Reset - home - neu laden

 Start

 Paukenschläge

 Tageskommentare
 Bücher  Kontakt  Impressum

aktuell: Vergatterung BDSG
 Geld Gesundheit  Gastbeiträge

 Das langweiligste Weihnachtsgeschenk    
    Es war schon so komisch eingepackt.  

 Auch das Gewicht stimmte nicht.

  Fühlte sich irgendwie zu schwer an.

mehr
 
25. November 2014
 
09.00 Uhr Sprachlos gefangen im Orwell'schen Neusprech
 
Die folgenden Sätze entsprechen nicht den Vorgaben der geltenden Sprachregelung, sind aber dennoch weder rassistisch noch diskriminierend gemeint. Und all jenen, die sich darauf stürzen, um den darin verborgenen Rassismus zu schmähen, wünsche ich viel Spaß dabei.
 
Das Problem ist heute "der Türke".
 
Wobei nicht der Mensch, der Türke ist, das Problem ist, sondern der Begriff, die Bezeichnung "Türke". Diese Bezeichnung ist weitgehend aus dem Sprachschatz getilgt worden, fast so vollständig wie "Neger", weil, wer von Türken spricht, ja schon ab- und ausgrenzt und diskriminiert, weil die verantwortlichen Sprachregler davon ausgehen, dass "der Deutsche" sich gegenüber "Ausländern" (ein Oberbegriff, der auch nicht mehr verwendet werden darf) stets und ausschließlich überlegen fühlt, mit der Benennung einer nichtdeutschen Staatsangehörigkeit also nur seine Geringschätzung ausdrücken kann. (Das ist zwar grotesk, aber wer das so drin hat, unterstellt es halt auch allen anderen.)
 
Das Problem, dem ich mich annhähere, ist zudem ein ganz bestimmter, namentlich bekannter Türke in hoher Position.
 
Ich spreche also nicht von jenen 60 Deutschen aus Köln und Umgebung, die im Krieg des Islamischen Staates als Kämpfer des Islamischen Staates gefallen sind. Ein Krieg, an dem inzwischen - ohne offizielle Bundeswehrbeteiligung - ein halbes deutsches Regiment teilnimmt. 500 bis 600 Deutsche sollen es sein, die im Nordirak und in Syrien für die Weltgeltung der Scharia kämpfen.
 
Das waren ja bis vor kurzem noch Deutsche mit Migrationshintergrund, eine Formulierung, die ihre besten Zeiten inzwischen auch hinter sich hat, weil ihr doch immer noch ein Rest von Abgrenzung und Unterscheidung anhaftet.
 
Selbstverständlich hüte ich mich auch davor, jene wirklich bösen Salafisten als Türken zu bezeichnen, obwohl viele von ihnen sicherlich Türken sind. Nee, würde man Menschen, die so böse sind, dass Mutti und Uschi ihren kurdischen Gegnern Gewehre und Munition mitten ins Krisengebiet geschickt haben, als Türken bezeichnen, wäre das ja so etwas wie Sippenhaft und eine ganz und gar rassistische Ausfälligkeit gegen die Türken als solche.
 
Außerdem muss man ja auch bei den Salafisten aufpassen. Wirklich böse sind ja nur diejenigen, die mit ihren Jeeps und den aufmontierten Maschinengewehren kreuz und quer durch die Wüste vor Kobane juchteln. In Deutschland sind die Salafisten erst mal nur ganz normale Deutsche, die vor denen zu schützen sind, die sich für ganz normale Deutsche halten, aber nicht ganz normal sind. Nazis halt.
 
(Nazi darf man übrigens sagen. Das ist weder abgrenzend, noch diskriminierend, es dient ausschließlich der besseren Unterscheidung zwischen den Deutschen und den Bösen).
 
Erst wenn Deutsche ausreisen wollen und zu befürchten ist, dass sich nach dem Verlassen des Schengen-Raumes herausstellt, dass sie nicht nur einen deutschen Pass haben, sondern auch noch einen Pass des Islamischen Staates, muss man aufpassen und darf sie nicht rauslassen. Das hat bisher ganz gut funktioniert. Von den höchstens 200 gewaltbereiten deutschen Salafisten sind bisher nur 500 bis 600 im Kampfgebiet angekommen.
 
Zurück zum Thema.
 
Ich meine einen speziellen Türken, der - wie Millionen anderer Menschen ganz ohne Migrationshintergrund ein Bewohner und Staatsbürger der Türkei ist, der auch nicht nach Deutschland einwandern will, sondern erst vor kurzem zum Ministerpräsidentent der Türkei und der dort und in aller Welt lebenden Türken gewählt worden ist.
 
Nun möchte ich schon gerne wissen, ob man Herrn Erdogan in Deutschland einen "Türken" nennen darf.
 
Ihn als Muslim zu bezeichnen, könnte ja schon als islamophob ausgedeutet werden, zumindest dann, wenn ein Muslim kritisiert wird, oder wenn das kritisiert wird, was der Muslim in den Islam hineininterpretiert, obwohl das vielleicht gar nicht so im Koran steht.
 
Erschwerend kommt ja noch hinzu, dass dieser Ministerpräsident, nicht nur Türke und Muslim ist, sondern auch noch die Salafisten in ihrem Kampf gegen die Kurden mehr oder minder offen unterstützt - also nicht die guten Salafisten, gegen die man in Deutschland nicht wirklich etwas haben darf, sondern die bösen Salafisten, die auf die Kurden in Kobane schießen und überhaupt einen neuen Islamischen Staat errichtet haben, dem nur noch das Staatsgebiet fehlt.
 
Ich weiß nicht, ich fürchte, es kommt zu Missverständnissen, wenn ich sage, dass Herr Erdogan, der Ministerpräsident der Türkei, tatsächlich ein Türke ist, und dass er in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident und als Türke und als Muselmane die Gleichberechtigung der Frau für widernatürlich und daher für die Türkei und alle Türken für vollkommen ausgeschlossen hält.
 
So, nun ist es raus.
 
Ich weiß, Herr Erdogan lebt nicht in Deutschland, hat keinen deutschen Pass und es wäre von daher wirklich blöd, würde man von ihm verlangen, er möge sich doch bitte integrieren. Das wäre ja nun wirklich zu viel verlangt.
Ob es im Gegenzug klug wäre, Herrn Erdogan insoweit entgegenzukommen, als wir diese Auffassung tolerieren und sie von deutschen Gerichten akzeptieren lassen, um jenen Deutschen, die sich dafür entscheiden, die Gleichberechtigung der Frauen für widernatürlich (ist das nicht eine Nazi-Vokabel, widernatürlich?) zu halten, mit offenen Armen entgegenzukommen und ihnen die Integration unter Wahrung ihrer Traditionen zu erleichtern, weil es sich ja, bei Licht betrachtet, nur um eine Erweiterung der Vielfalt und damit um eine Bereicherung handelt, an der wiederum sogar einige Deutsche ohne Migrationshintergrund, als "Herkunftsdeutsche" ihre Freude haben könnten, weiß ich auch nicht abschließend zu beurteilen. Das wäre wohl eher eine Frage fürs Verfassungsgericht das eine Güterabwägung zwischen dem Grundrecht auf die Freiheit der Geschlechtswahl und dem Grundrecht auf Religionsfreiheit und dem allgemeinen Diskriminierungsverbot durchzuführen hätte.
 
Dass Problem ist halt, dass das ein Türke gesagt hat, den man nicht nur einen Türken nennen darf, sondern sogar als Türken bezeichnen muss, weil es eben den deutschen Ministerpräsidenten der Türkei (noch) nicht gibt - noch nicht einmal sprachregelungstechnisch.
 
Wie viel leichter hätte es uns Herr Erdogan gemacht, hätte er seinen "widernatürlichen" Satz als Deutscher aus der Umgebung von Köln gesagt.
 
Dann wäre es - nach einer ganzen Woche der Toleranz - sehr leicht zu entscheiden, ob man diese vielseitigkeitsbereichert-deutsche Auffassung von der Nichtgleichberechtigung der Frauen als Deutschtoleranter nun pflichtgemäß begrüßt, oder sich schweigend zurückzieht, um nicht als intoleranter, islamophober und fremdenfeindlicher Rassist öffentlich gebrandmarkt zu werden.
 
 
 
 
 
 
 

Es ist vermutlich alles so gelaufen, wie es laufen sollte.
 
Das uro-Schlachtfest
ist in vollem Gange
 
 
 
Und es wird wohl auch so weiterlaufen.
 
Zu fragen ist daher zuerst, wer den Nutzen davon hat.
 
Gerettet wurden ja nicht die Banken, weil es Banken sind, sondern wegen ihrer Relevanz für das System.

Es wird auch nicht Griechenland gerettet, weil die Griechen so nette Leute sind. Griechenland wird gerettet, um das "System" zu retten.
 
Was aber ist das "System"?
Ist es der Euro, ist es die EU?
Oder ist es schlicht und einfach der Kapitalismus?
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
Das
uro-Schlachtfest
 
jetzt bestellen
 
 
 
 
 
 
 

 
Wieder lieferbar:
 
 
 
 
Ein Weihnachtsgeschenk wider die Resignation.
Rezeptfreies Antidepressivum.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
(Cover anklicken)
 
Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

Glocalis

Die Welt fair ändern

 

 

 

zum Online-Shop


 Newsletter abonnieren
ändern oder kündigen

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 Google

auf egon-w-kreutzer.de suchen

 
Archiv Arbeitsplatzvernichtung
 
 
ewk- Zur Lage
Ausgabe 3 - Welt - Europa - Deutschland
ewk- Zur Lage
Ausgabe 2 - Krieg um die Krim
Förder-Abonnement
incl. ewk - Zur Lage
 
  Kaffeekasse

Adventskalender

Beta-Version



 

 Meistgelesen

Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -