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 Das langweiligste Weihnachtsgeschenk    
    Es war schon so komisch eingepackt.  

 Auch das Gewicht stimmte nicht.

  Fühlte sich irgendwie zu schwer an.

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22. November 2014
 
10.00 Uhr Draghis Irrflug
 
EZB - Mit Macht die Teuerung anheizen! Das will Mario Draghi, das hat er versprochen, das strebt er an, dafür tut er alles, dafür genehmigt er sich - unabhängig von Verträgen und Gesetzen - die Freiheit eines Bühnenmagiers, nämlich seinem Publikum vorzugaukeln, er sei in der Lage, ein lebendiges Kaninchen aus einem leeren Zylinder zu zaubern.
 
Nun will er - auf Teufel komm raus - die Teuerung anheizen. Vermutlich ein Übersetzungs- oder Schlampigkeitsfehler in einer Redakteursstube, denn Draghi kann nicht die Teuerung anheizen. Teuerung ist eine Folge von Knappheit auf dem Gütermarkt, wie sie z.B. entstehen könnte, wenn Russland uns - als kleine Revanche für die EU-Sanktionen - den Gashahn zudrehen würde. Eine solche Knappheit führt bei unveränderter Liquidität zu steigenden Preisen.
Was Draghi bewerkstelligen kann ist Inflation, nämlich einer unveränderten Gütermenge ein Übermaß an Liquidität entgegen zu stellen.
 
Sonderbarerweise (!) besteht auch bei seiner jüngsten Ankündigung, noch maßloser "Geld" in die Welt zu setzen, die erste feststellbare Reaktion darin, dass der Euro in den Augen der Anleger gegenüber allen anderen Währungen an Wert verliert.
 
Ja, das ist Inflation! (Lach!)
 
Wenn man für einen Dollar nicht mehr 75 Cent bezahlen muss, wie noch vor gar nicht allzu langer Zeit, sondern 81 Cent auf den Tisch des Devisenhändlers zu legen hat.
 
Es ist auch Inflation, wenn eine Aktie aus dem DAX nicht mehr für 750 Euro, sondern für 810 Euro über den Tisch geht, vor allem dann, wenn diese Aktie ihren Preis, umgerechnet in Dollar, dabei überhaupt nicht verändert hat, sondern nach wie vor für glatte 1.000 Dollar zu haben ist.
 
Diese Inflation des Außenwertes zeigt aber doch eines überdeutlich an:
 
Die neue Liquiditätsflut, die Draghi loszutreten angekündigt hat, wird wieder nicht da ankommen, wo die Deflation sich ausbreitet, nämlich im realwirtschaftlichen europäischen Binnenmarkt, sondern auf den Konten der großen Spieler der Finanzsphäre.
 
Eine Billion Euro will Draghi lostreten, gegen Sicherheiten, so lächerlich, dass sich nicht einmal ein Geldwäscher der Ehrenwerten Gesellschaft damit zufrieden gäbe, und für Zinsen nahe Null.
 
Natürlich werden sich die Banken diese Euros abholen - und sie schnellstmöglich, solange die Inflation (lach!) noch mäßig ist, in Edelmetalle und Fremdwährungen eintauschen.
Je länger und je mehr Draghi Euros druckt, desto wertvoller wird jeder Dollar, den ich frühzeitig gekauft habe, wenn ich bei Bedarf wieder Euros dafür kaufe.
 
Und weil im Grunde von der ganzen Billion kein einziger Cent im realwirtschaftlichen europäischen Binnenmarkt ankommt, kann die ganze, überflüssige Geldmenge von außen her einkaufen, als sei sie gar nicht inflationiert!
 
Und sollte es doch eine Schlafmütze mit Großvermögen geben, die noch nennenswerte Euro-Bestände hält, dann wird der freundliche Bankberater anrufen und darauf aufmerksam machen, dass es Zeit sei, zu gehen, und dass er ansonsten leider Strafzinsen erheben müsse.
 
 
Wer will, dass die Wirtschaft wächst, muss dafür sorgen, dass die notwendige Geldmenge da zur Verfügung steht, wo sie gebraucht wird, damit das potentielle Leistungsvermögen durch die Kaufkraft der Nachfrage auch ausgeschöpft wird.
 
Wo die Menschen nicht genug Geld haben, um dem Bäcker soviel Brot und Brötchen abzukaufen, wie der verkaufen muss, um seine Kosten zu decken, muss der Bäcker Insolvenz anmelden.
 
Die gesamte vermaledeite EU, vom Rat bis zum Parlament, von der EZB bis zur Kommission müht sich nun aber nach Kräften, den 500 Millionen Menschen, von denen sie weder gewählt wurden noch zur Verantwortung gezogen werden können, den Gürtel enger zu schnallen, mit dem Erfolg, dass ein Bäcker nach dem anderen schließen muss.
 
Das viele frische Geld, das so billig zu haben ist, landet hingegen im Reich der Spekulation. Ein kleiner Teil wird sogar verwendet, um den Grundbesitz aus insolventen Bäckereien herauszukaufen. Der ist nämlich noch inflationssicherer als Devisen ...
 
Und die große Inflation wird mit jeder Billion, die Super-Mario in den Markt ballert, immer wahrscheinlicher. Dass die ganze westliche Wertegemeinschaft beim Quantitative Easing mitmacht, die aberwitzige Geldblase also mit aufbläst, ist kein Trost - das ist nur so eine Art Gruppendynamik, die nicht durchbrochen werden kann, weil niemand da ist, der den Mut hätte, seinen Augen zu trauen und zuzugeben, dass der Kaiser längst splitternackt ist.
 
Es ist vermutlich alles so gelaufen, wie es laufen sollte.
 
Das uro-Schlachtfest
ist in vollem Gange
 
 
 
Und es wird wohl auch so weiterlaufen.
 
Zu fragen ist daher zuerst, wer den Nutzen davon hat.
 
Gerettet wurden ja nicht die Banken, weil es Banken sind, sondern wegen ihrer Relevanz für das System.

Es wird auch nicht Griechenland gerettet, weil die Griechen so nette Leute sind. Griechenland wird gerettet, um das "System" zu retten.
 
Was aber ist das "System"?
Ist es der Euro, ist es die EU?
Oder ist es schlicht und einfach der Kapitalismus?
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
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Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

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engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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