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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 40 /2014
vom 16. Oktober 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring

Autoren - Texte - Manuskript - BoD -
Book on Demand - Verlag - Lektorat - ISBN - Kontakt

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Der Klabautermann
 
Zu jenen glücklichen Zeiten,
 
als die "Christliche Seefahrt" noch nicht von der "Multikulturellen Seefahrt" abgelöst worden war,
 
als Frauen an Bord noch Unglück brachten und auch manch anderer Aberglaube die Seelen der christlichen Seefahrer vor Schaden bewahrte,
 
als es noch nicht der FDP-Vorsitzende war, der auf jedem Schiff, das dampft und segelt, glaubte, der eine zu sein, der alles regelt,
 
zu jenen glücklichen Zeiten hatte jedes Schiff, das auf sich hielt, seinen Klabautermann - und jeder Klabautermann hatte sein Segelschiff, das er erst verließ, wenn die Ratten schon weg waren.
 
Die Klabauterfrau*) war noch nicht erfunden, weil auch der "Gender" noch nicht erfunden war, und so konnte sich der Klabautermann - von niemandem abgelenkt - ganz auf seine Aufgabe konzentrieren.
 
 

 
Die einzige Aufgabe des Klabautermanns bestand übrigens darin, den Kapitän zu warnen, wenn das Schiff in ernsthafte
Gefahr geriet.
 
 
Das war glücklicherweise selten der Fall, und so konnte der Klabautermann die meiste Zeit seinem Hobby nachgehen, und das bestand darin, mit Schiff und Besatzung, Ladung und Passagieren, unentwegt seinen Schabernack zu treiben.
 

 
Nach dem Ende der Ära der Segelschiffe waren tausende von Klabautermännern heimat- und arbeitslos geworden. Lange schien die Frage nach ihrem Verbleib ein unlösbares Rätsel der Weltgeschichte zu sein, doch verdichten sich in letzter Zeit die Indizien, dass die Klabautermänner an Land gegangen sind, wie einst die Quastenflosser, und ihren Platz dort gefunden haben, wo großflächige Echtholzvertäfelungen noch Erinnerungen an die Zeit stolzer Segler und trinkfester Kapitäne hervorrufen - in Regierungssitzen und Parlamentssälen.
 
Weil es unserer Zeit aber an den alten Fahrensleuten fehlt, die oft genug den Äquator von Nord nach Süd und von Süd nach Nord überquert haben, um einen Schabernack von einer ernsten Warnung unterscheiden zu können, können die Kobolde und Klabautermänner in tollster Juxlaune den größten Blödsinn loslassen, die durchsichtigsten Lügen erzählen und mit den fadenscheinigsten Argumenten die unglaublichsten Prognosen abgeben - sie werden so ernst genommen, als seien es tatsächlich Volksvertreter, Minister, Kanzler und Präsidenten.
 
Da wird weltweit das alte Seemannslied
"Wir lagen vor Madagaskar" angestimmt, doch weil die Pest nur noch in wenigen Hochsicherheitslaboren der militärischen Biowaffenforschungsinstitute existiert, geht nun täglich einer mit Ebola über Bord.
 
3.000 Soldaten hat Obama - wohl auf Anraten eines Klabautermanns - zur Beruhigung der heimischen Bevölkerung losgeschickt, um im fernen Afrika mit Drohnen auf Viren zu schießen, und flugs folgt Angela dem Beispiel und jagt die Bundeswehr hinterdrein.
 
Nach Schweine- und Vogelgrippe endlich mal eine Epidemie, mit der so richtig Staat zu machen ist.
 
Vermutlich werden die alten Tamiflu-Bestände gegen Ebola nicht wirken. Da winkt ein Multi-Milliarden-Geschäft für die Pharmazie - doch wie soll die Tamiflu-Nachfolge-Droge in Deutschland verteilt werden, wenn
 
Lokführer und Piloten das Land lahmlegen?
Da muss man doch was machen! Die dürfen doch nicht so einfach streiken. Das ist doch ein Angriff auf die Profitinteressen. Wird Zeit, dass TTIP unterschrieben wird. Dann kann man wahrscheinlich als Aktionär von Mercedes von Dubai aus in New York die Bundesregierung verklagen, wenn sie die Streikenden nicht mit der Bundeswehr zurück an die Werkbänke zwingt ...
 
Die Verklabauterung der NATO ist inzwischen kaum noch zu übertreffen.
Rings um Kobane zeigen die Mitglieder jener Organisation, die unter dem Motto: "Einer für alle - alle für einen" angetreten ist, sich gegen Angreifer zu wehren, dass sie auch ohne einen Angriff von außen gerne und kräftig militärisch zuschlagen. Sie sind sich nur ein bisschen uneins, gegen wen es gehen soll.
 
Nun hat Herr Kauder die Idee, die PKK, den erklärten inneren Feind des NATO-Partners Türkei zu unterstützen, weil die Türkei ihre Feinde in Kobane nicht dabei unterstützt, die Feinde der USA aufzuhalten ...
 
(es ist noch komplizierter, geradezu kauder-klabauter-schauderhaft ...)
 
 
Angela Merkel sieht Gespenster. Nachdem sie noch im September intensiv vor dem Auftauchen von "Karl Marx" in der Staatskanzlei warnte, scheint sich ihr Albtraum nun in Realität zu verwandeln. Thüringen steuert auf rot-rot-grün zu - da fragt man sich: "Hafen oder Klippe? Landgang oder Untergang?"
Bodo Ramelow - Wiedergänger von Prof. Marx??? Entsetzlich!
Da wird bald auch Frankensteins Monster wieder auftauchen, Graf Dracula ist nicht mehr fern ...
 
Noch ein Bundeswehr-Hammer!
 
Ein Frontsoldat der Bundeswehr ist zu den prorussischen Separatisten übergelaufen. Woher dieser Klabautermann die Information hat, dass die Bundeswehr in der Ukraine im Schützengraben neben den Regierungtruppen sitzt und in Richtung Donbasz schießt, bleibt ungeklärt, aber der Focus, das gute alte Revolverblatt, lässt uns nicht im Dunkeln (früher: Aber der Nowak, lässt uns nicht verkommen), und berichtet von der Fahnenflucht an der Front.
 
Zuletzt wurde der Hauptgefreite übrigens nicht auf unserer Seite der Front in der Ukraine gesichtet. Er war einfach nach zwei Wochen mit Krankmeldung nicht wieder zum Dienst in seiner deutschen Kaserne erschienen. Haben wir schon wieder - Klabauter-Klabauter - eine Heimatfront???
 
Noch ein Schabernack der besonderen Art, diesmal von der Tagesschau (Achtung: Link verschwindet nach 7 Tagen)
 
Wladimir Putin ist nicht mehr länger Staatsgast, wenn er im Ausland weilt, sondern "Stargast" - steht also in einer Reihe mit Brad Pitt und Conchita Wurst ...
Klabauter-Klabauter!!!
 
Die allergrößte Klabauterei dieser Woche stammt aber von
Peter Ramsauer.
 
Wer sich einen solchen Schabernack einfallen lässt, muss schon mit Christoph Kolumbus auf der Santa Maria gesegelt sein!
 
Nachdem die Börsenklabauter und die Ifo-Klabauter und die IWF-Klabauter, ja selbst die regierungsamtlichen Wachstumsbeschwörungsklabauter sich verschworen haben, nach einer langen Phase der Wachstumsbeschwörung nun die Schrumpfung des Wachstums zu beschwören, um sich dann, wie immer, klammheimlich den Südwester nass zu lachen, wenn es, wie immer, doch ganz anders kommt, hat sich der gefallene Verkehrsengel nach intensivem Nachdenken mit der Idee geoutet, man müsse jetzt die Rente mit 63 und den Mindestlohn, beides gerade eben beschlossen und - in Anlehnung an einen Schweizer Käse - von Ausnahmen durchlöchert ins Gesetz geschrieben, wieder abschaffen oder doch zumindest solange aufschieben, bis die Prognoseklabauter wieder Wachstum am Horizont erblicken.
Wenn dann aber wieder Wachstum am Horizont auftaucht, wird der forsche Peter wieder in der ersten Reihe derjenigen stehen, die erklären, nun dürfe man das zarte Pflänzchen keinesfalls ...
 
Ja, ja - der Peter. Der Pumuckl ist ein Waisenknabe gegen den.
 
Zu guter Letzt noch ein Beitrag von n-tv.
 
Dort vermeldet man, Wissenschaftler hätten herausgefunden, dass Kängurus sich nicht schon immer hüpfend fortbewegen.
Das ist zweifellos gut und nützlich zu wissen, und steht damit im Rang den apokryphischen Büchern in nichts nach. Aber das Sommerloch ist doch eigentlich schon wieder vorbei? Fällt euch nichts wirklich Wichtiges mehr ein, um die Seiten zu füllen?
 
Ach so: Die Schock-Meldung aus der gleichen Studie, dass Menschen sich nicht schon immer kriechend fortbewegen, sondern vor geraumer Zeit noch den aufrechten Gang beherrschten, die wurde euch von der Zensur gestrichen? Ja dann - dann wundert mich gar nichts mehr.
 
 



Bitte klicken Sie doch jetzt mal

hier
 
und scrollen Sie dann dort
 
(rechts - bei Scrolling home)
 
ein bisschen herum.
 

 
 
 
 
 
*) auch die Conny, aus dem Buch "Buddelschiffkobolde über Bord" von Uwe Brosch,
ist weder Klabauterfrau, noch Klabautermännin, sondern einfach nur Piratin, bzw. Koboldin und erlebt zusammen mit Bodo, dem Buddelschiffpiraten, viele spannende Abenteuer.
 
Da kann der Opa bei der Enkelin ganz toll Punkte machen, wenn er ihr aus diesem Buch vorliest ...!
 
 
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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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