
 
Wer sich, mangels Argumenten, in die Formel rettet: "Das ist nun aber wirklich nicht vergleichbar", ist also entweder ein gewiefter Manipulator oder ein dumpfbackiger Spießer, ein Partner für eine ernsthafte und zielgerichtete Diskussion ist er nicht.
 
Die einzig richtige Reaktion auf diese Formel lautet: "Wieso?"
 
Dann hat der Vergleichsunwillige den Schwarzen Peter. Vermutlich wird er ihn nicht annehmen, sondern mit einem Satz, wie: "Na, das versteht sich doch von selbst!", antworten. Auch das ist nichts als eine "Killerphrase", mit der eine unliebsame Diskussion beendet werden soll. Man darf dann ruhig sagen: "Es tut mir Leid, ich verstehe nicht, warum man das nicht vergleichen können soll. Bitte erklären Sie mir das doch."
 
In 90 Prozent der Fälle wird das zum mehr oder minder abrupten Abbruch des Gesprächs führen, in den übrigen 10 Prozent der Fälle gibt es die Chance, wirklich zum Kern einer Sache vorzustoßen. Dafür lohnt sich die Mühe.
 
Was gäbe es denn zu vergleichen?
 
Das Attentat in Paris
mit dem Einsturz dreier Gebäude des World Trade Centers?
Oder mit den Drohnenangriffen der USA in Afghanistan, Pakistan und anderswo?
 
Das Demonstrationsverbot in Dresden
mit dem Vorgehen der DDR gegen die Montagsdemonstrationen in Leipzig?
 
Die Berichterstattung der Medien über islamistische Anschläge
mit der Sorge vieler Bürger vor einer Islamisierung des Abendlandes?
 
Die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein
mit den Atomwaffenprogrammen des Iran oder Syriens?
 
Die Spar- und Austeritätspolitik der EU
mit den von Jean Claude Juncker gewährten extremen Steuervergünstigungen für Amazon und viele andere?
 
Die Währungspolitik der Nationalsozialisten
mit der Währungspolitik der EZB?
 
Die blaue Pille aus "Die MATRIX"
mit der roten Pille von ebenda?
 
Die Meinungsvielfalt der Wahrheitspresse
mit sich selbst?
 
Sie sehen, es gibt nahezu unendlich viele Vergleichsmöglichkeiten, und gerade da, wo es immer heißt, man könne das doch nicht vergleichen, oder auch, man könne Tote doch nicht gegeneinander aufrechnen, da lohnt es sich, genauer hinzusehen.
 
 
Noch ein Nachtrag
 
Gelegentlich vergleiche ich die nicht vorhandenen Babys in den nicht vorhandenen Brutkästen in einer Klinik in Kuwait, die von nicht vorhandenen irakischen Soldaten bestialisch umgebracht wurden, mit den nicht vorhandenen russischen Panzern, die von nicht vorhandenen ukrainischen Einheiten vernichtet wurden, was von nicht anwesenden Journalisten mit zufällig gefundenen Archivbildern bewiesen wurde.
 
Außerdem vergleiche ich das ständige Beharren Poroschenkos auf Einhaltung des Minsker Abkommens mit den Inhalten des Minsker Abkommens. Dabei ist immer noch festzustellen, dass der Flughafen von Donezk in diesem Abkommen den Separartisten zugesprochen wurde. Die nun begonnene neue Offensive Porosschenkos zur Eroberung der Flughafenruinen, die mit dem Beschuss der Innenstadt von Donezk mit Panzerartillerie einhergeht, trifft wieder einmal mit aller Härte Menschen, die Poroschenko wiederum der eigenen ukrainischen Bevölkerung zurechnet. Man kann es nicht anders wahrnehmen. Poroschenko führt Krieg gegen die eigene Bevölkerung, er verletzt damit nicht nur massiv die Vereinbarungen des Minsker Abkommens, auf deren Einhaltung er wortreich drängt, er macht sich auch, für die westliche Wertegemeinschaft, damit mit dem syrischen Präsidenten Assad vergleichbar. Doch dieser Vergleich wird von den Wahrheitsmedien nicht in Erwägung gezogen. Warum wohl?
 
Ganz einfach, weil nicht verglichen werden darf, was nicht vergleichbar ist.
Wo kämen wir denn hin, wenn wir nun auch noch die Guten mit den Bösen vergleichen wollten!?
 
Das geht ja gar nicht.
 
 
Noch nachträglicher:
 
Die Gewerkschaft der Polizei will, dass sich die nach den Sparwellen noch verbliebenen Polizisten um die wirklich schwerwiegenden Straftaten kümmern. Vieles soll nur noch Ordnungswidrigkeit sein, und keinen Polizeieinsatz heraufbeschwören, Beleidigung, Sachbeschädigung oder Schwarzfahren sollen davon ebenso betroffen sein, wie der Besitz weicher Drogen.
 
Und was will die GdP stattdessen mit ihren Kapazitäten anfangen?
 
Sie will rechtsfreie Räume zurückerobern und das Entstehen weiterer unterbinden. Dazu wird erklärt, in manchen Vorstädten im Ruhrgebiet sei die Lage inzwischen ähnlich wie in Berlin-Kreuzberg. Ausländische Jugendbanden signalisierten der Polizei: "Hier haben wir das Sagen, hier gilt kein deutsches Recht".
 
Da stellt sich mir schon wieder die Frage, ob man diese Position mit den Forderungen von Pegida vergleichen darf, oder nicht, oder ob man da vielleicht schon PEGIDA in einen Topf mit der Polizei wirft - oder umgekehrt. Und den FOCUS, der das auch noch abdruckt, auch gleich noch mit ...
 
 
 
 

 
Erfreulicheres:

Zweiter Sieg
der deutschen Handball-Nationalmannschaft
bei der WM in Katar!
 
Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", kann dazu beitragen. Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Ganz nebenbei lernen die Kids dabei auch die wichtigsten Regeln kennen - und der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
Gleich bestellen - und dann gemeinsam
bei der Handball-WM mitfiebern!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 

 

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

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hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

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http://www.sozialticker.com

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nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
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viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
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