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 Das langweiligste Weihnachtsgeschenk    
    Es war schon so komisch eingepackt.  

 Auch das Gewicht stimmte nicht.

  Fühlte sich irgendwie zu schwer an.

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17. November 2014
 
10.00 Uhr Neue Blüte der Verlogenheit
 
Beginnen wir mit Gurlitt. Gewiss eine schillernde Person. Ein sehr alter Mann, der sich mit Kunstwerken im Wert von vielen Millionen Euro einsam zurückgezogen hatte. Steuerfahnder entdeckten die Schätze, Staatsanwälte beschlagnahmten, was zu beschlagnahmen war, Experten müssen klären, was sich nach heute gültigem Recht zu Recht in Eigentum und Besitz Gurlitts befand, und - soweit ist das wohl schon klargeworden - das war durchaus gar nicht wenig.
 
Nun stellt ein nachträglich in Auftrag gegebenes Gutachten fest, Gurlitt habe bei Abfassung seines Testaments unter paranoiden Wahnvorstellungen gelitten. Die Furcht, alte verschworene Nazis wollten ihm die geerbten Bilder rauben, habe die Freiheit seines Willens beeinträchtigt, das Testament, mit dem rund 1.500 Kunstwerke an ein Museum vermacht wurden, sei folglich anzufechten.
Über die beiden im Testament übergangenen Erben, deren Anwalt das Gutachten in Auftrag gegeben hat, erfährt man, sie wollten das Testament gar nicht anfechten und hätten auch keinen Erbschein beantragt, was schon wieder neue Fragen aufwirft - doch die sollen hier gar nicht beantwortet werden.
 
Die Frage, die mich bewegt, ist eine ganz andere:
 
Wo liegt die Grenze zwischen geistiger Gesundheit und paranoider Wahnvorstellung?
 
Es kann doch durchaus angenommen werden, dass Gurlitts Vater die später an seinen Sohn vererbten Kunstschätze "als Hitlers Kunsthändler" zumindest in Teilen nur als "Treuhänder" bzw. "Strohmann" verwaltete, dass sie mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches einfach zufällig bei ihm "hängen geblieben" sind, und dass die Familie tatsächlich Grund hatte, zu befürchten, irgendwann werde jemand kommen und die Bilder wegnehmen. Gut - am Ende waren es nicht Braunhemden mit Springerstiefeln, die in die Schwabinger Wohnung eingedrungen sind ...
 
Aber auch das wirft neue Fragen auf, die hier gar nicht beantwortet werden sollen.
 
Stattdessen möchte ich hier einfach einmal ganz nüchtern Gurlitts womöglich tatsächlich vorhandene Furcht vor einem Rachteakt alter Nazis neben die womöglich tatsächlich vorhandene Furcht der versammelten Staats- und Regierungschefs der westlichen Welt vor einem Racheakt des russischen Präsidenten stellen.
 
Kann es sein, dass hier - wie bei den Gurlitts - zunächst einmal das Bewusstsein eigenen Unrechts der Auslöser für Angst und Panik ist?
Kann es sein, dass nach der beispiellosen Ost-Erweiterung der NATO, die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation einfach nur als Annexion wahrgenommen werden kann, was wiederum die panische Furcht auslöst, diesem ersten Schritt des Bruches internationalen Rechts würden nun zwangsläufig andere folgen, und - wie Angela Merkel es nun ausgemalt hat, fürchten: "... es geht um Moldawien, Georgien, Serbien und die Westbalkan-Staaten".
 
Wenn man sich umsieht, dann sind nicht die USA, Kanada und Westeuropa von hochgerüsteten und in dutzenden Kriegen kampferprobten russischen Truppen eingekreist, wenn man sich umsieht, dann sind die jüngst hochstilisierten Bewegungen russischer Flugzeuge im internationalen Luftraume und russischer Schiffe in internationalen Gewässern weder von der Zahl noch von der Qualität her gefährlicher oder bedrohlicher als die gleichzeitig in internationalem Luftraum und internationalen Gewässern übenden NATO-Verbände.
 
Wenn man sich umhört, dann kommen die kriegerischen Töne, die auf dieser Welt seit rund einem Jahr immer lauter werden, durchaus nicht aus Moskau, sondern sind durchweg an Moskau gerichtet, während Putin sehr viel ruhigere, besonnenere und immer wieder auf friedliche Zusammenarbeit hinauslaufende Angebote unterbreitet, die man jedoch nicht annehmen kann, weil er eben die Krim annektiert, die Ostukraine destabilisiert und den Flug MH17 abgeschossen hat.
 
Drei Behauptungen, die bei vernünftiger Würdigung von vorhandenen und nicht vorhanden Beweisen, von vorhandenen und nicht vorhandenen Indizien und nach den Maßgaben des gültigen Völkerrechts allesamt nicht haltbar sind.
 
 
Natürlich wird niemand einen Psychiater beauftragen, herauszufinden, inwieweit die Angst vor einem russischen Überfall auf den Westen paranoide Züge trägt, und vermutlich würde auch kein Psychiater, der selbst noch bei Verstand ist, einen solchen Auftrag annehmen, denn im Gegensatz zu Gurlitt, sind die Furchtsamen Großen nicht tot, sondern noch am Leben - und es handelt sich nicht um einen einsamen alten Mann, der niemanden hat, der ihm als Zeuge beispringen könnte, sondern um eine Gruppe sehr mächtiger Männer und Frauen, die sich gegenseitig in ihren Aussagen, Warnungen und Befürchtungen unterstützen und bestätigen.
 
Man kann geopolitische Bestrebungen zur Ausweitung und Sicherung von Macht- und Einflussbereichen zwar mit moralischen Maßstäben messen und verurteilen, doch gehört genau das eben immer noch zu den erklärten Zielen jeglicher nationalstaatlichen Politik - und es wird auch immer noch nicht davor zurückgeschreckt, dieses Spiel in jedem Einzelfall mit militärischen Mitteln zu entscheiden.
 
Seit sich jedoch nicht mehr von Gott eingesetzte Monarchen, sondern die Anführer von Republiken gegenüberstehen, kann Krieg nicht mehr so einfach befohlen werden, man muss dem Publikum der Republik vorher einen Kriegsgrund präsentieren, Massenvernichtungswaffen im Irak, zum Beispiel, um die Zustimmung und die Bereitschaft zur Gewaltanwendung zu erreichen, die sich späteren kopfschüttelnden Generationen bei Durchsicht der Geschichtsbücher immer wieder als "der helle Wahnsinn" offenbart.
 
 

 
Damit bin ich erneut bei der Frage angelangt:
 
"Wo bleibt die Revolution?"
 
 
Das ist der Titel meines jüngsten Buches und dazu gab es letzte Woche ein Interview mit Frank Meyer, das nun auf den Seiten der Metallwoche auch kostenlos zugänglich ist.
 
 
 
Sollte durch diesen Tagekommentar oder durch das Interview oder durch sonst irgendwas bei Ihnen der Wunsch ausgelöst werden, dieses Buch zu besitzen, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie:
 
Die schlechte Nachricht:
 
Das Buch ist im Augenblick vergriffen.
 
Die gute Nachricht:
 
Wenn Sie jetzt trotzdem bestellen, werden Sie in etwa zwei Wochen Ihr Exemplar aus dem ersten Nachdruck in Händen halten.
 
Das reicht auch noch dicke, um es nach dem Lesen in weihnachtliches Geschenkpapier zu wickeln und noch jemandem einen Freude damit zu machen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
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Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
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Ihr Egon W. Kreutzer

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Der Bücher-Spenden-Fonds,

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Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

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Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

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Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

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http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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