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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 44 /2014
vom 13. November 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring

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Informationen

 
ELIAS
El
sendorfer Institut für Asymmetrische Sicherheitsstrategien
Dokument Nr. 2 vom 13. November 2014
 
 
Autarkie
die Kunst des Überlebens
im Szenario urbaner Kriegsführung
 
 
In Deutschland unter den Bedingungen eines friedlichen Miteinanders zu überleben ist nicht schwer. Alles, was uns umgibt und "versorgt" ist so selbstverständlich, dass wir aufgehört haben, uns Gedanken darum zu machen.
 
Selbst beim Blick in Kriegs- und Krisengebiet sehen wir zwar Tote und Verwundete, zerstörte Häuser, zerbombte Schulen und Polizeistationen, hören davon, dass Teile der Bevölkerung weder Strom noch Wasser haben, doch gelingt es uns nur selten, solche Situationen tatsächlich in ihrer vollen Tragweite zu erfassen, zumal wir gleichzeitig erfahren, dass Hilfslieferungen unterwegs sind und wir uns auch selbst, mit einer kleinen Spende in der ruhigen Gewissheit wiegen dürfen, dass da bald wieder alles in Ordnung sein wird.
 
Selbst in einem Szenario urbaner Kriegsführung überleben zu müssen, erscheint uns, die wir blutige Kriege nur als Medienkonsumenten wahrnehmen, als vollkommen ausgeschlossen.
 
Das hat uns unfähig gemacht, unabhängig von der Versorgung durch andere, allein auf uns gestellt, zu überleben.
 
Eine fatale Fehleinschätzung der Lage.
 
 
Die urbane Kriegsführung
wird auch vor den mitteleuropäischen Kernländern
nicht Halt machen.

Unsere politischen und militärischen Führungskräfte bereiten sich darauf vor und denken intensiv darüber nach, wie sie ihre Kriege gegen eine aufständische Bevölkerung in Großstädten gewinnen können.
 
Ein kleines Highlight in diesem Zusammenhang war sicherlich die (schon zweite) "International Urban Operations Conference", die Mitte Oktober 2014 in Berlin von 400 Teilnehmern aus vierzig Ländern genutzt wurde, um sich über den Stand der Aufklärungs- und Waffentechnik sowie über Erfahrungen mit strategischen und taktischen Konzepten im Häuserkampf auszutauschen.
 
Im Programm hieß es dazu: "Der Gefahr von Aufständen, Terrorismus und Guerillakriegen kann nur mit der besten Geheimdiensttechnik, der besten Aufklärung und besten Überwachungssystemen begegnet werden", und, die Konferenz werde "eine Übersicht über das neue militärische Konzept der Bundeswehr für urbane Operationen geben".

Finanziert von der Rüstungsindustrie, (mit-)organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik und geleitet vom Chef des Amtes für Heeresentwicklung der Bundeswehr, Generalmajor Erhard Drews, wurde den Berichten von Kommandeuren mit Erfahrungen im urbanen Gefechtsfeld - vom Kosovo bis Palästina - große Aufmerksamkeit zuteil, weil deren erfolgreiche Strategien auch für die Niederschlagung sozialer Unruhen in europäischen Kernländern genutzt werden sollen.
 
 
Eine Strategie für den Häuserkampf
 
Diesen Überlegungen und Planungen gilt es, eigene strategische Ansätze für den Häuserkampf entgegenzustellen, um in einer asymmetrischen Auseinandersetzung mit hochgerüsteten und bestens trainierten Truppen nicht von vornherein rettungslos unterlegen zu sein.
 
Eine feindliche Armee hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten, gegen Widerstandskämpfer im urbanen Umfeld vorzugehen:
 
A) Die vollkommene Zerstörung
sämtlicher Gebäude einschließlich unterirdischer Anlagen durch entsprechend umfangreiche Belegung des urbanen Geländes mit Spreng- und Brandsätzen, in der Absicht, damit den Gegner direkt zu dezimieren, zugleich aber auch, ihn durch die vollständige Zerstörung der Infrastruktur auszuhungern.
 
B) Der gezielte Kampf gegen die Widerstandskämpfer bei weitgehender Schonung der materiellen Substanz.
 
Strategie A zielt auf die Vernichtung einer Stadt mit allen Menschen darin, Strategie B zielt auf die Eroberung einer weitgehend erhaltenen Stadt. Die einfachste und preiswerteste Methode, mit Strategie A zum Erfolg zu kommen, ist der Einsatz atomarer Waffen. Eine Rakete mit Mehrfachsprengkopf kann ausreichen, eine Stadt auszuradieren und mit dieser Strafaktion zu gleich den Widerstandswillen anderer Zentren des Aufruhrs zu brechen. Der Angreifer hat hierbei kein eigenes Interesse am Erhalt von Städten oder den Einrichtungen der Infrastruktur. Der Gegner soll vernichtet werden und nie wieder aufstehen können.
 
Will man eine Stadt mit einer Fläche von ca. 1000 Quadratkilometern mit konventionellen Waffen dem Erdboden gleich machen, gestaltet sich dies um ein Vielfaches schwieriger und vor allem langwieriger.
Um auch nur annähernd im Kostenrahmen des Atomwaffeneinsatzes bleiben zu können, müssen die billigsten Waffen in großer Zahl zum Einsatz kommen. Interkontinentalraketen wird man nicht verwenden, um - vergleichsweise - Knallerbsen zum Einsatz zu bringen. Es müssen also Bombergeschwader her. Kann man diese nahe am Ziel stationieren und droht keine Gefahr durch feindliche Flugabwehr, ist auch eine Großstadt relativ zügig zu vernichten. Allerdings werden sich auch in total zerstörten Städten, die nur von konventionellen Waffen getroffen wurden, immer noch ganz erhebliche Zahlen von Kämpfern verbergen, die auch noch auf ganz erhebliche Waffen- und Munitionsvorräte zugreifen können. Es könnte dann zum finalen Einsatz von Aerosol-Bomben kommen, die machen zwar auch viel kaputt, sind aber besonders wirksam gegen Weichziele, selbst wenn diese tief unter der Erde in Bunkern stecken.
 
Ich gehe davon aus, dass es derartige Massaker auf deutschem Boden in absehbarer Zeit nicht geben wird.
 
Auseinandersetzungen, wie in Strategie B skizziert, sind jedoch nicht mehr auszuschließen und sollten daher Gegenstand intensiver Vorbereitung sein.
 
Grundvoraussetzung für einen ernsthaften und wirksamen Widerstand ist dabei die Sicherung des Überlebens aller Einwohner der Stadt.
Je besser jeder Einzelne in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, desto mehr Kräfte werden für den aktiven Widerstand frei.
 
 
Vorbereitungen für das Überleben
im Szenario urbaner Kriegsführung
 
Die nachfolgenden Szenarien beginnen da, wo die Problematik, nach der Gewöhnung an eine gut funktionierende Rundumversorgung ein Stück Autarkie zurückzugewinnen, am größten ist. In der kleinen Mietwohnung in der Großstadt.
 
40 bis 80 m², dritter Stock, ein Kellerabteil von 2,5 m², Straßenparkplatz, Fahrradständer im Hof.

Zentralheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Energiezufuhr: Strom, Kommunikations-Anschluss Telefon/DSL/Kabelfernsehen.
 
 
Die Stadt wird als Zentrum des Aufstands angesehen, alle Straßen- und Schienenverbindungen werden großräumig abgeriegelt, der Flugplatz ist umkämpft.
Die Belieferung der Supermärkte bleibt aus. Innerhalb kurzer Zeit leeren sich die Regale, frische Lebensmittel, Fleisch und Wurstwaren, Obst und Gemüse verschwinden ebenso rasch, wie Mineralwasser und Konserven.
 
Spätestens nach drei Tagen ist kein Markt mehr geöffnet. Es gibt nichts mehr zu verkaufen. Alle Restaurants und Gaststätten müssen schließen, weil auch ihre Kühlräume leer sind.

Die Menschen beginnen zu hungern.
 
Wenig später melden die Apotheken den Notstand. Viele lebenswichtige Medikamente können nicht mehr abgegeben werden, weil sie nicht mehr nachgeliefert werden. Die Krankenhäuser stehen vor dem gleichen Problem und stellen sich auf einen Notbetrieb um.
 
Fabriken und Büros werden geschlossen. Gehälter nicht mehr gezahlt. Bürgermeister und Stadtrat sind geflohen. Die Verwaltung löst sich allmählich auf. Die Polizei beginnt damit, auf Plünderer zu schießen, gibt nach wenigen Tagen jedoch auf.
 
Am dritten Tag fällt der Strom aus und kommt nicht wieder.
 
In den Häusern brennt kein Licht mehr, die Straßenbeleuchtung bleibt dunkel, Ampelanlagen versagen, die Geldautomaten der Banken sind außer Betrieb. U- und Straßenbahnen bleiben stehen. Heizung und Warmwasserversorgung fallen aus. In den Kühlschränken beginnt es zu muffeln. Inhalte von Gefrierschränken tauen auf. Telefon, Radio, Fernseher, Internet funktionieren nicht mehr. Der Elektro-Herd bleibt kalt, Staubsauger, Waschmaschine, Bügeleisen funktionieren nicht mehr. Die Akkus der Handys leeren sich - und damit entschwindet auch die letzte Möglichkeit, noch mit der Außenwelt zu kommunizieren. Heimwerker starren entsetzt auf ihre elektrischen Bohrmaschinen und Handkreissägen …
 

Was geht noch?
 
Es kommt noch kaltes Wasser aus der Leitung. Die Klospülung funktioniert auch noch.
 
Dann ist auch damit Schluss.
 
 
Wer unvorbereitet in eine solche Situation gerät und umgeben ist von lauter Menschen, denen es nicht besser geht, wird große Probleme haben, die nächste Woche zu überleben.
 
Nehmen wir an, die Situation wird ungefähr sechs Wochen unverändert so anhalten.
 
 
Wasser

Unter weitgehendem Verzicht auf Körperpflege braucht der Mensch in unseren Breiten rund fünf Liter Wasser pro Tag. Einen Wasservorrat von gut 200 Litern pro Person anzulegen, verpackt in leichte PET-Flaschen wäre möglich, aber wer macht das schon?
 
Schrauben wir den Anspruch zurück. Wasser für den Durst, direkt zum Trinken, ohne abkochen zu müssen, dafür sollten 2 Liter pro Person und Tag reichen, das sind immer noch rund 85 Liter. 7 Gebinde mit je 6 2-Liter-Flaschen, für die sollte im Keller Platz sein. Die Kosten sind gering, mehr als 20 bis 25 Euro muss man dafür nicht ausgeben, und wenn man jede Woche ein Gebinde verbraucht und ein Gebinde neu einlagert, dann bleibt das Wasser auch einigermaßen genießbar.
 
Die restlichen drei Liter erfordern einigen Erfindungsreichtum.
 
Die Dachrinne anzapfen ist möglich. Wenn es ordentlich regnet, kann man da ganz schön einsammeln. Einfacher ist es, wenn irgendwo ein Fließgewässer zu erreichen ist, schwieriger wird es, wenn man versuchen muss, das Grundwasser zu erreichen.
 
Das wichtigste ist jedoch ein vernünftiges Gefäß, um gefundenes Wasser aufnehmen und nachhause tragen zu können. Eimer sind eine Notlösung. Besser sind 10 oder 20 Liter Kunststoffkanister. Immer zwei, weil man zwei Hände hat und folglich auf einem Weg gleich zwei Wasserrationen transportieren kann.
 
Wie zapft man eine Dachrinne an? Einfach das untere Rohrstück herausnehmen ist eine Möglichkeit, wenn auch die schlechteste. Besser ist es, das Rohr kreisförmig aufzuschneiden, das herausgetrennte Stück ein bisschen mehr zu biegen als es sowieso schon gebogen ist, und bei Bedarf so in das Loch zu schieben, dass das Wasser heraus und in den Kanister rinnt.
Dazu brauchen Sie ein gehärtetes Stück Eisen, das vorne sehr spitz angeschliffen ist, einen Hammer und eine Blechschere. Mit dem Hammer und dem spitzen Eisen schlagen Sie das erste Loch in das Rohr, mit der Blechschere schneiden Sie über den halben Rohrdurchmesser ein halbwegs rundes oder ovales Rohrstück heraus. Blechscheren gibt es in zwei Ausführungen, von denen eine immer nicht passt. Also holen Sie sich im nächsten Baumarkt beide (eine für links- eine für rechtsrum). Kosten ungefähr 30 Euro, beide zusammen, Den Hammer haben Sie schon, und so spitze Eisenstifte verkauft der Baumarkt auch. Ein bisschen umgucken - und Sie sind fündig, zur Not tut es auch ein 180er oder 210er Drahtstift (= rund 20 cm langer Nagel).
 
Wie kommt man an ein Fließgewässer, wenn die Ufer steil und/oder matschig sind? Eines der wichtigsten Instrumente ist der Klappspaten. Da heißt es dann halt graben - und befestigen! Ein altes Brett als Trittstufe ist besser als gar nichts. Schaffen Sie sich Ihren Zugang zum Wasser so bequem wie möglich, bedenken Sie, dass der Wasserspiegel nicht immer gleich hoch ist, bleiben Sie also ein Stück oberhalb, aber achten Sie darauf, dass Sie mit dem Kanister noch ins Wasser kommen.
Ihre Nachbarn werden Ihnen dankbar sein. Sie dürfen sie im Gegenzug bitten, den Zugang weiter auszubauen, bzw. bei Bedarf zu renovieren.
Aber geben Sie Ihren Spaten nicht aus der Hand!
Den brauchen Sie nämlich dringend, um sich in der Nähe der Wohnung, im Hof, neben den Garagen oder am Spielplatz eine Latrine auszuheben. Die Toilette noch zu benutzen, wenn kein Wasser mehr kommt, macht nur wenige Stunden Vergnügen. Das bisschen Trinkwasser, das Sie im Keller bunkern ist für die Spülung zu schade! Und das, was Sie mühsam heranschleppen, sehr wahrscheinlich auch. Doch das müssen Sie im konkreten Fall selbst beurteilen.
 
Wie kommt man an Grundwasser? Es gibt Gegenden, da muss man nur einen Meter tief graben, und schon suppt es. Es gibt andere Gegenden, da bleibt der Spaten auch nach 8 Metern noch trocken. Wenn Sie wissen, dass Sie auf einem meterdicken Schotterbett sitzen, wie weite Teile Münchens, dann sollten Sie nach dem Zugang zu einer mindestens zweigeschossigen Tiefgarage fahnden. An der tiefsten Stelle findet sich mit Sicherheit ein Gulli. Da nehmen Sie den Deckel weg, finden ein Kanalrohr, vermutlich von geringem Durchmesser, und haben nun den Job, den umliegenden Beton soweit zu zertrümmern, dass Sie in die darunterliegende Bodenschicht gelangen und genug Platz haben, um mit dem Klappspaten weiter zu graben. Das schaffen Sie nicht alleine. Sie müssen ein paar starke Männer organisieren, von denen mindestens einer einen Vorschlaghammer besitzt, zur Not tuts auch eine Spaltaxt, und dann dürfen Sie sich einen Tag lang am schweren Gerät abwechseln Das ist aber viel weniger Arbeit, als von der Oberfläche her die Grube auszuheben, in der Sie auch in 8 Metern Tiefe noch arbeiten können, ohne dass Sie ständig von einfallenden Wänden verschüttet werden.
Der Lohn der Mühen kann nach 30 cm oder erst nach 2 Metern kommen, doch dafür haben Sie fast reines Brunnenwasser gefunden. Wenn es nicht ergiebig genug ist, um alle zu versorgen, die geholfen haben, müssen Sie eben noch ein Stück weiter runter.
Die Alternative heißt Verdursten - und das ist weitaus unangenehmer als mit untrainierten Muskeln an armiertem Beton herumzuklopfen.
Ach ja, wenn Sie im Beton auf Eisen stoßen, ist ein großes Stemmeisen nicht zu verachten, vor allem, wenn es aus gutem Stahl besteht. Eine grobe Feile hilft auch. Dauert halt. Die Flex funktioniert ja nicht, ohne Strom …
 
 
Rohwasser abkochen
 
Die Kartusche für den Campinggaskocher ist seit dem letzten Urlaub leer und kann auch nicht mehr gegen eine volle getauscht werden. Der Elektro-Herd bleibt kalt - was also tun?
Gut ist es, wenn Sie in Ihrem Keller neben den Wasserflaschen auch ein halbes Dutzend Einwegfeuerzeuge finden und einen Stapel Zeitungspapier. Mit diesen beiden Hilfsmitteln sollte es gelingen,
ein Feuer zu entfachen. Trockenes Holz, zunächst kleine Scheite, über zerknülltem Zeitungspapier locker aufschichten, das Papier anzünden und hoffen, dass das Holz Feuer fängt. Falls ja, vorsichtig
nach und nach größere Holzscheite auflegen und hoffen, dass auch diese Feuer fangen. Falls nicht, nochmal von vorne. Mit kleineren Holzscheiten anfangen …
Das sollten Sie allerdings nicht in der Wohnung veranstalten, sondern im Freien. Am besten, Sie nehmen erst einmal Ihren Klappspaten und graben eine kleine Kuhle für das Feuer.
Wenn es wirklich brennt, können Sie das abzukochende Wasser jedoch nicht einfach auf das Feuer schütten. Sie brauchen einen Kessel, oder einen großen Topf, und sie brauchen ein Gestell, das dafür sorgt, dass der Topf nicht auf dem Feuer steht und es zusammendrückt, sondern irgendwie knapp darüber "schwebt".
 
Zwei Backsteine und drei Eisenstangen, wie sie jeder Baumarkt in der Ecke als Schmiedeeisen anbietet, mindestens 50, maximal 100 cm lang, genügen, um eine ausreichend stabile Auflage für den Kessel zu bilden. Backsteine gegenüber hinlegen, Stangen quer drüber - fertig.
Sie haben keine Eisenstangen? Sehen Sie doch mal nach, ob sich beim Zerlegen der Waschmaschine nicht ein paar Teile gewinnen lassen, die für diesen Zwecke geeignet sind. Ein großer Schraubenzieher und eine Zange, besser ein verstellbarer Schraubenschlüssel, und Sie kommen an die stabilen Teile im Sockel.
Natürlich können Sie, so Sie einen besitzen, auch versuchen, Ihren Holzkohlengrill verwenden. Ob der allerdings die Belastung aushält ist fraglich. Da kommt es im Zweifelsfall darauf an, was Sie einst dafür bezahlt haben …
Es kann ein Weilchen dauern, bis das Wasser kocht. Warten Sie das unbedingt ab, wenn Sie alle Keime abtöten und nicht von einer Infektionskrankheit heimgesucht werden sollen. Lassen Sie das Wasser aber erst wieder etwas abkühlen, bevor Sie es in große Kunststoffkanister füllen. Die könnten sonst die Form verlieren und unerwünschte Bestandteile (Weichmacher, z.B.) an das Trinkwasser abgeben. Dann die Kanister gut verschließen und ab damit, in den Keller.
 
Kalorien
 
Nach diesen Anstrengungen ist Hunger nicht auszuschließen.
 
Was in Kühlschrank oder Gefrierschrank gelagert war, ist hinüber. Unternehmen Sie keinen Versuch, aufgetaute Tiefkühlkost nach mehr als drei Tagen nach dem Stromausfall noch zu genießen. Es ist zu gefährlich, denn krank werden dürfen Sie jetzt nicht. Auch ein einfacher Durchfall kann sich zu einer gefährlichen Krankheit weiterentwickeln. Butter, Käse, H-Milch, auch Hartwurst, die angebrochene Marmelade oder Nuss-Nougat-Creme können Sie aufbrauchen.
Danach allerdings, wird es eng.
 
Das Mindeste, was Sie bevorraten sollten, um sechs Wochen durchzuhalten, ohne zu Verhungern, sind rund 10 kg Mehl und rund 5 kg konzentriertes Fett, also Butterschmalz oder Schmelzmargarine. Dazu ausreichend Speisesalz - sonst schmeckt es nicht. Außerdem braucht Ihr Körper dringend Salz - und das abgekochte Wasser aus der Regenrinne enthält keines.
 
Was Sie mit einfachsten Mitteln herstellen können, ist ein Fladenbrot. Backen Sie sich jeweils am Morgen Ihre Tagesration. 200 bis 250 Gramm Mehl, eine Tasse Wasser (120 - 150 Milliliter) ein Teelöffel Salz und ungefähr 50 g Butterschmalz. Das Butterschmalz sollte weich sein. Weich ist es im Sommer ohne Kühlschrank sowieso, ansonsten sollten Sie es sanft vorwärmen. Es sollte jedoch nicht flüssig werden.
Dann geben Sie das Mehl in eine Schüssel, machen aus dem Butterschmalz möglichst kleine Teile, die Sie auf das Mehl legen, geben das Wasser und das Salz dazu - und fangen an zu rühren. Vielleicht haben Sie ein gut brauchbares Instrument, so einen alten Handrührbesen mit Kurbel, vielleicht auch nur ganz normales Essbesteck. Dann nehmen Sie eine Gabel, die größte, die Sie finden, und rühren Sie, rühren Sie, rühren Sie, und wenn das Rühren nicht mehr geht, nehmen Sie Ihre Hände und kneten Sie, bis aus den Zutaten ein glatter Teig geworden ist. Das kann - je nach Geschick - auch länger als fünf Minuten dauern, wichtig ist, dass möglichst wenige Mehlklümpchen drin sind. Nach ein paar Tagen beherrschen Sie das perfekt!
Dann suchen Sie sich eine glatte Unterlage und rollen den Teig aus. Haben Sie keine Teigrolle, dann hilft auch sanftes Klopfen mit der Faust oder Drücken mit der flachen Hand, bis Sie den Teig auf eine
Dicke von ungefähr 3 Millimeter gebracht haben. Davon schneiden Sie nun Stücke ab, die in Ihre Pfanne passen, lassen in der Pfanne über dem offenen Feuer ein bisschen Butterschmalz flüssig werden, und legen so ein Teigstück hinein. Wenden, wenn es oben Blasen wirft, und dann von der anderen Seite noch mal so lange braten.
Wieder ein bisschen Butterschmalz rein und das nächste Teigstück in die Pfanne. Ungefähr beim dritten Fladenbrot wissen Sie genau, wie lange Sie den Fladen von jeder Seite backen müssen, damit er gut aussieht und gut schmeckt.
Die hier beschriebene Tagesration bringt ungefähr 1500 bis 1600 Kalorien und hält Sie über sechs Wochen am Leben, auch wenn Sie sonst nichts finden.
Besorgen Sie sich also Mehl und Butterschmalz oder Schmelzmargarine. Mehl hält sich fast ewig, wenn es nicht feucht wird, reines Fett, solange es einigermaßen kühl (unter 20 Grad) in geschlossenen Behältnissen aufbewahrt wird, ebenfalls. Salz hält tatsächlich ewig - und wie Sie an Wasser kommen, haben Sie bereits erfahren.
 
Dieses Grundnahrungsmittel für absolute Krisenzeiten enthält Kohlenhydrate und Fett, jedoch kein Eiweiß. Vermutlich werden Sie als Stadtmensch nicht so leicht in der Lage sein, Ihren Eiweißbedarf dadurch zu decken, dass Sie kleine Tiere fangen, schlachten, ausnehmen und zubereiten. Hühner laufen selten frei herum, Tauben lassen sich schwer fangen und geben verdammt wenig Fleisch, und auch an Kaninchen werden Sie kaum herankommen. Falls doch, dann wissen Sie schon, wie es geht, und alle anderen sollten den Versuch gar nicht erst unternehmen, sondern sich mit pflanzlichem Eiweiß eindecken.
Hierzu sind Linsen und Erbsen die in der beschriebenen Situation bestmöglichen Nahrungsmittel. Beide sind nahezu unbeschränkt haltbar, bringen neben Ballaststoffen und Kohlehydraten auch relativ große Anteile an Eiweiß mit, und sind sehr einfach zuzubereiten. Ein großer Topf, Wasser und Linsen rein, ein zwei Stunden stehen lassen, dann quellen die Linsen und werden anschließend schneller gar (Energie ist Mangelware) dann zum Kochen bringen, ungefähr eine Stunde auf dem Feuer lassen, Salz dazu - fertig. Experimentieren Sie ein bisschen mit Ihrem Fladenbrot-Teig, ein bisschen mehr Wasser, so dass die Masse zähflüssig wird - und das in den letzten zehn Minuten der Kochzeit löffelweise in die kochende Linsensuppe geben. Das schafft ein bisschen geschmackliche Abwechslung.
 
Vitamine und Mineralstoffe erhalten wir in normalen Zeiten aus unserer Mischkost, hier insbesondere aus den Anteilen, die in Obst und Gemüse enthalten sind. Wenn die Jahreszeit günstig ist, finden Sie vielleicht in der näheren Umgebung Ihrer Wohnung Bäume und Sträucher mit Früchten, beschränken Sie sich dabei unbedingt auf das, was Sie kennen!
In der falschen Jahreszeit finden Sie draußen nichts.
Daher sollten Sie in Ihrem Keller unbedingt zwei Gläser Honig aufbewahren. Hält ewig, liefert viele Kalorien und hat sehr viele gesunde Inhaltsstoffe. Ein Löffelchen pro Tag genügt. Andere Obstkonserven sind zwar erfreulich, benötigen aber - im Verhältnis zu den Inhaltsstoffen - sehr viel Platz. Suchen Sie also nach Konzentraten! Tomatenmark, z.B., kann sinnvoll sein. Ein paar kleine Dosen Sauerkraut, zum Roh-Verzehren, sollten Sie auch bevorraten. Nützlich können zudem sein: Suppenwürfel, Teebeutel (vor allem Kamille aus medizinischen Gründen), Pulverkaffee, Milchpulver, Essigessenz, 80%iger Rum, Reis, Zucker - und die Medikamente, die Sie dauernd benötigen.
 
Mit diesen wenigen Dingen ist Ihr Überleben für 6 Wochen gesichert. Alles Weitere ist Luxus.
 
 
Die Wohnung
 
Da wir davon ausgehen, dass Sie sich immer noch in Ihrer Wohnung befinden, werden Sie kalte Nächte ohne Heizung vermutlich im eigenen Bett, ggfs. im dicken Pullover, statt im schicken Pyjama, auch überstehen.
Doch nun gilt es, die Wohnung als solche zu sichern.
Sie können Ihre Wohnung nicht verschieben. Der Platz, den Sie sich ausgesucht haben, ist der Platz, an dem Sie überleben müssen. Gefahren drohen von zwei Seiten:
 
a) Heranrückende Truppen - Gefahr durch Beschuss
b) Plünderer - Gefahr für Ihre Vorräte
 
Beschuss
 
Sie wissen, wo die "Front" verläuft, kennen also die Richtung, aus der mit Beschuss am ehesten zu rechnen ist. Gegen Artillerie oder schweres MG mit großkalibrigen Geschossen helfen auch die besten Mauern nur bedingt. Dennoch sollte man ihre Schutzwirkung nicht unterschätzen.
Grundsätzlich gilt: Je höher Ihre Wohnung im Gebäude liegt, desto sicherer sind Sie vor direktem Beschuss aus leichten Waffen.
Zeichnen Sie einen Grundriss Ihrer Wohnung, mit allen Fensteröffnungen, und zeichnen Sie - ausgehend von vermuteten feindlichen Stellungen - mögliche Schusskanäle ein. Sie erkennen dann relativ schnell, an welcher Wand ein Projektil, das es geschafft hat, durch ein Fenster zu fliegen, endgültig aufgehalten wird.
Sie können so unmittelbar die weniger sicheren von den sichereren Bereichen unterscheiden und Ihren bevorzugten Aufenthalt entsprechend wählen, auch Vorräte und wichtige Unterlagen sollten Sie an den bestmöglichen Plätzen unterbringen.
Und so oft sich die Lage draußen ändert, wenn also Schüsse aus bisher nicht berücksichtigten Ecken kommen, sollten Sie diese Zeichnung aktualisieren.
 
Weil weder Drucker noch Kopierer funktionieren, kann es sinnvoll sein, die Zeichnung entweder schon heute anzufertigen und einen Satz Kopien anzufertigen, oder - wenn Sie es erst im Ernstfall tun, ist es klug, mit Kugelschreiber den Grundriss zu zeichnen und für die Schussbahnen einen Bleistift zu verwenden. Letztere können Sie bei Bedarf dann mehrmals ausradieren und neu einzeichnen. Bleistift, Bleistiftspitzer und Kugelschreiber, ein paar Blatt Papier und ein Lineal gehören also auch (aber nicht nur für diesen Zweck) in die Überlebenskiste.
 
Feststellen, wo die sichereren Bereiche der Wohnung sind, ist kein absoluter Schutz, doch der bestmögliche, den Sie sich selbst in Ihrer eigenen Wohnung schaffen können.
 
Plünderung
 
Plünderer kommen meist in Gruppen von drei Personen aufwärts und haben Brechwerkzeuge dabei. Der ebenerdige Balkon mit der großen Glasfront ist für die kein Hindernis, die normale Wohnungstüre ebenfalls nicht.
 
Der Balkon kann nicht in ein höheres Stockwerk verlegt werden. Die Glasfront lässt sich auch nicht auf die Schnelle durch Stahlblech ersetzen. Maßnahmen, die Sie ergreifen müssten, um dieses Einfallstor zu sichern, sind zu aufwändig. Räumen Sie daher möglichst alles Wertvolle aus dem Zimmer hinter dem Balkon aus und verwüsten Sie das, was übrig ist, oder lassen es zumindest verwüstet aussehen. Zerschlagen Sie einen Teil des Fensters und vernageln sie es von innen mit Brettern. Das sieht dann so aus, als sei schon jemand dagewesen und kann einen echten ungebetenen Besuch verhindern helfen.
 
Die Wohnungseingangstüre lässt sich sichern.
Jedenfalls ein Stück weit.
 
Sie brauchen vier Bretter, die gut 20 Zentimeter länger sind als die Tür breit, zwei dicke Bretter, die so lang sind, wie die Tür hoch, und sechs kurze Brettabschnitte als Abstandshalter, sowie ordentlich große Nägel, mindestens 10 cm lang.
 
Nun nageln Sie die Abstandshalter paarig in der Höhe von 70, 120 und 170 cm (jeweils Oberkante) an die beide Türpfosten. Die Nägel vorher bitte mit leichten Hammerschlägen auf die Spitze traktieren, so dass die Spitze ein bisschen stumpf wird. Dann reißt das Holz nicht, wenn der Nagel eingeschlagen wird, Dann nageln Sie die beiden langen Bretter mit möglichst vielen Nägeln, die Sie bitte in wechselnden Richtungen leicht schräg einschlagen, links und rechts senkrecht auf die Abstandshalter.
Und nun schieben Sie die übrigen Bretter waagrecht hinter die langen Bretter auf die Abstandshalter.
Natürlich sollten Sie diese Anleitung zunächst einmal auf die Maße und Gegebenheiten Ihrer Tür anpassen, doch wenn Sie erst einmal verstanden haben, wie es gedacht ist, wird Ihnen das leicht gelingen.
Sollte die Türe so beschaffen sein, dass sich Nägel nicht tief genug in den Pfosten einschlagen lassen, weil nur ein dünnes Furnierbrettchen um die Beton- oder Ziegelmauer gelegt ist, könnte es sinnvoll sein, schon, solange noch Strom da ist, an den geeigneten Stellen Löcher zu bohren und Dübel einzusetzen, um dann später mit dem Schraubendreher von Hand die langen Schrauben einzudrehen. Wenn Sie eine Ratsche haben, mit diversen Nüssen, nehmen Sie gleich Sechskantschrauben, mindestens 8x140 mm. Sinnvollerweise sollten dann die entsprechenden Bretter auch schon mit Bohrungen an den richtigen Stellen versehen sein …
Sie können so jedenfalls Ihre Tür ganz normal benutzen, und bei Gefahr mit wenigen Handgriffen durch das einfache Einschieben von vier stabilen Querriegeln das Öffnen der Tür, auch wenn das Schloss geknackt und die Tür mit der Brechstange aufgehebelt wird, noch sehr, sehr erschweren.
 
Der Vorteil dieser Methode ist, dass Sie nur sehr geringe Beschädigungen an der Tür verursacht, die nach der Demontage der Schutzvorrichtung mit ein bisschen Spachtelmasse und Farbe wieder behoben werden können.
 
Und wenn es hart auf hart kommt?
 
Selbstverteidigung
 
Das Maß an Selbstverteidigung, zu dem Sie sich bereitfinden könnten, wenn Sie direkt angegriffen werden, wird durch Ihre körperliche Fitness, Ihren Zugriff auf Waffen - und vor allem durch die Zahl und Ausrüstung Ihrer Gegner bestimmt.
 
In aller Regel wird es für Menschen, die nicht im Widerstand kämpfen, die günstigere Alternative sein, auf Gegenwehr zu verzichten und durch deutliche Signale klar zu machen, dass Sie sich ergeben. Ob Sie nun ein weißes Tuch schwenken oder schlicht die Arme über den Kopf heben, ist weitgehend egal.
Ihre Chancen, nach der Kapitulation zu überleben, sind weitaus besser, als die, die Ihnen in einem ungleichen Kampf gegen Soldaten oder erfahrene Straßenkämpfer bleiben.
 
Es gibt allerdings auch Situationen, in denen klar ist: Entweder er, oder ich! In diesen Situationen kommt es darauf an, vollautomatisch ein eingeschliffenes Programm abzuarbeiten, das Sie sich nun einprägen sollten:
 
1. Kann ich noch Deckung finden?
 
Sie wissen, Ihr Gegner hat die Absicht, Sie zu töten. Sie haben auch eine ungefähre Vorstellung davon, ob er Sie mit einem Messer erstechen, mit einer Schusswaffe erschießen, oder mit Faustschlägen und Fußtritten traktieren will.
Sie können abschätzen, wie viel Zeit Ihnen noch bleibt, bis es soweit ist, und Sie können abschätzen, ob Sie vorher mit einem schnellen Sprung noch Deckung finden können.
Alles, was Sie vor dem unmittelbar bevorstehenden Angriff noch schützen kann, sollte wahrgenommen werden, sofern es noch erreichbar ist. Wirklich alles.
Sie gewinnen damit vielleicht nur Sekundenbruchteile, doch genau diese Sekundenbruchteile können Ihr Leben retten.
 
2. Erwarten Sie Ihren Gegner!
 
Falls Sie Deckung gefunden haben, bereiten Sie sich bestmöglich auf das Näherkommen Ihres Gegners vor, um ihn möglichst mit einer Aktion überraschen zu können, bevor er die Situation erkannt hat. Alles, was Sie in Ihrer Umgebung greifen können, können Sie als Waffe, als Schild oder für ein Täuschungsmanöver gebrauchen.
Ist keine Deckung erreichbar, versuchen Sie keinesfalls, planlos davonzulaufen. Sie kommen nicht weit. Ein flüchtender Gegner weckt den Jagdinstinkt. Und wenn Ihr Gegner Sie umbringen will, ist es ihm ein Leichtes, einen ohne Deckung Flüchtenden zu erschießen.
Weichen Sie also nicht zurück, wenn Sie einem Gegner ohne Deckung gegenüberstehen. Gehen Sie auf Ihren Gegner zu. Das erwartet er nicht - und das verschafft Ihnen wiederum Sekundenbruchteile.
Sekundenbruchteile, in denen ein Wunder geschehen kann - und sei es das Wunder, dass Ihr Gegner erkennt, dass Sie keine akute Gefahr für ihn darstellen.
 
 
 
Bereit sein ist alles.
 
Die vorstehenden Hinweise zur Sicherstellung des Überlebens in einem Szenario der urbanen Kriegsführung sind bewusst so minimalistisch wie möglich gehalten.
 
Der Aufwand, der dafür zu erbringen ist, solange noch Zeit ist, ist gering - gehen Sie es also an. Räumen Sie Ihren Keller auf - und füllen Sie ihn nach und nach mit den hier vorgeschlagenen Vorräten und Gerätschaften.
 
Versuchen Sie, solange noch Zeit ist, auch mit Ihren Nachbarn Kontakt aufzunehmen und sie dazu zu bewegen, ebenfalls die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Fangen Sie bei denjenigen Nachbarn an, zu denen Sie bereits einen guten Kontakt haben, bauen Sie sich eine kleine "Überlebensorganisation" auf.
 
Es ist gut zu wissen, dass es im näheren Umfeld Menschen gibt, die bestimmte Aufgaben übernehmen können.
Spielen Sie miteinander verschiedene Szenarien durch. Versuchen Sie schon heute herauszufinden, wo und wie Sie an Wasser kommen werden, wo Sie Brennholz finden können. Planen Sie den Standort für Latrinen und für Feuerstellen, checken Sie, wer über welche Werkzeuge und welche Fertigkeiten verfügt - das alles wird Ihnen helfen, sich im Ernstfall schnell zu verständigen und das Notwendige zu tun, ohne lange darüber diskutieren zu müssen.
 
Dies verschafft dem Widerstand gegenüber dem Gegner, der in Teilen seiner Strategie darauf setzt, dass desorientierte, hilflose Bewohner ihm in die Hände spielen, indem sie Kräfte binden, bzw. für eine mögliche Kapitulation Stimmung machen, einen erheblichen Vorteil.
 
 
 
 
 
 
Verantwortlich im Sinne des Artikels 20,4 Grundgesetz
und aller sonstigen heranziehbaren Rechtsgrundlagen, Gesetze und Verordnungen
Egon W. Kreutzer
Rehmoosstr. 7
84094 Elsendorf
 
 

 
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Angela Buer hat über viele Jahre an schlimmen Rückenschmerzen gelitten.

Als die Ärzte und Physiotherapeuten mit ihrem Latein am Ende waren - und der Rücken beinahe auch, erkannte sie, dass ihr niemand helfen konnte, außer vielleicht sie selbst.

Sie informierte sich, las viele Bücher und probierte vieles aus. Allmählich verstand sie, wie das Wechselspiel von Muskulatur, Skelett und Nervensystem funktionierte und entwickelte eine Reihe einfacher Übungen, die es möglich machten, einen "Schmerzherd" nach dem anderen zu beruhigen und ihren Rücken in einem Maße zu stabilisieren, dass sie sich heute wieder uneingeschränkt und schmerzfrei bewegen kann.

Wie ihr das gelungen ist, hat sie für alle Leidensgenossen dokumentiert.

Das Buch ist kein medizinischer Ratgeber, sondern ein Erfahrungsbericht mit vielen Denkanstößen und praktischen Anregungen für alle, die den Mut haben, die Verantwortung für ihre quälenden Rückenschmerzen selbst zu übernehmen.

Wr bieten dieses Buch zum Download in zwei Versionen an. Als typisches E-Book mit allen Funktionen für den E-Book-Reader und als pdf-Datei, mit einer feststehenden Formatierung, die es einfach macht, einzelne Seiten bei Bedarf auszudrucken.

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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Lieber Wolf,

Klare Worte - und höchstwahrscheinlich dringend notwendig und das in durchaus absehbarer Zeit.

Die Sache hat allerdings ein paar technischen Haken:
So derbst bewaffnet werden die Aufständischen in Deutschland nicht sein; die einzigen die wirklich informiert genug sind, um diese Wahrscheinlichkeit zu glauben/anzunehmen sind in der Regel ein paar Punks, also eine Handvoll Links- und Rechtsradikaler.
Was gibts da so? Einige Messer, Schlagringe, Schlagstöcke in verschwindend kleiner Anzahl. Bei dem einen oder anderen könnte vielleicht der Papi noch einen Revolver irgendwo im Schrank haben, irgendein Opi vielleicht noch einen Erinnerungskarabiner aus dem WWII.
Wenn da mehr als 10.000 (für Aufständische erreichbare) Schußwaffen pro Bundesland zusammenkommen, fresse ich einen Besen.

Hauptsächlich liegt das ja nun mal daran, daß die Masse der Untertanen immer noch nicht mal begriffen hat, daß sie Untertanen sind - also die Masse der Jäger, privater Schützenvereins-Kollegen, Polizisten im Ruhestand (oder auch noch nicht im Ruhestand), also die Masse derer, die an Waffen kommen können, wiegen sich ja immer noch in einer schönen Illusion - die täglich schlimmer wird statt besser.
Auch der durchschnittliche Polizist meint ja, er wäre sicher weil er ja auf "der richtigen Seite" steht (der sollte sich dann allerdings mal schnell mit der Geschichte des SD innerhalb der SS auseinandersetzen sowie die Zustände in der zweiten Testbehörde MfS - dort wurde schließlich auch nur geübt um nach der Übernahme der BRD trainiert zu sein und bestimmte Erkennntnisse bereits ausgewertet zu haben).

Die Aufstandsbekämpfer hingegen werden Zulauf kriegen, wie einst im Mai die Stasi in der DDR oder ihre Vorgängerorga RSHA - so schnell werden die Rekrutierten nicht mehr verarbeitet werden können wie sie einlaufen werden - bedenke die Mentalität der Deutschen und nicht zuletzt um diese Mentalität im Volk zu verankern wurde die DDR ja abgewickelt - das Süppchen sollte sich schon ein Weilchen im halbwegs klaren Wasser der Demokratie verteilen um es zu trüben. Schließlich wurden so ja auch nur die natürlichen Neigungen des Deutschen an sich verstärkt - sie mußten ja nicht extra geweckt werden.
Vergiß nicht: der kleine Braune aus Braunau wurde gewählt - die Post-Kriegs-Demokratie wurde hingegen von den Alliierten diktiert (und schau dir doch mal eben ein paar alte Wahlplakate aus der damaligen Nachkriegs-Zeit von CDU, CSU und FDP an - urkomisch, wenns nicht so ernst wäre).

Lieber Wolf - diese Geschichten sind von sehr (seeeeeehr) langer Hand vorbereitet und selbst die Änderungen des Polizeiaufgabengesetzes in den 70ern wegen der RAF war nur ein Teil der Vorbereitung für den derzeitigen Schmodder hier (und frag mich jetzt bloß nicht, was ich so denke, von wem die RAF damals gelenkt wurde - Baader war es sicherlich nicht auch wenn er das zuweilen geglaubt haben mag).
Selbst Schengen wurde meiner Ansicht nach nur eingeführt um einen Grund zu haben, der Polizei nachhaltig zu erlauben, ständig ohne richterlichen Beschluß Autos und Personen durchfilzen zu können ("wenn wir keine Grenzkontrollen mehr haben, müssen wir ja schließlich irgendwie anders auf die Bösen aufpassen" - und der Radius in Grenznähe schwappte viele Jahre so Meter für Meter immer weiter ins Land rein) und ähnliche Aktionen durchzuführen, die eine gewisse "Atmosphäre" schaffen sollten.

Also - Glück auf.

mit lieben Grüßen
Der übliche Verdächtige
Großartige Leistung, Dank und Anerkennung, Herr Kreutzer!

Die Tips sind übrigens nicht nur für Kriegsszenarien gut, mehr noch für Naturkatatastrophen, von denen der Mensch freilich die größte ist, aber mal abgesehen davon. Ein Orkan kann die Überlandleitungen verwüsten, Erdbeben können noch einiges mehr auf die Beine stellen bzw. von diesen fetzen...
 
Was aber das Szenario eines Kriegs angeht - gut, wir haben zur Zeit allerhand Inkompetenz in den Regierungen der Welt versammelt, und es ist nicht auszuschließen, daß bei denen auch noch die letzten Sicherungen durchbrennen,
rein vom Vernunft getragenen Gedanken her sind jedoch Kriege in der Gegenwart eher grober Unfug, als daß sie einen Nutzen bringen könnten.
 
Im cc ist ein junger Mann, der uns im Sommer die Ehre seines Besuchs hat zuteil werden lassen. Wir haben stundenlang über die Ereignisse in der Ukraine palavert. Es wurde gemeinsam festgestellt, daß die Bevölkerung in Westeuropa regelrecht für dumm verkauft wird, u.a. durch die Desinformation der Medien und Regierungsentscheidungen, die wirklich den letzten Funken Vernunft vermissen lassen.
Nach unserer gemeinsamen Auffassung ist ein Krieg in der heutigen (und künftigen) Zeit nicht mehr gewinnbar.

Kriege werden u.a. geführt - bitte den Exkurs zu verzeihen - um ein Territorium einzunehmen. Das kann 3+1 Grund haben, und zwar:
 
  • "Volk ohne Raum" - das "angreifende" Land wird für seine Population "zu klein", man will auf die Nachbarn ausweichen.
  • Eroberung von Absatzmärkten
  • Eroberung von Rohstoffmärkten

Alle drei Gründe fallen aber im Zuge der weiteren Globalisierung praktisch flach, denn es ist lukrativer, Handel zu treiben, als mit viel Opfern andere Gebiete zu erobern. Und wenn die Leute in einem Land "zu viel" werden, können sie ja ihre Siebensachen
packen und in eines der übrigen Länder umziehen - das geht. Also gäbe es rein von dieser Seite her keinen Grund. Dafür handelt sich jede "kriegswillige" Nation allerhand Scherereien ein, denn man wird die aufmüpfige Bevölkerung so einfach nicht "befrieden" können.
Die Zeiten sind vorbei! Fast jeder männliche Staatsbürger hat in der Armee gedient und kennt sich mit militärischen Fragen aus - die Résistance würde unwahrscheinliche Blüten treiben.
 
Der "+1-Grund" wäre - rein theoretsich - die Abwehr eines solchen rüden Ansinnens. Wie dem auch sei - WENN es zu einem Krieg kommen sollte, wird dieser vorwiegend gegen die Zivilbevölkerung geführt werden - wir sehen es im Moment u.a. in der Südukraine. Es bleibt nur zu hoffen, daß die Politiker wissen, was sie tun, Ansonsten she ich schwarz für unseren Planeten, da helfen auch die besten Überlebensstrategien nicht mehr...
 
Beste Grüße!
 
Ihr Siegfried Wilhelm

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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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