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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 27 /2014
vom 17. Juli 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring

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Viele Köche - ein Brei

28 Staaten der EU versuchen, sich auf die Grundlinien der Politik der nächsten Jahre zu einigen und schachern dabei um die Posten wie die Kesselflicker.

Die Vision eines geeinten Europas, die Fata Morgana von Brüssel, verschwindet im Flirren der heißen Luft, so wie sie im Flirren heißer Luft aufgetaucht ist.

Ein nüchterner Blick auf die Situation zeigt nichts anderes mehr als Grabenkämpfe an allen Fronten zwischen allen Hauptstädten.

Es ist die Stunde der Besitzstandswahrer, die das Gebilde EU zusammenhalten wollen, weil sie Vorteile daraus ziehen, und die Stunde der Glücksritter, die versuchen, in der Phase offenkundiger Ratlosigkeit Zugeständnisse zu ertrotzen.

So sind sie in der letzten Nacht uneins auseinander gegangen, jene 28 Staats- und Regierungschefs, die alle das Recht haben, am Brei herumzupanschen, und beschlossen, den Topf auf dem Herd zu lassen, um nach 6 Wochen, am 30. August, nachzusehen, ob sich aus den verkohlten Resten des ersten Anlaufs die Zukunft nicht ebenso präzise ablesen lässt, wie aus frischem Kaffeesatz.

Es wird sich bis dahin nichts ändern.

Die Spannungen zwischen den einzelnen Mitgliedsländern werden die Wartefrist unbeschadet überstehen. Die armen Staaten werden allenfalls in dieser Zeit noch ein bisschen ärmer, während die reichen Staaten allenfalls ein bisschen reicher werden.

Jene Staaten, die sich aus einer zentralistischen Führung der EU erhoffen, ihren Einfluss auf alle anderen zu verstärken, werden dieses Denken ebensowenig aufgeben, wie diejenigen, die sich von einer Reform der EU wieder mehr Eigenständigkeit in nationalen Belangen versprechen.

Mit Martin Schulz, dem Mann, der die fortwährende Impotenz des so genannten Europäischen Parlaments durch starke Worte zu übertünchen versucht, und Jean Claude Juncker, der grauen Eminenz, die zugesichert hat, zu lügen, wenn es ernst wird, sind zwei Posten besetzt, oder besser: "zwei Pflöcke eingeschlagen", die dafür sorgen werden, dass in dieser Amtsperiode die notwendigen strukturellen Reformen nicht in Angriff genommen werden.

Kein Wunder, dass nun um jeden Posten unterhalb und oberhalb der Linie "Kommissionspräsident-Parlamentspräsident" ein unbarmherziger Kleinkrieg entbrannt ist.

Oberhalb ist der Präsident des Rates der EU angesiedelt. Hier wird die Figur gesucht, der es gelingen könnte, 28 Staats- und Regierungschefs unter einen Hut zu bringen, wobei klar ist, dass einige dieser 28 nicht die geringste Lust verspüren, sich von einer integrativen Kraft vor den Karren der anderen spannen zu lassen.

Seitlich steht der Posten "EU-Außenbeauftragter". Eine Rolle, die von Catherine Ashton in der Vergangenheit eher kläglich wahrgenommen und keinesfalls ausgefüllt wurde. Auch bei der Besetzung dieses Postens stehen jene, die sich wünschen, ihre außenpolitischen Ziele würden durch den "EU-Außenminister" verstärkt, gegen diejenigen, die gerne - gegen den EU-Trend - auch weiterhin ihr eigenes außenpolitisches Süppchen kochen würden.

Unterhalb steht die Besetzung der einzelnen Ressorts der Kommission an und der Chef der sogenannten "Euro-Gruppe".

Dummerweise hat sich die EU im Vertrag von Lissabon ein ausgeklügeltes Proporz-System verordnet, das nicht nur geografische und demografische Faktoren, sondern auch parteipolitische Ausgewogenheit erfordert - und, last but not least, auch eine Balance zwischen Frauen und Männern vorschreibt.

Grund genug für Martin Schulz, dem Sprecher des Polit-Eunuchen-Parlaments, schon im Vorfeld zu zetern, das Parlament werde einer Besetzung der Kommission nicht zustimmen, wenn die "Frauenquote" nicht deutlich angehoben wird, was dazu führte, dass ausgerechnet Angela Merkel ihren Lieblingskommissar, jenen Schwaben, der für alles gut ist, außer für Hochdeutsch, zurückziehen soll, um an seiner Statt eine Frau zu benennen. Noch weist sie das weit von sich ...

Die gesamte Konstruktion der "Führung" der EU beruht auf dem Versuch, gegenseitiger Täuschung und kollektiver Selbsttäuschung.

Gegenseitige Täuschung besteht darin, dass jeder allen anderen heilige Eide schwört, kein anderes Interesse zu verfolgen, als den Einigungsprozess voranzutreiben und dabei das Wohl aller Staaten und ihrer Bürger gleichermaßen im Auge zu haben.

Selbsttäuschung besteht in dem Glauben, raffiniert genug zu sein, im richtigen Augenblick - auch mit wechselnden Koalitionen - alle über den Tisch ziehen zu können, die den eigenen Interessen widerstrebende Ziele anpeilen.

28 Wölfe im Schafspelz belauern sich gegenseitig, jeder glaubt, alleine Wolf zu sein und sich nach und nach an den 27 törichten Beuteschafen gütlich tun zu können.

Wer einen Notar fragt, wird erfahren, dass sich ähnlich zäh verbissene Schlachtordnungen nur bei größeren Erbengemeinschaften beobachten lassen. Das Ergebnis sieht zumeist so aus, dass das Erbe im Laufe der Jahre des Streitens an Wert verliert, dass die Kosten für die Rechtsstreitigkeiten erhebliche Anteile des Erbes verschlingen, und dass eine Einigung erst erzielt wird, wenn die weniger gierigen Erben auf ihre Ansprüche ganz oder teilweise verzichten, weil sie nach zermürbenden Schlachten nur noch ihre Ruhe haben wollen, und die bekommen sie nur, wenn sie die Gemeinschaft verlassen.

Diejenigen, die am Ende ihre Anteile am Erbteil nachhause tragen, erhalten weit weniger, als wenn sie sich unmittelbar auf den ersten Teilungs- und Verwertungsvorschlag eingelassen hätten, doch mit dem Triumph, obsiegt zu haben, weisen sie dann auch noch jenen, die guten Willens gewesen wären, die Schuld daran zu, dass "so wenig" für sie übrig geblieben ist.

Das Ergebnis des jetzigen Streits um Einfluss und Posten in der EU wird nahezu zwangsläufig zu einer Kommission der Mittelmäßigkeit führen, durchsetzt mit Euro- und EU-kritischen Figuren, die das Staatengebilde weiter auf einem Schlingerkurs in eine Zukunft treiben lassen, die von den USA und deren wirklichen Konkurrenten bestimmt wird.

Portugal fällt gerade wieder in eine Bankenkrise, für Griechenland soll ein neues Rettungspaket geschnürt werden, Großbritannien entfernt sich vom Konvoi der 28 und strebt der Rückgewinnung der vollen Souveränität zu, Frankreich, die einstige Großmacht, steht am Rande des Bankrotts - wo immer man hinschaut, in Europa, wachsen die Probleme.

 

Doch nirgends ist das zu erkennen, was eine große "Organisation" unabdingbar braucht, um nachhaltig erfolgreich tätig sein zu können:

  • Ein echtes, von allen Gliedern der Organisation gleichermaßen angestrebtes Ziel,
  • einen führenden Kopf, der im Ernst- oder Zweifelsfall die notwendigen Entscheidungen trifft,
  • ein Team von Führungskräften, die in Abstimmung untereinander und mit "dem Chef" ihre Ressorts mit großer Fachkompetenz auf das angestrebte Ziel ausrichten, und
  • die Macht, verbindliche Entscheidungen, auch gegen begründete Sonderinteressen durchzusetzen, wenn dies zur Zielerreichung erforderlich ist.
Nichts von alledem ist in der EU vorhanden. Es gibt weder ein greifbares, also operational formuliertes Ziel für die Erbengemeinschaft des Abendlandes, noch gibt es einen führenden Kopf, der die Macht hätte, auch unangenehme Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Fachkompetenz bei den Ressortleitern? Abstimmung zwischen den Ressorts?
Das alles scheint nicht erforderlich, solange die Direktiven aus den Entsendestaaten die Richtung vorgeben.
 
Die Konstruktion der EU ist Pfusch.
Ein Architekturstudent würde mit einem vergleichbaren Entwurf mit Pauken und Trompeten durch die Prüfung rasseln.
 
Dem gemeinsamen Haus fehlt nicht nur das Fundament - die Schwerpunkte von Außenmauern, Erkern und Balkonen liegen allesamt außerhalb der Grundfläche - und der Neigungswinkel der Pylonen, an denen die einzelnen Bauelemente aufgehängt sind, um das Auseinanderfallen zu verhindern, wird von unabhängigen Steuerungen permanent mutwillig verändert.
 
Der Aufwand, diese EU zusammen- und wenigstens minimal funktionsfähig zu halten, verschlingt den Löwenanteil der in den 28 Mitgliedsstaaten verfügbaren Energien.
 
Die EU ist zum Selbstzweck geworden. Ein Schicksal, das jeder Organisation droht, die ihre Ziele aus den Augen verloren hat.
 
In dem 1974 erstmals erschienen Buch "Organisationsplanung: Planung durch Kooperation" beschreiben die Autoren (Mitarbeiter einer Planungsgruppe des Hauses Siemens) dieses Problem so:
 
Es scheint ein Widerspruch in der Behauptung zu liegen, geroße Organisationen leiden unter einem Mangel von Planungen an der Organisation, obwohl sie oft seit Jahrzehnten erfolgreich sind. Die Frage ist nur, ob ein häufig mittelmäßiges Ergebnis nicht durch verstärkte Planung an der Organisation wesentlich verbessert werden kann. Der starke Schwerpunkt der Planung in Organisationen ist ein Versuch, die Planung an Organisationen zu umgehen. Beispiele hierfür sind die häufigen Aufträge an Organisationsplaner, z.B. Datenbanken, Telekommunikationssysteme oder Managementinformationssysteme zu entwickeln, mit dem Wunsch, Hierarchen und damit Strukturen unangetastet zu lassen.
 
Sinn einer Organisationsplanung kann es jedoch nicht sein, bisherige Strukturen unter allen Umständen festzuschreiben, sondern die Veränderungen innerhalb und außerhalb des Systems mit zu berücksichtigen und künftige Einflüsse vorwegzunehmen.
 
(...)
 
Die meisten dieser Anpassungsprozesse können durch vorhandene Regeln (Richtlinien) bewirkt werden. Sobald für die Anpassung keine oder ungenügende Regeln zur Verfügung stehen, ist ein Ausbrechen aus dem (bestehenden) Regelkreis nötig. Hierbei wird die Organisation in ihren Prozessen und Strukturen in Frage gestellt.
 
(...)
 
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das Management häufig zu diesem Ausbrechen aus dem Regelkreis nicht bereit ist. Entweder es erkennt die Notwendigkeit des Ausbrechens nicht und meint, der vorhandene Regelkreis bewältige die anstehenden Veränderungen (sachbezogene Widerstände), oder es erkennt zwar den Bedarf einer Planung an Organisationen, ist aber aus verschiedensten Gründen nicht bereit, diesen Änderungen zuzustimmen und sucht nach Ausweichmöglichkeiten (persönliche Widerstände).
 
Es folgen einige Beispiele für sachbezogene und persönliche Widerstände, von denen ich hier nur einige (auch EU- typische) persönliche Widerstände anführe:
 
  • Menschen suchen eher nach Informationen, die einmal getroffene Entscheidungen als richtig bestätigen.
  • Insbesondere in stark gegliederten Organisationen beschäftigt sich das Management mit sich selbst, um Macht zu behalten oder den Machtbereich auszudehnen.
  • Störungsursachen werden in Nachbarbereichen gesucht.
  • Es besteht auf allen Managementebenen eine latente Angst vor Veränderungen als Gefährdung der eigenen Sicherheit.
  • Fragen des Status- und Prestigeverlustes werden höher bewertet als sachliche Ziele.
  • Rivalitäten und Machtkämpfe verhindern problemorientierte Änderungen an Organisationen.
Als dieses Buch vor 40 Jahren im Hause Siemens entstand, hatte der Vorstandsvorsitzende von Siemens die Macht, Planungen an der Organisation - auch das gesamte Unternehmen betreffend - anzuordnen, die Ergebnisse mit seinen Zielsetzungen abzugleichen und ggfs. die Umsetzung/Realisierung durchzusetzen. Und diese Macht wurde genutzt. Siemens hat sich seither mehrmals neu erfunden, vollkommen neu strukturiert und auf veränderte Bedingungen eingestellt.
 
Die Struktur der EU ist seit 1967 - mit der Reform der Kommission - faktisch über 47 Jahre unverändert geblieben.
 
Es gibt einen starken, meist im Hintergrund wirkenden Rat, eine Kommission als mehr ausführendes, denn selbst gestaltendes Organ und ein Feigenblatt-Parlament für das wählende Volk.
 
Nur die Zahl der Kommissare ist mit jedem neuen Mitgliedsstaat auf die nicht mehr koordinare Menge von 28 Kommissaren angewachsen.
 
28 Ressorts, nicht entstanden, um möglichst effektiv und effizient Sachziele zu erreichen, sondern ausschließlich, weil niemand die Kraft gefunden hat, die alte, überkommene, längst nicht mehr sachgerechte Regel: "Jedes Mitgliedsland darf einen Kommissar stellen" in Frage zu stellen. Es gilt offenbar seit 1967:
  • Fragen des Status- und Prestigeverlustes werden höher bewertet als sachliche Ziele.

Die EU löst keine Probleme, sie ist Teil des Problems. Das bereits angesprochen Fehlen des Ziels und einer geschlossen hinter diesem Ziel stehenden Führung, führt zu Selbstbeschäftigung, mit dem Ziel des Machterhalts und der Erweiterung des Machtbereichs.
 
Dies spüren vor allem die Bürger der Mitgliedsstaaten, die unter dem "EU-Diktat" ihre Freiheit verlieren.
 
Florian Stumfall bringt es auf den Punkt:
 
Das EU-Diktat führt zum Untergang der Freiheit in Europa.
 

Das EU-Diktat
 
Florian Stumfall, wie Gauweiler echtes CSU-Urgestein - und zudem jahrelang in Brüssel als Referent des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel in dessen Funktion als EU-Parlamentarier tätig, hat in seinem Buch "Das EU-Diktat - Vom Untergang der Freiheit in Europa" nicht nur kein Blatt vor den Mund genommen, er hat sich die Zeit genommen, seine Kritik und seine Befürchtungen ausführlich und wohlbegründet darzulegen.
 
 
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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Ja, das ist wieder einmal eine Schildbürgervorführung.
 
Da reden Leute, die als einzige "Wissenschaft" die Wahrung ihrer Pfründe betreiben, sich gegenseitig spinnefeind sind, aber alle das gemeinsame Hosianna Europas singen über die Zukunft eines Kontinents, der zunehmend ins Ziel derselben skrupellosen Kräfte rückt, die schon Afrika, zum Teil Asien und Südamerika im Würgegriff haben.
 
Verantwortung für Europa? Ganz falsch geraten. Da gibt es keine Verantwortung, die über den eigenen Geldbeutel hinausgeht. Wir sollten uns schämen, solch Gelichter schon wieder gewählt zu haben. Wer ein halbwegs friedliches, halbwegs prosperierendes Europa sucht, muss in der Geschichte weit zurückgehen. Vor die "glorreiche" Römerzeit, die eigentlich die Initialzündung von Imperialismus und Sklavenhalterei in Europa war.
 
Wenn es denn gar nicht geht, dass die Herren sich auf etwas Sinnvolles einigen, dann sollte es wohl wieder ein Europa der Dörfer geben, wie es vor den Römern war. Dezentral und deshalb mit einer Politik, die direkter sozialer Kontrolle unterliegt.
 
Ernsthaft: So weit müssten wir zurück gehen um den zentralen "Konstruktionsfehler des "Hauses Europa" zu beheben.

Da das Dezentralisieren aber schon bei Einzelthemen heftigst unter den Partikularinteressen der beteiligten Oligopole leidet, gibt es für ein Europa, das mehr ist als eine Geldanhäufungsmaschine, anscheinend keine Zukunft. Jedenfalls ist die offizielle polirtische Organisation in ganz Europa so bedrängt von diesen Partikularinteressen, dass sie reglos da steht um niemandem auf die Füße zu treten.
 
Natürlich bringen sich jetzt die "Deutschland AG" und ähnliche Konglomerate in Stellung, die die Politik nur zu gerne beerben würden, um den Karren erst richtig in den Dreck zu fahren. Da sie aber die vereinfachte Sichtweise von Betriebswirten mit den Brillen ihrer jeweiligen Brötchengeber praktizieren, sind sie dafür ebenfalls nicht geeignet.
 
Welche Struktur also könnte diese maroden Popanze ablösen?
Gibt es Ansätze, die ein tragfähiges Miteinander in Europa ermöglichen?
 
Dürften wir die entwickeln, dann könnten die allerdings tatsächlich wieder eine europäische Renaissance auslösen und auch eine Vorbildfunktion für andere Weltgegenden haben. Aber im Moment lacht sich die Welt über das in Korruption versinkende Europa tot, ähnlich wie unsere Vorfahren bis vor 100 Jahren über das osmanische Reich. "Der kranke Mann am Hintern Asiens?", das wäre doch eine passende Analogie zum "Kranken Mann am Bosporus".
 
Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir das vordere Ende Eurasiens sind, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, es könnte ganz anders sein. Die Korruption in Europa bietet alles nötige Potential, trotz einer immer noch guten Ausgangsposition zum Hinterhof der Welt zu verkommen. Wir haben alles was wir brauchen um zu einem "Europa felix" zu werden. Das einzige was wir loswerden müssen, sind die korrupten Strukturen.

Egon Hauck
 
 



 

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Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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