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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 7 /2014
vom 20. Februar 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring
 
Sie glauben noch,
normal zu sein?
 
Vorsicht! Das könnte sich als ein schwerwiegender Irrtum herausstellen. Wahrscheinlicher ist, dass Sie, wenn Sie glauben normal zu sein, demnächst als potentieller Kinderschänder unter Beobachtung gestellt werden.
 
Vor allem dann, wenn Sie Kinder oder Enkel haben, die in Baden-Württemberg der Schulpflicht unterliegen. Doch nicht nur da; die Pervertisierung des Normalen breitet sich schnell wuchernd aus.
 
 
Da könnte es dann sein, dass die Tochter eines Tages von der Schule nach Hause kommt und fragt:
 
Also, Eltern, was macht ihr eigentlich im Bett zusammen?
Wie könnt ihr sicher sein, dass ihr euch wirklich gegenseitig befriedigen könnt, wo ihr doch anatomisch so unterschiedlich seid?
 
Und dann kommt der Sohn nach Hause und meint:
 
Ihr müsst da mal was unternehmen. Unser Lehrer ist mit einer Frau verheiratet und bestreitet gar nicht, heterosexuell zu sein. Es ist aber doch wissenschaftlich erwiesen, dass die Mehrzahl der Sexualstraftäter heterosexuell veranlagt ist. Also, geht zum Direx und verlangt, dass der Mann entlassen und durch einen Schwulen oder eine Lesbe ersetzt wird, das Risiko sexueller Übergriffe auf uns Schüler ist einfach zu hoch.
 
Das können Sie nicht glauben? Der Kreutzer reimt sich was zusammen oder ist auf Verschwörungstheoretiker hereingefallen?
 
Da kann ich Ihnen nur entgegnen:
 
Sie sind nicht auf der Höhe der Zeit,
und nach der Meinung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auch nicht mehr normal, denn dort ist man der Überzeugung, mit der Beschäftigung mit "vielfältigen Lebensweisen" müssten auch "Normalitätsvorstellungen" in Frage gestellt werden.
 
 
Zu den Normalitätsvorstellungen der GEW Baden-Württemberg gehört es auch, dass zwischen Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten kein Unterschied mehr gemacht wird. Beides wird lediglich als Risiko angesehen, das wiederum ganz überwiegend nur in heterosexuellen Beziehungen besteht.
 
 
Das alles steht in einer 40-seitigen, hochoffiziellen Publikation für Lehrerinnen und Lehrer, auf die ich am Ende dieses Paukenschlags verlinke.
 
Noch ein kleiner Auszug aus den darin vorgeschlagenen Unterrichtsmaterialien.
 
Da gibt es eine so genannte Phase 4, genannt "Vertiefung", und darin den Fragebogen
M7a, benannt "Heterosexueller Fragebogen", und der ist wiederum so voller
indoktrinativer Suggestivfragen, dass sich mir der Magen umdreht.
 
Was sollen Schülerinnen und Schüler da antworten, wenn sie sich nicht den Notendurchschnitt versauen wollen?
 
Was würden Sie antworten, auf diese Fragen:
 
1. Woher, glaubst du, kommt deine Heterosexualität?
und
 

 

2. Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?
 
 
Spätestens jetzt wissen Sie, warum ich in der Überschrift gefragt habe:
Sie glauben noch, normal zu sein?
 
Doch es geht ja noch viel weiter!
 
3. Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
 
4. Ist es möglich, dass deine Heterosexualiät von einer neurotischen Angst vor Menschen des gleichen Geschlechtes kommt?
 
5. Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist? Wissen es deine Freundinnen und Freunde? Wie haben sie reagiert?
 
6. Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist heterosexuell. Kannst du es verantworten, deine Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen?
 
7. Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch so unterschiedlich sind?
 
8. Obwohl die Gesellschaft die Ehe so stark unterstützt, steigt die Scheidungsraten
(Druckfehler übernommen) immer mehr. Warum gibt es so wenige langjährige, stabile Beziehungen unter Heterosexuellen?
 
9. Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?
 
 
So - und dann schlägt der Wahnsinn Purzelbäume:
 
10. In Anbetracht der Überbevölkerung stellt sich folgende Frage: Wie könnte die Menschheit überleben, wenn alle heterosexuell wären?
 
11. Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschocktherapie zu machen?
 
12. Möchtest du, dass dein Kind heterosexuell ist, obwohl du die Probleme kennst, mit denen es konfrontiert würde?
 
 
Da wird in der Begründung für die Heranführung der Schüler an die "Vielfalt" angeführt, dass nur dadurch die notwendige Toleranz in der Gesellschaft für "andere" (statt abweichende) sexuelle Orientierungen gefördert werden solle und Stein und Bein geschworen, die Schule würde damit keinesfalls Schwule und Lesben produzieren.
 
 
So wie ich dieses Pamphlet lese, ist genau das Gegenteil der Fall.
 
Hier wird ganz massiv gegen ein normales Sexualverhalten agitiert, und das gegenüber Kindern, die ihren Lehrkräften nahezu wehrlos ausgeliefert sind.
 
Das ist fieseste Indoktrination!
 
Da wird erzählt, dass Heteros nur selten glücklich sind, dass das Überleben der Menschheit in Gefahr wäre, gäbe es nur Heterosexuelle, es wird sogar erklärt, es gäbe Verfahren (Elektroschocktherapie) um aus einem Normalen einen Schwulen zu machen, wenn er es denn wirklich will.
 
Geht's noch?
 
Es ist schlimm, dass es unter uns Kinderschänder gibt.
Es ist ebenso schlimm, zu behaupten, eine ungleich starke Mehrheit der Kinderschänder seien Heterosexuelle.
 
Als Hetero verwehre ich mich auf's Schärfste dagegen, von den Faktenverdrehern der GEW in einen Topf mit Pädophilen geworfen zu werden.
 
 
Es ist schlimm, dass manche Kinder unter sexuellen Belästigungen und sexueller Gewalt leiden müssen.
Es ist ebenso schlimm, und wegen der viel höheren Reichweite noch weitaus empörender, dass in Baden-Württemberg alle Schulkinder auf diese infame Weise einer sexuellen Gehirnwäsche unterworfen werden sollen.
 
Ich drehe die Frage Nr. 10 einfach einmal um:
 
Wie könntet ihr schwulen und lesbischen Agitatoren denn überhaupt existieren, ohne heterosexuelle Eltern? Ach ja, es soll euch ja gestattet werden, Kinder zu adoptieren. Prima, und die wachsen neben den Steckrüben im Gemüsebeet und brauchen im Spätsommer nur gepflückt zu werden.
 
Mein Gott!
 
Ich bin fürwahr tolerant und kann mit Schwulen und Lesben und was es sonst noch so alles an Neigungen gibt vollkommen normal und ohne Vorurteile umgehen. Und ich bedaure zutiefst, in einer Zeit leben zu müssen, in der dies explizit betont werden muss, um nicht sofort von der Gender-Mainstream-Keule erschlagen zu werden.
 
Ich kann auch verstehen, dass Schwule, Lesben und sonstige Minderheiten sich wünschen, dass ihnen alle Menschen mit gleichem Gleichmut begegnen und diskriminierende Äußerungen und Handlungen unterbleiben. Und ich bedaure zutiefst, in einer Zeit leben zu müssen, in der ein Mensch wie ich quasi erst einmal einen Unschuldsbeweis vorlegen muss, bevor er sich mit seiner Meinung zu Wort meldet.
 
Gegenüber den Verfassern dieser GEW-Schrift ist die Grenze dessen, was ich zu tolerieren vermag, jedoch sehr weit überschritten, und ich hoffe, dass sich der allgemeine Widerstand derer, die noch glauben, normal zu sein, gegen diese Lehrplanneuerung noch weitaus kräftiger erheben wird, als es bislang schon der Fall ist.
 
Der Anspruch dieser sexuellen Weltverbesserer ist so grotesk überzogen, dass es Zeit wird, sie in ihre Grenzen zu verweisen, und ihr Vorgehen, so wie es in dieser Broschüre beschrieben ist, würde meines Erachtens den Tatbestand einer "mentalen Kinderschändung" erfüllen, gäbe es den denn im Strafgesetzbuch.
 
Doch dem Realschullehrer Gabriel Stängle, der diesem Treiben mit einer Petition entgegentreten wollte, wurde vom Spiegel vorgeworfen, er "hetze" gegen die sexuelle Vielfalt, den Mitunterzeichnern der Petition wird extreme "Homophobie" vorgeworfen und das Kultusministerium in Baden-Württemberg weist alle Behauptungen der Petition als falsch zurück.
 
Gabriel Stängle wurde inzwischen mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde und einer Strafanzeige überzogen.
 
 
Die GEW hat ihr Papier inzwischen aus dem Netz genommen. Da das Netz aber nichts vergisst, finden Sie das Dokument dennoch hier:
 
 
 
Nachtrag
 
Zu diesem Paukenschlag erreichten mich bereits etliche Kommentare, die vom Tenor her dem von mir kritisierten Papier der GEW eher zustimmen.
 
Ich bringe daher hier noch einige Sätze aus diesem Papier, die den Kontext des Fragebogens, den ich hauptsächlich thematisiert habe, näher beleuchten.
 
 
Einleitung Seite 6
 
Viele Lehrerinnen und Lehrer vermitteln in ihrem Unterricht, sei es Sexualkunde, Mathematik oder ein anderes Fach, den Eindruck, Heterosexualität sei das "Normale". Dieses Bild findet man auch in Schulbüchern und Materialien.
 
o.k. Der Eindruck, Heterosexualität sei das Normale, ist also falsch.
 
Es geht dann weiter auf Seite 7, wo explizit in einem Drei-Punkte-Programm eben nicht nur aufgefordert wird, 1. Der Diskriminierung Einhalt zu gebieten, sondern auch aufgerufen wird zu der
 
2. Auseinandersetzung mit der Frage, was "normal" ist.
Die Beschäftigung mit vielfältigen Lebensweisen stellt Normalitätsvorstellungen in Frage. Voraussetzung für eine veränderte Haltung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen ist die Bereitschaft jeder Lehrkraft, sich mit der eigenen sexuellen Orientierung auseinanderzusetzen.
 
Das hat den glechen diskreten Charme, wie die Aufforderung an einen Abstinenzler, er möge sich doch mit seiner Einstellung zu alkoholischen Getränken auseinandersetzen.
 
Auf Seite 9 werden dann "Kennzahlen" angeführt
 
Lehrerinnen und Lehrer können davon ausgehen, dass in jeder Klasse ein bis zwei lesbische Schülerinnen und schwule Schüler sitzen. Außerdem kennen alle Kinder Lesben und Schwule oder werden in der Zukunft (...) solche kennenlernen.
 
 
diese "Kennzahlen" sollen sich dann in der alltäglichen Unterrichtspraxis wiederspiegeln
 
Im Idealfall heißt dies:
Jede zehnte Person ist homosexuell. In der Englischlektion besucht Mary ihren schwulen Opa, schaut Peter die "Gay Games" im Fernsehen an, verliebt sich Sarah in ihre beste Freundin. (...) Im Mathematik-Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler den Prozentanteil der Lesben und Schwulen einer gegebenen Bevölkerung auszurechnen. In Wirtschaftskunde kann auch einmal ein schwules Paar einen Kaufvertrag abschließen, eine Lesbe ihren Lohnsteuerjahresausgleich zusammenstellen ...
 
Wäre es so, dass bisher in allen Fächern alle in irgendwelchen Zusammenhängen auftretenden Personen explizit als "normale Heteros" hervorgehoben werden, was ja nicht der Fall ist, könnte ich die Forderung, jede 10. Person, die im Unterricht vorkommt, ist schwul, ja noch verstehen.
 
Doch es werden in Zukunft eben ausschließlich Lesben, Schwule, usw. im Unterricht erwähnt werden, weil es geradezu affig wäre, dem Großvater von Mary zu attestieren, dass er hetero ist, oder dass ein Paar, das einen Kaufvertrag abschließt, ganz bestimmt weder schwul, noch lesbisch, noch sonstwie "vielfältig" orientiert ist.
 
Dass es um die Abschaffung der "Normalität" geht, findet sich ebenfalls auf Seite 9 noch einmal ganz explizit in der Aussage:
 
Der Fantasie der Lehrkräfte sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist es, die Thematik in das alltägliche Unterrichtsgeschehen zu integrieren und damit ein Stück "neuer Normalität" zu schaffen. Voraussetzung ist, dass sich die Lehrkraft mit ihrer eigenen sexuellen Orientierung und möglichen Homophobie auseinandergesetzt hat.
 
Auf Seite 10 folgt dann der Versuch, den Begriff Familie seiner Bedeutung zu entkleiden und jegliches Zusammenleben schon zur "Familie" zu erklären:
 
Verschiedene Formen des Zusammenlebens können und sollen dargestellt werden. Das Leben der Familie steht dabei im Mittelpunkt. Dabei gilt es zunächst zu klären, was unter Familie verstanden werden kann. Die enge Definition von Familie bezieht sich auf die beiden (heterosexuellen) Elternteile mit ihrem Kind oder Kindern. Eine weitere Definition von Familie schließt alle Menschen ein, die in einer bestimmten Form zusammenleben und füreinander einstehen - mit oder ohne Kind.
 
Es folgt ein Vorschlag für eine Unterrichtsgestaltung, in der ein Haus mit sieben Wohnungen vorgestellt werden soll, in dem die Wohnungen wie folgt belegt sind:
 
- ein Single (männlich oder weiblich
- zwei Frauen mit Kind
- Frau mit Kind
- Zwei Männer
- dunkelhäutiger Mann und dunkelhäutige Frau, weißes Kind
- Frau, Mann, zwei Kinder
- "irgendwas"
 
Damit ist die "weitere Definition" von "Familie" geglückt.
 
Auf Seite 19 wird dann die eine ziemlich absurde Behauptung aufgestellt:
 
Warum einige Menschen sich heterosexuell, andere sich homosexuell oder bisexuell orientieren, ist bis heute nicht schlüssig geklärt.
 
Für mich ist klar, warum nicht nur einige, sondern die meisten Menschen sich heterosexuell orientieren.
Die große Gruppe der immer noch "Normalen" in diese Fragestellung einzubeziehen, ist ein Meisterstück der subtilen Indoktrination.
 
Den Rest lesen Sie bitte selbst nach, der Link ist über diesem Nachtrag gesetzt.
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Kommentare zu diesem Paukenschlag
 
Der besondere Kommentar vorab:
 
Sehr geehrter Herr Kreutzer,
nachdem ich mich, erzürnt und entsetzt, mit dem Inhalt des o. a. PaD auseinandergesetzt hatte, beschloss ich einen Test durchzuführen, indem ich die Fragen unkommentiert an meine Nichte (Obersekunda, knapp 18 Jahre alt) mit der Bitte um Beantwortung mailte.
Keine 10 Minuten später kam ihr Rückruf, verbunden mit der Frage, ob ich besoffen oder durchgeknallt wäre, ihr derart blöde Fragen vorzulegen. So einen Schund beantworte sie nicht.
Aufgeklärt darüber, um was es gehe, zeigte sie sich bereit. Das Ergebnis möchte ich Ihnen
nicht vorenthalten. Gerne darf es auch in Ihrem Forum veröffentlicht
werden.
 
Mit besten Grüßen
 
(Aus Rücksicht auf die junge Frau wird dieser Kommentar anonym wiedergegeben)
 
 
 
 
1. Woher, glaubst du,kommt deine Heterosexualität?

Aus der „Logik“ der Natur.

2. Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu
sein?
 
Dazu habe ich mich überhaupt nicht entschlossen. Ich war so, ich bin so und ich will auch so bleiben! Ein Entschluss hätte übrigens Alternativangebote vorausgesetzt!!

3. Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase
ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
 
Nein!! Außerdem möchte ich meine Heterosexualität gar nicht überwinden. Mir gefällt es so, wie es ist.
 
4. Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer
neurotischen Angst vor Menschen des gleichen
Geschlechtes kommt?
 
Haben die Verfasser dieser Frage einen „Schlag an der Waffel“? Würde ich mich ängstigen, dann höchstens vor solchen Fragestellern.

5. Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist?
Wissen es deine Freundinnen und Freunde? Wie
haben sie reagiert?
 
Worauf hätten meine Eltern oder meine FreundeInnen reagieren sollen? Auf eine sexuelle Veranlagung die ihnen vertraut ist? Ist Heterosexualität
inzwischen eine ansteckende Seuche? Muss ich geimpft werden?
 
6. Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist
heterosexuell. Kannst du es verantworten, deine Kinder
heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen?
 
Einerseits schließt diese Feststellung sexuelle Belästigungen und Misshandlungen von Kindern durch nicht heterosexuell orientierte Personen wenigstens nicht aus und andererseits ist diese Kausalität mathematisch nicht verwunderlich.
Nachgezählt habe ich zwar nicht, aber rein gefühlsmäßig dürfte es mindestens 9 mal so viele Heterosexuelle auf der Erde geben, wie „Vielfältige“!!
Welcher Basiswert wurde zugrunde gelegt? Die absolute Anzahl der Straftaten oder deren gruppenspezifischer prozentualer Wert?
Wenn ich mich intensiv mit den bisher gestellten Fragen auseinandersetze, treibt mich weitaus mehr der Gedanke um, ob ich es verantworten kann meine zukünftigen Kinder Lehrkräften anzuvertrauen, die von der "sexuellen Norm" abweichen. Die gehen morgens als Junge oder Mädchen in die Schule und kommen am Nachmittag als "geschlechtslose Vervielfältiger" nach Hause und taufen als ersten Akt ihrer neu gewonnenen "Normalität" unsere Katze in Katzenähnlich um. Selbstverständlich ohne Anrede und Artikel. Und aus dem Papagei wird ein "gefiedertes Wesen". Hoffentlich ist der dann nicht beleidigt und spricht nicht mehr mit ihnen.
7. Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett
zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich
gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch
so unterschiedlich sind?
 
Endlich einmal zwei die Genialität tangierenden Fragen. Was machen Männer und Frauen wohl im Bett zusammen? Erfahren habe ich das erstmalig als ich im zarten Alter aufgeklärt wurde und erleben durfte ich das inzwischen sogar schon persönlich.
 
Aber woher können die wohl wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen? Eventuell haben sie kurzzeitig geübt und es herausgefunden?! Vielleicht haben sie auch einen Intensivkurs in der VHS absolviert? Wer weiß das schon?
Bei mir jedenfalls war der „anatomische Unterschied“ bisher der Befriedigung nicht abträglich, ich könnte mich sogar darauf versteifen, dass er sich nicht selten als wesentliches Element für den Flash ins "Paradies" erwiesen hat.

8. Obwohl die Gesellschaft die Ehe so stark unterstützt, steigt die
Scheidungsrate immer mehr.
Warum gibt es so wenige langjährige, stabile Beziehungen
unter Heterosexuellen?
Was hat die Scheidungsrate mit der Art der Lebensgemeinschaft oder der „sexuellen Orientierung“ zu tun? Lassen sich die „Beziehungsgeschädigten“ nach dem Crash
geschlechtsumwandeln oder nehmen sie einen sexuellen Lagerwechsel vor?
Möglicherweise schaukeln sich die Beziehungskrisen an der scheinbar unstillbaren Jagd nach dem „besonderen Kick“, an der zunehmenden Beziehungsunfähigkeit, am
individuellen Egoismus oder an der mangelnden Bereitschaft Konflikte durchzustehen auf. Menschen sprechen nicht mehr miteinander, sie simsen. Sprachlosigkeit wird
mit dieser Form der Kommunikation nicht überwunden und angeschlagene Beziehungen nicht repariert.
Nach den mir zugänglichen Informationen ist weder die Promiskuitätsquote bei „anders orientierten“ geringer als bei heterosexuellen Paaren, noch deren Beziehungsqualität
und -dauer signifikant höher.
 
9. Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben
am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll,
eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so
das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwanger-
schaft einzugehen?
 
Bei Nonnen sind Geschlechtskrankheiten sogar noch erheblich seltener zu diagnostizieren. Wäre es daher nicht sinnvoll für Frauen sich dem Klosterleben zu widmen?
Meines Wissens nimmt das Risiko sich eine Geschlechtskrankheit einzufangen mit der Häufigkeit der Sexualpartner und der ungeschützten Ausübung des Geschlechtsverkehrs zu.
Das lässt sich allerdings in engen Grenzen halten, wenn verantwortungsvoll mit der Sexualität umgegangen wird.
Wenn Frauen einen verständlichen Kinderwunsch hegen, ist dessen Erfüllung – soweit mir wenigstens bisher bekannt – nur in Verbindung mit dem Schwangerschaftsrisiko möglich,
denn Kinder können weder im Garten angepflanzt und gepflückt, noch von Leihrobotern ausgetragen werden und in der Apotheke sind sie ebenfalls nicht zu erwerben.
Das Entscheidungskriterium der Frauen lautet also nicht heterosexuelle Lebensweise oder anderweitige Sexualorientierung, sondern KIND oder kein Schwangerschaftsrisiko!
Wie erblickten die Erfinder dieser Vollpfostenfragen das Licht der Welt? Wurden sie auf der Kirmes aufgeblasen und als Losgewinn verscherbelt oder etwa geklont?
    10. In Anbetracht der Überbevölkerung stellt sich folgende Frage:
    Wie könnte die Menschheit überleben, wenn alle
    heterosexuell wären?
     

 

Vor der Beantwortung dieser sinnentleerten Frage wären zwei Kernfragen zu klären, nämlich:
a) Weshalb hat die Evolution die heterosexuelle
Reproduktion bei der Spezies "Mensch" präferiert?
Vermutlich deshalb, weil es sich um die effizienteste Methode der Arterhaltung handelt, wie die erfolgreiche Besiedelung (Beschlagnahmung) unseres Planeten durch den
Menschen empirisch belegt.
b) Wie könnte die Menschheit überleben, wenn,
per ordre de mufti, durch scholastische
Umerziehung oder mittels „technischer
Verfahren“ niemand mehr heterosexuell
„orientiert“ wäre?
Überhaupt nicht!!
Solange der Begriff „Überbevölkerung“ weder quantitativ noch qualitativ definiert ist, ist auch jede Antwort auf die obige Eingangsfrage ähnlich geistlos, wie die Frage selbst.
Zynisch könnte man auch anführen, indem die dummen Heteros und Vielfältigen gleich bei der Geburt sterben.

      11. Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu
      geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es
      dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du
      es wirklich willst.
      Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine
      Elektroschocktherapie zu machen?
 
Wodurch ist der suggestive Implementierungsversuch unterlegt, dass es „sehr wenige glückliche Heterosexuelle gibt"?
Durch die krude Phantasie oder Einbildungskraft der sexuell anderweitig Orientierten?
Und wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann wäre es nicht unerheblich die Gründe für ihr unglückliches Leben zu kennen. Hadern sie mit ihrer angeborenen Sexualität, ist ihr
Familien- oder Berufsleben unerfüllt, mangelt es am Einkommen oder damit, dass in unseren Breiten keine Palmen wachsen und keine Löwen in der freien Natur herumstolzieren?
Sind sexuell anders geprägte Menschen glücklicher als heterosexuelle? Wenn ja, woraus ist das ableitbar? Wurden seriöse Erhebungen darüber gemacht, Astrologen befragt oder
die abgestaubte Kristallkugel bemüht?
Aber jetzt kommen zwei echte Hämmer, bei denen es sich nur um Ergüsse von rissigen Hirnen handeln kann:
wieso sollte ich mich ändern, obwohl ich mit meiner Sexualität keinerlei Probleme habe und mich in meiner Haut sehr wohl fühle? Deshalb, weil es mir von Menschen die andere sexuelle
Lebensweisen bevorzugen, in Manier einer Gehirnwäsche, eingetrichtert wird? Mit einer Elektroschocktherapie soll ich also mein natürliches Wesen „umprogrammieren“ lassen?
Meine Persönlichkeit soll nicht gentechnisch, sondern nur „technisch“ verändert, sprich – manipuliert und einem fragwürdigen "Zeitgeist" angepaßt werden?
Sind die Fragesteller verblödet, totalitär oder pervers? Das ist nicht mehr recyclebarer intellektueller Sondermüll, der hier fabriziert wird. Da kommt dir ja das Essen von der letzten Woche
noch hoch und das noch im dreifachen Volumen des einst Konsumierten!!
 
12. Möchtest du, dass dein Kind heterosexuell ist, obwohl
du die Probleme kennst, mit denen es konfrontiert würde?

Diese Suggestivfrage, ein Elaborat geistiger Inkontinenz, fehlte mir gerade noch.
Ich möchte, dass dereinst meine Kinder so sind und bleiben, wie sie sich selbst am Wohlsten fühlen. Gleichgültig ob schwul, hetero, lesbisch, bi, trans und was es sonst noch für Spielarten
und Launen der Natur gibt. Außerdem möchte ich, dass sie ihre geschlechtsspezifischen Unterschiede behalten und sich daran erfreuen dürfen und nicht auf dem Gender-Altar zu
geschlechtslosen Subjekten entmannt und entweibt werden, weil eine verschwindend geringe Minderheit mit ihrer eigenen Sexualität nicht zurecht kommt, denn ich bin gegen jede Form
der Abwertung und Ausgrenzung von Andersartigkeit. Aber ich bestehe darauf, meine Sexualität nicht entwerten zu lassen!!
Was ich aber keinesfalls möchte ist, dass meine Kinder in die Fänge solcher Lehrkräfte oder Erzieher fallen und zu unschuldigen Opfern solcher geistig und charakterlich fehlgeleiteter
Utopisten werden, wie den Autoren der GEW, die diesen Krampf verfasst haben. Ich warte schon auf den Tag, an dem ich mich mit dieser Frage konfrontiert sehe:
„Was, du bist heterosexuell? Igitt, igitt, dann gehörst du ja einer ekeligen großen Mehrheit an. Schäme dich!! Dann vergesse ich meinen pazifistische Einstellung und schieße zurück!!
Verlasst euch darauf.
Was wollen die Urheber dieser Fragen bezwecken? Zunächst postulieren sie eine "neue Normalität", die Minderheiten mit sexuellen Abweichungen gleichstellt - und transformieren damit
die Toleranz auf eine höhere Ebene - doch dann diskreditieren die gleichen Gehirnakrobaten die Heterosexualität als abnormal und verweigern der überwältigenden Mehrheit ihre
eigene Toleranz. Sind die mental schizophren oder dem Gender-Wahn verfallen?
Gott steh' uns bei, wenn das die Zukunft sein soll.
Die weiteren Kommentare

Sehr geehrter Herr Kreutzer,
seit Längerem befürchte ich schon, dass die Evolution sich umgedreht haben könnte
- zurück vom Menschen, hin zum Einzeller - und die GEW scheint dies zu bestätigen.
Bevor die "geschlechtliche Vielfalt" noch zur Pflicht wird, hoffe ich, das Zeitliche
gesegnet zu haben.
Wie heißt es bei "Asterix"? "Die spinnen, die Römer."
Leider Gottes nicht nur die.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Heppe

Hallo Herr Kreutzer,
ich konnte nicht glauben, was ich in Ihrem Paukenschlag las und daher ging ich das verlinkte PDF Dokument gründlich durch.
 
Man beachte auf Seite 13 die - zugegeben - sehr knappe Anleitung zur Handhabung des Fragebogens: "Weitere Bausteine M7a, M7b Über den "Heterosexuellen Fragebogen" werden Vorurteile und Stereotype deutlich gemacht."
 
Ich verstehe das so, dass die "typischen Vorurteile" gegenüber Homosexuellen umgedreht und auf Heterosexuelle ausgelegt werden, um klarzumachen, mit welchen Vorurteilen Homosexuelle konfrontiert werden.
Natürlich sind diese Fragen absurd, aber ich denke, so oder so ähnlich werden sie gerne dem/der ein oder anderen Homosexuellen gestellt. Ich vermute, darauf will dieser Fragebogen abzielen.
 
Ersetzen Sie aus Spaß mal alles "Heterosexuelle" im Fragebogen durch "homosexuell" und vergleichen Sie die nebenstehenden Äußerungen... ;)
Allerdings bedürfte dieser Fragebogen - so ich richtig liege - einer ausführlicheren Einleitung.
In diesem Sinne,

mit freundlichen Grüßen,
Sebastian Sachs

Lieber Herr Kreutzer,
 
erst hab ich gedacht: Mönsch, der gute Mann ist ja völlig betrunken, was schreibt der denn da für einen Blödsinn zusammen.

Dann aber dachte ich, Herrgott, ja es ist der 1. April, der EWK war schneller.

Zu guter Letzt ist mir eingefallen, daß ich ebendiese Fragestellung des PaD mindestens einmal im Monat mit meiner Frau diskutiere und wir regelmässig zu dem Schluß kommen, daß wir nicht mehr wissen, was Normal ist.

Recht und Unrecht, Schulden und Guthaben, Wachstum und Schwund, Moral und Sittenverfall, Solidarität und Hetze und vieles dergleichen mehr unterliegt nur noch einer ausgeklügelten, rethorischen Verkaufstaktik. Mit Wertvorstellungen hat es unsere Gesellschaft nicht mehr so, nur das Marketing macht's am Ende aus.

So haben wir beschlossen, zu den Ewiggestrigen zu gehören, zu den Erzkonservativen, zu den Nachdenklichen und eher Zurückhaltenden, als Spontanen.
Wir kaufen nur das, was wir bezahlen können, bei uns gibt es einmal täglich eine warme, selbstgekochte Mahlzeit, an der sich die Familie am Tisch zusammensetzt, der Sonntag ist Ruhe- und Familientag (soweit machbar...) und unsere Kinder gehen ab dem 3 Lebensjahr in den Kindergarten, wo sie von einem Elternteil abgesetzt und wieder abgeholt werden.

Wir versuchen so stinknormal zu sein, daß wir ganz sicher unnormal sind.
Wenn wir im Raster hängenbleiben, informiere ich Sie gerne darüber. Es wird sicher nicht mehr allzu lange dauern, bis bei uns die Staatsgewalt anklopft...
 
Gruß
Christian Spin=
Hallo Herr Kreutzer,
nach wie vor lese ich Ihre Paukenschläge sehr gern, aber diesmal möchte ich nachfragen, ob sie sich die Broschüre ganz durchgelesen haben. Bei den von Ihnen zitierten Fragen handelt es sich um einen Fragebogen, mit dem man Schülern Vorurteile ( die sicher in Richtung Homosexualität nach wie vor vorhanden sind) deutlichen machen kann.
Insofern halte ich diesen Paukenschlag für nicht angebracht.
Siehe Seite 13 Erklärung und Sinn des Fragebogens:
Weitere Bausteine M7a, M7b
Über den „Heterosexuellen Fragebogen“ werden Vorurteile
und Stereotype deutlich gemacht.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Bockting
Cool down" lieber Herr Kreutzer.
 
So schlimm ist die GEW-Publikation nun wirklich nicht. Man muss wohl
anerkennen, dass viele homosexuelle Jugendliche extreme Probleme haben.
Schwul und Lesbisch sind in der Schule übelste Schimpfwörte. Man muss
auch davon ausgehen, dass Kinder aus "bildungsfernen Schichten" in
dieser Hinsicht recht extrem drauf sind. Es gibt also durchaus Bedarf,
in der Schule dieses Thema ausführlich und wiederholend zu behandeln.
Die GEW-Broschüre gibt nach erstem Überfliegen dazu gute Ideen. Da sieht
es zwar so aus, als ob der gesamte Unterricht danach ausgerichtet werden
sollte, was aber sicher in der Praxis nicht gegeben ist. Maximal gibt es
mal ein Wochenprojekt im Jahr, das diese Spielchen aufgreift. Wenn
überhaupt.
Der von ihnen zitierte Fragebogen steht in der Broschüre recht isoliert
und ohne Erklärung da. Allerdings leben die Fragen wohl vom Kontrast zur
gängigen Anschauung und sind mehr eine Karikatur als ernst zu nehmen.
Ich finde sie sogar recht lustig und denke, dass Jugendliche (so 16+)
diese schon durchaus als lustige Denkvorlage bewerten. Man kann sowas
natürlich keinen 10 Jährigen so vorsetzen. In der Broschüre kommt das
allerdings durchaus nicht so rüber. Lediglich die Überschrift
"Vertiefung" deutet darauf hin. Ich finde dennoch, das ist die Aufregung
einfach nicht wert. So bescheuert werden die Lehrer schon auch nicht sein.
Mit den Genderaktivisten habe ich allerdings auch so meine Probleme. Mir
ist schlicht egal, welche sexuellen Vorlieben jemand hat und als
gelernter Ossi ist Gleichberechtigung seit jeher gelebte Realität.
Dieses extrem harte Kreisen um für mich nicht existente Probleme
befremdet mich.
In diesem Sinne, wenden wir uns wieder wirklichen Problemen zu.
Vorschläge dazu hätte ich genügend :-)
Ein begeisterter Thüringer PaD-Leser

Hauptsache rückwärts?
 
Es ist eine Errungenschaft, dass Schwule und Lesben nicht mehr diskriminiert werden, das ist nicht zu verneinen. Diesen gesetzlichen Status haben wir erreicht. Sollten wir diesen Status jetzt zerstören indem wir andere geschlechtliche orientierungen jetzt dafür bestrafen, dass sie in den letzten Jahrhunderten bevorzugt wurden? Ist die GEW bescheuert?
 
Was mich an diesem Pamphlet besonders empört, ist dass kriminelle Neigungen und Perversionen einer bestimmten Geschlechts-, bzw. Genderorientierung zugesprochen werden. Es gab einmal eine Phase der Emanzipation der frau, in der sehr viele Frauen ihre Emanzipation betrieben, ein wahrscheinlich ebenso großer Teil Frauen beschränkte ihre Emanzipation darauf, den Spieß umzudrehen und den selben idiotischen Regeln des Patriarchats gemäß Männer zu unterdrücken. Eine Tendenz zu solchem Verhalten bei der "Genderemanzipation" aus diesem Machwerk heraus zu lesen, wäre wohl eine Untertreibung.
 
Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Schwule und Lesben ihr Leben als solche leben wollen und nicht als KZ Wächter einer neuen Antiheterodoktrin enden wollen. Wer Freiheit für sich fordert, sollte wissen dass es ohne die Freiheit für andere keine Freiheit gibt. Wenn die GEW dies als Provokation in den Raum gestellt hat um zu zeigen wie es aussieht wenn man den bisherigen "Mainstream" umkehrt, dann sollte sie wahrnehmen, dass es nicht darum geht das Problem wieder und wieder festzunageln, sondern darum eine Lösung zu zeigen. Sie, Herr Kreutzer gehen davon aus, dass es ernst gemeint ist. In beiden Sichtweisen ist das Heftchen eine Armutszeugnis und zum Unterricht in Schulen wenig geeignet.
 
Es wird nichts ändern an den zunehmend durch Pornographie, in Hollywoodfilmen propagierten Gewaltphantasien und in Bollywoodfilmen verbreitetem Heile-Welt-Kitsch geprägten Vorstellungen unserer Jugend, sondern nichts als eine weitere Stimme im Chor der Manipulatoren sein, die ihr persönliches Rachebedürfnis auf andere Genderorientierungen lenken. Dann besser gar keine "Aufklärung", sondern die Kinder von Kind auf machen lassen. Dann finden sie vielleicht ihre Lösung, ohne die Brille politisch verblendeter Rachegelüste und verletzter Gefühle.
 
Schließlich ist die Welt unserer Erwachsenen durch eine antisexuelle Erziehung gegangen und ein Großteil dieser Generation hat die einen oder anderen Defizite. Kinder haben die noch nicht und somit eine Chance ihr natürliches Verhältnis zur Sexualität zu finden. Dazu braucht es nur, dass wir ihnen den Freiraum geben, sie untereinander feststellen zu lassen welche Vorlieben sie haben und keine "Genderfronten". Wieso kann eine Gewerkschaft deren Mitglieder sich explizit mit dem Menschen befasst, solch weltfremden Unfug behaupten? Argumentationen und Schlüsse sind um keinen Deut belastbarer als diejenigen im sogenannten Hexenhammer.
 
Wenn diese Broschüre solchen pseudowissenschaftlichen Unsinn ernsthaft behauptet, ist die "Wissensschrift" des GEW kein Fortschritt in dieser Diskussion, sondern ein Rückschritt um mehrere Jahrhunderte, nur in eine andere Richtung.
 
--
Egon Hauck

 

 

 

 

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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Ihr Egon W. Kreutzer

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