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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 31 /2014
vom 14. August 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring

Autoren - Texte - Manuskript - BoD -
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Informationen

 
Das Abgleiten in die Fäkalsprache wurde durch ein unvorhergesehenes technisches Problem verursacht.
Wir arbeiten intensiv an seiner Lösung und bitten bis dahin um Ihr Verständnis.
 
Alles Beschiss

Beschissen zu werden, wird in aller Regel als äußerst unangenehm empfunden.

Man hat seinen Teil einer Vereinbarung erfüllt, erwartet nun die versprochene Gegenleistung - und erhält stattdessen ...?

Richtig. Einen Haufen Scheiße.

Besonders perfide wird der Beschiss, wenn man sich auch noch darüber freuen soll.

 

Bald ist wieder so ein Tag, an dem Freude aufkommen soll. Deutschland bekommt einen mächtigen Wachstumsschub.

Um drei Prozent wird das BIP steigen.
Ab sofort - aus dem Stand und ohne Anlauf.

Wen kümmert es da, wenn das Statistische Bundesamt zum Abschluss des zweiten Quartals 2014 noch einmal melden muss, dass die Wirtschaftsleistung weder gewachsen, noch gleich geblieben, sondern geschrumpft ist?

Das sind Zahlen von gestern.

Ab dem 1. September 2014
wird endlich richtig gerechnet.

Aus den gesundgeschrumpften Wirtschaftsredaktionen hört und liest man dazu allerlei oberflächliches Schrumpfwissen zum BIP. Bemüht, zu erklären, dass wir uns damit ja lediglich den internationalen BIP-Ermittlungs-Gepflogenheiten anpassen, dass wir zwar pro Bundesbürger jährlich 1000 Euro mehr zum BIP beitragen - allerdings nichts davon sehen könnten, würden wir insofern ja nicht richtig beschissen, eigentlich überhaupt nicht, und bräuchten uns deswegen auch nicht aufzuregen.

Nächstes Jahr, wenn die "Raute" dann von den Erfolgen der Wirtschaftspolitik der Großen Koalition schwärmen wird und Sigmar Gabriel nicht nur sein politisches Gewicht ebenfalls um jene drei Prozent gesteigert haben wird (die Relation zum BIP muss ja erhalten bleiben), wird sich kaum jemand daran erinnern, dass dieses Wachstum nur auf geduldigem Papier stattgefunden hat. Und denen, die daran erinnern, wird man Miesepetrigkeit vorhalten und sie als Verschwörungstheoretiker abtun.

Unter dem Vorwand, wirklich alle Leistungen zu erfassen, die unsere Volkswirtschaft hervorbringt, wird also ab sofort noch mehr gelogen als bisher schon.

Es ist ja keineswegs so, dass im BIP nicht schon seit ewigen Zeiten Schätzwerte zur so genannten "Schattenwirtschaft" enthalten wären. Die dürfen und sollen jetzt nur noch großzügiger bemessen werden.

Es ist ja nicht so, dass Aufwendungen für Forschung und Entwicklung nicht schon immer im BIP enthalten wären, allerdings wird man die künftig nicht erst dann einrechnen, wenn sie sich in Waren und Dienstleistungen niederschlagen, sondern schon dann, wenn sie angefallen sind - und später dann vermutlich - weil sich das nicht mehr trennen lässt - noch einmal.

Die Mehrwertsteuer geht voll und ganz ins BIP ein, sogar die Zinsdifferenz, die bei den Banken hängen bleibt, also der Unterschied zwischen den Kreditzinsen, die sie einnehmen und den Guthabenzinsen, die sie auszahlen, wird als "volkswirtschaftliche Leistung" dem BIP zugeschlagen.

Absolut korrekt wird es in Zukunft sein, wenn auch Schätzwerte über den Umfang des Drogenhandels und des Zigarttenschmuggels ins BIP eingehen, was letztlich dazu führt, dass jeder zusätzliche Drogenabhängige zum Wachstumserfolg der Wirtschaftspolitik umdefiniert wird.

Nun ist die Umstellung der Ermittlung einer statistischen Größe an sich noch nicht zu kritisieren. Das Problem liegt darin, dass im Grunde auch alle von dieser Größe abhängigen Richtwerte und Kennzahlen ebenfalls korrigiert werden müssten.

So z.B. wäre es geboten, das Maastricht-Schuldenkriterium anzupassen. Unterlässt man das - und man unterlässt es zweifellos - dürfen, trotz faktisch gleichgebliebener Wirtschaftsleistung, nur aufgrund eines billigen statistischen Tricks, plötzlich auch mehr Schulden aufgenommen werden.

Da beginnt der Beschiss erst richtig - und ähnelt damit zugleich jenem Beschiss, der als "Kalte Progression" bezeichnet wird.

Ja, die Steuerkurve müsste im Grunde jährlich in dem Maße verschoben werden, in dem die Inflation die Kaufkraft der Einkommen auffrisst. Doch dafür ist, meinen Herr Schäuble und Frau Merkel, schlicht kein Geld da - also unterlassen sie es und sonnen sich in der Gewissheit, die Steuern - wie versprochen - nicht erhöht zu haben, und trotzdem mehr einzunehmen.

Und auch über die steigenden Steuereinnahmen sollen wir uns freuen, weil sie ja, genau wie das steigenden BIP anzeigen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.

Ausführlich zum BIP habe ich mich vor sieben Jahren im Paukenschlag "Das Signal von Meseberg" geäußert.

Diese besonders perfide Form des Bescheißens funktioniert dann auch noch so prächtig, dass Infratest DIMAP aus der demoskopischen Glaskugel ablesen kann, die Deutschen seien von der derzeitigen Regierung so begeistert, wie nie zuvor.

Glücklicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass die Riechzellen in unserer Nase sehr schnell ermüden. Wenn es nur lange genug stinkt, riechen wir es nicht mehr. Der Dauerbeschiss stinkt zwar zum Himmel, doch hier auf Erden haben wir uns so daran gewöhnt, dass es keinem mehr auffällt.

Das hat funktioniert, als die Arbeitslosenstatistik in Grund und Boden reformiert wurde, ohne dass man aufgehört hätte, die per statistischen Tricks radikal gesenkten Zahlen mit den vorherigen, statistisch höheren Zahlen zu vergleichen, und dies als Erfolg der Agenda-Politik und der Hartz-Gesetze zu verkaufen. Und es funktioniert nicht nur im Großen, mit dem ganz großen Beschiss,

 

... es funktioniert offenbar auch im Kleinen, mit dem ganz kleinen Beschiss.

 

Dazu muss man allerdings nicht die gesamte Bevölkerung auf einmal mit einem großen Zaubertrick hinter die Fichte locken,

dazu ist es erforderlich, möglichst viele Kunden, Partner oder Mitglieder, in vielen Kleinigkeiten zu bescheißen. Da kommt dann, unter dem Strich - die Masse machts - auch ein schöner großer Haufen zusammen.

 

Alles Beschiss?
Oder nur Business
as usual?

 

Ich glaube, es ist zulässig, hier eine Reihe ganz persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse zu verallgemeinern.

Beschiss, so wie ich ihn nachstehend schildere, funktioniert wirtschaftlich nur dann, wenn er fest in den organisatorischen Systemen, vor allem in den Programmen der Datenverarbeitung eingebunden ist. Ein "einmaliger Fehler" ist nahezu ausgeschlossen, und selbst wenn es sich um einen unabsichtlich entstandenen Fehler handelt, vergeht von seiner Entdeckung bis zu seiner Beseitigung (so die Absicht besteht, ihn zu beseitigen) so viel Zeit, dass die Zahl der Betroffenen hinreichend hoch wird, um die Formel vom "bedauerlichen Einzelfall" in Luft auszulösen.

Mein Eindruck:

Der Verbraucher in Deutschland, und vermutlich nicht nur da, wird mehr und mehr zur wehrlosen Melkkuh von Konzernen, die sich nehmen, was sie können, und für Reklamationen und Beschwerden so unerreichbar sind, wie der Mond für den heulenden Wolf.

Ach, was waren das noch für Zeiten, als man die Telefon-Rechnung der Deutschen Bundespost unbesehen ablegen konnte, weil die abgerechneten Gebühreneinheiten so selten von den tatsächlich verbrauchten Gesprächsminuten abwichen, dass jedem vernünftigen Menschen die Zeit zu schade war, auch noch die Telefon-Rechnung zu kontrollieren.

Mit der "Öffnung des Marktes", einer Vielzahl von Anbietern und einer ins Unendliche strebenden Zahl möglicher Vertragsgestaltungen hat sich - und das beileibe nicht nur im Telekommunikations-Sektor - allerdings auch das Verhalten der Anbieter massiv geändert.

Ich nenne im Folgenden keine Namen, ich schildere nur eigene Erlebnisse aus der jüngsten Zeit, und wage zu behaupten: Es handelt sich nicht um bedauerliche Einzelfälle, um Irrtümer überforderter Sachbearbeiter, sondern um eine Masche, die in den Konzernzentralen ersonnen und gnadenlos in immer neuen Varianten umgesetzt wird.

 

Ich fange mal mit meinem Stromanbieter an.

Letztes Jahr, im Juli oder August wurde ich aus einem Call-Center angerufen. Mein jetziger Tarif sei eigentlich bei meinen Verbrauchswerten zu teuer. Mit einer Vertragsbindung auf 12 Monate käme ich in den Genuss des derzeit günstigsten Tarifes und erhielte außerdem den nur für kurze Zeit gewährten Wechselbonus in Höhe von 50 Euro.

Ich hab mir das am Telefon zweimal vorrechnen lassen und dann ja gesagt. Prompt erhielt ich per Post ein maschinell erstelltes Schreiben, in dem mein Vertragswechsel bestätigt wurde. Sollte ich nicht innerhalb von 14 Tagen widerrufen, träte der geänderte Vertrag mit dem günstigsten Tarif in Kraft.

Vor ein paar Tagen stellte ich fest, dass der Tarifwechsel nicht vollzogen wurde. Die Jahresabrechnung wies immer noch den alten, teuren Tarif aus. Von einem Wechselbonus keine Spur.

Im Glauben an eine 12-monatige Vertragsbindung mit Preisgarantie, habe ich andere Angebote gar nicht mehr angeschaut, und stelle nun fest: Ich bin offenbar beschissen worden.

 

Mein Internet-Provider kommt mir mit vergleichbaren Praktiken.

Ich habe dort sowohl meine Webseiten gehostet, als auch meinen Internetzugang per DSL-Flatrate unter Vertrag. Dummerweise enthält der Hosting-Vertrag im Paket auch einen Internetzugang per DSL, der jedoch nach Minuten abgerechnet wird.

Obwohl ich in meinem Router einzig den DSL-Zugang über die Flatrate eingestellt habe, werden mir monatlich durchschnittlich 30 bis 40 Stunden DSL-Access aus dem Hosting-Vertrag in Rechnung gestellt. Die waren immer recht gut in der Rechnung versteckt, bis ich eines Tages eine Rechnung erhielt, in der nur der DSL-Access ausgewiesen war. Erst das machte mich stutzig.

Der Versuch, telefonisch zu einer Klärung zu gelangen, brachte mir die Erkenntnis, dass die für Webhosting zuständigen Callcenter-Agenten nichts über DSL wissen, weil das ein ganz anderer Geschäftsbereich ist, und dass die DSL-Agenten selbstverständlich auch nichts von den Hosting-Vertragen wissen. Auf der Weitervermittlungsreise von Pontius zu Pilatus wurde mir jedoch immer wieder erklärt: Irgend eine Anwendung würde halt auf die falschen Zugangsdaten zugreifen. Die müsse ich aus meinem Router löschen - und schon hätte die von mir verschuldete Doppelberechnung ein Ende. Nun ja, Doppelberechnung ist noch untertrieben. Die Flat-Rate kostet weniger, als der zusätzlich in Rechnung gestellte DSL-Access.

Dann folgen mehrere Mail-Wechsel, in denen ich mit ScreenShots meiner Verbindungs- und Netzwerkeinstellungen nachzuweisen versuchte, dass ich den DSL-Access nicht nutze, auch nicht versehentlich.

Dann wurde ich von einer freundlichen Dame angerufen, die mir erklärte, es gäbe halt diesen Zugang, der sei in meinem Paket inbegriffen, und um zu verhindern, dass eine meiner Anwendungen darauf zugreift, sei die einfachste und sicherste Methode, in meinen Zugangsdaten aus dem Webhosting-Vertrag das Passwort zu ändern. Dann hätte diese Anwendung keine Chance mehr.

Gut. Mit ihrer Hilfe fand ich den Weg zu der besonders gut versteckten Stelle in meinen Kundendaten und änderte das Passwort.

Die jüngste Rechnung weist wieder 40 Stunden DSL-Access aus.

Hinzu kommt ein völlig neuer Service, für den ich monatlich zwar nur 1,79 Euro zahlen soll, den ich aber weder benötige, noch je bestellt habe.

Zur neuerlichen Reklamation habe ich eine Eingangsbestätigung erhalten. Die Fachabteilung wird sich melden. Ich bin gespannt.

Ein Unternehmen, das sich kundenfreundlich verhalten wollte, könnte über sehr einfach Plausibilitätsprüfungen vermeiden, dass Leistungen, die nur einmal erbracht werden, doppelt verrechnet werden. Hier hat man allerdings die beiden Geschäftsbereiche so strikt voneinander getrennt, dass es den Mitarbeitern offensichtlich überhaupt nicht möglich ist, eine solche Doppelberechnung, die letztlich nichts anderes als Beschiss ist, überhaupt abzustellen, wenn der Kunde reklamiert.

Ganz am Rande: Ich erhalte vom gleichen Anbieter monatlich eine Rechnung über 0,00 Euro, gelegentlich auch eine Gutschrift über die gleichen 0,00 Euro, weil ich vor zwei Jahren einen Versuch unternommen habe, meinen PC mit einem Mobilfunkstick ans schnellere Internet heranzuführen, weil der DSL-Anschluss nach dem Umzug einfach monatelang nicht eingerichtet werden konnte. Das hat nicht funktioniert. Den Stick habe ich zurückgegeben und den Vertrag gekündigt, doch er läuft unbeirrt weiter und stellt mir monatlich 0,00 Euro in Rechnung.

 

Mein Telefonanbieter

ein beantragter Tarifwechsel im Festnetz auf eine Flat-Rate hat zwar die Höhe der Rechnung insgesamt reduziert - von einer Flat-Rate kann allerdings weiterhin keine Rede sein. Den Versuch, herauszufinden, was da - und vor allem warum - abgerechnet wird, habe ich aufgegeben.
Um sich alleine im Tarifdschungel eines einzigen Anbieters zurechtzufinden, ist man gut und gerne zwei Stunden unterwegs - und hat dabei noch nicht einmal einen Blick ins Kleingedruckte geworfen.
Versucht man das, wird man mit unternehmensspezifischen Fachausdrücken konfrontiert, für die man vergeblich nach Definitionen sucht.

Im Mobilfunkbereich beim gleichen Anbieter gelingt es nicht, den Vertragspartner und den Rechnungsempfänger zu vereinheitlichen. Die Rechnungen gehen an mich, werden auch von meinem Konto abgebucht. Vertragspartner ist jedoch immer noch EWK der Unternehmerberater in Unterbernbach. Auch hier habe ich einfach aufgegeben.

 

Ach ja, mein Antiviren-Programm

Ich möge doch vor Ablauf des laufenden Vertrags wieder neu abschließen, stand in der Mail.
O.k., dachte ich, das machst Du auch diesmal wieder, holst Dir die ganz neue Version und sparst noch ordentlich dabei.
Der Versuch, die Bestellung abzusetzen, schlug fehl. Ich kam, aus unerklärlichen Gründen nicht zu dem Button durch, an dem ich meine Bestellung hätte absenden können.

Also dachte ich mir, da ist denen irgendwo ein Bug in die Software geraten. Die kommen mit dieser Nachricht noch mal wieder, so was erlebt man ja öfters, und wahrscheinlich klappt es dann.

Dann kam allerdings der Kontoauszug von der Bank - und da war der Betrag abgebucht, den ich hätte zahlen müssen, wenn ich eine Bestellung aufgegeben und eine Lieferung erhalten hätte. Eine Nachricht, dass ich die neue Version herunterladen könne, fand ich allerdings nicht, und die CD, die ich brauche, um eine solche Software zu installieren, weil der Download wegen meiner armseligen DSL-Verbindung meinen Netzzugang stundenlang blockieren würde, war natürlich auch nicht mit der Post gekommen.

Es hub ein Schriftwechsel mit dem Software-Unternehmen an, der sich durch besondere Langsamkeit auszeichnete. Dann wurde weitere Unterlagen angefordert, eine Kopie des Konto-Auszugs, die E-Mail-Adressen, die ich ggfs. verwendet haben könnte, usw.

Dann vergingen wieder drei Wochen. Inzwischen habe ich erfahren, dass die Buchhaltung nun versucht, herauszufinden, was herausgefunden werden kann.

Vor ein paar Tagen erhielt ich die Gutschrift. Eine Entschuldigung gab es nur dafür, dass es so lange gedauert hat. Eine Erklärung zum eigentlichen Problem gab es nicht - und die neue Version habe ich auch nicht.

Alles Beschiss?

Ich neige dazu, diese Frage rundherum mit JA zu beantworten.

Dem einzelnen Kunden ist es vollkommen unmöglich, den Vorsatz zu beweisen. Auch Polizei und Staatsanwaltschaft würden der Anzeige eines einzelnen Beschwerdeführers nicht nachgehen, sondern das Verfahren wegen Geringfügigkeit einstellen - und sollte es dennoch zu einer Ermittlung kommen, ist es wiederum nahezu unmöglich, die Spuren eines solchen Betrugs noch nachzuvollziehen, und sollte auch das noch gelingen, dann ist es wiederum nahezu unmöglich, die Betrugsabsicht nachzuweisen.

Dazu müsste man einen Whistleblower haben, dem es gelungen ist, stichhaltige Beweise zu sammeln ...

Das ist die Firewall, hinter der sich die Verantwortlichen absolut sicher fühlen.

Wagen wir eine Schätzung:

Keines der von mir hier erwähnten Unternehmen dürfte weniger als eine Million Kunden haben.

Es genügt, wenn jeweils 20% der Kunden auf die eine oder andere Weise durch "irrtümliche Falschberechnungen" monatlich um schlappe 25 Euro beschissen werden. Dann erhöht das den Gewinn um 60 Millionen Euro - und wo nicht eine Million Kunden dahintersteht, sondern 10 Millionen - und auch die gibt es - kann es um mehr als eine halbe Milliarde gehen.

Gut, vielleicht zehn Prozent der Kunden merken etwas und reklamieren. Davon lassen sich vielleicht die Hälfte nicht vom dummen und hilflosen Gelaber am Service-Telefon abschrecken, sondern haken so lange nach, bis "aus Kulanz" eine Gutschrift erteilt wird, natürlich nur für den letzten Monat, allenfalls für das laufende Jahr - da fallen dann wieder ein paar Euro raus, doch unter dem Strich lohnt sich der Beschiss.

Der lohnt sich so sehr, dass man sogar mit immer neuen, wunderschönen, super-super-preiswerten Aktionsangeboten immer neue Kunden einfangen kann, die das Winzigkleingedruckte (für drei Monate, danach 39,90 €/Mon.) vor lauter Freude über das Super-Schnäppchen erst lesen, wenn die vierte Abbuchung auf dem Konto erscheint und dann nichts anderes mehr wollen, als schleunigst zu kündigen, wobei Ihnen dann erklärt wird, das sei leider nicht möglich. Vertragslaufzeit 24 Monate, verlängert sich jeweils um 12 Monate, wenn nicht 6 Monate vor Ablauf per Einschreiben gekündigt wird).

 

Auch das ist Beschiss.

Lockvogelangebote, die für eine begrenzte Zeit einen niedrigen Preis ausweisen, dann aber für die Restlaufzeit einen umso höheren Betrag kosten, haben nichts mehr mit "Gestaltungsfreiheit" zu tun, wenn der Geneppte nicht nach Ablauf der Billigphase kündigen kann. Vor allem dann nicht, wenn der höhere Preis in der Werbung so gut versteckt wird, wie er in den meisten Fällen versteckt wird.

Doch bis der Gesetzgeber hier einen Riegel vorschiebt und fordert, dass die wahren Kosten (durchschnittlich pro Monat der Vertragslaufzeit) ausgewiesen werden, haben sich die Anbieter längst wieder neue Tricks einfallen lassen.

 

Es hilft alles nichts. Die Privatisierung der Infrastruktur und die Deregulierung der Märkte haben ihren Preis.

Der besteht entweder darin, alles Kleingedruckte gründlich zu lesen, jede Rechnung, jede Abbuchung akribisch zu prüfen und bis ans Ende der Nervenkraft zu reklamieren, oder den Beschiss einfach als notwendiges und unabwendbares Übel hinzunehmen.

Die zweite Lösung wird dadurch begünstigt, dass die Riechzellen schnell ermüden ...

Wer sagt denn, dass Scheiße stinken muss?

 

 

 
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(Josef Schmidt)
 
 
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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Hallo Herr Kreutzer,
der heutige Paukenschlag spricht mir voll und ganz aus dem Herzen. Und nun können Sie vielleicht ahnen, warum ich für den Wiederaufbau einer Mauer bin.
 
Solche Sch... hatten wir überhaupt nicht. Es gab eine Versicherung, eine Krankenkasse, ein Telefonanbieter ( ich hatte schon mit dem Bezug einer Neubauwohnung,1974, ein Telefon) usw.
Ein Arbeitsamt mitsamt den arroganten Mitarbeitern habe ich erst nach 1990
kennengelernt. Die Ostdeutschen müssen an einem "Überfluß an Geistesarmut"*)
gelitten haben, als man unbedingt in den Westen wollte.
 
Übrigens gab es in der DDR eine wirkungsvolle Einrichtung. Bei solchen Sachen wie bei Ihnen, konnte man sich mittels einer Eingabe an eine höhere Staats- oder Parteistelle wenden. Eine Antwort mußte innerhalb von 14 Tagen erfolgen. Ich habe über eine Eingabe an das ZK der SED erreicht, dass ich aus familiären Gründen vorfristig aus der Armee entlassen wurde.
 
Das passte so gut zum 13. August.
Viele Grüße aus Leipzig
Roland Graupner
 
*) von H. Heine
Lieber Herr Kreutzer,
Dass Ihnen der Kragen am Platzen ist, merkt man (ich) schon länger. Mir geht das genauso, nur – sagen wir mal – radikaler.
Zu Ihrem Paukenschlag von heute möchte ich zwei Beispiele ergänzen
a) Gasag, Berlin
b) Virenschutzprogramme
Ad a)
Strom-und Gasablesung erfolgt bei uns/mir immer zwischen Weihnachten und Neujahr. Eine Endabrechnung mit oder ohne neue Abschlagzahlungen kommt ca. 10 Tage nach Ablesung, der Januar ist meist abschlagsfrei, da durch vorherige Abschlagszahlungen inkl. tatsächlichem Verbrauch bereits bezahlt.
Anfang 2012 blieb die Endabrechnung für Gas mit neuen Terminen für Abschlagzahlungen aus. Ich wundere mich, wundere mich, wundere mich und rufe Anfang/Mitte März 2012 bei der GASAG an. Ich hätte keine Endabrechnung für 2011, keine Termine für Abschlagzahlungen des laufenden Jahres und wisse auch nicht in welcher Höhe. Zählernummer und Zählerstand der letzten Ablesung lagen bereit. „Oh,“ war die Antwort eines jungen Mannes, „seien Sie froh, dass Sie keine Rechnung bekommen haben. Die (der Betrag auf seinem Bildschirm) ist so hoch (andeutungsweise mehrere tausend Euro), dass Sie sie kaum bezahlen können.“ ??? Gas brauche ich nur zum Kochen, Abschlagzahlungen monatlich 7 €, Abschläge geleistet.
Was tun? Aktuellen Zählerstand neu abgelesen, Foto mit Zählernummer und Zählerstand gemacht (was bei mir mit erheblichem Aufwand verbunden ist, weil ich einen Küchenschrank verrücken muss), zugesandt. Kurze Zeit später erhielt ich Endabrechnung, neue Termine, Abschlagszahlungen wie gehabt.
Zu Beginn 2014 erhielt ich Endabrechnung 2013, neue Termine und Abschlagszahlungen wie gehabt, sollte jedoch trotz eines Gasverbrauchrückgangs um 83% eine Nachzahlung in Höhe von 7 € leisten. Ich prüfte und rechnete das nach und stellte fest, irgendwer/irgendetwas stellt hier sämtliche Regeln der Mathematik auf den Kopf, denn eigentlich hätte ich wegen des drastischen Verbrauchsrückgangs ein Guthaben haben müssen. Schon wieder so ein ‚Fehler‘ wie 2012? Nein. Denn jeder aufgeführte Einzelposten inklusive Mehrtwertsteuern wurde mehrfach ‚berechnet‘ und der Kubikmeterpreis für neue Abschlagszahlungen so willkürlich und nicht nachvollziehbar um 70% nach oben geschraubt, dass die monatliche Abschlagszahlung wieder bei 7 € liegt. Was ist das? Na klar, Beschiss, Betrug, Abzocke. Tja, und wohl ziemlich zweck- bis aussichtslos, die GASAG um eine plausible, nachvollziehbare Erklärung ihrer Rechnung und Berechnung zu bitten.
Ich beschloss diesmal gar nichts zu machen, also a) keine Abschlagszahlungen zu leisten, da ich b) kein Gas verbrauchen würde und bis jetzt auch nicht einen Kubikmillimeter verbraucht habe. Mal sehen, was die machen, mal sehen, was passiert. NICHTS. Und jetzt ist schon August…..
Ad b)
Als kostenloses Virenschutzprogramm habe ich fast 10 Jahre avast! benutzt. Alles soweit paletti, bis avast! vor Kurzem quengelig, nervig und aufdringlich wurde, denn ich sollte eine andere Version kaufen, nicht für einmalig 40-60 €, sondern für jedes zukünftige Jahr. Ich habe dann (m)einen Computerspezialisten darum gebeten mir ein anderes kostenloses Virenschutzprogramm zu installieren. Zwei Monate alles paletti und nun das Gleiche wie bei avast!, zusätzlich mit dem ‚Hinweis‘ versehen, dies sei ein wahrhaft intelligentes Programm, das selbstständig Entscheidungen treffen könne. In der Tat. Denn intelligent und entscheidungsfähig wie Emil Regenwurm, setzt es Sie sofort auf 0 und schaltet Sie aus, wenn Sie nicht augenblicklich das tun, was es verlangt, nämlich kaufen/bezahlen.
Rentenversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung, Justiz und Ärzte, Banken, Behörden, Ämter etc. arbeiten genau so! Was man an Gegenwert/-leistung bekommt ist Schrott oder 0, egal, ob man durch Beiträge/Steuern in irgendeiner Form in Vorleistung getreten ist oder zusätzliche Aufwendungen getätigt hat
Das ist z.B. bei Fernsehgebühren nicht anders, die man bezahlen sollen muss, egal, ob man Fernsehen hat, will, nutzt oder nicht. Mal angenommen, die monatliche Gebühr bliebe konstant in der jetzigen Höhe und die durchschnittliche Lebenserwartung liege immer bei 80 Jahren, dann müssten Sie und ich bis dahin 3195 € zahlen, Sie vielleicht für etwas, was Ihnen mehr oder minder auf die Nerven geht, ich für gar nichts, weil mir Fernsehen schon seit 20 Jahren tödlich auf den Geist geht und Fernsehen daher bei mir nicht stattfindet.(M)ein Computerspezialist ist 25, ebenfalls überhaupt kein Fernsehnutzer, auch nicht per Computer, würde bis zu seinem Ableben unter o.a. Voraussetzungen 11715 € bezahlt haben für nichts und wieder nichts.
Ich könnte für dieses Geld bis dahin ca. 80 Konzerte der Berliner Philharmoniker besuchen, also 5 p.a., er, dessen Großvater ein Berliner Philharmoniker war, fast 300. Das schafft mir/uns ungleich mehr Freude, Genuss, Glück, Zufriedenheit und Unforgettables (weit über den Moment hinaus) als ein Klein-/Gebrauchtwagen, Reisen, Urlaube, Geräte, Apparate, Maschinen, Dinge, Besitz – alles mit Zusatz-, Neben-, Folgekosten verbunden, da oder wenn (HighTech) Wegwerfware.
Natürlich könnte man mit diesem Geld auch anderen Menschen eine Freude machen oder Not lindern, Gutes tun, Sinnvolles schaffen. Dem gäbe ich eindeutig den Vorzug.
Allein, es wird/soll einem verwehrt, verweigert, unmöglich gemacht werden. Beschiss, Raub, Zwang, Fremdbestimmung total und Vernullung der Menschen ist das schon nicht mehr, sondern Frevel, nicht nur an Menschen, sondern auch an der Natur, von der wir ein Bestandteil sind.
Freund Luis aus Teneriffa schickte mir kürzlich ein Foto von angeschleppten Ölbohrtürmen zwecks Ausbeutung von vermuteten Unterwasserölvorkommen nördlich der Kanaren durch die spanische Repsol und bemerkte, sie seien ihm unheimlich. Ich konnte gleich sehen, dass sie Schrott sind, relativ alt, verrostet etc.pp, wahrscheinlich amerikanischer Provenienz und vermutlich von Repsol vor lateinamerikanischen Küsten aussortiert und abgezogen. Erinnerung an Deep Horizon werden wach, Abwehrversuche der lokalen Bevölkerung durch Proteste, Petitionen, Kampagnen, die sehr wohl sieht und ahnt, dass ihre Existenzgrundlagen gefährdet, wenn nicht zerstört und entzogen werden, werden ignoriert, ausgeschaltet, alles nur um des Profits Willen. Kapitalismus ist a-human, sowohl im Großen wie im Kleinen.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Gisela Scheffler


Hallo Herr Kreutzer,
 
ich lese nicht nur seit Jahren Ihre Artikel, habe auch schön Bücher von
Ihnen erworben.
 
Ich habe seit einiger Zeit schon den festen Eindruck, als wäre ich von
Lügnern und Betrügern umgeben.
 
Zum Virenschützer kann ich Ihnen auch ein super Beispiel liefern. Mit
Änderung des Systems von XP auf WIN 7 unterlief mir ein Fehler, worauf
auf einmal alles weg war, was ich zuvor nutzte. Der Anbieter des
Virenschutzes plagte mich damit, dass ich veraltete Datenbanken hätte,
so mindestens alle 2 Tage. Ich wollte nun dahin schreiben, dass ich den
Virenschutz hier auf WIN7 übertragen haben wollte.
 
Natürlich fand ich keine passende Stelle, wo ich das hätte mitteilen können. Es ging so lange, bis ich es leid war und kaufte mir eine neue Lizenz im Internet für 2 PC`s. Klappte auch alles gut, wurde auch angezeigt, wie lange der Schutz vorhanden wäre, noch so und so viel Tage.
Nun erhielt ich von der abgelaufenen Version jeden 2. Tag Aufforderungen, meinen Schutz zu verlängern. Das XP System gab es ja nicht mehr und ich konnte den Sachverhalt nicht abklären, so sehr ich mich auch bemühte.
Inzwischen wurden die eMails des Betreibers schon heftiger. - Der Schutz sei nicht mehr vorhanden und wenn ich nicht bis dann und dann gezahlt hätte .....................
Mir war es inzwischen schon zuwider. Es gab keine Möglichkeit, den Sachverhalt abzuklären und erhielt stattdessen noch Drohungen?
Dann bekam ich eine eMail und das war der Hammer: Wir haben ihren Schutz verlängert und das Geld hierfür von ihrem Konto eingezogen.
 
Ich dachte nicht, dass die das wahrmachen, blieb gelassen. Meine Kontoangaben gebe ich nicht heraus und wusste, dass die das niemals durchführen könnten. Ich überweise immer alles selber.
Sodann, ich schaute nach und tatsächlich hatte sich diese Bande an meinem Konto bedient. Ich war so wütend - aber auch über die Postbank - die das ja möglich
gemacht hatte. Habe wütende eMails losgelassen, an Adressen, die ich
vorfand.

Dann bekam ich Antworten, dass man nichts damit zu tun hätte, ich sollte, ich müsste und so weiter.
Ich schrieb, wenn sie das so genau wüssten, dann sollen sie das weiterreichen, ansonsten würde ich bei der Kripo eine Betrugsanzeige vornehmen.
 
Da wurde der Verein flott und es hiess: Wir haben Ihre Kündigung mit Bedauern entgegen genommen!
 
Neulich bekam ich einen Brief von einer Versicherung: Man wolle die Versicherungsnummer ändern, war für eine Tierhalter-Versicherung. Ich sollte dem zustimmen, wenn nicht, würden sie es durchführen!
Das war mal wieder was für mich. Ich rief dort an, worauf ich mal wieder in der Warteschleife hing und automatisch sauer wurde. - Also, normalerweise bin ich ein sehr freundlicher Mensch. Die letzten Jahre haben mich härter werden lassen.
Na, irgendwann kam dann einer ans Telefon. Ich fragte, seit wann eine
Versicherung die Zustimmung eines Kunden benötige, wenn man die Nummer
ändere? - Ist mir alles schleierhaft. Jedenfalls habe ich ihm angedroht, falls da ein Betrug hinter steckt, ich sofort Konsequenzen zeigen würde.
Der am Telefon meinte, dass die Versicherung dazu gesetzlich verpflichtet wäre. - Na ich warte ab. Da kommt was hinterher, 100%-ig.
Man ist schon so weit, dass man hinter allem, was einem zugestellt wird, eine Schweinerei vermuten muss, um nicht am Ende der Gelackmeierte zu sein.
 
Lieber Herr Kreutzer, ich sage meinen Dank für Ihre immer tollen Artikel.
 
Herzliche Grüsse
Christel Jungbluth
 
 

Hallo Herr Kreutzer,
 
stimmt, auch diese Erfahrungen musste ich machen. Dazu noch die Berechnung eines für drei Monate ungefragt geschalteten Internet TV Tarifs und andere Scherze, ebenso Anrufe bei der Hotline, die aus Stunden langem Warten bestanden und dann nach verzweifeltem Aufgeben mit bis zu 80 € berechnet wurden.
 
Allerdings gibt es zumindest eine Strategie aus diesem Unfug halbwegs heraus zu kommen.

Zum einen ist es die Vermeidung von Bundles, also Komplettverträgen deren Struktur mal komplett ist (also wenn es darum geht, ungeliebte und nicht benötigte "Dienste" zu vermeiden), mal aus tausenden Einzelverträgen besteht, wenn man eine Leistung bzw. deren Berechnung reklamieren will.
 
Letztlich ist es wichtig, Einzelverträge mit getrennten Anbietern zu schließen. Also Webhosting bei einem reinen Webhoster, dessen Support funktioniert und der sich bemüht, Fehler schnellstmöglich auszuräumen.
 
Mit einem Internetzugangsanbieter der lokal vor Ort anbietet und dort nur den Internetzugang mit echter Flatrate zu bestellen - kein Telefonanschluss oder ähnliches dazu, sondern Letzteren dann bei einem Onlinetelefonieanbieter zu bestellen, als Prepaid mit evtll. automatischer Aufladung.
 
Auch Mobilfunk nur als prepaid, ohne Vertragslaufzeiten.
 
So habe ich zwar vier jährliche Rechnungen und drei monatliche, aber alle quasi ohne "Schummelspielraum". Ich lege diese Rechnungen nicht einfach zur Seite, sondern sehe mir genau an, was darauf steht. Habe aber bisher noch kaum das Kleingedruckte bemühen müssen.
 
So bin ich relativ zufrieden.
 
Im übrigen nutze ich als Betriebssystem Linux und finde mich durch die neuen Windowsversionen, die noch restriktiver den Anwender einschränken als die alten bestätigt.
 
Auf eine Anfrage hin gebe ich gerne die Firmen an, mit denen ich zufrieden bin und kann auch meine Erfahrungen mit ihnen beschreiben. Es ist wohl richtig, Firmen zu belohnen, die solchen Unfug nicht veranstalten.
 
In diesem Sinne,
freundliche Grüße

Egon Hauck

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht


 

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1550 Die Gebote der Weltherrschaft

Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de