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13. Oktober 2014
 
10.20 Uhr Kreutzer, der Korinthenkacker
 
Massenverblödungswaffen und Dumm-Dumm-Geschosse.
 
Zum bloßen Überleben braucht eine Gesellschaft weder Grammatik noch Orthografie. Mimik, Gestik und ein paar Geräusche, die Wohlbehagen, Einverständnis, Warnung oder Wut zum Ausdruck bringen, sind vollkommen ausreichende Mittel der Kommunikation.
 
So verständigen sich Stare, wenn sie in großen Schwärmen in Kirschbäume einfallen, so organisieren Wölfe das Leben im Rudel und die gemeinsame Jagd, so kommen Schimpansen, Paviane, Schafe und auch Rinder seit Urzeiten perfekt zurecht.
 
Dass es mir heute möglich ist, diesen Gedankengang überhaupt auszudrücken, und dass es Ihnen möglich ist, diesen Gedanken aufzunehmen und zu verstehen, verdanken wir einer Fähigkeit, die uns so selbstverständlich geworden ist, dass wir kaum einmal innehalten und uns vergegenwärtigen, welch großartiges und mächtiges Instrument uns mit der Sprache zur Verfügung steht.
 
Die Sprache ermöglicht es, in der Kommunikation über Raum und Zeit hinweg Verknüpfungen herzustellen, Gegenwart und Vergangenheit in Verbindung zu bringen und Zukünftiges schon zu erwägen. Sprache ermöglicht es, Wertungen und Gefühle auszudrücken, Sprache erleichtert logisches Denken und macht die Vermittlung logischer Schlussfolgerungen erst möglich.
 
Die Mächtigkeit einer Sprache ergibt sich aus Wortschatz und Regelwerk, wobei der Umfang des Wortschatzes in Breite und Tiefe die Grenze des Erkenntnishorizontes markiert, und die Komplexität der Regeln die Beschaffenheit der geistigen Bühne anzeigt, auf der sich die Elemente des Wortschatzes begegnen.
 
So eine "Sprache" fällt selbstverständlich nicht fertig vom Himmel. Eine Sprachgemeinschaft hat sie sich über die Jahrhunderte erarbeitet, und jedes einzelne Mitglied der Sprachgemeinschaft erwirbt Schritt für Schritt sein individuelles Maß der Sprachfertigkeit.
 
Noch vor hundert Jahren war Sprache auch in Deutschland für die Mehrzahl der Menschen ganz überwiegend das "gesprochene Wort". Die "Umgangssprache" entwickelte sich in engen Sprachgesellschaften immer noch als Dialekt oder Mundart weiter, während die einheitliche Schriftsprache, das Hochdeutsch, als Sprache "gebildeterer Schichten" in Büchern und Zeitungen, im Theater und in Ämtern und Behörden gepflegt wurde.
 
Mit der allgemeinen Schulpflicht wurden Lesen und Schreiben zu allgemein verfügbaren Fertigkeiten. Jedem Interessierten erschloss sich über diese Fertigkeiten der Zugang zu dem in Bibliotheken gespeicherten Wissen, Zeitungen vermittelten aktuelle Nachrichten, das "Hochdeutsch" gewann, aus der Schrift kommend, an Gewicht.
 
Schreiben und Lesen bilden jedoch keinen Dialog mehr. Was der Autor A heute schreibt und morgen vom Leser L gelesen wird, kann nur richtig verstanden werden, wenn beide die verwendeten Worte gleichermaßen interpretieren und nach den gleichen Regeln miteinander verknüpfen.
 
Über lange Zeit sahen sich daher alle Medienschaffenden in der Verantwortung, von sich aus mit dem Werkzeug "Sprache" möglichst vorbildlich umzugehen. Einerseits, um selbst nicht als "ungebildet" zu erscheinen, andererseits, um dazu beizutragen, den Gebrauch der Regeln in der gesamten Bevölkerung zu verfestigen.
 
Das ist nun offenbar vorbei.
 
Es ist nicht mehr das Privileg des einsamen Bloggers, sich mit seinen online gestellten Beiträgen von den allgemein verbindlichen Sprachregeln zu entfernen, es ist wie eine Seuche, von der inzwischen anscheinend alle Medien befallen sind.
 
Es ist nicht nur die immer einseitiger werdende Berichterstattung, die Massenmedien zunehmen zu Massenverblödungswaffen werden lässt, es ist zugleich der zumindest grob fahrlässige, wenn nicht gar vorsätzlich falsche Umgang mit der Sprache, der viele Beiträge in Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen zu wahren Dumm-Dumm-Geschossen werden lässt, weil sowohl der eingedampfte Wortschatz als auch die grobe Verletzung der Regeln als ein Angriff auf das sprachbasierte Denkvermögen der gesamten Gesellschaft angesehen werden müssen.
 
Vorgestern empörte ich mich noch über eine eklatante Sprachschlamperei beim Focus, heute setzt "Reuters" dem ganzen noch die Krone auf. Eine Nachrichtenagentur sollte, schon im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit, ganz extremen Wert auf die Klarheit der Sprache legen.
 
Da darf man nicht titeln:
 
"Polizei räumt Barrikaden von Demonstranten in Honkong",
 
wenn nicht die Demonstranten von den Barrikaden geräumt wurden, sondern die Straßen von den Barrikaden der Demonstranten.
 
 
Korinthenkackerei? Weiß doch jeder, was gemeint ist ...?
 
Das stimmt nicht. Es gibt immer noch Leute, die diese Überschrift lesen und annehmen, die Polizei habe Demonstranten weggeräumt und die Barrikaden stehenlassen.
 
Und die anderen, die dürfen sich aussuchen, was gemeint sein könnte. Oberflächlich Informierte schließen daraus vermutlich: "Chinesen knüppeln Freiheitsbewegung nieder" - und damit haben die Dumm-Dumm-Geschosse aus den Massenverblödungswaffen die erwünschte Wirkung erzielt.
 
Halali!
 
 
 

11. Oktober 2014
 
09.30 Uhr Schlamperei in AKW mit adäquater Sprachschlamperei vermeldet
 
Der Focus berichtet über unglaubliche Schlampereien im stillgelegten Kernkraftwerk Brunsbüttel. Und bemüht sich dabei offenbar, die Zustände in den Kavernen durch vergleichbare Sprachschlampereien zu unterstreichen.
.
Vier der unterirdischen Lagerräumen, den sogenannten „Kavernen“, wurden im in dem abgeschalteten AKW Brunsbüttel bereits untersucht und 335 Fässern mit Atommüll inspiziert.
 
Wanddurchdringende Korrosion, der Austritt vom Fassinhalt oder lose Deckel gelten als starke Schäden.
 
Fristgerecht Ende September (hat???) der Betreiber des AKW, der Energieversorger Vattenfall, der Atomaufsichtsbehörde nach deren Angaben einen ersten Entwurf für ein Bergungskonzept vorgelegt.
.
Nach den Vorstellungen der Atomaufsicht soll die Inspektionen bis Jahresende abschließen und danach so schnell wie möglich mit der Bergung beginnen.

 

Kann es sein, dass schon die Arbeitsanweisungen für die Einlagerung des Atommülls ähnlich präzise formuliert waren?

 
 
 
Freiheit ist nicht nur ein philosophischer Begriff.
Freiheit ist etwas sehr Praktisches.
 
Freiheit geht nämlich nicht verloren. Sie wandert von dem, der sie sich nehmen lässt, zu dem, der sie genommen hat und vergrößert damit dessen Macht.
 
Denkanstöße und Handlungsalternativen zur Wahrung der Freiheit finden Sie in den folgenden Büchern aus dem EWK-Verlag:
 
(Cover anklicken)
 
Freimut Kahrs
 
Lebenslüge Freiheit
 
 
Die ungeschriebenen
Regeln einer liberalen
Gesellschaft
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Egon W. Kreutzer

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

 

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