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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 16 /2014
vom 1. Mai 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring
 
Zum 1. Mai
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Die Macht der Lüge
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Dieser Aufsatz erscheint bereits am Mittwoch, den 30. April 2014, weil dies der letzte Tag ist, um sich mit Wichtigem zu beschäftigen.
 
Nur noch heute besteht die Chance
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  • Grillkohle und Bierdosen preiswert außerhalb von Tankstellen zu erwerben, denn morgen bleiben die Läden geschlossen,
    .
  • hin und wieder einen klaren Gedanken zu fassen, denn morgen werden die einen beizeiten beginnen zu freizeiten, während die anderen sie begleiten, mit geistreichen Sprüchen übers befreiende Arbeiten,
    .
  • das Buch "Wo bleibt die Revolution?" zum Subskriptionspreis vorzubestellen.
 
 
Der heutige Paukenschlag ist ein Zweiteiler.
 
Im ersten Teil geht es um die real existierende Gedenk- und Kampf-Kultur von Gewerk- und Belegschaften in Angelas Wunderland.
 
Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem symbiotischen Verhältnis von Lügnern und Belogenen, das unsere Gesellschaft immer dann zusammenschweißt, wenn es gilt, mit vereinten Kräften anzupacken, statt erst lange nach Sinn und Zweck zu fragen.
 
 
Abschnitt 1
 
Ökumenischer Dankgottesdienst
zum Lob und Preis der Arbeitgeber
 
Maiglöckchen und Sauerampfer schmücken den festlichen Altar, der von den Praktikanten und Auszubildenden auf dem Betriebssportgelände errichtet wurde, dem Chef zur Ehre und den Mitarbeitern zum Wohlgefallen.
 
Schon um 7.30 morgens, mit dem ersten Klang der Werkssirene, tritt die Belegschaft in angemessener Arbeitskleidung an, um den Worten der Geistlichen aller drei Religionsgemeinschaften ergriffen zu lauschen.
 
Doch zunächst stimmt der Betriebschor einen Choral an. Mächtig brausend erheben sich die Stimmen:
 
"Großer Chef, wir loben Dich, Herr, wir preisen Deine Gnade!"
 
Da bleibt kein Auge trocken, keine Träne des Dankes unvergossen, und mit tränenumflortem Blick nimmt man verschwommen die Lichtgestalt wahr, der zu begegnen an den übrigen 364 Tagen des Jahres kaum einem der hier Angetretenen vergönnt ist.
 
Auf der großen Videoleinwand, die aus dem Etat des Betriebsrats angeschafft wurde, erscheint das strahlende Antlitz Angela Merkels mit der diesjährigen Maienbotschaft.
 
"Deutschland geht es so gut", säuselt sie, "besser als allen anderen Ländern in Europa. Wir sind die Lokomotive der EU, wir haben alles richtig gemacht, wir können stolz auf uns sein, und auf unsere Arbeit. Vor allem aber auf unsere Arbeitgeber, ohne die dies alles nicht möglich gewesen wäre. Dieser Stolz", und das lispelt sie auf ihre unnachahmliche Weise, "dieser Stolz", und sie wiederholt das lispelnd, "der darf aber nicht nur Stolz bleiben, er muss sich in ewige Dankbarkeit verwandeln, und diese Dankbarkeit muss auf immer und ewig Fleiß und Engagement, Zuverlässigkeit und Treue, Loyalität und Ergebenheit hervorbringen, wenn wir den Platz an der Spitze halten wollen, wenn wir unsere Arbeitsplätze erhalten wollen, und mit den Arbeitsplätzen die beste Regierung seit dem Fall der Berliner Mauer und den besten Standort aller Zeiten",
 
Nach dieser Einblendung, der minutenlange Beifallsstürme folgen, tritt der Betriebsratsvorsitzende (kath.) an den Altar und liest lange und eindringlich aus dem Alten Testament.
 
Es sei Gottes Wille, dass wir im Schweiße des Angesichts unser Brot verdienen. Auch Mose habe sein Volk 40 Jahre durch die Wüste geführt. Doch am Ende stand der Einzug in das Gelobte Land. Das Vertrauen des Volkes Israel wurde in diesen 40 Jahre oft erschüttert, doch immer wieder haben sie sich um Mose geschart und folgten ihm. Auch wir haben in langen 40 Jahren unter Kohl, Schröder und Merkel schon oft verzagen wollen, doch immer wieder haben wir uns darauf besonnen, dass unsere Führerinnen und Führer unser Vertrauen verdienen. Auch wir werden bald in das Gelobte Land einziehen, nur eine kleine Weile der Entbehrungen in der Wüste steht uns noch bevor Wer jetzt aufhört zu glauben, wer das Vertrauen in Wirtschaft, Kapital, EU, EZB und die Regierung aufgibt, gibt sich selbst auf. Der Chef weiß den Weg. Der Chef führt uns zur frischen Weide, zum labenden Quell. Habt Vertrauen, glaubt an den Chef und seine Weisheit, und ihr werdet selig sein, wenn ihr dereinst in der Renten-Oase den Lohn eurer Treue und eures Vertrauens genießen dürft.
 
Der nachfolgende Auftritt des Betriebskindergartens ist wie immer herzerweichend rührend und wie durch ein Wunder ergänzen die lieben Kleinen die Worte des Betriebsratsvorsitzenden auf's Trefflichste.
 
"Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Riester allein", ertönen glockenhell die Stimmen der Jüngsten.
 
Danach tritt der zuständige Gewerkschaftsfunktionär (ev.) an den Altar und liest lange und eintönig aus dem Neuen Testament. Eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich, lobt er den Segen der Armut. Auch Jesu Jünger seien ihm gefolgt, ohne irdischen Gütern nachzujagen, nach dem starken Glaubenssatz, sorget euch nicht um den morgigen Tag, sammelt Schätze im Himmel, die weder Motten noch Rost zerfressen, statt nach dem Vergänglichen zu streben. Mit salbungsvoll wohltönender Stimme erging er sich dann in den Lobpreisungen.
Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
 
Nur der Güte unseres Arbeitgebers verdanken wir es, dass wir uns zu den Seligen zählen dürfen, denn ER lässt uns Leid tragen, ER hält uns arm, nicht nur geistlich, und wir danken IHM dies alles durch unsere Sanftmut, die uns nie und nimmer auf die Idee kommen ließe, zur Minderung des Leides und der Armut in den Streik zu treten.
 
Amen.
 
Auch die Rede des muslimischen Beauftragten für Arbeitssicherheit und Datenschutz war lang, laut und engagiert, doch leider von Anfang bis Ende auf Türkisch gehalten, so dass ich über deren Inhalt hier nichts wiedergeben kann.
 
Vermutlich handelte es sich dabei aber um die gleichen getürkten Sprüche, wie sie schon seine Vorredner zum Besten gaben, die auf den Punkt gebracht besagen:
 
Deutschland geht es gut. Das muss so bleiben.
 
 
Es geht denen gut, die sich für "Deutschland" halten. Den Deutschen geht es gar nicht gut. In der Entwicklung der Netto-Löhne hinken wir der gesamten EU hinterher, während die in Deutschland ansässigen Konzerne und deren Eigentümer exorbitante Gewinne einstreichen, die jedoch in vielen Fällen in Deutschland nicht einmal der Steuerpflicht unterliegen.
 
Dennoch wird den deutschen Steuerzahlern die Hauptlast der Euro-Rettung aufgebürdet, dennoch zahlen wir Deutschen, wie es die Tageszeitung Die Welt, ohne in den Ruch des Neo-Nazitums zu geraten schilderte, Kindergeld für polnische Kinder, die Polen nie verlassen haben, nur weil ein Elternteil hin und wieder für ein paar Monate in Deutschland gearbeitet hat. Eine EU-verordnete soziale Wohltat, die Jahr für Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro kostet.
 
Wir haben ein Grundgesetz, das ausdrücklich vorschreibt, dass die Bundeswehr nur der Landesverteidigung dienen soll und schicken dennoch unsere Truppen überall dahin, wo es die Nato und die USA wollen, sogar in Spionage-Mission in die Ukraine, auf Wunsch der dortigen Putsch-Regierung - ohne das angeblich vorhandene OSZE-Mandat.
 
Wir werden belogen nach Strich und Faden, und wir glauben, Sozial sei, was Arbeit schafft, und vergessen dabei die Inschrift über dem Eingang der Konzentrationslager Dachau, Auschwitz, Sachsenhausen und Theresienstadt.
    Arbeitsplätze werden geschaffen, erhalten und vernichtet,
    aus rein betriebswirtschaftlichem Kalkül -
     
    nicht um Menschen Arbeit zu geben oder zu nehmen,
    sondern um den Gewinn zu maximieren.

 

 
Wer mit Arbeitsplatzabbau droht, hat ihn sowieso vor, und wer Arbeitsplätze von Subventionen abhängig macht, ist eine gerissener Pokerspieler, dem viele Politiker nur allzu bereitwillig auf den Leim gehen.
 
Der 1. Mai könnte, ganz unabhängig von der Urheberschaft, ein Wert an sich sein, würden sich die Arbeitnehmer, die abhängig Beschäftigten, wenigstens an diesem Tage darauf besinnen, dass sie es sind, die den Wohlstand und den sagenhaften Reichtum einiger weniger schaffen.
 
Stattdessen geht ein kümmerliches Häufchen hinter den Gewerkschaftsfahnen her, sich angstvoll des alten Kampfliedes bewusst: "Alle Räder stehen still, wenn der Aktionär es will", um sich dann, nach reichlichem Verzehr halb verbrannter Discounter-Würstchen, die Welt mit Dosenbier schön zu saufen.
 
 
Warum lassen wir uns so bereitwillig belügen?
Warum glauben wir den Lügnern immer wieder?
 
 
Abschnitt 2
 
Die Macht der Lüge
 
Von Lüge sprechen wir dann, wenn in Kenntnis der Wahrheit eine abweichende Darstellung gegeben wird, um damit einen Zweck zu erfüllen.
 
Zur Wirksamkeit der Lüge gehört zwingend das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit des Lügners.
 
Lüge und Vertrauen bedingen sich also gegenseitig, erst Lügner und Lügengläubige gemeinsam, bilden das "System Lüge".
 
 
Der Sonderfall, bei dem eine Lüge nicht wegen des Vertrauens zum Lügner angenommen, sondern ungeprüft übernommen wird, weil die erlogene Darstellung den eigenen Interessen nützlich erscheint, lässt sich schnell wieder auf die Dualität "Lüge : Vertrauen" zurückführen. Wer so handelt, wird selbst zum Lügner und erwartet, wie der originäre Lügner, dass die Lüge zu seinem Nutzen auf das erforderliche Vertrauen treffen wird.
 
Es gibt Lügen, deren Hauptzweck es zu sein scheint, dem Belogenen einen Vorteil zu verschaffen. In aller Regel dient aber auch diese Form der Lüge nur dem Eigennutz des Lügners.
 
Zumeist geht es dabei bei dieser Art Lüge darum, dem Belogenen einen seelischen Schmerz zu ersparen.
 
Erklärt der Ehemann seiner Frau, er müsse für drei Tage ein Seminar besuchen, während er mit seiner Geliebten ein verlängertes Wochenende verbringt, so bewahrt er sie zwar vor dem Schmerz, betrogen zu werden, doch gleichzeitig verschafft er sich damit die Gelegenheit zum (folgenlosen) Ehebruch und erhält sich die Treue und Zugeneigtheit seiner Frau.
 
Erklärt der Arzt seinem Patienten, er sei in ein paar Wochen wieder gesund, obwohl er eine schwerwiegende, unheilbare Krankheit diagnostiziert hat, schenkt er seinem Patienten zwar eine kleine Zeitspanne der Hoffnung, doch vermeidet er damit für sich die Konfrontation mit den Emotionen seines Patienten, zugleich nimmt er dem Patienten die Möglichkeit, auf die erkannte Wahrheit rechtzeitig zu reagieren.
 
Zu Ende gedacht, ist immer der Lügner der Nutznießer der Lüge - und der Belogene ist es, der dem Lügner den Nutzen verschafft.
 
Es sei denn, die Lüge wird entdeckt, bevor ihr Zweck erfüllt ist.
 
Ohne dazu statistisch beweisbare Fakten vorlegen zu können, gehe ich davon aus, dass die "Lebensdauer" von Lügen in direktem Zusammenhang mit ihrer "Mächtigkeit" steht.
Kleine Lügen mit geringer Wirkung haben die berühmten "kurzen Beine" und werden in der Regel spätestens dann als Lügen erkannt, wenn der Schaden eingetreten ist.
Große Lügen, mit mächtiger Wirkung, werden in der Regel auch dann noch geglaubt, wenn der maximale Schaden angerichtet ist. Selbst Historiker, die nach intensivem Quellenstudium und ausführlichen Recherchen eine Wahrheit an die Stelle setzen wollen, wo bis dahin eine Lüge stand, können der Wahrheit auch mit besten Argumenten und überprüfbaren Beweisen kaum zum Durchbruch verhelfen.
 
Lügen dienen ganz gezielt einem Zweck.
 
 
 
 
Was aber ist der Nutzen des (blinden) Vertrauens, das die Lüge benötigt, um ihren Zweck erfüllen zu können?
 
 
Vertrauen ist eine Form der Routine, so wie Radfahren.
 
Wer nach ersten wackligen Versuchen und einigen Stürzen gelernt hat, das Zweirad in Balance zu halten, macht sich auch Jahre später kaum Gedanken, wenn er ein Fahrrad besteigt. Wozu auch? Er hat das Prinzip "Radfahren" kennengelernt, weiß, dass es funktioniert, und fährt nun einfach unbeschwert drauflos.
 
Die meisten Abläufe unseres täglichen Lebens sind reine Routine, und selbst wenn wir vor großen, vollkommen neuartigen Herausforderungen stehen, gehen wir sie mit unseren Routinen so lange an, bis uns das "Unbekannte" zwingt, selbst mit "Unbekanntem", also noch nicht Erprobtem, zu experimentieren.
Ein Weltraumteleskop zu konstruieren und in den Orbit zu bringen, war sicherlich eine gewaltige Herausforderung, doch letztlich standen fast alle physikalischen Kenntnisse und mathematischen Formeln für diese Aufgabe längst bereit, es galt nur noch, sie routiniert auf diese Aufgabe anzuwenden. Der Anteil der Aufgabe, der "Neuland" war, für den noch keine "Routine" zur Verfügung stand, war zwar wichtig und vor allem für den Erfolg entscheidend, doch ohne das Vertrauen in die Gültigkeit und Übertragbarkeit der bekannten "Routinen" gäbe es bis heute kein Weltraumteleskop.
 
Im Verhältnis zu den Menschen, die uns umgeben, existieren ähnliche "Routinen".
 
Manche bezeichnen sie auch als "Vorurteile", und versuchen diese zu widerlegen, andere nennen sie "Menschenkenntnis" und verlassen sich lieber auf die eigene, als auf die eines Ratgebers. Der Unterschied zum Radfahren oder zur Anwendung erlernter und erprobter Formeln besteht darin, dass es keine allgemeingültige "Vertrauensformel" gibt, die man in der Schule lernen und dann ein Leben lang anwenden könnte.
 
Doch Vertrauen ist lebensnotwendig. Ein Mensch, der allen anderen gegenüber stets von Misstrauen erfüllt ist, auch wenn er noch so viele gute Erfahrungen gemacht hat, wird sehr einsam sein - und nur selten das erleben, was wir üblicherweise als "Erfolg" bezeichnen. Sein Misstrauen macht ihn unfähig, auf Angebote und Chancen einzugehen, so wie es nach und nach auch jeden abstoßen wird, der öfter mit ihm zu tun hatte.
 
Vermutlich gäbe es die Menschheit, so wie wir sie heute kennen, nicht, gäbe es nicht ausreichend viel Vertrauen, um sich auf ein friedliches und fruchtbares Miteinander einzulassen, aus dem erst die Fähigkeit erwächst, gemeinsam etwas zu schaffen, es zu erhalten und ggfs. zu verteidigen.
 
Das beginnt fraglos beim so genannten "Urvertrauen", das dem Neugeborenen innewohnt und ihm für viele Monate, wenn nicht gar Jahre erhalten bleibt, bis der kleine Mensch erstmals eine Erfahrung macht, die eine Lücke in sein umfassendes Vertrauen reißt. Erst von da an findet der Umbau des Urvertrauens in ein erfahrungsgestütztes Vertrauen statt, das sich immer noch an den Verhaltensmustern und Erscheinungsformen seines nächsten Umfelds orientiert, was dem Kind zunächst hilft, seine Erwartungen zu präzisieren.
 
Aus der Überzeugung: "Wenn Fremde kommen, erhalte ich Geschenke", wird dann irgendwann die Erwartung: "Wenn Tante Hildegard kommt, bekomme ich Schokolade, und wenn Onkel Herbert kommt, bringt er mir ein Spielzeug mit".
Später wird aus "Schokolade" einschränkend "wahrscheinlich Schokolade" und aus "Geschenk" wird ebenso einschränkend "manchmal ein Geschenk".
Gleichzeitig lernt das Kind, die Mimik der Mutter immer präziser zu deuten, Stimmungen, ggfs. sogar Launen zu erkennen und sich darauf einzustellen.
 
Mit wachsendem sozialem Umfeld, wie es spätestens mit der Einschulung vom Kind zu verarbeiten ist, schwindet die Möglichkeit, jede einzelne neu im Kreis der "Bekannten" auftretende Person gut genug kennenzulernen, um jedem das erforderliche Vertrauen entgegenzubringen. Es heißt dann: "Das Kind beginnt zu fremdeln".
 
Vermutlich ist es diese Phase, in der die Grundlagen des "Erwachsenen-Vertrauens" gelegt werden, die wiederum insgesamt gesehen bei uns allen ähnlich sind und sich auf die kurze Formel zusammenfassen lassen:
 
 
"Wer die gleichen Ziele verfolgt wie ich,
und dabei nicht mir konkurriert,
dem kann ich vertrauen".
 
 
Ganze Werbewelten wurden auf diesem Fundament errichtet und haben reiche Ernten eingefahren, weil Motivationsforscher ergründeten, dass Kaufentscheidungen viel weniger aus rationalen Überlegungen heraus getroffen werden, als aus dem Grundbedürfnis jedes Menschen heraus, geliebt zu werden, und aus dem Wissen darum, dass viele Menschen glauben, um geliebt zu werden, müssten sie schön und erfolgreich sein, bzw. schöner und erfolgreicher als alle anderen in ihrem Umfeld.
 
Die Sehnsucht nach Schönheit, also körperlicher Attraktivität, ernährt nicht nur Kosmetik- und Bekleidungshersteller, sondern auch Fitness-Studios, Frisöre und chirurgische Fettabsauger. Daneben steht natürlich auch die "geistige" Schönheit, die wiederum
in Büchern, Musikkonserven, Meditationslehren und Feng-Shui-Seminaren gesucht, gefunden - und, zum Nachweis ihres Vorhandenseins, bei jeder Gelegenheit nach außen gekehrt wird.
 
Alle Anbieter versprechen ihren Zielgruppen, genau das gefunden, entdeckt oder entwickelt zu haben, wonach diese noch suchen, nämlich den besten Weg zu innerer und äußerer Schönheit. Sie konkurrieren nicht mit ihren potentiellen Kunden, im Gegenteil, sie unterstützen sie, lassen sie an ihrem Wissen teilhaben. Sie verfolgen also die gleichen Ziele, haben sie sogar bereits erreicht - warum sollte man ihnen nicht vertrauen?
 
Während sich die "Schönheitswerbung" zum großen Teil immer noch überwiegend an Frauen richtet, aber auch mehr und mehr auch auf Männer angewandt wird, ist Erfolgswerbung nahezu ausschließlich an Männer adressiert.

Erfolg wird ermöglicht durch die richtigen Hilfsmittel - und die reichen von den überbordenden Angeboten der Baumärkte bis hin zur blauen Pille für den Mann, und Erfolg wird gezeigt durch alle Arten von Statussymbolen, wodurch sich nicht nur vollkommen überflüssige Pferdestärken unter die Motorhaube packen lassen, sondern auch Armbanduhren, teure Spirituosen und Designer-Klamotten immer wieder ihre gutbetuchten Käufer finden, solange sie nur geeignet erscheinen, zu zeigen, dass "Mann" erfolgreich ist und sich "etwas" leisten kann.
 
Dies nur als kurzer Abriss. Sehr viel umfassender und tiefgreifender hat das Vance Packard schon 1957 in seinem vielbeachteten Buch "Die geheimen Verführer - Der Griff nach dem Unbewussten in jedermann" offengelegt. Vance Packard schilderte auch damals bereits, wie sich die Politik die Motivationspsychologie zunutze machte. Er zitiert dabei zu Beginn des Kapitels "Die Bildermacher und die Politik" den Sozial- und Wirtschaftsforscher Kenneth Boulding mit dem Satz:
 
"Eine Welt der unsichtbaren Diktatur ist denkbar, die sich noch der demokratischen Regierungsformen bedient".
 
Zweifellos sind auch wir in jener Welt längst angekommen, die in den USA in den Präsidentschaftswahlkämpfen der 50er Jahre ihre ersten Strukturen ausbildete.
Es ist eine Welt des schönen Scheins, bei der unser Streben nach Erfolg befriedigt wird, indem uns suggeriert wird, es sei schon ein persönlicher Erfolg, jene Partei gewählt zu haben, die am Ende den Wahlsieg davonträgt.
 
Um dem Bürger eine solche Wahlentscheidung zu ermöglichen, ist es natürlich erforderlich, die politischen Ziele weitgehend aus dem Wahlkampf herauszuhalten und stattdessen sinnfreie, aber wohlklingende Parolen und schöne, verheißungsvolle Bilder in den Vordergrund zu stellen.

Wer in Wahlkampfzeiten mit vielen Worten am wenigsten sagt, bietet die geringste Reibungsfläche und hat die Chance, wie ein gut geöltes Zäpfchen den Schließmuskel des Wählers zu überwinden, was dieser als viel angenehmer empfindet, als eine gewissenhaft durchgeführte Darmspiegelung, bei der vielleicht herauskäme, was erforderlich wäre, um zu gesunden. Doch solange nichts wehtut, ist das beruhigende Zäpfchen, als das sich der Spitzenkandidat darstellt, die beste Garantie für den Stimmengewinn.
 
Alles was weh tun könnte, wird vermieden - und das ist auch der Grund, warum es Politiker wie Franz-Josef Strauß oder Herbert Wehner heute nicht mehr geben kann, warum es in den Spitzenämtern niemanden mehr gibt, der noch in die Schuhe von Konrad Adenauer oder Willy Brandt passen würde. Mit Roland Koch wurde der letzte Polterer entsorgt.
 
In der ersten Reihe bewegt sich heute Sphinx Merkel, begleitet von ihrer aalglatten Flügeladjudantin von der Leyen, während Sigmar Gabriel jederzeit als Obelix gecastet werden könnte, ohne dass er für diese Rolle einen neuen Text zu lernen bräuchte. Jungmutter Nahles sorgt nebenher für Frohsinn, und wenn es sein muss, trällert sie dem Deutschen Bundestag ein Liedchen.
 
Und warum schafft das Vertrauen?
 
Ganz einfach: Weil es nicht weh tut, eine der GroKo-Parteien zu wählen. Es ist vollkommen harmlos, denn die wollen ja gar nichts, außer "Chancen" und "Arbeitsplätze", "Wohlstand" und "Gerechtigkeit" - das kann, ja das muss man doch auch wollen!
 
Das Vertrauen in die Harmlosigkeit einer glühenden Herdplatte schwindet, wenn man sich einmal die Finger daran verbrannt hat. Die Herdplatte kann nämlich nicht lügen.
 
Das Vertrauen in die politischen Parteien hingegen steigt zwangsläufig mit deren Austauschbarkeit und der Belanglosigkeit ihrer Wahlversprechen.
 
Selbst wenn es nach der Wahl knüppeldick kommt, wenn auch noch die Fragmente von Wahlversprechen, die gemacht wurden, verdampfen wie der Tropfen auf der heißen Herdplatte: Die Wahlentscheidung war richtig, denn sie hat nicht wehgetan!
Der Wähler hatte nicht die Qual der Wahl, brauchte weder zu überlegen, noch wirklich etwas zu entscheiden. Weshalb sollter er sich hinterher verantwortlich fühlen?
 
Er hat doch alles richtig gemacht. Er war erfolgreich, er gehörte zu den Siegern und wird darin noch bestärkt, wenn ihm die gewählte Herdplatte erzählt, dass ihr Verhalten, das zum verbrannte Finger führte, alternativlos war und darüberhinaus noch versichert, die Opposition hätte diese Temperatur gar nicht zustande gebracht und damit alles nur noch verschlimmert.
 
Ja, und da zeigt sich wieder die Regel:
 
Die Regierung verfolgt die gleichen Ziele wie wir, sie konkurriert nicht mit uns, sondern sie sorgt für uns, und sie tut stets, was getan werden muss.
Was schief geht, was uns schadet, liegt an der Unberechenbarkeit "äußerer" Einflüsse, auf die, wenn man sie schon nicht abgewendet werden konnten, so doch jedenfalls "optimal" reagiert wird.
 
 
Diese verführerische Argumentation alleine reicht aber nicht,
dieses Vertrauen dauerhaft aufrecht zu erhalten.
 
Es gehört auch ein Volk dazu, dass sich auf seine Vorurteile verlässt, statt sich zu informieren, das weder klare Zielsetzungen hören will, noch sich damit auseinandersetzen, ein Volk, das entweder vollkommen desillusioniert und resigniert ist, oder vollkommen desinteressiert und verblödet, oder alles miteinander.
 
Zur Ehrenrettung muss allerdings auch gesagt werden, dass es dem politischen System in unüberbietbarer Weise gelungen ist, sein Tun und Handeln als so hochkomplex und undurchdringbar darzustellen, dass der Aufwand, der aufzubringen wäre, sich darin noch zurechtzufinden, den möglichen Nutzen weit zu übersteigen scheint.
 
Dies wiederum verleiht den handelnden Personen den Nimbus der Unfehlbarkeit. Politiker treten heute auf wie einst die Halbgötter in Weiß. Ihre Sprache klingt fremd und unverständlich und wird daher für klug gehalten. Ihre Diagnosen sind unfehlbar, ihre Therapien sind wirksam, und wenn dennoch alles nichts helfen sollte, dann liegt das einzig am Patienten, dem eben - leider - nicht mehr zu helfen war.
 
Dabei sind Politiker, auch die in den höchsten Ämtern, nicht unbedingt mit unerschöpflichem Wissen gesegnet, auch können sie nicht unbedingt einen Extra-Schuss Logik und analytischen Verstand vorweisen. Was sie geworden sind, verdanken sie vermutlich zu 80 Prozent ihren eigenen Ränkespielen und Intrigen, zu 19 Prozent der Fürsprache von Förderern und allenfalls zu einem Prozent der Tatsache, dass man ihnen zutraut, sich das für das Amt erforderliche Fachwissen soweit anzueignen, dass sie nach Ablauf der ersten 100 Tage in Interviews und Talkshows keinen allzu großen Blödsinn mehr von sich geben.
 
 
Eingangs wurde unterschieden zwischen großen und kleinen Lügen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass kleine Lügen meist schnell erkannt werden, spätestens wenn der durch sie angerichtete Schaden eingetreten ist, während große Lügen manchmal sogar Jahrhunderte überdauern, obwohl der Nachweis der Lüge längst geführt ist, die Lügner selbst überführt sind, überdauert die Lüge als Wahrheit, während die Aufdecker als Verschwörungstheoretiker und Nestbeschmutzer verdammt werden.
 
Um große Lügen mit mächtiger Wirkung zu lancieren, braucht es auf Seiten der Lügner die notwendige Machtfülle, um ihre Lüge glaubhaft erscheinen zu lassen, und auf Seiten der Belogenen braucht es das notwendige Vertrauen, um auch die größte Lüge gläubig aufzunehmen. Folglich können es nur die führenden Politiker sein, denen die Aufgabe zufällt, die größten Lügen zu verbreiten, denn sie erwecken den Anschein der großen Machtfülle, selbst wenn sie nur Marionetten der wahren Mächtigen sind, und es gelingt ihnen, ganz einfach dadurch, dass sie sich als Beruhigungszäpchen anbiedern, das Vertrauen der erforderlichen Mehrheit zu erringen.
 
Kein Wunder, dass kaum ein Wahlkämpfer versäumt, an den Schluss seiner Rede den Satz zu stellen: "Bitte schenken Sie mir Ihr Vertrauen!".
 
Wenn Ihnen dieser Satz in den nächsten Wochen vor der Europawahl begegnen sollte, sei es auf der Wahlbroschüre, die Sie im Briefkasten finden, sei es auf Plakaten, im Rundfunk oder im Fernsehen, oder gar von einem leibhaftigen Politiker bei einer Veranstaltung live gesprochen, dann gibt es dagegen nur ein wirksames Rezept, so wie es auch gegen Vampire nur ein nachhaltig wirksames Rezept gibt:
 
Stellen Sie sich vor, Ihr Vertrauen sei nicht nur ein abstrakter Begriff ohne reale Substanz, sondern messen Sie Ihrem Vertrauen einen Wert zu. Einen Wert, den Sie dem Politiker und seiner Partei zu treuen Händen anvertrauen.

Sie können gewiss sein: Ihr Vertrauen hat einen hohen Wert. Sonst käme nämlich niemand auf die Idee, es von Ihnen als Geschenk zu erbitten.
Stellen Sie sich also vor, das Vertrauen, das Sie verschenken sollen, sei
exakt so viel wert, wie ihr monatliches Netto-Einkommen - und fragen Sie sich dann, welchen vernünftigen Grund Sie haben könnten, ausgerechnet diesem Menschen so viel Geld zu schenken. Nur aus Jux und Tollerei käme Ihnen das gewiss nicht in den Sinn.
 
Wenn Sie sich diese Frage ernsthaft stellen, dann könnte es sein, dass bei Ihnen etwas aufkeimt, was unserer verlotterten Demokratie sehr gut tut, nämlich ein gesundes Misstrauen. Ein gesundes Misstrauen wiederum würde dazu führen, dass Politiker, die gewählt werden wollen, endlich wieder erklären müssten, was sie wollen, warum sie es wollen, was es kostet und wem es nützt.
 
Es würde sie zudem dazu zwingen, das, was sie vor der Wahl angekündigt haben, nach der Wahl auch einzulösen, weil sie sonst als Lügner entlarvt wären und auf lange Zeit kein Vertrauen mehr erwerben könnten.
 
 
 
Das blinde Vertrauen des Bürgers
gibt dem Politiker
die Lizenz zum Lügen.

Gesundes Misstrauen,
gepaart mit kritischen Fragen,
fördert die Ehrlichkeit.
 
 
 
 

 

 
 
 

Ende des Paukenschlags
 
 
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de