Reset - home - neu laden

 Start

 Paukenschläge

 Tageskommentare
 Bücher  Kontakt  Impressum

aktuell: Vergatterung BDSG
 Geld Gesundheit  Gastbeiträge
 
28. Oktober 2014
 
09.00 Uhr Bericht aus Bonn - vom August 2014
 
Es ist ein Unterschied, ob man sich mit der Nachrichtenauswahl von ARD und ZDF zufrieden gibt, ob man den Kommentatoren in WELT und BILD und ZEIT und FOCUS folgt, ob man die Welt durch jene Brille betrachtet, die jedweden Unterschied als Bereicherung sichtbar macht, oder durch die andere Brille, bei der jedwede Abweichung vom schöngefärbten Selbstbild ein Feindbild aufscheinen lässt.
 
Im Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag über die Ursachen der jüngsten Krawalle in Köln erlaube ich mir, heute ein Stimmungsbild aus Bonn wiederzugeben. Es stammt nicht aus der Presse, ist nicht von Ideologien verbogen, es ist einfach nur die Wahrnehmung eines Deutschen, der in Bonn lebt und arbeitet.
 
Zu seinem Schutz habe ich diesen Bericht an einigen Stellen gekürzt, an anderen sinnwahrend so verändert, dass keine Rückschlüsse auf seine Person mehr möglich sind.
 
Lesen Sie einfach, was er schreibt:
 

 Bericht aus einer schönen Stadt – ein sehr persönliches Stimmungsbild

Hallo Herr Kreutzer,

in Ihrer letzten Mail vom 18. 8. schrieben Sie: "Mir ist zwar bewusst, dass es in einigen Großstädten, auch in NRW, 'problematische' Szenen gibt, doch dass Sie, im gemütlichen Bonn, davon auch berührt sind, ist mir neu."

Kommen wir zuerst mal zu Bonn. Was für Vorstellungen es doch im ländlichen Bayern von Bonn und von „problematischen“ Szenen gibt!

Vorweg: Ich bin seit Jahren in einer sozialen Funktion im angeblich ach so
schönen Stadtteil Bad Godesberg tätig und habe beruflich und privat engen Kontakt zu vielen muslimischen Familien. Durch Kontakte zu kirchlichen Kreisen bin ich über die dortigen Diskussionen und Probleme mit den verschiedensten muslimischen Richtungen, sowie deren Aktivitäten (und Nicht-Aktivitäten) gut genug informiert. Notwendige Zusammenarbeit mit Jugendämtern und Polizei hat meinen Erfahrungs- und Wissensstand ergänzt.

Zur Sache: Das „beschauliche“ ehemalige Diplomatenviertel Bad Godesberg ist laut Polizei der Stadtteil Bonns mit der höchsten Kriminalitätsrate. Mit, nebenbei gesagt, 157 registrierten verschiedenen Nationalitäten. Und nicht nur ängstliche Frauen fühlen sich nachts in Bonn nicht mehr sicher …

Bonn – gemütlich? Oh ja, die im Krieg nicht zerstörte Südstadt und Poppelsdorf erscheinen so. Aber sonst? Gemütlich wäre noch die Verwaltung, die sich mal wieder beliebt macht und die Lieferung lebenswichtiger Medikamente auch in Notfällen an die Apotheken im Stadtzentrum nach 12 Uhr nicht mehr zulassen will.

Der quälende Verkehr ist schon nicht mehr gemütlich. Was könnte sonst gemütlich sein? Die seit Jahren bestehende politische Lähmung im Stadtrat? Die Finanznot samt Haushaltssperre (1,6 Milliarden Schulden)? Die hohe Zahl der Obdachlosen? (Unter ihnen gibt es im Stadtgebiet alleine über 400 registrierte Verkäufer einer Obdachlosenzeitschrift) Die Probleme mit Jugendgangs, vor allem in den Randgebieten und im ländlichen (!) Umkreis?

Der Spitzenplatz als Deutschlands Einbruchshauptstadt?

Als die Polizeipräsidentin vor zwei Wochen stolz bekannt gab, im kriminellsten und gefährlichsten Stadtteil Godesberg sei die Einbruchsrate in den letzten drei Monaten um 30% zurück gegangen, musste sie zugeben, dass in der gleichen Zeit die Zahl der öffentlichen Gewalttaten im ganzen Stadtgebiet um 35% gestiegen ist.

Ach je, im ganzen Stadtteil Godesberg gibt es nachts für 72.000 Einwohner einen (1) Streifenwagen …

Und wenn Sie (Herr Kreutzer) schreiben: "Ihre Wohngegend, sagt mir GoogleMaps, ist geprägt von Reihenhäusern und Doppelhaushälften, immer noch mit einigem öffentlichen Grün dazwischen. Da würde ich Salafisten eher nicht vermuten", so bin ich über eine solche Aussage doch verwundert. Was wollen Sie in dieser Hinsicht
aus der Betrachtung von Häusern schließen? Sieht man die zwischen Einfamilienhäusern promenierenden Koran-lesenden bärtigen Männer, (wie ich es hier erleben durfte) mit tief verschleierten Frauen im Schlepptau? Und auch wenn in der wirklich unmittelbaren Nähe keine dieser Leute wohnen, man muss das Haus ja auch mal verlassen … Und die übrigens auch.

Natürlich müssen das keine Salafisten sein, aber es sind auf jeden Fall extrem
konservative Mitbürger. Ok, sie machen sich in der Öffentlichkeit rar, aber sie sind
da.


Was kann man sonst aus der Betrachtung jahrealter Google-Fotos schließen? Nehmen Sie nur Bonns Sadtkern. Auf einer geraden Linie von 1,2 km finden Sie 4 Moscheen (In ganz Bonn sind es wesentlich mehr), davon zwei von extrem konservativen Gruppen, die vom Verfassungsschutz offiziell als demokratiefeindlich eingestuft werden. Auf Google sichtbar ist keine einzige.

(...) Und auch im alten Ortskern des Stadtteils in dem ich wohne, leben etliche Muslime. Eine wachsende Zahl davon ist ganz offensichtlich, sagen wir mal vorsichtig, sehr konservativ geprägt, wie man aus Aussehen und Verhalten schließen kann. Laut letztem Mikrozensus beträgt der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung 9,1%. Wie viele davon radikalen Szenen zuzuordnen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Von Verwaltung und Politik werden diesbezüglich keine Zahlen genannt, es wird lediglich verlautbart, dass ihre Zahl kontinuierlich steigt.

Nebenbei: Ein Mitglied des Stadtrats des nicht weit entfernten Königswinter am Fuße des Drachenfels sagte neulich, dass 60% aller Gebäude inzwischen Muslimen gehören. Sieht man das bei der Betrachtung von Hausdächern? Sieht man, was in den Häusern passiert?
Auch ganz Verhüllte tauchen in Bonn schon mal auf, wo nur die schwarz eingepackten Hände vorgucken, vom Rest sieht man außer einem schwarzen Umhang nichts – kein Sehschlitz, kein Stoffgitter, absolut nichts. Da diese Frauen kaum etwas von der Umwelt sehen, werden sie von Männern an der Hand geführt. Müssen ganz selbstbewusste, emanzipierte Frauen sein.

Sicherlich haben Sie in Elsendorf schon mal eine Schar von drei- bis vierhundert jungen Männern bestaunen dürfen, die, die Oberkörper entblößt, sich mitten in der Fußgängerzone den Rücken mit Ketten und Säbeln blutig schlugen und dazu schwermütige Laute ausstießen.
Und sicherlich waren Sie dort nicht so konsterniert wie die im Gegensatz zu den
Elsendorfern völlig unbedarften und unvorbereiteten Bürger im Stadtteil Godesberg, die gar nicht wussten, was los war. Die Polizei wusste zwar Bescheid, hatte aber vorsichtigerweise die Bürger nicht informiert, weil es sonst im Vorfeld hier bestimmt Proteste dagegen geben hätte.

Aber die Veranstaltung, das schiitische Aschura-Fest, ist natürlich eine religiöse Veranstaltung gegen die man nichts haben kann. Bis heute werden die Bürger
nicht informiert, wann wieder so ein Umzug stattfindet, aber man weiß nun wenigstens, dass die Leute nur sich selbst kasteien und nicht andere. Und macht dann halt Platz.

Ich stelle mir das so richtig plastisch vor: Eine Fronleichnamsprozession, na, nicht gerade mitten in Mekka, aber doch in der Fußgängerzone von Riad oder Karatschi, das wär' doch mal ne staunenswerte Sache.

Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Muslime sind nicht per se schlecht, religiöse Fanatiker oder gar Terroristen. Die muslimische Welt ist sehr vielfältig und bunt, aber erkennbar nimmt der konservative sowie der fundamentalistische Teil zu.

Vor zwei Jahren gab die Stadt auf Anfrage bekannt, dass der Zuzug fundamentalistischer Muslime im gesamten Stadtgebiet jährlich mehrere hundert Menschen beträgt. Eine muslimische gute Bekannte unserer Familie, eine junge Frau,
regt sich immer auf (tierisch, wie sie sagt), wenn sie mal wieder feststellen muss, dass sich viele Muslime, mit denen sie in Kontakt kommt, gar nicht integrieren
wollen, aber vehement Toleranz einfordern.


Und damit komme ich zum Umfeld dieser Szene.

Vorweg: Es sind ja nicht die Salafisten alleine. Sie sind im Augenblick nur die arabisch dominierte, sichtbare radikale Speerspitze. Das Ganze wird umfangen durch eine Vielzahl anderer entweder türkisch oder arabisch (SA - Quatar - Somalia - Afghanistan - Indonesien - Kurden - Iran etc. etc.) dominierter Gruppierungen. Viele sind in Vereinen (auf Ortsebene Kulturvereinen) organisiert.

Dazu kommen politische Gruppierungen wie z.B. BIG, Räte (wie Integrationsräte) und Organisationen wie der Muslimrat in Bonn, der schließlich dadurch aufflog, dass er zusammen mit bundesweit bekannten Salafisten mehrmals Spendenaktionen für die Unterstützung der irakischen Opposition durchführte, bis die hiesige Tageszeitung dahinter kam, dass von dem Geld Kriegsmaterial gekauft und an radikale Gruppen (heute IS) geliefert wurde und dieser Muslimrat im benachbarten Rheinbacher Gefängnis Salafisten als Betreuer für muslimische Straftäter installieren wollte...


Wenn solche Organisationen dann öffentlich Stellung beziehen sollen, sind sie plötzlich nicht mehr erreichbar, die Mitglieder auf Tour in Mekka (kein Witz), tauchen erst nach Monaten wieder auf und geben dann windelweiche Erklärungen heraus.

Und das alles in Bonn? Ja.


Auffallen tun diese Menschen auch mit ihren fast regelmäßigen öffentlichen Werbeaktionen (ja, hier in Bonn) für ihren speziellen Koran und und ihre Geld-Sammel-Aktionen, weiter durch ihre öffentlichen „Grillfeste“ (und sonstigen Veranstaltungen) mit 400 - 500 Leuten, deren letzte erst als die öffentliche Wahrnehmung zu groß wurde, abgesagt wurden.

Auffallen tun sie im WDR-Fernsehen durch ihre Parolen wie: „Ein Muslim verlässt
den Islam? Kopf ab, ist halt so“ (Zitat) und ihre dort offen gezeigte Aggressivität gegenüber den Reportern.
Gewalttätig werden diese Salafisten besonders dann, wenn sie (wie hier vor zwei Jahren geschehen) öffentlich provoziert werden. Da kam es nach der Provokation durch eine rechte Polit-Splittergruppe zu einer stundenlangen blutigen Straßenschlacht von mehreren hundert Salafisten mit einer völlig überforderten Polizei. Eine Straßenschlacht, die große Teile der Godesberger Innenstadt lahm legte.

Dann war da der misslungene Nagel-Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof, der nur deswegen misslang, weil der Bombenbauer vergaß, den Zünder zu montieren. (20 – 30 Tote wären drin gewesen. Der Bahnhof war voll, ich war kurz vorher da).

Aber keine Bange, so was passiert noch (Zynismus aus).

Und wenn so etwas irgendwo in Deutschland mal passieren sollte – dann ist das auch ein „Gruß“ nach Bonn. Denn viele der salafistischen Kämpfer, die übers Internet mit Videobotschaften aus Syrien, Pakistan und dem Irak zu Anschlägen in Deutschland aufrufen, kommen aus Bonn. Man ist schlau genug, die Aufforderungen zum Anschlag aus dem Ausland zu versenden. Kämen sie aus dem Inland, könnte man ja gegen die Leute vorgehen.

Ich habe den Eindruck, man wartet mit ähnlichen Folgeaktionen ab, bis die Unterstützerzahl groß genug ist.
Auch wenn's aus bayerischer Sicht nicht so aussieht – Bonn ist tatsächlich eines der wichtigsten Zentren für radikale Muslime in Deutschland. Nicht ohne Grund kommen viele IS-Kämpfer in Syrien und dem Irak direkt aus Bonn oder aus dem Umfeld der Bonner Kaderschmiede. Und es gibt einige Bonner Kämpfer in diesen Ländern, die sich z. T. mit abgeschlagenen Köpfen in der Hand ablichten lassen. Nachrichten, die dann regelmäßig in der hiesigen Presse erscheinen.


Angefangen hat hier das Ganze vor mehr als 20 Jahren im Umfeld der saudischen König-Fahd-Akademie im Stadtteil Bad Godesberg, an die plötzlich alle arabisch-stämmigen Schüler der umliegenden Schulen verschwanden, obwohl diese Akademie offiziell nur Schüler aufnehmen durfte, die nur für kurze Zeit in Deutschland blieben. Was dort mit den Schülern geschah oder was gelehrt wurde, blieb undurchsichtig. Das Spiel ging so lange, bis der Regierungspräsident in Köln einschritt und die Lehrtätigkeit und weitere Aufnahme von Schülern der Akademie untersagte, was wiederum das Auswärtige Amt in Berlin einschreiten ließ und Köln zurück rudern und die Akademie gewähren lassen musste.

In dem dann folgenden jahrelangen Streit zwischen Auswärtigem Amt, dem RP in Köln, der Stadt Bonn und der König-Fahd-Akademie wurde durch Erlass-Tricks der Besuch dieser Akademie durch arabische Kinder langsam und teilweise ausgetrocknet. Allerdings feuerte Riad den deutschen Schulleiter der Akademie, setzte einen original saudischen ein und – seltsamer oder gar nicht seltsamer Weise – tauchten kurz danach plötzlich zunehmend extrem streng-muslimische Bürger aus allen Teilen Deutschland und dem Ausland auf, die sich im größeren Umfeld dieser Akademie niederließen.

Die Auswirkungen dieses Zuzugs, der sich dann auf die ganze Stadt Bonn ausdehnte,
ließen nicht lange auf sich warten. Vor Jahren, als Bonn noch Sitz der Bundesregierung war, besuchte der damalige türkische Botschafter eine Hauptschule im Süden Bonns. In Anwesenheit der Vertreter des Schulamts, aller Lehrer und vieler Schüler warnte er davor, das Tragen von Kopftüchern an Schulen zu erlauben. Dies sei nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Botschaft. Und er warnte vor den Folgen, die einer solcher Erlaubnis folgen würden.

Mittlerweile ist es nicht bei Kopftüchern geblieben. Von Kopf bis Fuß tiefschschwarz verhüllt - nur das Gesicht noch frei - wird an Bonner Schulen schon akzeptiert, auch das Handgelenk darf nicht mehr sichtbar sein, erklären diese Mädchen den Lehrkräften und Mitschülern. Dass islamische Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, ist schon fast normal, dass im Hauswirtschaftsunterricht selbst Rindfleisch nicht mehr akzeptiert wird, ist in Mode gekommen („Das ist nicht nach unseren Vorschriften geschlachtet“), dass Musikunterricht boykottiert wird, greift immer mehr um sich („Der Koran verbietet es, sich zu freuen“).
Mit dem gleichen Argument wird das Lernen von Gedichten abgelehnt und anderes mehr, wobei es den Vertretern dieses radikalen Islams gar nicht darauf an kommt, ob ihre Argumente mit dem Koran auch übereinstimmen: Der Ungläubige hat von der rechten Auslegung sowieso keine Ahnung. Den gefrusteten Lehrkräften wird von der Schulaufsicht nicht viel Hilfe geboten - ist sie doch selber von einer in dieser Frage indifferenten und libertinären Politik abhängig, die vor dem Problem jahrelang die Augen schloss und politische Entscheidungen lieber den Gerichten überließ.

Die radikalen Ränder eines an sich toleranten Islams breiten sich derweil immer mehr aus und gewinnen an Gewicht. Weltweit.

Es gibt allen zugängliche deutschsprachige Muslimforen, in denen offen darüber diskutiert wird, Europa zu islamisieren. Der Geburtenrückgang im alten Erdteil wird mit Befriedigung zur Kenntnis genommen und nüchtern festgestellt, dass, wenn eine Population ausstirbt, eine andere ihren Platz einnimmt. Die eigene nämlich: „Allah hat uns diesen Kontinent gegeben“ (Zitat).

An Integration wird in diesen Foren nicht gedacht, bestenfalls an Anerkennung der eigenen Weltanschauung durch die Christen (besser noch der Dominanz über sie) und an das Durchsetzen der eigenen kulturellen Vorstellungen einschließlich der Scharia.

Eine Geisteshaltung, die auch im Unterricht muslimischer Lehrkräfte an deutschen Schulen zu beobachten ist und nicht zuletzt auf die enge Zusammenarbeit zwischen der türkischen Religionsbehörde in Ankara mit türkischen Verbänden und auch einzelnen türkischen Lehrkräften in Deutschland zurückzuführen ist.

Doch bei dieser (heimlichen) Indoktrination bleibt es nicht. Wenn es sein muss, schlagen auch schon mal vier oder fünf bärtige Muslime in langen Gewändern im Schulsekretariat auf, stürmen das Zimmer des Rektors und fordern ultimativ Sonderrechte und Sonderbehandlung für islamische Schüler, deren "Kinderseelen nicht von eurer Kultur beschmutzt werden dürfen", zumal es "2040 sowieso keine Deutschen mehr geben wird".


Tatsächlich gibt es längst auch eine ganze Reihe muslimischer Bürger, die vor der fortschreitenden Radikalisierung selber Angst haben. Es gibt muslimische Mädchen und Frauen, die sich keineswegs aus religiösen Motiven verhüllen, sondern aus Angst vor den Drohungen und Angriffen extremer muslimischer Kreise (die Salafisten sind da ja nicht alleine).

Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf, als ich eine mir gut bekannte, moderne und aufgeschlossene junge Frau mit guter Berufsausbildung eines Tages tief verschleiert
antraf. Nie – nie, nie hatte sie so etwas getragen, weder den Hijab noch Kopftuch angezogen, sondern das Haar immer offen getragen: Aber jetzt hat sie Angst.
Von den muslimischen Verbänden dürfen diese Menschen keine Unterstützung erwarten. Deren versteckt rückwärts gewandte Politik hat sich seit dem offenen Brief von Necla Kelek nicht geändert, auch wenn sie hier und da beschwichtigend auf extremistische Aktionen reagieren. 2008 schon hatte Necla Kelek deren Gehabe kritisiert – nachzulesen in der FAZ vom 14. 3. 2008 unter den Titel: "Sie wollen ein anderes Deutschland". LINK

Und gegenwärtig bestärkt Erdogans immer reaktionärere Politik nicht nur die türkischen konservativen Kräfte hier in Deutschland – sie ruft bei den liberalen Muslimen teils Kopfschütteln und teils Bestürzung hervor.


Wer als Tourist nach Bonn kommt, merkt von alledem so gut wie nichts. Er sieht die Cafés, sieht im Sommer die jungen Studentinnen im Bikini mitten auf der Hofgartenwiese im Stadtzentrum vor der Uni liegen (und nicht nur dort). Toll.

Er sieht nicht, wenn im katholischen Krankenhaus das Kreuz im Krankenzimmer kommentarlos abgehängt wird, weil der muslimische Patient das fordert, er sieht den verschleierten Mädchen nicht an, dass sie vor zwei Jahren noch Minirock trugen.

Was in Schulen und Jugendtreffs vor sich geht, sieht er auch nicht. Was unter den Muslimen der Stadt umgeht, schon gar nicht. Einen festen Standpunkt zu dieser Problematik einnehmen, das kommt beim restlichen Teil der Bevölkerung kaum vor. Höchstens Aufregung.

Polizei und Verfassungsschutz „beobachten“, Institutionen ducken sich weg. Gegen Veranstaltungen dieser Gruppen ist kaum etwas zu unternehmen, sie sind ja religiös deklariert. In Frankfurt hatten Anfang Mai Salafisten die Mitarbeiter einer Jugendeinrichtung der Arbeiterwohlfahrt bedroht, eine Mitarbeiterin hatte einen für ihren Geschmack zu kurzen Rock. Die Einrichtung wurde kommentarlos geschlossen. Reaktion der Politik, Reaktion der Arbeiterwohlfahrt? Keine.

Woanders wurde die Fahne der IS wochenlang aus dem Fenster gehängt. Als man
schließlich merkte, was die bedeutete, zeigte die Polizei nur noch Resignation: „Was sollen wir machen? Die Fahne steht nicht auf der Liste der verbotenen Symbole.“ Kurz darauf wurde in einer Kunstausstellung das Werk „Gott ist groß“ von eben diesen Leuten zerstört. Reaktion der Politik oder der betroffenen Einrichtung? Keine.

Doch: Monate später beginnt man darüber zu diskutieren.

Aber was sagten mir meine Kollegen schon vor Jahren über solche Art von Diskussionen: „Es passiert doch nichts! Was soll das?“

Und so laufen auch hier in Bonn wieder junge „Kämpfer“ zum „Kalifen“ Abu Bakr al-Baghdadi in Mossul über, denn: wer Salafist wird, der hat keine Sorgen mehr. Das wird ihnen verheißen. Das glauben sie. Und erfahren schon hier in Deutschland, dass zumindest ihre finanziellen Sorgen sehr schnell verschwunden sind.

Nicht alles von dem Geschilderten passiert in Bonn, aber vieles - und die Szene schaukelt sich durch die Erfolge in den verschiedenen Städten gegenseitig hoch.
Ja, neuerdings gibt es Programme gegen Salafisten, die jugendliche Muslime vom Übertritt abhalten sollen. Auch hier in Bonn.

Unser Innenminister setzt anscheinend nicht so große Hoffnungen in diese Programme. Im Fernsehen erklärte er:

„Es ist sehr schwierig, etwas gegen diese Szene zu unternehmen. Sie versprechen ja ein sorgenfreies Leben. Dem haben wir kaum etwas entgegen zu setzen.“


 
 
 
 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
(Cover anklicken)
 
Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

Glocalis

Die Welt fair ändern

 

 

 

zum Online-Shop


 Newsletter abonnieren
ändern oder kündigen

 Wir suchen per sofort

Drohnenpilotinnen/
Drohnenpiloten

in Heimarbeit.

Sie verfügen über PC/Laptop, schnelles Internet und eine ruhige Ecke? Dann bewerben Sie sich jetzt bei uns. Mit dem Trainingsvideo laden Sie zugleich die Steuerungssoftware herunter und können nach der ersten Trainingisstunde sofort die Steuerung einer Überwachungsdrohne übernehmen. Bereits nach fünf erfolgreich absolvierten Flügen teilen wir Ihnen Ihre persönliche Kampfdrohne zu, mit der Sie dann bei freier Zeiteinteilung die Einsatzaufträge des BMVtdg abarbeiten. Wir zahlen erfolgsabhängige Kopf- bzw. Fallpauschalen. Verbunden mit steuerfreien Sonn- und Feiertagszuschlägen können Sie schon im ersten Einsatzmonat ein Einkommen von weit über 5.000 Euro erzielen. Interessiert?

Einfach nur hier klicken - der Download der Einsatzsoftware startet sofort.

 

 

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 Google

auf egon-w-kreutzer.de suchen

 
Archiv Arbeitsplatzvernichtung
 
 
ewk- Zur Lage
Ausgabe 3 - Welt - Europa - Deutschland
ewk- Zur Lage
Ausgabe 2 - Krieg um die Krim
Förder-Abonnement
incl. ewk - Zur Lage
 
  Kaffeekasse

 Baustelle
Eltern haften für ihre Kinder



 

 Meistgelesen

Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -