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11. Januar 2015
 
07.30 Uhr Was wir glauben sollen
 
Versuch einer Verschwörungstheorie
 
In Frankreich sind in der letzten Woche eine Reihe von Menschen auf spektakuläre Weise vom Leben zum Tode gebracht worden. Darunter waren so genannte Terroristen, so genannte Geiseln und so genannte Polizisten. Ich nenne sie im folgenden unterschiedslos "Opfer".
 
Die Medien und die Sprecher der politischen Kaste erklären unisono, ein Teil der Opfer sei Täter gewesen und hätte einen islamistischen Hintergrund gehabt, weshalb ihr Tod nichts als ihre gerechte Strafe sei, während man sich mit den anderen solidarisieren und um sie trauern müsse.
 
Lassen wir alle klaren und unklaren Umstände des Geschehens beiseite, fragen wir auch nicht, warum der Oberermittler im zeitlichen Zusammenhang mit dem Geschehen Selbstmord beging, stellen wir einfach nur die Frage: "Wer hat nach diesen Attentaten "Oberwasser", wer beherrscht die Schlagzeilen und die veröffentlichte Meinung?".
 
Nun, nachdem sich die erste Welle der Empörung gelegt hat, sind da hauptsächlich folgende Stimmen zu hören:
 
1. Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich der vorsorglichen
Überwachung und Wiederaufnahme der Vorratsdatenspeicherung. Die Gefahr ist nicht gebannt, es kann überall neue Anschläge geben.
 
2. Niemand sollte dieses Geschehen für seine islamfeindliche Gesinnung missbrauchen. Es handelt sich um einen schrecklichen Einzelfall, der nichts mit dem Islam zu tun hat.
Front National und Pegida sind vor diesem Hintergrund gefährlicher, denn je zuvor.
 
3. Die Pressefreiheit, einschließlich der Satire, die alles darf, ist unser höchstes Gut, wir alle sind Charlie.
 
Dieses Ergebnis ist m.E. zu geringfügig, um dafür eigens eine Geheimdienstaktion unter falscher Flagge zu inszenieren. Das ganze schreckliche Attentat mit allen seinen Folgewirkungen hat keinen nennenswerten Impuls für eine neue Politik, für einen neuen Krieg gesetzt, der jetzt unbedingt und mit aller Härte geführt werden müsste.
 
Dass der Spiegel zeitgleich davon berichtet, dass Syriens Assad eine Fabrik zur Herstellung von Atomwaffen errichtet, wird damit in keinen Zusammenhang gebracht und ist auch kaum damit in Zusammenhang zu bringen. Dieses nun öffentlich verkündete Todesurteil für Assad hätte auch vollkommen ohne die Anschläge in Paris gesprochen werden können, zumal Assad ja selbst Opfer der Islamisten ist, weshalb ihm vor dem Hintergrund der Anschläge in Paris nicht zur Last gelegt werden kann, dass er diese bekämpft.
 
Auch die verbreitete Annahme, der Anschlag habe in Wahrheit dem Ansehen von Francois Hollande gegolten, dessen als feindselig empfunde Israel-Politik und als abweichlerisch empfundene Russland-Politik mit einem "Denkzettel" quittiert werden sollte, geht doch nicht auf. Hollande konnte sich für die nichtmuslimischen Franzosen als ein viel stärkerer Mann präsentieren, als er es ist, und gegenüber den muslimischen Franzosen hat er nun ein weiteres Argument für härteres Durchgreifen in der Hand. Er wurde, gerade in Zeiten schwerer wirtschaftlicher Probleme gestützt, doch er hätte diese Probleme auch ohne diesen Anschlag überstanden.
 
Die Fernwirkung auf Frankreichs Nachbarn ist gering. Es kommen nur die üblichen Rufe nach mehr Staat, mehr Überwachung und härteren Strafen hoch, die übliche Litanei, die im Grunde nur dazu dient, das eigene Parteiklientel bis tief in die Stammtischszene hinein bei Laune zu halten.
 
Dass die NATO erklärt haben soll, sie stünde fest zu Frankreich, hat mich amüsiert, mehr aber auch nicht. Was soll der doofe Spruch?
 
Nichts von alledem ergibt einen Sinn - und doch bleiben ein halbes Dutzend wichtiger Fragen offen:
 
1. Das auffällige Verhalten der "Charlie Hebdo-Attentäter".
 
Erst am falschen Haus auftauchen, sich dann die Tür von einer Angestellten öffnen lassen, die zu Ermordenden namentlich aufrufen, in aller Seelenruhe zurück zum Auto, schnell noch eine Polizisten erschießen, einen - warum und wobei auch immer verlorenen Schuh aufsammeln und dann die Identitätskarte im Fluchtfahrzeug vergessen, später eine Tankstelle überfallen ...
 
Das sieht, bei aller angeblichen Professionalität doch eher nach Laientruppe aus, oder nach dem krampfhaften Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen und gefasst zu werden.
 
2. Die Beschuldigung des jungen Mannes, der sich nicht am Tatort, sondern in seiner Schule aufhielt, sich dann selbst stellte, aber trotz vieler Zeugen, die sein Alibi bestätigten, offenbar noch lange festgehalten und als Mittäter beschuldigt wurde.
 
3. Die Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt, angeblich erfolgt, um die beiden Hauptattentäter freizupressen, jedoch vollkommen dilelttantisch ausgeführt, in Verbindung mit der Tatsache, dass erst nur ein Elite-Polizist den Laden stürmte, dann der Täter herauskam und erschossen wurde, und dann im Laden angeblich lange vorher vom Geiselnehmer ermordetet Geiseln gefunden wurden. Dieser Teil der Story stinkt für mich am meisten zum Himmel.
 
4. Doch die Geschehnisse um die Druckerei sind ebenfalls abenteuerlich. Ein Zeuge, der ein freundliches Gespräch mit den Attentätern führt, die ihm erklären, Zivilisten würden sie sowieso nicht erschießen, ein anderer Druckereimitarbeiter, der sich von Anfang bis Ende des Geschehens in der Druckerei geschickt und unauffällig vor den Attentätern verbirgt und dann befreit wird, ein massives Aufgebot von Sondereinsatzkräften - und am Ende zwei mausetote Attentäter, die niemand mehr befragen kann, auch das hat eher den Geruch einer kaltblütigen Zeugenbeseitigung als den Anschein professioneller Polizeiarbeit.
 
5. Sonderbare Gerüchte um die Panzerfaust, die angeblich abgefeuert wurde, während von Schäden durch diesen Akt nichts berichtet wird ... Das kann im Grunde nicht sein, auch wenn kein Panzer als Ziel dient, die Hohlladungsgranate explodiert auch, wenn sie nicht vorher eine Panzerung durchschweißen muss - und richtet dann einen ordentlichen Schaden an.
 
6. Am Ende noch der Suizid des leitenden Ermittlungsbeamten. Wer macht so was, mitten im spannendsten Kriminalfall seines Lebens? Wer, der vor der höchsten Dekoration als Held der Nation steht, verfällt dabei in eine so tiefe Depression, dass er den Erfolg lieber seinem Nachfolger überlässt, als sich selbst noch einmal zu beweisen?
 
 
Nun hänge ich mich ganz weit aus dem Fenster:
 
Das Attentat bei Charlie Hebdo hat niemandem wirklich genutzt. Es war also vermutlich nur das Ablenkungsmanöver für ein weitaus wichtigeres Ereignis. Dieses wichtigere Ereignis, dass da womöglich im Windschatten der Aufregung um Charlie Hebdo stattgefunden haben könnte, könnte der Tod einer der Geiseln des dritten Mannes gewesen sein, die sich in dem jüdischen Supermarkt befanden, vielleicht auch nur dorthin gelockt worden oder, schon halbtot, dorthin verbracht wurden.
 
Wie sieht es um die Identität der Menschen aus, die in diesem Supermarkt starben? Was weiß man über sie? Wo kamen sie her? Wie lange hielten sie sich schon in Paris, in Frankreich auf? Wo und für wen haben sie gearbeitet?
 
Mit ein bisschen Kombinationgabe bekommt das ganze Geschehen einen Sinn. Der Mossad wollte jemanden loswerden oder mundtot machen. Der hat sich aber in Paris so gut verschanzt, dass mit normalen Mitteln ein zu großes Aufsehen entstanden wäre.
 
Im Windschatten eines von Islamisten begangenen Überfalls auf eine satirische Zeitschrift, die ja mit ihrer spitzen Feder auch vor Juden nicht Halt machte, konnte das eigentliche Ziel ohne Aufsehen erreicht werden. Nachdem die Motive für das ganze Spektakel schon vor der Öffentlichkeit ausgebreitet waren, lange bevor der eigentliche Zweck erfüllt werden sollte, war das Opfer einfach eins von mehreren eines Attentäters, der andere Attentäter freipressen wollte. Unter diesen Umständen braucht man kritische Fragen nicht zu fürchten. Die verbieten sich praktisch von selbst.
 
Natürlich gilt diese Szenario nicht nur für den Mossad. Jeder andere Geheimdienst dieser Welt hätte ein solches Vorgehen wählen können, mit offensichtlichen Spuren und offensichtlichen Motiven und lauter toten Tätern ...
 
Vielleicht waren die Franzosen eingeweiht (dafür spricht der Selbstmord des Chefermittlers), vielleicht waren sie es nicht... Wer weiß?
 
Islamistische Attentäter hätten aller Wahrscheinlichkeit nach ein anderes Vorgehen gewählt, wären vermutlich gar nicht geflüchtet, sondern hätten sich mit der gesamten Redaktion selbst in die Luft gesprengt, zur Ehre Allahs.
 
Und selbst wenn sie überleben wollten, wenn sie ernsthaft flüchten wollten, dann wäre die anfangs so glücklich verlaufende Flucht nicht durch unsäglich dumme Akte, Aufsehen zu erregen (wer überfällt auf der Flucht schon eine Tankstelle???) wieder zunichte gemacht worden?
 
Ich hege keinen Zweifel daran, dass die Brüder Kouachi, die im Gebäude der Druckerei von Dammartin-en-Goële gefudnen wurden, tatsächlich erschossen wurden. Ich hege allerdings Zweifel daran, dass es sich bei ihnen tatsächlich um die Attentäter von Charlie Hebdo gehandelt hat. Ich hege keinen Zweifel daran, dass sie auf irgendeine Weise aktiv in das Geschehen eingebunden waren, doch ich möchte zu gerne wissen, wer ihnen ihre Anweisungen gegeben hat, und wie die Geschichte lautete, die ihnen erzählt wurde, um sie zum Mittun und zum Sterben zu überreden.
 
Ohne die Flucht hätte ich die Story geglaubt.
Ohne das unsäglich dumme Verhalten der Flüchtenden, hätte ich sie auch geglaubt, selbst wenn man sie am Ende doch gefunden und auf der Flucht erschossen hätte.
 
So aber bleibt von der ganzen Inszenierung nichts anderes übrig, als das Publikum glauben zu machen, ein dritter Täter hätte voller Naivität angenommen, er könne seine beiden Komplizen - auf die ein Heer von 80.000 Polizisten und Soldaten Jagd machte, durch eine Geiselnahme freipressen.
 
Das ist extrem unwahrscheinlich, von daher war auch der Tod der Menschen, die als Geiseln im Supermarkt starben, unter normalen Umständen extrem unwahrscheinlich, und genau deswegen meine ich, ist hier der eigentliche Zweck der Übung zu suchen.
 
Irrtum vorbehalten.
 
P.S.
Inzwischen wird von einer Zeugin berichtet, die unter den Masken der Angreifer in der Redaktion ein paar "blaue" Augen gesehen haben will ...
 
Ein Kommentar von Claudia V.:
 
 
 
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
 
Ihre „Verschwörungstheorie“ hatte ich bereits mit Spannung erwartet. In Ihrem Tageskommentar vom 11.01.2015 haben Sie auf Ihre unnachahmliche Art auch einige interessante Aspekte ausgeleuchtet.
 
In zwei Punkten stimme ich mit Ihnen überein: Zum einem, dass der/die Attentate so ausgesprochen dämlich in Szene gesetzt worden sind, dass es einen förmlich anschreit. Auch das Hinterlassen diverser „Indizien“, sowie des obligaten Videos, lassen die Ereignisse in Frankreich nach 9/11 zu einem Déjà-Vu-Erlebnis werden.
 
Der zweite Punkt ist natürlich die Frage nach dem „cui bono“ – die üblichen Forderungen nach mehr Überwachung sind in Frankreich obsolet, da es dort bereits eine Vorratsdatenspeicherung gibt und auch der Richtervorbehalt größtenteils abgeschafft ist. Eine Ablenkung im politischen Sinne haben Sie in Ihrem Kommentar bereits in verschiedene Richtungen untersucht. Somit bleibt die Frage, neben Ihrer Mutmaßung, weiterhin bestehen.
 
Wenn man sich regelmäßig über verschiedene Quellen im Internet informiert, so stößt man auf Nachrichten, die man zur Kenntnis nimmt, welche, die Kopfschütteln hervorrufen oder irritieren und welche, bei denen man sich fragt: Wozu soll das gut sein? Zahlreiche Informationen, die vorerst in keinem Zusammenhang stehen, die im Falle eines Schlüsselereignisses durchaus einen Sinn ergeben.
 
Eine dieser Informationen war für mich Ihr Tageskommentar vom 28. Oktober 2014 (http://www.egon-w-kreutzer.de/001/tk281014.html) - Ein Bericht aus Bonn vom August 2014, in dem Sie das Schreiben eines Lesers(?) über radikal-islamistische Aktivitäten in Bonn wiedergaben. Informationen, bei denen ich mich fragte, mit welchem Ziel Saudi Arabien „Salafisten“-Schulen in Europa finanziert. Ein paar verirrte, junge Menschen werden dem Angebot wohl folgen, aber, so meine Einschätzung, dem Großteil der muslimischen Jugend hierzulande dürfte das ziemlich egal sein.
 
Eine weitere Information war eher eine zur Kenntnis genommene. Felix von Leitner (fefe) berichtete sowohl bei dem Fnord-Jahresrückblick auf dem w31c als auch auf seinem Blog (http://blog.fefe.de/?ts=aa55cd68) über Charts der Ölpreise und inwieweit der Verfall des Ölpreises bei den ölfördernden Ländern zu Defiziten in ihren Haushalten führt. Er bemerkte, dass Saudi Arabien über großzügige Rücklagen verfüge, um noch einige Zeit seinen Haushalt ausgleichen zu können. Die Konkurrenz wird bei weiterhin niedrigem Ölpreis im wahrsten Sinne ausgehungert.
 
Die Information, bei der es bei mir „Bling“ gemacht hat, war der Artikel von Albrecht Müller vom 08.01.2015 auf den NachDenk-Seiten (http://www.nachdenkseiten.de/?p=24499) zu dem Attentat in Paris. Dort verlinkte er u.a. auf ein Video-Interview mit Andreas von Bülow zu dem Thema „Verdeckte Operationen und deren Erahnung durch den Laien“. Von Bülow nahm dort auch Bezug auf das Werk von Samuel Huntington „Kampf der Kulturen“ (The Clash of Civilizations) http://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen), das neben Brzezinskis Werken „The Grand Chessboard“ bis zu „Strategic Vision: America and the Crisis of Global Power“, das Weltbild der sogenannten „Falken“ in Washington bestimmen. Zu bemerken ist das Erscheinungsdatum der aufgeführten Bücher und mit dem Verlauf der US-amerikanischen Politik und einschneidenden Ereignissen zu vergleichen.
 
Saudi Arabien ist ein langjähriger und enger Verbündeter der USA, die bereits bei der Finanzierung und Rekrutierung von Al Qaida behilflich waren. Auch die aktuelle IS dürfte wohl nicht unerheblich aus dieser Richtung Unterstützung erfahren. Die „Radikalisierung“ der muslimischen Welt gegen die christliche Welt ist, neben dem „Krieg um Ressourcen“, schon seit langen im Gang. Im Zentrum scheint Saudi Arabien zu stehen. Die Radikalisierung muslimischer Minderheiten ist zudem auch ein Werkzeug in dem Versuch, die russische Föderation (als auch China) zu destabilisieren.
 
Auf der anderen Seite muss natürlich auch im „christlichen Abendland“ für entsprechende Ängste gesorgt werden, um einen maximalen „Kulturkampf“ zu erreichen. Dieser wird ebenfalls seit Jahren von den Medien propagiert und geschürt. Neben allen Unzulänglichkeiten bei der Integration von Zuwanderern, scheint die europäische Bevölkerung allerdings insgesamt doch recht tolerant zu sein. Da ist doch der eine oder andere „Anstubser“ in die richtige Richtung durchaus hilfreich, ebenso wie das „Unterwandern und Destabilisieren“ durch „Salafisten“-Schulen, die, als erfreulicher Nebeneffekt, die hiesigen Muslime ebenfalls in Angst und Schrecken versetzen.
 
Um wieder auf das „cui bono“ zurückzukommen und die obigen Gedankengänge zusammen zufassen: Der Nutzen liegt auf verschiedenen Ebenen. Zum einem, als oberste Ebene, die Neuordnung der Welt im Sinne der Hegemonialmacht USA, vereint mit den engsten Verbündeten, in abgesteckte „Kulturkreise“. Die verbleibenden „Konkurrenten“ um die Vormachtstellung wie Russland und China müssen geschwächt und an die, für sie vorgesehene Position gesetzt werden. Die, den jeweiligen Kulturkreis beherrschenden Verbündeten, dürften ihrerseits Ordnungen in ihrem Sinne vornehmen. (Es kann diesbezüglich interessant werden, Saudi Arabiens Vorgehen im Rahmen des Ölpreisverfalls zu beobachten – die Golfländer stehen auf der Kippe.)
 
Um eine solche Neuordnung vorzunehmen, ist es zwingend erforderlich, die Bevölkerung entsprechend einzustimmen. Die optimalste Situation dürfte die größtmögliche Abgrenzung zueinander ohne Einschränkung des Handels sein. So kann man, wie bei einer Pyramide, das Vorgehen von oben nach unten, im Großen wie im Kleinen, durchgehen.
 
Es scheint wie eine große Strömung, die zahlreiche kleine Strömungen beinhaltet. Ihre Theorie kann einer der kleineren sein, frei nach dem Motto: mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.
 
Es stimmt mich zudem nachdenklich, dass die recht neue Erscheinung der ganzen –IDAs (deren Finanzierung und Herkunft mit einigen Fragezeichen versehen ist) und das Attentat auf die Redaktion Charlie Hedbo kurz hintereinander folgen. Und dies in den entscheidenden Kernländern Europas: Frankreich und Deutschland.
 
So schrecklich, wie dieses Attentat war, und so schrecklich dies für die Angehörigen ist, sollten wir uns vor Augen führen, dass wir alle nur die Bauern auf einem Brett sind. Den Spielern an diesen Brettern ist das Menschenleben, egal ob im nahen oder mittleren Osten, in Europa, den USA oder Ukraine, ziemlich egal. Wir sollten uns auch nicht der Illusion hingeben, dass europäisches Leben „wertvoller“ ist, als eines aus anderen Ländern. Diese Spiel IST ein ganz bitterböses Schachspiel.
 
Neben der Kaltblütigkeit des Attentats sind mir in der Folge zwei beängstigende Aspekte sehr ins Auge gefallen: Mit dem Bekanntwerden des Attentats wurden in den sozialen Medien selbst gebildete Menschen zur geifernden und hasserfüllten Meute. Mit geradezu nekrophilem Eifer wurde jedes neue Detail verfolgt und zerlegt. Jeder Ansatz von sachlicher Diskussion wurde als unadäquat (freundlich ausgedrückt) im Keim erstickt. Es war erschreckend und widerlich anzusehen, wie die Leute blind zu der Melodie tanzten, die die Medien spielten.
 
Der zweite Aspekt ist die ausgesprochene Dummheit bei der Vorgehensweise der „Attentäter“. Was ist schlimmer (sofern man denn die Wahl hat): Das hermetische Weltbild und die Dummheit eines religiösen Fanatikers mit Mordabsichten oder das hermetische Weltbild und die Dummheit einer bestens finanzierten und technisch bestens ausgestatteten Mega-Organisation wie Geheimdienste?
 
Trotzdem keimt aus diesem Attentat möglicherweise eine Hoffnung, die das große Spiel zumindest stören könnte: Immer mehr Menschen finden sich zusammen, um gegen das „Gegeneinander“ zu protestieren und sich nicht dividieren lassen möchten. Vielleicht ist dies auch das von den „großen Spielern“ unterschätzte Erbe der Europäer, die auf ihrem Kontinent zwei Weltkriege mit all seinen Konsequenzen erlebt haben. Eine Hoffnung, an die ich gerne glaube möchte.
 
Lieber Herr Kreutzer, seit vielen Jahren bin ich nun schon eine regelmäßige Leserin Ihrer sehr intelligenten und hervorragend formulierten Gedanken, seien es die Tageskommentare oder die Paukenschläge. In der Regel stimme ich Ihnen im Stillen zu, Einiges regt zum Nachdenken an oder bietet neue Gedankenansätze. Das ein oder andere Mal jucke es mich jedoch, in die Tasten zu greifen und zu kommentieren. Ich ließ es, in der Befürchtung, dass es so umfangreich würde wie dieser Kommentar. Ich hoffe, ich habe Sie damit nicht übermäßig beansprucht und dass meine Gedanken nicht zu große Sprünge gemacht haben.
 
Ich freue mich auch weiterhin bei meinem täglichen Besuch an Ihren Gedanken teilhaben zu dürfen.
 
Viele Grüße,
Claudia V.
 
 
 

 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
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Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

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Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

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Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

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