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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 5 /2014
vom 6. Februar 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring
 
Die TRASSE
 
Stromspende für Bayern
 
800 Kilometer lang - einen Kilometer breit, ein "Stromschutzgebiet", das immerhin mehr als 2 Tausendstel der Gesamtfläche der Bundesrepublik einnehmen soll.
 
Die Begründung: Der Offshore-Windstrom von der Küste muss nach Bayern transportiert werden (können).
 
Hört man sich die Argumente der Netzbetreiber an, so klingt das alles schrecklich logisch, sinnvoll - und sogar als die kostengünstigste Lösung für ein Problem, das durch die so genannte "Energiewende" erst entstanden sei.
 
Die Energiewende, die unter Rot-Grün mit der Proklamation des Ausstiegs aus der Atomenergie begann und kurz darauf unter der ersten Regierung Merkel als Wende der Wende wieder eingestampft wurde, bis der Schock von Fukushima auch Angela Merkel erreichte, die nun die Wende der Wende wieder wendete, beschreibt jedoch nur den jüngeren Abschnitt der Entwicklung.
 
Gehen wir für einen Augenblick noch etwas weiter in die Vergangenheit. Die Forderungen nach dem Atomausstieg und dem vermehrten Einsatz der so genannten "Erneuerbaren Energien" kam ja nie aus der großen Politik, auch nicht von den Energiekonzernen, sondern von engagierten Bürgern, die im Laufe der Zeit zusammen und schließlich in den GRÜNEN jenes Sammelbecken fanden, das diesen Bürgerwillen in die Politik, in die Landtage, in den Bundestag und schließlich in die Regierung getragen hat.
 
Aus dem Schwung dieser Bewegung hat sich in Deutschland eine florierende Branche aus Solarthermie, Photovoltaik und Windkraftanlagenbau entwickelt. Biogasanlagen kamen ebenso hinzu und die Umsetzung der so genannten "Einspeisevergütung" half mit, den gewünschten Ansatz, der dezentralen, regionalen Energiegewinnung und Verteilung soweit zu fördern, dass wir eines Tages überrascht zur Kenntnis nahmen, dass ein ganzes Dorf nun den Ehrentitel "Die Stromrebellen von Schönau" tragen durfte, weil man sich in der Energieversorgung unabhängig gemacht hatte.
Ausführliche Infos über die Geschichte und den heutigen Stand finden Sie auf der Seite "EWS-Schönau".
 
Doch inzwischen fand das statt, was man gemeinhin einen "Paradigmenwechsel" nennt. Zwar wurde weithin die Eigeninitiative derer belohnt, die ihre Dächer oder brachliegenden Wiesen mit Photovoltaik-Anlagen schmückten, doch die Förderung wurde Schritt für Schritt zurückgefahren, so dass wir heute beobachten können, dass die noch vor wenigen Jahren blühende Branche der "Erneuerbaren Energien" kraftlos am Boden liegt. In Bezug auf Windkraftanlagen wurden die Genehmigungshürden immer höher gehängt, so dass selbst bestgeeignete Standorte nun nur noch in Ausnahmefällen auch genutzt werden können.
 
Stattdessen setzten die großen Energiekonzerne ihre Windparks vor die Küsten um dort Strom zu ernten, der jedoch nie bei den Verbrauchern ankam, weil es leider unmöglich war, die Offshore-Energie-Ausbeute an Land zu bringen. Es fehlte an den geeigneten Kabeln. Dennoch wurde die nicht erzeugte und nicht gelieferte Energie bezahlt, weil man ja hätte produzieren können, wenn man nicht zu doof gewesen wäre, sich rechtzeitig um die Technik zu bemühen, die für den Anschluss fehlte.
 
Klammheimlich wurde so die Bürgerbewegung wieder aus der Energieversorgung hinausgedrängt - während für die großen Monopolisten überall die roten Teppiche ausgelegt wurden. Es geht ja inzwischen so weit, dass diejenigen, die das Dach ihres Einfamilienhauses mit ein paar Solarzellen bepflastert haben ganz ungeniert als diejenigen bezeichnet werden, die für die hohen Strompreise der Verbraucher verantwortlich seien, weil sie eben mit ihren hohen Einspeisevergütungen den Strom verteuerten.
 
Niemand weiß genau, wie viele Dächer von den Konzernen gepachtet wurden, doch dass es diese Fälle gibt, habe ich mitbekommen, und dass ein Konzern ein solches Geschäftsfeld nicht kleckernd, sondern klotzend betreibt, wenn er sich darauf einlässt, steht wohl außer Frage. Und dass auch die großen Windparks vor der Küste, die von großen Energiekonzernen errichtet und betrieben werden, in den Genuss der Einspeisevergütung kommen, wird praktisch nirgends erwähnt, lässt sich aber z.B. hier nachlesen: Einspeisevergütung für Offshore-Windparks
 
Dass wir uns in einer politischen Situation befinden, in der das Interesse der großen Stromerzeuger weit vor das Interesse der Bürger gestellt wird, steht ebenfalls außer Frage.
 
Zu den besonders infamen "Regelungen" muss die so genannte "EEG-Umlage" gerechnet werden - und dies im Zusammenhang mit den so genannten "CO2-Zertifikaten", auch als "Verschmutzungsrechte" bezeichnet.
 
Verschmutzungsrechte, einst gedacht, um den Betrieb von Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, zu verteuern, sind so billig, dass sie einem an der Börse praktisch nachgeworfen werden. Die einst geplante regelmäßige Kürzung des mit Verschmutzungsrechten abgedeckten CO2-Ausstoßes lässt auf sich warten, hinzu kommt, dass auf dem deutschen Markt nach wie vor ein Überangebot an Strom vorhanden ist, so dass in Deutschland erzeugter Strom faktisch sogar an die Elektrizitätsversorger in Nachbarländern (vor allem Österreich) verschenkt wurde, weil sich an der Strombörse sonst keine Nachfrager mehr fanden.
 
Infam ist nun, dass ein Land, das nach wie vor im Strom schwimmt, die von den Verbrauchern - und zwar ganz überwiegenden von den privaten Haushalten - zu zahlende EEG-Umlage so berechnet, dass die Differenz zwischen dem Börsenpreis und der Einspeisevergütung den Strompreis umso mehr in die Höhe treibt, je niedriger der zu erzielende Börsenpreis ist.
 
Und wie bringt man den Börsenpreis am besten nach unten? Indem man so viele billig produzierende Kraftwerke wie nur irgend möglich am Netz lässt, ja die Kraftwerkskapazität für die Dreckschleudern sogar noch ausbaut - Verschmutzungsrechte kosten ja, wie bereits angeführt, fast nichts, und auf diese Weise mit Hilfe gesetzlich vorgegebener Rechentricks mit einem weit überhöhten Strompreis (im EU-Vergleich sind wir beim Strompreis einsame Spitze), den Konzernen gleich doppelten Profit zuschanzt.
 
Ich will an dieser Stelle nicht auf die Abläufe an der Strombörse eingehen. Im Prinzip ist das nichts anderes als beim Öl der Spotmarkt. Dort werden sowieso nur überflüssige Mengen angeboten, wenn der eigene Bedarf nämlich gedeckt und auch alle bestehenden (kurz-, mittel- und langfristigen Lieferkontrakte) erfüllt sind. Dass es dennoch auch an der Strombörse zu Manipulationen gekommen sein könnte, war in der Vergangenheit schon mehrfach Gegenstand von Presseberichten, auch der so genannten, also der Verschwörungstheorie unverdächtigen, "Qualitätsmedien".
 
Wenn also die Energiekonzerne einerseits für ihre eigenen, sehr umfassenden Kapaziäten im Bereich der erneuerbaren Energien Einspeisevergütungen erhalten, also nicht nur an die Kleinanlagenbetreiber abführen, wenn zugleich alle Möglichkeiten bestehen, den Strompreis an der Börse klein zu halten und aus der Differenz zur Einspeisevergütung die EEG-Umlage zu kassieren, dann ist das ein so lohnendes Geschäftsmodell, dass es unbedingt DIE TRASSE braucht.
 
Nur die neue, 800 km lange, einen Kilometer breite Trasse macht es nämlich möglich, den billigen Windstrom von der Küste - durch ganz Deutschland, wo ihn niemand braucht - bis nach Bayern zu transportieren, wo ihn - sogar nach Auffassung der Staatsregierung eigentlich auch niemand braucht. Gut, dass Österreich gleich neben Bayern liegt, da kann der Überfluss-Strom nämlich von da aus mühelos noch ein bisschen weitergeleitet werden. Und wenn man ihn verschenken muss, macht das auch nichts, das kommt über die EEG-Umlage schon wieder rein - und so mancher Aktionär der österreichischen Energieversorger freut sich über die steigende Dividende.
 
Aber geht es wirklich um den Windstrom? Ja, sicherlich geht es auch um den Windstrom, aber genauso geht es wohl auch um den Braunkohlestrom aus den großen Abbaugebieten in den neuen Bundesländern. Die ersten Skizzen zur geplanten Trasse führen ja schon nahe dran vorbei - und das große Oval, das die Planer als möglichen Raum für die Trassenführung in die Deutschlandkarte gemalt haben, schließt diese Braunkohlekraftwerke allemal mit ein.
 
Christoph Süß, Moderator der Sendung "quer" des Bayerischen Fernsehens trug erst letzten Donnerstag die Überzeugung vor, dass es wohl sogar in erster Linie um die Anbindung des billigen Stroms aus Braunkohle geht, der mit Macht in den Markt gedrückt werden soll, weil er die Bilanzen der Konzerne verschönt und einen unverzichtbaren Beitrag für eine möglichst hohe EEG-Umlage leistet.
 
Außerdem wird die Trasse alleine - nach heutiger Schätzung - rund 10 Milliarden kosten, ein Aufwand, der sich einerseits als Umsatz in den Bilanzen der beteiligten Stahlproduzenten und Baufirmen - andererseits in den Stromrechnungen der Endkunden als Netzkosten niederschlagen wird, also ganz bestimmt nicht zu Lasten der Gewinne der Energieversorger gehen wird. Und bei den 10 Milliarden wird es nicht bleiben. Dafür ist das Projekt viel zu groß, um nicht im Laufe der Bauzeit auf teure Probleme zu stoßen, mit denen die Kosten für die Stromkunden noch ein bisschen erhöht werden könnten.
 
Und was - als kleiner Treppenwitz der Energiewende-Geschichte nicht vergessen werden darf: Für die ungenutzten 800 Quadratkilometer unter der Trasse gibt es von der EU-Agrarsubventionen für die Netzbetreiber.
 
Die Deutschen haben sich die reale Chance auf eine dezentrale und regionale, in Händen von Bürgern und Kommunen liegende Energieversorgung im Laufe der letzten 10 Jahre vollständig aus der Hand nehmen lassen.
Die Konzerne haben zugegriffen - und die Politik, die die Kraftwerke und Netze, die sich ursprünglich ja einmal weitgehend im Eigentum der Öffentlichen Hände befanden, ja schon lange vorher - im Rahmen vielfältiger Privatisierungen - an die Konzerne verkauft hat, schaut dabei nicht nur zu, sie fördert diesen Prozess nach Kräften.
 
Die Schlacht ist wohl bereits verloren.
 
Die Trasse ist nur noch ein krönender Abschluss, ein stählernes Monument der Macht der Konzerne und der Ohnmacht der Bürger. Bürger, die sich überall in der Republik - nach dem Vorbild von Schönau - ohne Großkonzerne, ohne große Netzbetreiber selbst versorgen und in regionalen Verbünden absichern könnten, während die stromfressende Industrie sich mit eigenen Kraftwerken und eigenen Netzen versorgen könnte.
 
Es geht primär nicht um die Sicherheit der Stromversorgung.
 
Es geht primär um die sicheren Gewinne einer monopolartig aufgestellten Industrie, die nicht durch den Atomausstieg, sondern durch den massiven Anstieg der dezentralen Stromproduktion auf zigtausenden von privaten Dächern in Gefahr geraten waren.
 
Doch! Diese Schlacht ist verloren.
 
Sie werden die Trasse bauen, eine breite Schneise durch Deutschland ziehen, und sie werden noch so manches Dorf wegbaggern, um an die Braunkohle zu kommen.
 
Was uns noch fehlt ist ein Gesetz, das den Konzernen das Recht gibt, auf jeden Sonnenstrahl, der Deutschland erhellt und erwärmt, eine Konzessionsabgabe zu erheben.
 
Doch das wird noch ein Weilchen dauern. Zuerst ist noch das Wasser dran.
Die EU ist trotz aller Bürgerproteste immer noch unermüdlich dabei, dies zu realisieren und wird zweifellos mit dem großen Freihandelsabkommen wieder einen Schritt in die richtige Richtung vollziehen können.
 
Die Schlacht ums Wasser ist meines Erachtens kaum noch zu gewinnen. Nicht mit dieser Kommission, nicht mit dieser euromanischen Regierung.
 
Nach dem Wasser wird es um die Luft gehen - und erst wenn die Luft kostenpflichtig geworden ist, kommt die Sonne dran.
 
Vermutlich wird die Braunkohle früher verheizt sein, aber bis dahin, Freunde:
 
Lasst uns die Trasse bauen.
 
Das ist Aufschwung und Wachstum, das schafft Arbeitsplätze
 
und es wird den Kampf gegen den Terror noch einmal verschärfen helfen. Schließlich muss das Netz mit allen Mitteln gegen Anschläge geschützt werden. Mag sein, dass Handys, auch ausgeschaltete, die nicht im erweiterten Schutzbereich der Trasse angemeldet sind und sich der Trasse auf weniger als 5 Kilometer nähern dann künftig das zuständige SEK alarmieren.
Schön wäre zudem ein Todesstreifen mit Minen, Selbstschussanlagen und Streckmetallzäunen.
 
Da kommt mir eine sonderbare Idee:
 
Warum kann die Trasse denn nicht eigentlich exakt da verlaufen, wo die ehemalige DDR bereits einen ausreichend breiten Streifen als antiimperialistischen Schutzwall hergerichtet und gepflegt hatte. Da ist im Prinzip immer noch alles bereit, bzw. mit geringem Aufwand wieder herzustellen. Und von Nordbayern aus könnte die Trasse dann entlang der Grenze zur Tschechei bis nach Österreich weitergeführt werden.
 
Die Leute dort kennen das doch schon.
Die gewöhnen sich auch wieder dran.
 
 

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 Karl Waldecker
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Kommentare zu diesem Paukenschlag
Sehr geehrter Herr kreutzer
 
Eine schonungslose und berechtigte Abrechnung mit dem bunten Treiben, das Lobbyisten und Regierung in Berlin auf unseren Rücken auskartelln. (nein, kein Schreibfehler). Ist die Situation schon so verfahren? War sie das nicht auch, als sich Menschen aufmachten um "die Grünen" zu werden? Jetzt eine Revolution in der Manier von 1789 zu starten, mag nach der Lektüre dieses Paukenschlags als einzige ernsthafte Lösung erscheinen und es gibt in der Tat in mir Reflexe genau so etwas anzuzetteln.
 
Allerdings glaube ich, dass es dann wohl einfacher gewesen wäre, die Mauern von Heiligendamm, die vor wenigen Jahren zum Schutz der gerade einflussreichsten "G"-Staaten errichtet wurden, in eine Art Schutzhaft umzuwandeln. Und wenn man dieses Szenario weiter denkt, sieht man auch, vor welche Probleme man gestellt wäre. Nicht, dass ich das perverse Volk, das solche Pläne ausheckt und durchpeitscht in Schutz nehmen möchte, die hätten wahrscheinlich eine ganz andere Behandlung verdient. Es ist nur so, dass ich mir an diesen Herrschaften die Finger nicht dreckig machen möchte. Da denken wahrscheinlich eine Menge Menschen in D-Land und sonstwo ähnlich.
Kann man diese Dezentralisierung der Stromversorgung nicht einfach durch technische Maßnahmen erreichen? (Ich spinne jetzt mal etwas rum.) Etwa durch die Solardecke, die über das Balkongeländer eines Hochhauses gelegt und einfach ans Netz gestöpselt im optimalen Fall den Zähler rückwärts laufen lässt? Durch genehmigungsfreie Kleinwindräder? Durch eine grundsätzliche Ausstattung von Häusern mit 12 Volt Anlagen für Lichtstrom und andere Kleinverbraucher die ihre Energie aus 1 - 2 Solarpanels und/oder den genannten Kleinwindrädern beziehen?
 
Eigentlich besteht die einzige Chance darin, die fetten Konzerne nachhaltig überflüssig zu machen. Immerhin sind sie das ja jetzt schon in weiten Bereichen und ihr Handeln wird einzig vom Pfründedenken bestimmt. Also sind sie Schmarotzer am Volk, wie es die kirchlichen Herren zu Beginn der Renaissance noch waren und dann schon wieder im Barock.
Ich finde es befremdlich, dass bei einem Offizialdelikt wie schwerem Kindesmissbrauch, die Kirche offensichtlich ihre eigene, milde Gerichtsbarkeit ausüben darf, während die Menschen die für ihr Leben geschädigt wurden, doch Bürger eines Staates sind, der die Charta der Menschenrechte als verbindliche Gesetzesgrundlage anerkannt hat. ( Ein massenhafter, gedeckter Kindesmissbrauch innerhalb einer Organisation ist doch organisierte Kriminalität, oder?)
 
Wieso die Kirche hier im Zusammenhang mit den Stromriesen? Der Prozess ist immer der Gleiche. Hatten solche Monsterkonstrukte irgendwann einmal einen tieferen Sinn für die Entwicklung dessen, was man heute Deutschland ( Europa oder die westliche Wertegemeinschaft etc...) nennt, gehen sie im Lauf der Zeit dazu über ihre Privilegien zu verselbstständigen und nur noch Pfründe für sich und ihre Nachkommen zu schaffen. Erwerbsloses, produktions- und leistungsloses Einkommen. Jetzt braucht man nur noch ein paar Politiker anzugraben und mit kleinen Geschenken gefügig zu machen.
 
Es wird Zeit, dass sich das Bürgertum, das vor 200 Jahren aufgebrochen ist, den schmarotzenden Adel abzulösen, fragt, ob es den selben Weg gehen will. Oder ob es seine noch vorhandene geistige Kraft und seine kleiner werdenden Möglichkeiten für eine Vision nutzt, die aus Deutschland (Europa, etc...) ein Land macht das nicht von der Ungerechtigkeit und Kastenwesen bestimmt wird, sondern auf Basis von Einigkeit, Recht und Freiheit eine Gesellschaft entwickelt, in der sich das Leben als solches lohnt. Eine Gesellschaft in der Menschen Menschen sind und nicht Herr und Sklave, Schmarotzer und Buhmann. Nicht Getretene und Karrieristen.
 
Eigentlich könnte das sehr schön sein. Wir müssten nur wollen.
 
Egon Hauck

 

 

 

 

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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