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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 4 /2014
vom 30. Januar 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring
 
Zwangs-
 
Eine bitterböse Realsatire
 
Das Gerücht von der drohenden "Zwangsabgabe zur Lösung" ist schon ein paar Jahre alt.

Nun ist es endlich auch bei der Bundesbank angekommen, die sich daher des Werbespruchs eines Pharma-Unternehmens bedienen sollte. Leicht abgewandelt, jedoch mit der gleichen Inszenierung: Große Bildwand, ein Satz, dem einige Buchstaben fehlen - und eine erkennbar ebenso krisengeschüttelt wie naiv wirkende Person ergänzt ungläubig staunend:
 
Ich nehme Zwangsabgabe zum Lösen.
 
Der Moderator, außer sich vor Freude über diese intellektuelle Glanzleistung jubelt sein "Richtig" - und schon kann sie kommen, die allgemeine Zwangsabgabe zum Lösen.
 
 
Anders als bei der Pharmawerbung, wo klar ist, dass eine festsitzende Erkältung "gelöst" werden soll, ist bei der immer realer werdenden Zwangsabgabe vollkommen unklar, was damit eigentlich gelöst werden soll.
 
Infrage kommen unterschiedliche Zielvorstellungen:
    A) Die Endlösung der Euro-Frage
    B) Die Endlösung der Dollar-Frage
    C) Die Endlösung der Staatsschulden-Krise
    D) Die Endlösung der Bankenkrise
    E) Die Endlösung der EU-Machtfrage

 

 
Um der "Lösung" dieser "Sinnkrise" der Zwangsabgabe näher zu kommen, ist es zweckmäßig, zunächst einmal zu klären, wie eine Zwangsabgabe überhaupt organisiert werden kann und welche Wirkungen sie entfalten wird.
 
Die Zwangsabgabe soll auf "Vermögen" erhoben werden.
 
Der Wert der großen Vermögen lässt sich jedoch leider nicht feststellen, bzw. nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand. Genau das ist die offizielle Erklärung dafür, dass in Deutschland seit Jahrzehnten auf die Erhebung der Vermögenssteuer verzichtet wird.
 
Da es bei einer Zwangsabgabe jedoch schnell gehen muss, ist es unmöglich, die seit Jahrzehnten unterlassene Vermögensfeststellung in kurzer Zeit, seien es Tage, Wochen, oder maximal Monate, einigermaßen zutreffend nachzuholen.
 
Wobei es ja nicht ausreichen würde, die Vermögensgegenstände zu erfassen, zu messen, zu zählen und zu wiegen, es stünde ja auch noch die sehr viel schwierigere Frage an, die Vermögensgegenstände zu bewerten.
 
Wie soll der Verkehrswert von Millionen bebauten und unbebauten Grundstücken festgestellt werden? Wie soll der wahre Wert eines Aktiendepots ermittelt werden - doch nicht mit dem aktuellen Börsenkurs? Wie soll Gemäldesammlungen, Garagen voller Oldtimer, ja sogar den Brillant-Colliers im Schlafzimmersafe ein Wert zugemessen werden?
 
Fragen, über Fragen, auf die es seit dem Ende der Erhebung der Vermögenssteuer keine Antwort mehr gegeben hat - und die Antworten, die es damals gab, waren schon so schief, dass das Bundesverfassungsgericht forderte, die Vermögensbesteuerung auf neue Grundlagen zu stellen, um die bestehenden Ungleichheiten zwischen der Besteuerung reiner Geldvermögen und der Besteuerung von Sachvermögen zu beenden.
 
Die Lobbyiste hatten dazu keine Idee, die sie der Politik hätten vorschlagen können, so dass die Politik gar nicht anders konnte, als gleich ganz auf die Vermögenssteuer zu verzichten, anstatt den untauglichen Versuch zu Unternehmen die verfassungswidrigen Ungleichheiten in der Besteuerung auf andere Weise aufzuheben.
 
Den Wert großer Vermögen als Bemessungsgrundlage korrekt festzustellen kann also auch bei einer Zwangsabgabe garantiert nicht funktionieren.
 
Will man also die drohenden, millionenfachen Klagen wegen überhöhter Vermögensbewertung umgehen, wird nur ein Weg übrig bleiben, nämlich die Festlegung so niedriger "Einheitswerte", dass niemand mehr auf die Idee kommen würde, dagegen zu klagen.
 
Außerdem erscheint die Beschränkung des zwangsabgabepflichtigen Vermögens auf die vollständig vom Staat kontrollierten Vermögensgegenstände als vollkommen alternativlos.
 
Das sind bebaute und unbebaute Grundstücke, die zugelassenen Pkws und die Bankguthaben, sowie - und jetzt wird es spannend - die Rückkaufswerte der Lebensversicherungen und die Anwartschaften aus der Rentenversicherung.
 
Sie erinnern sich sicherlich, seit vielen Jahren werden uns die Anwartschaften der Rentenversicherung von ausgewiesenen Experten als bereits bestehende Staatsverschuldung dargestellt und müssen daher, den Experten sei Dank, selbstverständlich auch in die Ermittlung des zwangsabgabepflichtigen Vermögens einbezogen werden.
 
Warum sollten also in den aktuellen Referenten-Entwürfen zur Zwangsabgabe nicht die folgenden Wertansätze bereits festgeschrieben worden sein?
 
Unbebaute Grundstücke aller Art
im Privatbesitz, gleichgültig ob baureif oder saure Wiese im Überschwemmungsgebiet:

pro m² Grundstücksfläche
 
10,00 Euro

Bebaute Grundstücke aller Art
im Privatbesitz, gleichgültig ob baufälliges Gehöft oder Luxusvilla

 pro m² Wohn-/Nutzfläche
100,00 Euro

Privat genutzte Pkws
unabhängig von Marke, Typ oder Baujahr

 pro Pkw
10.000,00 Euro

Rückkaufswert von Lebensversicherungen

 aktueller Rückkaufswert zu
100,00 Prozent

Bankguthaben
bei deutschen Instituten

 Summe aller Habensalden aller Konten zu
100,00 Prozent

Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung

Summe der zu erwartenden Rentenzahlungen in 25 Jahren Rentenbezug unter Berücksichtigung einer jährlichen Rentensteigerung um 2,5 Prozent

100,00 Prozent

 
 
Alle übrigen Vermögensgegenstände bleiben von der Zwangsabgabe insoweit unangetastet, als sie lediglich mit einem Pauschalbetrag von 10.000 Euro pro volljähriger natürlicher Person in Ansatz gebracht werden.
 

Unternehmens- und Stiftungsbesitz
kann nicht angetastet werden, da damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft geschädigt würde.

Aktien, als Anteile an Unternehmen,
können aus vorgenanntem Grund ebenfalls nicht angetastet werden.

Kirchen- , Parteien- und Vereinsvermögen
dienen dem Gemeinwohl und können deshalb nicht angetastet werden. Bei Kirchenvermögen sind zudem die Bestimmungen des Konkordats und bei Parteivermögen die Bestimmungen des Parteiengesetzes zu verachten. Die Andersbehandlung von Vereinsvermögen verbietet wiederum der Gleichbehandlungsgrundsatz.
 
Staatsanleihen
können nicht berücksichtigt werden, da deren Inhaber ja damit bereits einen Beitrag zur Staatsfinanzierung geleistet haben
 
- und, last but not least -
 
alle übrigen Vermögensgegenstände
entziehen sich einer gerechten Erfassung und können daher gar nicht anders als über eine Kopfpauschale (poll tax) einbezogen werden.

Auf dieser genial einfachen Bewertungsbasis unter Ausschluss aller nur mit größtem Aufwand erfassbaren Vermögensgegenstände wäre die Feststellung der Privat-Vermögen der gut 80 Millionen Bundesbürger leicht und innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit möglich. Es ist daher anzunehmen, dass die entsprechenden Auswertungs-Programme bereits fix und fertig ausgetestet nur auf ihren Einsatz warten.
 
Damit ist auch die Versendung der Zwangsabgabenbescheide nur noch ein kleines logistisches Problem.
 
Sehr vorausschauend gedacht ist der Gedanke, dass die Zustellung der Bescheide zugleich die Information über den bereits erfolgen Einzug der Abgabe darstellt, was einen Widerspruch gegen den Bescheid zwar nicht ausschließt, den Einzug der Abgabe jedoch auch nicht verhindern kann.
 
Die Idee für dieses geniale Verfahren entstand aus der zunächst unlösbar erscheinenden Frage, wie denn der Einzug der Zwangsabgabe organisiert werden könne.
 
 
Wer hat schon so viel flüssige Mittel herumliegen?
 
10 Prozent des Vermögens liquide zu halten ist ja geradezu fahrlässig, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Währung so unsicher ist, dass eine Zwangsabgabe zu ihrer Rettung beschlossen werden muss.
 
Doch auch dafür wurde jene eine einfache und ausgesprochen elegante Lösung gefunden, deren Umsetzung so einfach ist, wie das genüssliche Saugen an der Mutter Brust ...
 
Der Zwangskredit
für Haus-, Grund-, Pkw- und Geldbesitz.
 
Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird allen Bundesbürgern ein Darlehenskonto einrichten und die fällige Zwangsabgabe als Darlehen einbuchen, die Darlehensauszahlung jedoch direkt an die Staatskasse erbringen.
 
Wolfgang Schäuble höchst persönlich erteilt der KfW daraufhin die Lastschrifteinzugsermächtigung nach dem SEPA-Verfahren auf alle bekannten Konten aller Bürger für die allfälligen Rückzahlungsraten .

Monat für Monat darf die KfW dann 1% Tilgung und 0,45 Prozent Zinsen auf die gewährten Darlehen einziehen.

Den Zahlungspflichtigen steht allerdings ein unegrenztes Sonderkündigungsrecht zu, das heißt, sie können den Darlehensbetrag auch vorzeitig vollständig tilgen.
 
Aufgrund der vergleichsweise hohen Zinsen und der hohen Tilgungsrate werden also viele Zwangsabgabepflichtige bei ihren Hausbanken um Kredite nachsuchen, z.T. Hypotheken auf ihre Häuser und Grundstücke aufnehmen, was selbstverständlich auch der Stärkung des Bankensektors dient.
 
Auf diese Weise werden Staatsschulden elegant in Privatschulden umgewandelt, ohne dass es dazu der Anwendung komplizierter Steuergesetze bedarf.
 
Ergänzend erfolgt
 
 
Die Zwangsminderung
für Ansprüche aus Lebensversicherungen und Rentenanwartschaften.
 
Die Lebensversicherer
werden verpflichtet, 10% der bei Ihnen zu Buche stehenden Rückkaufswerte direkt an die Staatskasse zu überweisen und die betroffenen Verträge entsprechend zu reduzieren.

Reicht die Liquidität der einzelnen Gesellschaften der Assekuranz nicht aus, können auch diese Kredite der KfW zu - wegen der höheren Bonität - besseren Konditionen als die private Zwangskundschaft in Anspruch nehmen.

Ziel ist dabei letztlich, die Lebensversicherungen dazu zu bewegen, ihre wegen der Minderung der Rückkaufswerte nicht mehr benötigten Vermögenswerte aufzulösen, also z.B. den Immobilienbesitz zu reduzieren und damit das von ihnen gebundene werthaltige Vermögen dem Markt zurückzugeben, der darauf schon lange sehnsüchtig wartet.
 
Die gesetzliche Rentenversicherung
wird gleichermaßen die Anwartschaften der Versicherten reduzieren, hat allerdings im Gegenzug keine Geldleistung an den Staat zu erbringen, sondern muss stattdessen bis zur vollständigen Tilgung des geschuldeten Betrages (also etwa fünf Jahre) auf den "Staatszuschuss" zur Rentenversicherung verzichten.
Da in dieser Zeit die Beitragsleistungen nicht ausreichen werden, die fälligen Rentenzahlungen auch leisten zu können, wird der gesetzlichen Rentenversicherung gestattet, sich auf dem Kapitalmarkt über die Ausgabe von Pfandbriefen zu refinanzieren.
 
 
Problem gelöst
 
Staatsschulden sind in Privatschulden umgewandelt.
 
Zukünftige Privatansprüche sind zu sofort fälligen Ansprüchen des Staates geworden.
 
Das Aufkommen wird alle Erwartungen übertreffen.
 
Alleine aus der Reduzierung der Rentenanwartschaften ergeben sich rund 400 Milliarden Euro als sofort verfügbare Liquidität für den Staat.
 
Aus der Pauschale für sonstiges Vermögen aller volljährigen natürlichen Personen sind weitere 60 Milliarden Euro einzutreiben.

Mit den 40 Milliarden aus der Pkw-Besitz-Pauschale wird dann die Zielmarke von 500 Milliarden Euro bereits vollständig erreicht, wenn nicht gar knapp überschritten.
 
 
 
Da bilden die 10 Milliarden aus unbebauten Grundstücken in Privatbesitz und die vielleicht 40 Milliarden aus den bebauten Grundstücken in Privatbesitz nur noch das so genannte "Sahnehäubchen", auf das im Grunde leicht auch verzichtet werden könnte.
 
Doch dieser Verzicht ist leider aus taktischen Gründen ausgeschlossen.
 
Die beabsichtigte Vermögensabgabe darf ja, um allgemeine Akzeptanz bei Lieschen Müller und Max Mustermann zu finden, nicht nur den Anschein von Gerechtigkeit erwecken, sie muss einigermaßen seriös gerecht wirken. Deshalb kann gerade die Masse der kleinen Eigenheimbesitzer und Wohnungseigentümer natürlich nicht vom großen Aderlass ausgenommen werden, zumal es mit den Ausnahmen für Wertpapierbesitz, Unternehmenseigentum, Stiftungen, Vereine und Parteien, die aus strukturellen und organisatorischen Gründen nicht in die Abgabe einbezogen werden können, schon genug unvermeidliche Ausnahmen gibt. Doch die werden, wegen der geringen Zahl der Begünstigten, weit weniger Neid und Missgunst hervorrufen, als würden die vielen Nachbarn mit Wohneigentum verschont, während das eigene Sparkonto geplündert wird.
 
Fazit
 
Mit einem relativ kleinen Beitrag für den Einzelnen, im Durchschnitt werden ja pro Bundesbürger nur 6.875 Euro fällig, kann Deutschland jenen großen Schritt für die Menschheit gehen, der es ermöglicht, das Staatsschuldenkriterium des Maastricht-Vertrages wieder für etliche Jahre beinahe einhalten zu können.
 
 
 
Ja, aber das war ja nicht die Frage.
 
Herausgefunden werden sollte, welches Ziel mit der Zwangsabgabe erreicht werden soll:
      A) Die Endlösung der Euro-Frage
      B) Die Endlösung der Dollar-Frage
      C) Die Endlösung der Staatsschulden-Krise
      D) Die Endlösung der Bankenkrise
      E) Die Endlösung der EU-Machtfrage

 

 
 
Die Endlösung der Euro-Frage?
 
Wie denn?
 
Wenn ganz überwiegend Staatsschulden durch Privatschulden und Anspruchskürzungen ersetzt werden, dann ändert sich doch an der Stabilität der Gemeinschaftswährung nichts.
 
Dadurch, dass Rentner noch ärmer gemacht werden, als sie sowieso schon gemacht werden, gibt es weder einen Aufschwung auf dem Binnenmarkt, aus dem weitere Staatseinnahmen gezogen werden könnten, noch ändert das etwas an der Dominanz Deutschlands in der Euro-Zone, weshalb auch keine grundlegende Änderung der Währungspolitik zu erwarten ist, was wiederum bedeutet, dass die Euro-Krise noch lange, lange schwelen wird.
 
 
Die Endlösung der Dollar-Frage?
 
Mit der Abwälzung von Staatsschulden (hohe Bonität) auf Privatleute (geringere Bonität) sinkt natürlich die Attraktivität der Währung Euro bei den internationalen Anlegern.
 
Diese werden sich also vom Euro abwenden und selbstverständlich - schon wegen des Urteils der Ratingagenturen - wieder für alle Euro-Schuldner höhere Risiko-Aufschläge fordern,
während der US-Dollar, statt endlich den verdienten hinteren Platz in der Rangreihe der Weltwährungen einzunehmen, den er längst verdient, einen neuen Aufschwung erleben wird, was den USA weiteres Aufrüsten und weitere Kriege in aller Welt ermöglichen wird.
 
 
Die Endlösung der Staatsschulden-Krise?
 
Doch nicht so.
 
Wer sich den Binnenmarkt ruiniert, die Staatseinnahmen über Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Mineralöl- und Ökosteuer, Stromsteuer und weitere Verbrauchssteuer aber zum ganz überwiegenden Teil auch weiterhin von den abhängig Beschäftigten und den Rentnern holen will, statt hohe Einkommen und hohe Vermögen heranzuziehen, wird bei einem derartigen Aderlass kaum über ausreichende Einnahmen verfügen, um aus der Netto-Neuverschuldung in eine Netto-Tilgung zu gelangen.
 
 
Die Endlösung der Bankenkrise?
 
Kein Banker kann so blöd sein, die komfortabelste Situation, in der sich Banken je befunden haben, von sich aus zu beenden.
 
Wenn mit der Zwangsabgabe 550 Milliarden Privatvermögen aufgebracht werden, um die Banken und ihre Einleger in der selbstverschuldeten Dauerinsolvenz nicht alleine zu lassen, was sollte ein Banker da noch fürchten?
 
Das BaFin?
Den Euro-Crashtest?
Die neuen Basel-Kriterien?
 
Das wäre ja lächerlich. Noch nie ist den Banken so locker und umstandslos so viel Geld zugeflossen, wie in der Krise, und noch nie konnten Banken so locker und umstandslos die Milliarden im Nebel der Finanzmärkte zu Gunsten unerkannt bleibender Dunkelmänner versenken wie heute.

Nein. Die Bankenkrise gehört solange zum unveräußerlichen Kriseninventar der EU, wie sich noch eine Handvoll Figuren in Kommission und Rat finden, die für die alternativlose Fortsetzung der Bankenrettung plädieren. Und die werden sich noch lange, lange finden lassen, denn strafrechtlich relevant ist ihr Tun und Lassen ja nicht.
Und wenn es so wäre, dann wäre es eben das Tun und Lassen des ESM, dort ist man von vornherein in jeder Hinsicht juristisch unangreifbar, und für den Personenschutz stehen - falls es Hart auf Hart kommen sollte - schier unerschöpfliche Mittel bereit.
 
 
Die Endlösung der EU-Machtfrage?
 
Es kann nichts anderes mehr sein.

Wer anderen Nationen eine Zwangsabgabe auf die Privatvermögen ihrer Bürger aufzwingen kann, der ist der wahre Machthaber in der EU.
 
Alleine mit diesem Mittel kann jede Regierung gestürzt werden, indem man das Volk gegen sie aufbringt und man kann dem gleichen Volk dann eine Regierung vorsetzen, die sich noch mehr an das Diktat gebunden fühlt und es noch rigoroser gegen das eigene Volk durchsetzen wird, als die soeben voller Hoffnung auf Besserung gestürzte.
 
Alleine mit der Androhung der Zwangsabgabe können politische Widerstände gebrochen und Kapitalströme ins Rollen gebracht werden, weil die so Bedrohten hoffen, mit ihren Zugeständnissen wenigstens die eigene Existenz zu retten.
 
Dass der wahre Boss, quasi der Pate der EU, dieses Mittel selbstverständlich auch bei den eigenen Bürgern anwenden wird, die sich ja genauso wenig wehren können wie alle anderen, versteht sich von selbst. Das rechtfertigt es doch erst, die Maßnahme auch anderen anzudrohen und ist Ausdruck großer Ernsthaftigkeit und wahren europäischen Geistes.
 
Das Geist und Gespenst oftmals gleichbedeutende Ausdrück sind, sei hier ausdrücklich erwähnt.
 
 
 
Karl der Große ist seit dem 28. Januar des Jahres 814 n.Chr. tot.

Sein europäisches Kaiserreich fiel nach seinem Tod schnell wieder auseinander.
Erst mit der EU hat sich - 1.200 Jahre später - erneut ein großes europäisches (Staats-) Gebilde entwickelt, dass dem Karls des Großen gleichkommt.
 
Anfangs sah es nach einem friedlichen, einvernehmlichen Miteinander aus.
 
Doch je enger die Verträge der EU den noch existierenden Einzelstaaten die Schlinge um den Hals zuziehen, desto schwerer ist die Frage zu beantworten, wer dieser EU Ziel und Richtung vorgibt, wer danach strebt, alle Macht Europas auf sich zu vereinigen.
 
Ein wirklich großer Karl ist nirgends in Sicht. Und die kleinen Karle, die vornean stehen und den Gestank der Macht verbreiten, sind allesamt nur austauschbare Figuren auf einem Spielbrett, die sich nach dem Willen unsichtbarer Big Player gegenseitig bekämpfen.
 
 
Noch erleben wir ein Gezerre um die Macht, wenn es auch nur noch drei ernstzunehmende Mitspieler gibt: die Briten, die Franzosen - und die Deutschen.
 
Im Augenblick sieht es noch so aus, als würden die Deutschen die Oberhand gewinnen, doch gleichgültig, wer den Sieg für sich erringen wird: Die offen zur Schau getragene Übermacht eines Nationalstaats über den Rest der europäischen Nationen wird diese EU wieder in Stücke reißen.
 
Also muss die Zwangsabgabe auf Vermögen langfristig als ein weiterer Schritt zur Zerstörung der EU angesehen werden.
 
Ein Befreiungsschlag für alle, die sich - mehr oder minder aus Gier - haben einbinden lassen, um zu erleben, dass die EU ihre Macht nicht erweitert, sondern bis zur Unkenntlichkeit eingeschränkt hat. Eine Macht, die ihnen von ihren Völkern verliehen wurde, eine Macht, die diese Völker eines Tages zurückfordern werden.
 
 
Doch auch dafür ist es zu spät.
 
"Uncle Sam" steht als lachender Dritter schon bereit, um das Machtvakuum zu füllen, das mit der Implosion der EU und des Euro entstehen wird.
 
Vielleicht möchten Sie jetzt ja noch einmal zurück zur Vorstellung des neuen Buches von Florian Stumfall "Das EU-Diktat - Vom Untergang der Freiheit in Europa".
 
Das freut mich. Hier ist der Link auf die Buchvorstellung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Gerne erinnere ich heute daran, dass die wichtigsten und über den Tag hinaus gültigen Paukenschläge aus den Jahren 2003 bis 2011 auf insgesamt über 800 Druckseiten in zwei Hardcover-Bänden nachgelesen werden können.
 
...
 
Da werden Erinnerungen wieder lebendig, vor Jahren getroffene Vorhersagen lassen sich im Nachhinein überprüfen, und wer meine Seiten erst frisch entdeckt hat, hat damit die beste Möglichkeit, sich einzulesen und das Gedankengebäude zu erkunden, auf dem auch meine aktuellen Beiträge aufbauen.
 
Diese Paukenschlagbücher sind übrigens auch - einzeln oder im Doppelpack -
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Weitere wichtige Bücher mit guten Gedanken für eine bessere Welt:
 
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Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen
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 Egon W. Kreutzer
Eigentum und Teilhabe (WWW Band IV)
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 Freimut Kahrs
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GLOCALIS - die Welt fair ändern
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
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