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13. Dezember 2014
 
11.00 Uhr Fitch schießt auf Frankreich
 
Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone ist von der Rating-Agentur Fitch auf nur noch "AA" herabgestuft wurden. Nicht mehr AAA, nicht AA1 nicht einmal mehr AA+, nur noch AA. Die Versuchung, diese Bonitätsnote semantisch mit einem Begriff aus der Babysprache zu verknüpfen, ist groß und naheliegend dazu.
 
Das hat selbstverständlich wenig bis nichts mit Frankreich zu tun. Die smarten Jungs von Fitch und S&P kennen nur ihre von keinerlei realpolitischen Erfahrungen getrübten Erwartungen - und im Vergleich damit ist das, was Frankreich derzeit leistet, eben einfach nur "Scheiße".
 
Selbstverständlich decken sich die Erwartungen der Rating-Agenturen mit den Erwartungen der Eurokraten in Brüssel und Berlin, womit ein gegenseitiges Aufschaukeln der Vorwürfe gegenüber Frankreich in Gang gekommen ist, mit dem der Druck auf die französische Regierung, ihre Austeritätspolitik noch weiter zu verschärfen, alle paar Wochen wieder ein bisschen erhöht wird.
 
Die Konsequenz aus der Herabstufung besteht nun aber darin, dass Frankreich für seine neuen Staatsanleihen wieder ein bisschen mehr Rendite abliefern muss. Das engt die Spielräume noch ein bisschen mehr ein und macht die Einhaltung der Haushaltsziele der Franzosen noch ein bisschen schwieriger.
 
Macht aber nichts. Es geht ja nicht um Frankreich. Es geht um die Großmacht EU, die ihre einst stolzen Nationalstaaten mit der Verteufelung und Sanktionierung der Staatsschulden unter die Knute bringt und so ein Druckmittel in der Hand hat, nationale Alleingänge und nationale Sonderwege zu unterbinden, oder zumindest mit schmerzhaften Konsequenzen zu versehen. Der ganze Stabilitätspakt entpuppt sich doch als das Stachelhalsband am Ende der kurzen Leine, das eben nicht nur bei Hunden ein sehr wirksames Disziplinierungsmittel ist.
 
Juncker hat sich aus der Affäre gezogen, und Frankreich Zeit eingeräumt. Wetten, dass er vorher wusste, dass dem die Herabstufung auf dem Fuß folgen würde? Das Spiel über die Bande (doppeldeutig) ist ein beliebtes Spiel in dieser EU - und nun ist offenbar Frankreich ins Visier geraten. Mag sein, dass dazu auch die Befürchtung beigetragen hat, das "Weichei" Hollande könnte vorzeitig hinschmeißen und einer mehr national gesinnten neuen Regierung Platz machen. Dann wäre es womöglich schwieriger, Frankreich an der Leine zu halten, also müssen jetzt noch so viele harte Schnitte wie irgend möglich vorgenommen werden.
 
Mag auch sein, dass die Anleger sich doch wieder aus den Öl- und Gold-Papieren zurückziehen und lieber in sicherere Staatsanleihen investieren wollen. Da ist Frankreich "goldrichtig" - die Volkswirtschaft hat Potential, die EZB sichert zudem jedes Risiko ab, und wenn man nun auch noch die Renditen ein bisschen anheben kann, staat mit Negativzinsen für sein Kapital bestraft zu werden, dann passt doch alles.
 
Ja - es passt alles - das ist das Erschreckende für die Franzosen, die nun wohl für eine ganze Weile im Focus des Interesses stehen werden und im Grunde nur noch alles falsch machen können.
 
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

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ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
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Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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