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3. November 2014
 
11.00 Uhr Wenn es den Eseln zu wohl wird - Reaktionen auf Gauck und mehr ...
 
In abgrundtiefer Selbstgefälligkeit hat man sich in den regierungstreuen Schreibstuben vor Gaucks LINKEn-Bashing verneigt und schreibt dem Präsidenten das Recht zu, sich derart boshaft einzumischen.
 
ZEIT-Online schießt dabei den Vogel ab und überschreibt den eigenen Kniefall vor der Macht - oder ist es mehr eine kumpelhafte Verbundenheit - mit den Worten:
 
Der Präsident provoziert die Heuchler.
 
Mein Gott! Die ZEIT, das Blatt hatte mal einen kritisch intellektuellen Anstrich, und nun suhlt man sich mit fast allen anderen im Morast der Gewissheit der quantitativen Mehrheit. Was scheren kritische Stimmen, wir haben die Mehrheit, wir haben die Macht, und wir üben sie aus.
 
Wozu brauchen wir noch Politiker, wenn wir solche Redakteure haben.
 
In der Ukraine fanden zwei Wahlen statt. Erst die von Kiew, und nun die von Donezk und Lugansk.
 
Die Meute hofiert - mit Steinmeier und Merkel auf den Schultern - die nun demokratisch legitimierte Junta in Kiew und verhöhnt die Versuche des Widerstandes, sich auf dem gleichen Wege zu legitimieren.
 
Es ist diese ekelhafte abgrundtiefe Selbstgefälligkeit, die Arroganz, mit der die Macht sich schmückt, die mich aufs Äußerste empört. Demokratie war nie so gemeint, dürfte nie so gelebt werden, dass sie sich im Ergebnis nicht mehr von Diktatur und Totalitarismus unterscheidet.
 
Die Maut.
 
Jeder denkende Mensch wusste, dass nach der Lkw-Maut auch die Pkw-Maut kommen würde. Jedem denkenden Menschen war und ist klar, dass die raffinierte Überwachungstechnik der Mautbrücken ein viel zu kostbares Instrument zur Vervollkommnung des Überwachungsstaates darstellt, als dass man es ungenutzt lassen könnte.
 
Nun wird Dobrindts Maut-Unfug als Geniestreich gelobt, weil er auf das Pickerl verzichtet, sondern die Kennzeichen scannt, das überflüssigste aller Vorhaben dieser Koalition wird nun nicht mehr grundsätzlich infrage gestellt, weil die Maut nicht mehr, wie zu Zeiten der Raubritter, auch noch auf dem letzten Feldweg fällig werden soll, sondern für Inländer nur auf Autobahnen und Bundesstraßen, für Ausländer gar nur auf Autobahnen - und die Bedenken der Datenschützer werden mit der Versicherung, die Daten würden nicht für andere Zwecke genutzt, abgetan.
 
Jeder denkende Mensch weiß, dass selbst das allerschönste Gesetz zum Datenschutz bei Bedarf zügig und ohne Umschweife wieder geändert werden kann. Wenn die technischen Voraussetzungen zur Verdichtung des sowieso schon engmaschig gewebten
Überwachungsnetzes erst einmal geschaffen sind, dann werden sie auch genutzt.
 
Anderslautende Versprechen sind vollkommen unglaubwürdig. Wer darauf hereinfällt, nachdem ihm zuvor versprochen wurde, es werde nie eine Pkw-Maut auf deutschen Straßen geben, tut mir aufrichtig leid.
 
Doch dazu schweigt der Freiheitsapostel Gauck. Dass die Bundesrepublik Deutschland der Stasi-DDR in der Überwachung der Bürger in nichts nachsteht, das ficht ihn nicht an.
Und sollte er fürchten, dass der neue Überwachungsapparat eines Tages auf dem Wege demokratischer Wahlen den Nachfolgern von Alt-SED-Bonzen in die Hände fällt, dann sollte er sich nicht gegen die Ergebnisse von Wahlen aussprechen, sondern gegen die Überwachungsmaßnahmen.
 
 
Doch in der abgrundtiefen Selbstgefälligkeit der Macht besteht eben keinerlei Grund auch nur zum geringsten Zweifel an der eigenen Vollkommenheit.
hier noch einmal mein Tageskommentar vom Samstag:
 
1. November 2014
 
19.15 Uhr Es fällt nicht leicht, Herr Gauck ...
 
Anders als frühere Bundespräsidenten hält er sich offenbar nicht für den Präsidenten der Deutschen, oder gar aller Deutschen, sondern lediglich für den Präsidenten Deutschlands.
 
Daher muss er auch nicht als integrierende Figur die Deutschen "einen", sondern darf, in seinem eigenen Amtsverständnis, selbstverständlich Dinge tun und Sätze sagen, die zumindest von einigen Deutschen leicht als der Versuch "Zwietracht zu säen" verstanden werden können.
 
Was mich wieder einmal so auf die Palme bringt, dass ich am Samstag-Feiertag-Abend, ein Tag, an dem ich eigenlich verkündet hatte, Bayern bleibe geschlossen, doch noch einmal in die Tasten greife, ist das freimütige Geständnis des Bundespräsidenten, mit dem er nicht mehr und nicht weniger zum Ausdruck brachte, als: Es falle ihm nicht leicht, sich mit dem Grundgesetz anzufreunden.
 
Nein, so hat er es nicht gesagt. Gesagt hat er auch nicht, es falle ihm nicht leicht, zu akzeptieren, dass womöglich in Kürze in Thüringen ein Ministerpräsident regiere, der von der Partei die LINKe stammt.
 
Nein, nein - so viel Deutlichkeit, das könnte man ihm ja übel auslegen. Gesagt hat er also bloß, dass "Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind" sich schon ganz schön anstrengen müssen, um dies zu akzeptieren.
 
Nun gut, er ist ein Mensch, der die DDR erlebt hat, und er ist - fraglos - in seinem Alter, doch hat er sich damit auch gemeint?
 
Selbstverständlich nicht, vermute ich. Er hat ja, als Bundespräsident mit diesem Satz nur zeigen wollen, dass er die Sorgen und Nöte der Menschen in den anderen Parteien ernst nimmt, oder so ähnlich ...
 
Dann hat er sich aufgerafft und klar bekannt, die Wahlentscheidung sei zu akzeptieren.
 
Nein. Hat er nicht gesagt. Gesagt hat er, die Wahlentscheidung sei zwar zu akzeptieren, dennoch ...
 
Dennoch bleibe die Frage, stellte der Bundespräsident fest, ob die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?
 
Eine - mit Verlaub - "Scheiß-Frage", die Sie sich da ausgedacht haben, Herr Bundespräsident Gauck.
 
Und noch bescheidener ist die Antwort, die Sie sich und uns anschließend darauf gegeben haben, dass SIE nämlich Probleme haben, dieses Vertrauen zu entwickeln.
 
 
Es liegt mir fern, jetzt in Grundgesetzpassagen zu schwelgen. Vermutlich haben Sie diese Äußerungen ja weder als Präsident aller Deutschen gemacht (das geht ja schon aus den Aussagen klipp und klar hervor), noch als Präsident der Bundesrepublik Deutschland, zu dessen Aufgaben es nicht gehört, politischen Parteien Persilscheine auszustellen, sondern als Privatperson mit diesem ganz besoderen Ost-West-Migrationshintergrund, in dem das eigene Erleben eine so prägende Rolle spielt, dass es trotz aller Integrationsbemühungen immer wieder durchschlägt.
 
Stattdessen möchte ich darauf hinweisen, dass das neue Bundesland Thüringen einst Bestandteil der DDR war. Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass die wahlberechtigten Bürger des Bundeslandes Thüringen zum allergrößten Teil als DDR-Bürger geboren wurden, dass sehr viele von ihnen durchaus noch Erinnerungen an die SED und deren Vorstellungen zur Unterdrückung der Menschen hatten, und dass diese Menschen, die im Gegensatz zu Ihnen, Herr Gauck, auch weiterhin "im Osten" leben, offenbar so mehrheitlich großes Vertrauen in die Partei die LINKE entwickelt haben, dass damit sowohl rechnerisch als auch faktisch der Weg für einen Ministerpräsidenten der LINKE frei wurde.
 
Die LINKE wiederum ist eine Partei, die ja nicht nur aus der SED hervorgegangen ist, sondern auch in erheblichen Teilen von einer westlichen Strömung geprägt wurde, von Menschen, die sich von der SPD nicht mehr vertreten fühlten und das Vertrauen in diese Partei ebenso verloren hatten, wie sie den Unionsparteien und der FDP nie vertrauen konnten.
 
Die LINKE ist eine Partei, die zur Wahl in den Kommunen, in den Ländern und im Bund zugelassen ist, es ist eine Partei, gegen die nirgends ein Verbotsverfahren angestrengt wird, sie ist frei wählbar - und wenn die Wähler sich für eine Partei entschieden haben, wenn die Wähler eine Koalition möglich gemacht haben, wie sie jetzt vermutlich antreten wird, dann ist der Bundespräsident unter allen Politikern der Allerletzte, der sich dazu kritisch, skeptisch und - schon aufgrund des Gewichts seines Amtes, massiv rufschädigend äußern darf.
 
Dass Sie dies dann auch noch sprachlich so verpacken, dass Sie sich zur Not darauf zurückziehen könnten, es ja nicht selbst so gemeint zu haben, sondern nur die Stimmung "des Volkes" wiederzugeben, ist eher peinlich. Wenn Sie dieser Meinung sind, wenn Sie als Bundespräsident kein Vertrauen in den gewählten Ministerpräsidenten eines Bundeslandes entwickeln können, dann sollten Sie das klar äußern und dann zurücktreten, weil sich das Amt nicht mit dieser Einstellung zu einem demokratisch gewählten Amtsträger verträgt.
 
Ansonsten wäre es auch diesmal besser gewesen, sie hätten geschwiegen.
 

 
Damit bin ich erneut bei der Frage angelangt:
 
"Wo bleibt die Revolution?"
 
 
Das ist der Titel meines jüngsten Buches und dazu gab es letzte Woche ein Interview mit Frank Meyer, das nun auf den Seiten der Metallwoche auch kostenlos zugänglich ist.
 
 
 
Sollte durch diesen Tagekommentar oder durch das Interview oder durch sonst irgendwas bei Ihnen der Wunsch ausgelöst werden, dieses Buch zu besitzen, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie:
 
Die schlechte Nachricht:
 
Das Buch ist im Augenblick vergriffen.
 
Die gute Nachricht:
 
Wenn Sie jetzt trotzdem bestellen, werden Sie in etwa zwei Wochen Ihr Exemplar aus dem ersten Nachdruck in Händen halten.
 
Das reicht auch noch dicke, um es nach dem Lesen in weihnachtliches Geschenkpapier zu wickeln und noch jemandem einen Freude damit zu machen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
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Karl Waldecker

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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