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 Das langweiligste Weihnachtsgeschenk    
    Es war schon so komisch eingepackt.  

 Auch das Gewicht stimmte nicht.

  Fühlte sich irgendwie zu schwer an.

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19. November 2014
 
09.00 Uhr Aufschwung durch Neuwahlen?
 
Japan ist weit weg - zumindest geografisch. Politisch und wirtschaftlich ist uns Japan allerdings näher als uns lieb sein kann. Es fällt nicht einmal schwer, sich Japan als Mitglied der EU vorzustellen, so eine Art zweites Großbritannien (Insel, Monarchie, eigene Währung), beseelt von dem Wunsch, durch "Strukturreformen" und massenhaft billiges Geld die Produktion zu verbilligen, damit den Export bis zum boomenden Aufschwung zu fördern, um dann die Steuern erhöhen und die Staatsschulden tilgen zu können.
 
Neu ist der Gedanke, die Amtszeit einer Regierung, die mit diesem Rezept den Karren vollends an die Rezessionswand gefahren hat, durch vorgezogene Neuwahlen von vier auf sechs Jahre zu verlängern. Abe glaubt, durch diesen Coup der Opposition die Chance zu nehmen, sich geordnet für einen Wahlkampf aufzustellen, und er glaubt, mit der angekündigten Verschiebung der Mehrwertsteuererhöhung bei den Wählern als die personifizierte "gute Fee" dazustehen, die den Fluch der bösen Fee (das waren die Umstände und Sachzwänge, nicht etwas Shinzo Abe!) zwar nicht aufheben, aber doch zumindest abmildern kann.
 
Vermutlich hat er mit beiden Annahmen sogar noch recht. Gäbe es in Japan eine wirksamere Opposition und eine aufmerksamere Öffentlichkeit als in Deutschland, die Zustände könnten sich nicht so ähneln. Und dass in Deutschland die große Koalition wieder eine Mehrheit erhielte, würden heute für den 14. Dezember Neuwahlen ausgeschrieben, und gleichzeitig die Einführung der Pkw-Maut um anderthalb Jahre verschoben, daran kann leider kein Zweifel bestehen.
 
Von Deutschland hieß es in diesen Tagen ja beruhigend, wir hätten noch einmal Glück gehabt, wir seien um Haaresbreite an der Rezession vorbeigeschrammt, so, als sei die Rezession ein Riff und die Volkswirtschaft ein Schiff, das mit einem Wachstum von 0,1 Prozent im III. Quartal vollkommen unbeschadet am Riff vorbei in offenes Fahrwasser gelangt sei. Dabei ist es gerade noch einmal gelungen - mit Hilfe veränderter Formeln und Bezugsgrößen in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - der offiziellen Definition von Rezession zu entgehen. Die Lage selbst ist und bleibt unverändert kritisch.
 
Dass trotz der kritischen Lage, hier wie dort immer so weitergemacht werden soll, muss nicht unbedingt als Zeichen von Hilf- oder Einfallslosigkeit gedeutet werden, auch wenn dies eine tröstliche Annahme ist, geht sie doch von der Unvollkommenheit des Menschen und seiner Pläne aus.
 
Vielleicht hilft es, einfach nur die Perspektive zu wechseln. Statt immer nur auf die zu schauen, die Schaden davontragen, auch einmal den Scheinwerfer auf jene zu richten, die den Nutzen davon haben.
 
Die Staaten werden ausgeplündert. Mit ihren "Strukturreformen" helfen die Politiker, immer weitere Teile des Volksvermögens an private Eigentümer, sowie öffentliche Gemeinschaftsaufgaben an gewinnorientierte Privatunternehmen zu übertragen.
Mit der Ausplünderung der Staaten wird die Grundlage für die totale Ausplünderung der Bevölkerung geschaffen,, die sich nicht mehr "ihres Staates" bedienen kann, um Grundversorgung und Infrastruktur im Interesse der Allgemeinheit zu gestalten und bereitzustellen, sondern hilflos zusehen muss, wie sich "ihr Staat" von Unternehmen vor geheimen Schiedsgerichten verklagen lassen muss, wenn er nicht nach der Pfeife des Kapitals tanzt.
 
Aus dieser Perspektive betrachtet hat sich die real existierende parlamentarische Demokratie längst zum Büttel absolut undemokratischer Interessen machen lassen - und nennt uns als einzige Erklärung für ihr Totalversagen die Ausrede, ihr Handeln sei alternativlos.
 
Es gab einst das Bild vom "deutschen Michel", der - wie kein anderer - treulich alles glaubt, was man ihm erzählt.
Spätestens, wenn die Japaner ihren Abe für weitere vier Jahre ins Amt heben, hat der deutsche Michel sein Alleinstellungsmerkmal verloren.
 

 
Damit bin ich erneut bei der Frage angelangt:
 
"Wo bleibt die Revolution?"
 
 
Das ist der Titel meines jüngsten Buches und dazu gab es letzte Woche ein Interview mit Frank Meyer, das nun auf den Seiten der Metallwoche auch kostenlos zugänglich ist.
 
 
 
Sollte durch diesen Tagekommentar oder durch das Interview oder durch sonst irgendwas bei Ihnen der Wunsch ausgelöst werden, dieses Buch zu besitzen, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie:
 
Die schlechte Nachricht:
 
Das Buch ist im Augenblick vergriffen.
 
Die gute Nachricht:
 
Wenn Sie jetzt trotzdem bestellen, werden Sie in etwa zwei Wochen Ihr Exemplar aus dem ersten Nachdruck in Händen halten.
 
Das reicht auch noch dicke, um es nach dem Lesen in weihnachtliches Geschenkpapier zu wickeln und noch jemandem einen Freude damit zu machen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
(Cover anklicken)
 
Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

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Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

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engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
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Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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