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29. Oktober 2014
 
09.30 Uhr Du bist Eigentum des Staates
 
Hört sich krass an. Steht so auch nicht im Grundgesetz - ganz bestimmt nicht.
 
Doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Auffassung in den Köpfen vieler unserer Politiker ebenso fest verdrahtet ist, wie die zweite, der ersten erst einen Sinn gebende, ergänzende Annahme: Der Staat bin ich.
 
Es hat ja schon seit Wochen kräftig gestunken, in dieser unserer Republik, so wie Schwefeldünste aus Vulkanen aufsteigen und einen bevorstehenden Ausbruch anzeigen, gärte und brodelte es unter dem Suppentöpfchen der Demokratieverweser, und es war klar, dass die Salami der Bürgerrechte wieder einmal taktisch um ein Scheibchen beschnitten werden sollte.
 
Nun sind es gleich zwei geworden.
 
Andrea Nahles, einst glühende Vorkämpferin eines demokratischen Sozialismus in der SPD, Vordenkerin und Sprachrohr des Forums DL21, hat sich vor gut 10 Jahren unter die Fittiche von Gerhard Schröder begeben und erfolgreich zur Genossin der Bosse und Bossinnen umschulen lassen. Nun schützt sie, als Ministerin für Arbeit und Soziales, ausgerechnet die großen Arbeitgeber und zwar ausgerechnet vor den kleinen Gewerkschaften. Es ist - und Nahles wird als Katholikin noch wissen, was ich meine - ungefähr so folgerichtig, wie es von Gott folgerichtig gewesen wäre, nicht David gegen Goliath beizustehen, sondern Goliath vor David zu beschützen.
 
Doch Nahles meint, im Arbeitskampf dürfe eben nicht der antreten, der die besseren Chancen hat, sondern nur noch, wer die meisten Mitglieder hat. Das freut die satten Gewerkschaftsbonzen, die sich schon von Peter Hartz bis nach Brasilien verschaukeln ließen, und es freut natürlich die Anteilseigner, denen Depotwert und Dividende gleichermaßen gesichert werden.
 
Wozu braucht man noch Manchester-Kapitalisten, wenn man solche Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hat!
 
Die Frage klingt, wie von Dieter Nuhr geklaut, nur Nuhr hat die auch nicht erfunden, nuhr ebenfalls für sich abgewandelt, indem er sinngemäß fragte: Wozu braucht es noch Salafisten, wenn man solche Journalisten hat?
 
Nun, die Antwort ist seit heute gegeben.
 
  • Nach einem vorbereitenden Gerangel um überfüllte Flüchtlingsaufnahmelager, was der öffentlichen Erregung immer förderlich ist,
  • nach der schrecklichen Erkenntnis, dass eingedeutschte Salafisten sich als Djihadisten in die Reihen der heiligen Krieger des Islamischen Staates einbringen, um in Syrien, im Irak, im Libanon und in Jordanien ihre Gewaltbereitschaft so richtig auszuleben, in einer Orgie aus Bomben und Raketen, Blut und Leichenteilen, wie sie sich die deutschen Hooligans noch nicht einmal im Traum herbeiwünschen,
  • nachdem es in Köln gelungen ist, in guter deutscher Tradition, mit der Demonstrationsbegleitung durch die Sicherheitskräfte auch hier wieder den Sack zu schlagen, statt den Esel, dämmert es nun auch den Dümmsten:
 
Wir brauchen Salafisten, und wir brauchen diese Journalisten, wir brauchen Dieter Nuhr, die Hooligans, gewaltbereite Rechtsextreme und nicht minder gewaltbereite und mit Kampfstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfern hochgerüstete Polizisten,
 
um die europäische Fluggastdatenspeicherung unter Dach und Fach zu bringen.
 
 
Wenn nämlich erst endlich sämtliche Passagierdaten erfasst werden, und die Erfassung bisher nicht erfasster Daten den Fluggesellschaften vorgeschrieben sein wird, und sämtliche europäischen Fluggastdaten den USA zur Auswertung übermittelt und in den Rechenzentren für 1000 Jahre gespeichert werden, dann ...
 
Dann???
 
Nichts dann.
 
Wer nichts zu verbergen hat, braucht ja bloß nicht zu fliegen, oder so.
 
Diejenigen, die fliegen wollen und die vielleicht etwas zu verbergen haben, daran zu hindern und damit womöglich ihrer Daten verlustig zu gehen, nur weil die Piloten streiken oder weil wegen eines Lokführerstreiks der Flug nicht erreicht werden kann, oder weil der Reisende in Sorge, es könnte gestreikt werden, gar nicht erst fliegt ...
 
Das muss unter allen Umständen vermieden werden und da kommt die Nahles mit ihrer Tarifeinheit gerade recht.
 
Der nächste Schritt wird wohl so aussehen, dass die Bahn Fahrkarten nur noch an registrierte und identitätsgeprüfte User mit doppelt passwortgesicherter und verschlüsselter Internetverbindung und PayPal-Zahlung abgibt, womit die Fahrgastdatenerfassung in Kombination mit der Identitätsprüfung der Reisenden durch die in Zügen und Bahnhöfen installierten Videokameras mit Gesichtserkennung und Schaffner mit Datenbrillen soweit flächendeckend und nahtlos mit der automatisierten, verdachtsunabhängigen Kennzeichenerfassung und den Ergebnissen der Handy-Ortung verbunden werden kann, dass es selbst noch Ungeborenen vollkommen unmöglich sein wird, im jeweiligen Uterus nicht geortet und der Langzeitprognose des großen Terrorismuschecks unterworfen zu werden, was es ermöglich, die Bevölkerung endlich wirkungsvoll vor absehbaren Terrorismusgefahren zu schützen, weil Verdächtige unmittelbar nach der Geburt lebenslänglich in psychiatrische Anstalten verbracht und dort auf Kosten der Unterhaltspflichtigen sicher verwahrt werden.
 
Kapiert?
 
Zum Eigentum des Staates macht sich, wer dem Staat ohne den geringsten Widerstand gestattet, sich wie sein Eigentümer zu verhalten. Wer nicht erkennen lässt, dass er über einen eigenen Willen, ein eigenes (Selbst-) Bewusstsein, eigene Interessen verfügt und bereit ist, sein Recht darauf auch zu verteidigen, begibt sich selbst in den Status der "Beweglichen Sachen", über die der jeweilige Eigentümer in jeder Hinsicht frei verfügen kann.
 
 
Damit bin ich - nicht ganz unbeabsichtigt - bei der Frage angelangt:
 
"Wo bleibt die Revolution?"
 
 
Das ist der Titel meines jüngsten Buches und dazu gab es letzte Woche ein Interview mit Frank Meyer, das nun auf den Seiten der Metallwoche auch kostenlos zugänglich ist.
 
 
 
Sollte durch diesen Tagekommentar oder durch das Interview oder durch sonst irgendwas bei Ihnen der Wunsch ausgelöst werden, dieses Buch zu besitzen, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie:
 
Die schlechte Nachricht:
 
Das Buch ist im Augenblick vergriffen.
 
Die gute Nachricht:
 
Wenn Sie jetzt trotzdem bestellen, werden Sie in etwa zwei Wochen Ihr Exemplar aus dem ersten Nachdruck in Händen halten.
 
Das reicht auch noch dicke, um es nach dem Lesen in weihnachtliches Geschenkpapier zu wickeln und noch jemandem einen Freude damit zu machen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
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Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
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Ihr Egon W. Kreutzer

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Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

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Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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