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15. Dezember 2014
 
16.30 Uhr Die Sünde Sex - Edathy der Sünder
 
Sexualität war noch in meiner Jugend etwas streng Verpöntes. Das Wort "geil" zu kennen, hieß noch lange nicht, dass man es auch sagen durfte. Vermieter, die unverheirateten Paaren eine Wohnung oder ein Zimmer vermieteten, machten sich der Kuppelei schuldig und hatten mit Strafen zu rechnen. Homosexualität war nach dem §175 des Strafgesetzbuches verboten und strafbar. Eine Frau - oben ohne - in einem Freibad oder an irgendeinem Strand oder Seeufer war undenkbar, einzig die Nudisten der FKK-Gemeinde hatten ihre abgegrenzten eingezäunten Bereiche und übten sich dort in sektiererischer Weise in der Keuschheit der Nacktheit.
 
Dann brachte Ingmar Bermann "Das Schweigen" in die Kinos, Oswald Kolle schrieb seine Aufklärungsbücher und Beate Uhse gelang der Sprung aus der Schmuddelecke der Pornografie in den (fast) seriösen Versandhandel.
Kurz darauf liefen junge Mädchen mit breiten Gürteln herum, die sich "Mini" und "Super-Mini" nannten, die mutigsten Frauen legten sich "Oben-ohne" in die Sonne und die Moraltheologen und Moralpolitiker knickten reihenweise ein.
 
Vielleicht auch, weil sie hofften, dass strafbare Handlungen an Schutzbefohlenen bei fortschreitender sexueller Revolution eines Tages unter eine Generalamnestie fallen würden. Die Grünen diskutierten ergebnisoffen über die Freigabe sexueller Beziehungen zu Minderjährigen, der Paragraph 175 verschwand in der Versenkung, Prostitution wurde zum anerkannten Berufsbild mit Sozialversicherungspflicht - und alles, was einst nur schamhaft und garniert mit dem Reiz der Verbotenen im Verborgenen blühte, drängte ans Licht. Fernsehen und Internet sind prall voll mit Sexualität, kaum ein Boulevardblatt, dass glaubt, auch ohne softpornografische Bilder noch Käufer zu finden - und während das alles zur Normalität geworden ist, schwappt die Welle der sexuellen Freizügigkeit schon weiter. Dutzende sexueller Identitäten stehen jedem zur Auswahl, der nicht einfach Mann oder Frau sein will, und damit das nicht die blanke Theorie bleibt, gehört die Heranführung an die Vielfalt sexueller Praktiken inzwischen in die Schulbücher und in die Unterrichtsstunden von Kindern.
 
Doch wie schon Gott Adam und Eva im Paradies ALLES erlaubte, und nur ein einziges Verbot setzte, das prompt übertreten wurde, mit den bekannten fürchterliche Folgen, haben es unsere geistlichen und weltlichen Oberhirten nicht nehmen lassen, der Flut der Möglichkeiten, sich sexuelle Anregung und Befriedigung zu verschaffen, ein einziges Verbot entgegenzustellen, das immer noch ausreicht, um Sünder in die ewige Verdammnis zu stoßen.
 
Was hat Sebastian Edathy verbrochen? Er hat sich Bilder und wahrscheinlich auch Videos von nackten Jungs angesehen. Material, das nach ersten Einschätzungen als gar nicht verwerflich sondern als durchaus noch zulässig eingestuft worden war. Ich nehme an, er hatte seine Freude daran und sein Vergnügen damit. Doch wahrscheinlich war dies der einzige Haken, an dem man ihn zappeln lassen konnte, und so änderte sich die Einschätzung der Bilder in Richtung Strafbarkeit und Edathy ist schon heute, ganz egal, was der Prozess Anfang nächsten Jahres ergeben wird, politisch tot.
 
Dass er nun versucht, sich ein bisschen zu rächen, indem er andere in seinen Fall mit hineinzieht, ausgerechnet jene, die ihn gewarnt haben sollen, was sie nicht hätten tun dürfen, weil es sich dabei nicht um einen Freundschaftsdienst, sondern um Geheimnisverrat gehandelt hat, kann ich zumindest nachvollziehen.
 
Nun geht es aber gar nicht um Herrn Edathy, sondern um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung. Das klingt so ähnlich wie es Klang, als die ersten deutschen Soldaten nach Afghanistan geschickt wurden. Sie sollten dort Brunnen bohren und Mädchenschulen errichten - den eigentlichen Zweck zu nennen, wurde dem Ex-Bundespräsidenten Köhler noch zum Verhängnis, bevor von Guttenberg es endlich ungeniert aussprechen durfte, dass es um die Sicherung unserer Interessen geht, und dass es kein humanitärer Einsatz ist, sondern Krieg.
 
Unterstellen wir, dass sämtliche Kinder, deren Bilder sich Edathy betrachet hat, mit Gewalt, mit Prügeln, Hunger und Durst dazu gezwungen wurden, so zu posieren, wie es dann auf den Fotos und Videos zu sehen war, unterstellen wir ferner, dass solches Material ausschließlich in Deutschland seine zahlenden Abnehmer findet, was kann die Bestrafung von einzelnen Kunden dann daran ändern, dass solches Material weiter produziert und vertrieben wird?
 
Nichts.
 
Der Missbrauch von Kindern - und übrigens auch Erwachsenen - ist ein Problem.
Niemand wünscht sich, dass irgendwo noch Sklaven gehalten werden.
 
Doch ein Blick nach Thailand (nur zum Beispiel) genügt doch, um eine andere, die eigentliche Ursache für Kinderprostitution ausfindig zu machen. Da müssen kleine Mädchen mit ihren unschuldigen Körpern ganze Familien ernähren. Daran hängt ein ganzer Zweig der Tourismus-Industrie.
 
Der Weg in die Prostitution beginnt in aller Regel in der Armut, und von wenigen Ausnahmen abgesehen, bleiben die Opfer nicht nur in der Armut sondern in zusätzlicher Abhängigkeit, wirklich sklavenhaften Verhältnissen hängen, bis sie nicht mehr können und "weggeworfen" werden.
 
Ein bisschen mehr Wohlstand auf dieser Welt, und kaum ein Vater käme noch auf die Idee, seinen Kinder in Teppich- oder Fußballfabriken zu verkaufen oder sie der Kinderprostitution zuzuführen.
 
Doch was ist der oberste Glaubenssatz unserer Wirtschaftslehre: Wir müssen international wettbewerbsfähiger sein als alle anderen. Dass es genau dieses Bestreben ist, das anderswo auf der Welt noch mehr Armut hervorbringt als bei uns selbst, dass unser deutscher Exportüberschuss indirekt für das Florieren der Kinderprostitution und Kinderpornografie sorgt, weil sich die Ärmsten von der Ausbeutung ihrer Körper nicht freikaufen können, das wird fein unter den Teppich gekehrt. Das sind Zusammenhänge, die niemand sehen will, genauso wie niemand aus dem zeitlichen Zusammenhang zwischen Edathys Tätigkeit als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses und dem plötzlichen Auftauschen seiner kinderpornografischen Bilder den Schluss ziehen will, dass sein Versuch, das Versagen der Staatsorgane aufzudecken der Öffentlichkeit vielleicht noch viel garstigere, nackte Wahrheiten offenbart hätte, als es Bilder nackter Jungs jemals sein können. (Reine Verschwörungstheorie ...)
 
Wer Kinderpornografie reduzieren will, muss die Armut auf der Welt reduzieren. Dazwischen besteht m.E. ein sehr direkter Zusammenhang.
 
Wer aber gegen jeden, der gefährlich werden könnte, noch eine geheime Trumpfkarte aus dem Ärmel ziehen können will, der darf weder auf ein letztes sexuelles Tabu verzichten, noch darf er Bedingungen schaffen, die den Tabubruch von vornherein unmöglich machen.
 
Bin gespannt, wie die Aufklärungsarbeit in Belgien und England weitergeht. Da soll es um mehr als Bilder gegangen sein, doch offenbar hat niemand Lust, einen der Beteiligten ans Messer zu liefern, weshalb da einfach alles im Sande verläuft.
 

 
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Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

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ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
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http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

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Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
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