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16. Dezember 2014
 
09.15 Uhr Die Vernunft geht flöten
 
"Viel Feind, viel Ehr" - rühmte man sich früher und streichelte selbstverliebt den Säbel, dessen bräunliche Flecken nicht vom Rost sondern vom eingetrockneten Blut der Feinde stammten. Und wenn der Toast ausgebracht, der Sieg gefeiert war, gings wieder hinaus, auf das Feld der Ehre ...
 
An Feinden mangelt es derzeit nicht.
 
Vor vielen Jahren schrieb ich einmal einen Satz, der sinngemäß lautete: Man möge doch einfach Osama bin Laden mal auf eine Tasse Tee einladen, um herauszufinden, worum es ihm eigentlich geht.
 
Nun, das hat niemand getan. Man hat es vorgezogen, einen endlosen blutigen Krieg gegen den Terror zu führen, weil man (obwohl man sich von früher persönlich gut kannte) in der schlichten Überzeugung "der Stärkere" zu sein, gar nicht daran dachte, sich mit den Motiven auseinander zu setzen, die aus den einst gegen die Russen in Afghanistan gehätschelten Mujahedins "über Nacht" die gefürchteten Taliban werden ließen. Nun, wer die eigene Bevölkerung davon überzeugen kann, dass "Wir die Guten" sind, der findet auch den notwendigen Rückhalt, um die Bösen zu bekämpfen, wo immer man sie findet, und wenn sie mitten zwischen ertragreichen Ölfeldern sitzen, um so besser.
 
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich habe kein Faible für Terroristen und Terroranschläge. Ich weiß allerdings, dass niemand zum Mittel des Terrorismus greift, der damit nicht eine Absicht verbindet, die wiederum zum Ziel hat, eine "Verbesserung" zu erreichen, und ich glaube zu wissen, dass der Verübung terroristischer Anschläge fast ausnahmslos die (möglicherweise falsche) Erkenntnis vorangegangen ist, dass auf anderem Wege die erwünschten Veränderungen nicht zu bewerkstelligen sind.
 
Von daher bin ich überzeugt, dass sowohl Terrorismus als auch Krieg gegen den Terror und die Terroristen weitgehend vermeidbar wären, versuchte man die durchaus vorhandenen und grundsätzlich gerechtfertigten unterschiedlichen Interessen im Dialog zu einem Ausgleich zu führen.
 
Das würde allerdings wieder in fast allen Fällen ein Nachgeben des Stärkeren erforderlich machen, der über ein solches Ansinnen nur lachen kann. Warum soll er denn nachgeben, wo er doch in der besseren Position ist?
 
Der seit Jahrtausenden immer wieder aufgeführte Treppenwitz der Weltgeschichte - man könnte brüllen, vor Lachen, wenn es nicht so peinlich für die menschliche Rasse wäre - ist dann das Verhalten des Stärkeren, der umso härter und unnachgiebiger wird, je mehr seine Stärke schwindet oder der Gegner stärker wird.
 
Und so sehe ich mit Sorge nicht nur auf den Fortgang des neuesten Krieges gegen den Terror, in dem der Irak, Syrien und die Türkei zum Tummelplatz westlicher Streitkräfte gemacht werden, um Interessen zu verteidigen, die nur auf dem Mist des globalen Hegemoniestrebens wachsen und gedeihen konnten.
 
Ich sehe mit Sorge auf den Fortgang der Auseinandersetzung um die Ukraine, die inzwischen ja nur noch als der Auftakt und Rechtfertigungsgeber für die größere Auseinandersetzung mit Russland und China angesehen werden kann.
 
Ich sehe aber auch mit Sorge auf die in Deutschland beginnende Auseinandersetzung zwischen den etablierten Kräften in Politik und Medien und den stärker werdenden Aufzügen, Spaziergängen und Demonstrationen, die einen Widerstand gegen die "Islamisierung des Abendlandes" artikulieren. Es herrscht, fast wie beim Krieg gegen den Terror, weitgehende Sprachlosigkeit.
 
Niemand unternimmt es, über Motive und Ziele in einen Dialog zu treten. Die Rollen sind längst verteilt. Es gibt keinen Zweifel daran, dass diejenigen, die hier inzwischen in großer Zahl auf die Straße gehen, die Bösen sind, so wie es keinen Zweifel gibt, dass diejenigen, die sich "gegen Rechts" positionieren, schon deshalb die Guten sind, weil die anderen ja als die "Rechten" identifiziert wurden.
 
Die öffentliche Debatte, um einen breiten Konsens über die gewünschte zukünftige Bevölkerungsentwicklung in Deutschland zu erzielen, ist seit Jahrzehnten überfällig und wird auch heute nicht mit Argumenten, sondern mit Vorurteilen und Verdächtigungen geführt. Das politische Establishment bietet sich in schillernder Einfalt den jeweiligen Farben der Fahnen entsprechend der Öffentlichkeit dar und reicht von "wir sind reich und können jeden aufnehmen, der zu uns kommen will" bis zu "das Boot ist voll und wer betrügt, der fliegt".
 
Der Eindruck, der allerdings bei der Mehrzahl der Bürger entsteht, ist, dass alle lügen.
Die einen, die angeblich jeden hereinlassen wollen, sind nicht zu hören, wenn beschlossen wird, dass Flüchtlingsboote im Mittelmeer nun doch wieder von EU-Truppen in den Untergang abgedrängt werden sollen, während die anderen - trotz aller verbaler Einlassungen gegen die Zuwanderung - ihren starken Worten keine Taten folgen lassen.
 
Wo liegt das Problem?
 
Warum kann niemand die Aussagen der PEGIDA-Demonstranten ernst nehmen, die sich ja klar und deutlich für eine besonnene Einwanderungspoliltik, für die Aufnahme von Flüchtlingen und deren menschlicher Behandlung einsetzen, aber die nicht unberechtigte Forderung aufstellen, dass dabei die eigenen Werte, die eigene Kultur nicht infrage gestellt werden dürfen, sondern dass Integration stattfinden muss - und vor allem dass gegen die radikalen Elemente unter den Muslimen und gegen Straftäter unter den Zuwanderern wirkungsvoller vorgegangen werden müsse.
 
Das sind doch Standpunkte, die sich allenfalls in Feinheiten der Formulierungen von den Forderungen der CSU unterscheiden. Da sollte ein Dialog doch möglich sein. Ein Dialog, der in der Konstellation einer großen Koalition aus CSU, CSU und SPD doch die besten Chancen hätte, zu einem Ergebnis zu führen, mit dem die Deutschen - mit und ohne Migrationshintergrund - sich mehrheitlich einverstanden erklären könnten und das zukünftig für die weitere Einwanderungspolitik, für Flüchtlinge, Asylanten, EU-Ausländer und alle anderen Einwanderungswilligen eine klare, eindeutige und verbindliche Basis darstellen würde.
 
Doch auch diese Chance wird vertan. Es werden Gegendemonstrationen organisiert, statt den Dialog zu suchen, es wird politisches Kapital geschlagen, indem man versucht, mit der Nazikeule, die über der "xxDIGA"-Bewegung geschwungen wird, gleich die AfD mit zu treffen, und wo "geplante Flüchtlingswohnheime" brennen, dreht man der CSU einen Strick daraus, und am Ende läuft dies alles auf ein "von oben" verordnetes Denkverbot hinaus, das einer Demokratie absolut unwürdig ist.
 
Demokratie, so wie ich sie verstehe, folgt nicht dem Muster "Viel Feind, viel Ehr".
 
Demokratie, wie ich sie verstehe, ist die gemeinsame Suche nach der für alle besten Lösung. Sie schließt die Bereitschaft zum friedenswahrenden Kompromiss und zur Anerkennung der Interessen anderer ein.
Demokratie, wie ich sie verstehe, ist nicht die ewige Abstimmungsniederlage der jeweiligen Opposition, Demokratie, wie ich sie verstehe, ist nicht die scharfe Abgrenzung der Parteien gegeneinander, nicht das Hervorheben der Unterschiede, sondern die stetige Suche nach Gemeinsamkeiten und der permanente Versuch, auf dem Fundament dieser Gemeinsamkeiten das gemeinsame Haus zu errichten und zu erhalten.
 
 
Hoffentlich endet die PEDIGA-Bewegung doch noch im Dialog - und nicht schon bald auf den Barrikaden.
 
 

 
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Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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