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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 3 /2014
vom 23. Januar 2014


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring
 
 
Pflegerat - Pflegetag - Pflegemisere
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. hat erstmals zum Deutschen Pflegetag eingeladen. Der Pflegetag hat heute begonnen und wird erst am Samstag enden.
 
Diese Ausdehnung eines Tages auf mehr als 48 Stunden erscheint mir symptomatisch für einen Teil der Pflegemisere. Jenen Teil, der gekennzeichnet ist durch den Zeitmangel, durch Pflege im Minutentakt, die kaum mehr "Pflege" genannt werden kann, weil mit den Pflegebedürftigen eben gar nicht "pfleglich" umgegangen werden kann, weil das Arbeitspensum der Pflegenden dies gar nicht mehr zulässt.
 
Von Andreas Westerfellhaus, seit 2009 Präsident des Deutschen Pflegerates,
hörte ich heute Morgen, einigermaßen verklausuliert die Botschaft, dass zunächst einmal festgehalten werden müsse, was "Pflege" leisten soll, bevor die Frage nach dem Personal gestellt wird - und, in diesem Zusammenhang, dass es ausgebildetes Personal ja gäbe, dass es eben nur nicht eingestellt wird.
 
In der Ankündigung des ersten Deutschen Pflegetages heißt es auf der Homepage des Deutschen Pflegerates:
 
Die „Herausforderung Pflege“ wollen wir damit – nach jahrelanger Stagnation und zeitnah zur Konstituierung der neuen Bundesregierung – in den Fokus der gesellschaftlichen und politischen Debatte rücken und den Kongress zur zentralen Plattform für alle Beteiligten zum Thema Pflege entwickeln.
 
Ich glaube, wir alle können gespannt sein, zu welchen Ergebnissen der Deutsche Pflegetag gelangt und wie diese von der neuen Bundesregierung aufgenommen und umgesetzt werden.
 
"Pflege" ist ein Milliardengeschäft, das um so lohnender betrieben werden kann, je geringer der für die eigentliche Pflege zu erbringende Aufwand ausfällt.
 
Zuletzt habe ich mich mit dieser Thematik im Februar 2007 beschäftigt. Die Argumente, die ich damals vorgetragen habe, sind unverändert gültig. Zum Teil mögen sich die angegebenen Preise verändert haben, womöglich ist das beispielhaft angeführte "Geschäftsmodell" inzwischen durch ein noch schöneres ersetzt, doch am Prinzip und an den Zuständen hat sich nichts geändert.
 
Hier ist er daher noch einmal, unverändert und in voller Länge:
 
 
 

  Paukenschlag
am Donnerstag

der wöchentliche Kurzkommentar (No. 6)


Egon W. Kreutzer - 8. Februar 2007


Kosten- und Gewinnsituation
im Pflegegeschäft

Was Pflege taugt, ob man sich im Pflegeheim als Gast, als Bewohner, als Pflegeobjekt oder als Insasse fühlt, das ist eine Fragestellung, die ich an dieser Stelle nicht beleuchten will.

Was es dazu zu sagen gibt, hat der in München lebende Sozialpädagoge Claus Fussek, Leiter der Vereinigung Integrationsförderung e.V., in seinem Buch "Alt und abgeschoben" hinreichend beleuchtet und in vielen Beiträgen in den Medien - so sie es ihm denn ermöglichten - erläutert. (Am Ende dieses Beitrags gibt es einen Link zu ihm.)

Sein Engagement für menschenwürdige Lebensbedingungen bedürftiger Menschen hat ihn dazu bewegt, bestimmte

Mindestanforderungen für Pflegeheime in Deutschland

zu formulieren, die ich hier gerne übernehmen und weiterverbreiten will, weil es ohne das Wissen um die Notwendigkeit, solche Mindestanforderungen aufzustellen, kaum vorstellbar ist, dass es immer noch Pflegeheime gibt, die nicht einmal dies gewährleisten:

JEDER pflegebedürftige Mensch
muss TÄGLICH seine Mahlzeiten und ausreichend Getränke/Flüssigkeit
in dem Tempo erhalten, in dem er kauen und schlucken kann.
Magensonden und Infusionen dürfen nur nach ausdrücklicher und (regelmäßig) kontrollierter medizinischer Indikation verordnet werden.
JEDER pflegebedürftige Mensch
muss TÄGLICH so oft zur Toilette gebracht oder geführt werden, wie er es wünscht!
JEDER pflegebedürftige Mensch
muss TÄGLICH (wenn gewünscht!) gewaschen, angezogen, gekämmt werden und sein Gebiss erhalten (Mundpflege!).
JEDER pflegebedürftige Mensch
muss (auf Wunsch) TÄGLICH die Möglichkeit bekommen, sein Bett zu verlassen und an die frische Luft zu kommen
JEDER pflegebedürftige Mensch
muss die Möglichkeit haben, seinen/ihren Zimmerpartner zu wählen bzw. abzulehnen.
JEDER pflegebedürftige Mensch
muss die Möglichkeit haben, sich in seiner Muttersprache zu verständigen. Kommunikation ist ein Grundrecht!
JEDER pflegebedürftige Mensch
muss die Sicherheit haben, dass ihm in der Todesstunde jemand die Hand hält, damit er nicht alleine oder einsam sterben muss!



Aber Claus Fussek hat, über diese Mindestanforderungen an die Leistungen der Pflegeeinrichtungen hinaus, eine weitere Forderung gestellt, nämlich die Forderung nach der Kostentransparenz in den Pflegeheimen.

Er will wissen, wo die 3.000 bis 3.500 Euro im Monat bleiben, die ein Pflegeplatz in einem deutschen Heim durchaus kosten kann.


Zur Aufklärung dieser Frage möchte ich heute einen Beitrag leisten.

Es wird dabei nicht gelingen, Euro für Euro und Cent für Cent nachzuweisen, wo die Pflegemilliarden versickern, dafür sind die Gegebenheiten viel zu uneinheitlich, die Kostensätze und die Leistungen von Heim zu Heim viel zu unterschiedlich und die Gestaltungsmöglichkeiten zu vielfältig, während die Gestalter und eigentlichen Nutznießer häufig völlig anonym bleiben.

Aber der Nachweis, dass es gar nicht anders sein kann, als dass sich in dieser, unserer Gesellschaft im Pflegegeschäft etliche "Mitspieler" dumm und dämlich verdienen, dass Milliarden abgezockt werden - während immer noch nicht genug getan wird, um die von Claus Fussek aufgestellten Mindestanforderungen zu erfüllen, dieser Nachweis sollte eigentlich - zumindest in Form einer rein logischen Analyse - geführt werden können.

Ich will daher versuchen darzulegen, dass eine gute Pflege - und die wäre leider viel zu oft eine bessere Pflege, als die heute übliche - schon für die Hälfte der heute üblichen Sätze erbracht werden könnte.


Im Einzelnen werden folgende Kernaussagen zu belegen sein:


Gebäude- und Investitionsaufwand

Die Kosten für das Gebäude, ob Abschreibungen, Mieten oder Pachten, sind in aller Regel vollständig, oder doch zumindest weitgehend, durch öffentliche Mittel gedeckt.

Darüber hinaus in Rechnung gestellte, sogenannten "Investitionsaufwendungen", spiegeln in erster Linie das Ausmaß der Bereicherung bei der Erstellung der Bauwerke wider - sie haben mit den notwendigen Kosten für den Betrieb einer Pflegeeinrichtung nichts, oder nur sehr wenig zu tun.

 

Unterkunft und Verpflegung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden oft vergleichsweise niedrig angesetzt. Bei ordnungsgemäßem Betrieb sind Sätze von 12 bis 15 Euro pro Tag durchaus gerechtfertigt.

 

Pflegeaufwand

Die Differenz zwischen der Bezahlung der Pflegekräfte und den in Rechnung gestellten Preisen für die Pflegeleistung ist nicht zu erklären. Es sieht so aus, als würden die Pflegesätze nicht an den Kosten, sondern an den Erstattungsbeträgen der Pflegeversicherung bemessen.

 

Pflegekosten insgesamt

Für einen typischen stationären Vollzeit-Pflegeplatz in der Pflegestufe II sollte - bei guter Pflegeleistung und guter Führung einer Pflegeeinrichtung - der nachstehende Kostenrahmen nicht überschritten werden:

Kosten der Pflege:

 25 bis 30 Euro pro Tag

Kosten der Unterkunft und der Verpflegung:

 12 bis 15 Euro pro Tag

Investitionsaufwand:

 0 bis 5 Euro pro Tag

Insgesamt:

 37 bis 50 Euro pro Tag

Das ist jedoch nur etwa die Hälfte dessen, was durchschnittlich tatsächlich in Rechnung gestellt wird.


Wie die überhöhten Kosten
zustande kommen


Gebäude- und Investitionsaufwand

Die Ausgangslage ist leicht beschrieben:

Ein Platz im Pflegeheim ist für seine Bewohner ungefähr so komfortabel wie ein Bett im Krankenhaus. Der Pflegebedürftige und seine persönliche Habe können auf sehr geringen Flächen untergebracht werden. Das beginnt bei etwa 5 bis 8 Quadratmetern im Doppelzimmer und hört - für den einigermaßen betuchten Normalsterblichen - bei 12 bis 15 Quadratmetern im zuschlagspflichtigen Einzelzimmer auf.

Aus diesem Platzangebot ließe sich der "Mietanteil" der Pflegekosten relativ leicht ermitteln:

 

 7

  Euro pro Quadratmeter,  monatliche netto Kaltmiete,
 +

  3

 Euro pro Quadratmeter  monatliche Nebenkosten
 =

 10

 Euro pro Quadratmeter  Brutto-Miete

Folglich 100 Euro pro Monat oder 3,30 Euro pro Tag bei durchschnittlichen 10 m² .

- wenn es einen gerechtfertigten "Mietanteil" in den Pflegesätzen denn überhaupt gäbe!

 

Es gibt ihn aber nicht.

Herstellung und Unterhalt der Gebäude - oder, wenn es sich um Miet- oder Pachtobjekte handelt, die Miet- bzw. Pachtkosten - werden grundsätzlich durch öffentliche Fördermittel aufgebracht.

Zusätzliche Kosten "sogenannte Investitionsaufwendungen" für die Bereitstellung der Räumlichkeiten dürfen nach gültigem Recht (SGB Band 11, §82) nur verlangt werden, wenn die öffentlichen Fördermittel nicht ausreichen.

Doch eigentlich sollten die sogar reichlich ausreichen.


Der Landkreis München, zum Beispiel, hat festgelegt, dass die Schaffung neuer vollstationärer Pflegeplätze mit 20.010 Euro pro Stück gefördert wird; am Umbau bestehender (mindestens 30 Jahre alter) Pflegeplätze beteiligt sich der Landkreis mit immer noch 15.340 Euro - pro Stück.

Ist das viel Geld, oder wenig?

Augusta Ziegelhaus, ein Bauunternehmen, das schlüsselfertige Wohnhäuser errichtet, nennt im Jahre 2006 folgende Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche.

"Durchschnittlich große unterkellerte Häuser liegen bei uns in einer Preisspanne pro Quadratmeter Wohnfläche von € 1.550,-- bis € 1.680,-- schlüsselfertig."

Damit ließe sich - sogar zu den Preisen von Einfamilienhäusern - das zuschlagspflichtige Einzelzimmer im Pflegeheim errichten.

Doch auch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die Errichtung eines Wohnhauses ergibt einen deutlich höheren Preis pro m² Wohnfläche, als die Errichtung einer Bettenabteilung in einem Pflegeheim. Das Grundstück, die Baukosten und sogar die Möblierung sollten also mit den öffentlichen Zuschüssen eigentlich bezahlt sein -. trotzdem finden sich bei fast allen Heimen sogenannte "Investitionsaufwendungen" als Bestandteil des Pflegesatzes, die mit rund 20 Euro pro Tag - und mehr - zu Buche schlagen.


Was kann diesen ganz erheblichen "Kosten"-Anteil verursachen?
Welche Investitionssummen müssen dem zugrunde liegen?


Geht man davon aus, dass das Gebäude eines Pflegeheimes eine Nutzungsdauer von nur 30 Jahren hat, dass das Haus eine durchschnittliche Auslastung von 90 % erreicht und für einen Pflegeplatz pro Tag 20 Euro als Investitionsaufwendung gefordert werden, dann ergibt sich - bei 100%iger Kreditfinanzierung zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 7 Prozent - wenn zum Ende der Nutzungsdauer die Kredite vollständig getilgt sein sollen eine anfängliche Kreditsumme von 80.000 Euro - und wenn die nach 30 Jahren getilgt ist, dann sind dafür zusätzlich 110.000 Euro an Zinsen geflossen.

Allerdings sind Gebäude länger nutzbar. 50 Jahre sind eigentlich das Minimum für massive Bauwerke, 100 Jahre keine Seltenheit. Das muss man sich - zur Abrundung der Vorstellung - immer wieder vor Augen führen.


Was an einem Pflegeplatz, der mit 20.000 Euro öffentlicher Mittel finanziert wird, weitere 80.000 Euro Investitionsmittel verschlingen könnte - darüber haben sich nicht etwa Pflegekräfte und Ärzte die Köpfe zerbrochen, sondern ausgebuffte Finanzhaie.

 

Das Prinzip sieht ungefähr so aus:
(Eventuelle Ähnlichkeiten mit einem konkreten Projekt und dessen Beteiligten sind rein zufällig)

 

Ein Unternehmen, dass ständig nach Geldanlagen für Kundengelder suchen muss, eine Lebensversicherung zum Beispiel, eine Bank oder eine andere Finanzanlagegesellschaft, entdeckt ein schönes, großes, wunderbar gelegenes und spottbilliges Grundstück, 6.000 m² Wiese, mitten im Wald - im Thüringer Wald.

Einer der höheren Angestellten, ein Vorstandsmitglied oder Generaldirektor, bittet seine Frau, seinen Sohn oder seine Schwiegermutter, dieses Grundstück zu erwerben. Für 1,50 Euro pro Quadratmeter wechselt der Grund den Eigentümer.

Ist das erledigt, wird eine Projektentwicklungsgesellschaft als Tochter der Immobilienverwaltungstochter des Finanzunternehmens gegründet, die mit dem schönen Namen "Thüringer Wald No 1 Projektentwicklungsgesellschaft m.b.H." versehen, den Auftrag erhält, mitten im Thüringer Wald ein Pflegeheim zu projektieren und vor allem die Vermarktung des Objektes in Form eines geschlossenen Immobilienfonds vorzubereiten.

Schon nach ganz kurzer Zeit wird der Geschäftsführer dieser Gesellschaft auf der Suche nach dem geeigneten Grundstück fündig, die ersten Gespräche mit der das Eigentum haltenden Schwiegermutter laufen vielversprechend, es fehlt nur noch an der Erschließung. Der Bürgermeister, zu dessen Gemeinde das Wiesenstück im Wald gehört, ist von der Vorstellung, eine Anstalt mit vielen, vielen Arbeitsplätzen bei sich ansiedeln zu können, ganz wirr im Kopf und verspricht, den Anschluss an Wasser und Kanal auf Gemeindekosten zu besorgen und den Waldweg, der sich von der Gemeindegrenze über märchenhafte 825 Meter mit sanfter Steigung bis zur Grundstücksgrenze schlängelt, mit Hilfe einer ordentlichen Asphaltdecke zur befahrbaren Straße zu machen.

Innerhalb kürzester Zeit ist der Handel perfekt und das durch die Erschließungszusage wertvoll gewordene Grundstück wird von der Projektierungsgesellschaft erworben (jedenfalls zur Hälfte - die andere Hälfte kommt später) zu einem Preis von 60 Euro pro Quadratmeter.

Wer nicht professionell mit Grundstücken handelt, kann einen solchen Wertzuwachs unversteuert einstecken - ansonsten ist ein pauschaler Steuersatz von 20% auf den Veräußerungsgewinn fällig - und das ist im Vergleich zur Lohnsteuer immer noch sehr günstig - aber für Lohn muss man ja arbeiten, und nicht nur Steuern, sondern auch Beiträge zahlen, auch zur Pflegeversicherung...

Das Grundstück ist im Wert von knapp 10,000 auf rund 350.000 Euro gestiegen. Zieht man Kosten für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch ab, ist auf diese Weise jemand um rund 300.000 Euro reicher geworden - lange bevor überhaupt der erste Pflegefall auch nur eine Minute bepflegt worden ist.

 

Nun sucht sich die "Thüringer Wald No 1 Projektentwicklungsgesellschaft m.b.H." einen kurz vor der Insolvenz stehenden Architekten, winkt mit einem fetten Aufrag, zahlt hin und wieder einen kleinen Abschlag auf das Honorar und lässt den guten Mann ein 300-Betten-Pflegeheim mit allem Komfort auf der grünen Wiese mitten im Wald planen.

Außerdem werden die ersten Prospekte gedruckt, in welchen die Fondsanteile für die "Residenz Haus Mondenschein - Thüringer Wald No. 1 GmbH und Co. KG" in den höchsten Tönen beworben werden.

Nicht nur, dass es den Gepflegten dort besser ginge, als an jedem anderen Ort der Welt, wird dort auf Hochglanzpapier mit hübschen Waldbildern und Architekturskizzen behauptet, auch dass es den Anlegern mit ihrem Fonds-Anteil besser ginge, als mit jedem anderen Papier - wegen der hohen Verlustzuweisungen in der Investitionsphase und den hohen Gewinnen in der Nutzungsphase.

Mit nur 30.000 Euro könne man sich einen Tausendstel-Anteil an der Residenz sichern. Erhielte Verlustzuweisungen von mindestens 70.000 Euro in den beiden ersten Jahren - und danach langsam steigende Gewinne von anfangs 3,5 später bis zu 9 Prozent auf das eingesetzte Kapital, das ja eigentlich, bei richtiger Nutzung der Verlustzuweisungen, gar nicht selbst aufgebracht werden müsste, sondern vom Staat durch den Steuerstundungseffekt "quasi kostenlos" beigesteuert und bis zur steuerlichen Wirksamkeit durch ein renommiertes Bankinstitut zu angemessenen Konditionen vorfinanziert würde.

Damit die Verluste auch eintreten, stellt die Projektentwicklungsgesellschaft der Fondsgesellschaft nun erst einmal eine dicke Rechnung für die bereits erbrachten Vorleistungen und den durch ihre Initiative geschaffenen "Geschäftswert" - die Rechnung beläuft sich auf ungefähr 5 Prozent des Gesamtvolumens des Fonds von 30 Millionen, das bewegt werden soll - und schon sind weitere 1,5 Millionen Euro über den Jordan, lange bevor auch nur einem Pflegebedürftigen auch nur eine Pflegeminute zuteil geworden ist.

Gleichzeitig wird das halbe Grundstück, das im Besitz der Projektentwicklungsgesellschaft ist, an die Fondsgesellschaft verkauft. Diesmal ohne nennenswerten Aufschlag.

Dann kommt - wie auf ein verabredetes Zeichen hin - der Architekt und erklärt, dass er mit der Hälfte des Grundstücks, die bereits erworben sei, wegen der Hanglage, der Bodenbeschaffenheit und anderer Probleme, den Planungsauftrag nicht erfüllen könne, die Fondsgesellschaft müsse, wenn überhaupt etwas Vernünftiges gebaut werden soll, versuchen, die andere Hälfte der Wiese dazu zu erwerben.

Da es sich nun um ein 30-Millionen-Projekt handelt, an dem 1.000 Anleger verdienen wollen, gibt auch die Grundstückseignerin ihre schamhafte Zurückhaltung auf und bietet die zweiten 3.000 m² für immer noch maßvolle 120 € pro Quadratmeter an.

Nun ist es an der Zeit, ernsthaft über die Finanzierung des Projekts nachzudenken. Es werden Kreditverhandlungen mit unterschiedlichen Banken geführt - die Muttergesellschaft, die das Spiel initiiert hat, kann ja schlecht mit ihren Kundengeldern einsteigen, solange die Sache noch so unsicher und im Planungsstadium ist; erklärt sich aber, gegen eine Gebühr von einigen Zehntausend Euro bereit, die Schließung des Fonds dadurch zu ermöglichen, dass sie gegebenenfalls die letzten, nicht gezeichneten Anteile selbst übernehmen wird.

Bis die Anteile gezeichnet und bezahlt sind, wird also eine befreundete Bank gegen eine einmalige Gebühr von 100,000 Euro eine Kreditzusage über 20 Millionen abgeben und diese dann in Einzelverträgen, in Tranchen von je 2 Millionen bereitstellen, wobei jeweils ein hohes Disagio (wegen der Verlustzuweisungen) und dafür etwas niedrigere Zinsen vereinbart werden.

Nun trittt der Architekt erneut auf die Bühne und verlangt - endlich - einen kompetenten Ansprechpartner für die speziellen Bedürfnisse eines Pflegeheims, am besten den zukünftigen Betreiber selbst.

Die Immobilientochter des Finanzdienstleisters gründet nun schleunigst eine eigene Betriebsgesellschaft, die wiederum einen hohen Gründungsaufwand hat, der zunächst von der Fondsgesellschaft vorgeschossen wird. Außerdem wird eine ausreichend qualifizierte Pflegefachkraft gesucht, die später die Leitung der Residenz Haus Mondenschein übernehmen soll.

Nachdem der Architekt die Pläne fertig gestellt, das Projekt ausgeschrieben und die ersten Aufträge für Aushub, Keller und Rohbau erteilt hat, stellt man unter irgendeinem Vorwand die Zahlungen an ihn ein. Mit seiner Insolvenz ist man ihn los und hat zudem einen Sündenbock für gigantische zusätzliche Verteuerungen des Vorhabens. Das gesamte Projekt muss neu ausgeschrieben, die Bauunternehmen müssen neu beauftragt werden - die Planung und Betreuung übernimmt ein befreundeter Architekt - und von da an fließen die Millionen in munteren Bächen überall hin, wo man sich über einen warmen Regen freut. Spätestens bei der ersten Gesellschafterversammlung der KG ist klar, dass sogar noch weit mehr Verluste zugewiesen werden können, als ursprünglich zugesagt.


Und das ist nur der Anfang.

Ja, es ist überhaupt nicht schwer, ein Bauprojekt maßlos überteuert herzustellen.

Im obigen, frei erfundenen Beispiel, entsteht mit einem garantierten Gesamtaufwand von 30 Millionen Euro ein 300-Betten-Haus, das auch für 6 Millionen zu haben gewesen wäre. Doch mit den so gewonnenen 24 Millionen ist das Spiel noch lange nicht zu Ende. Nach der Fertigstellung erwarten die Investoren, dass aus ihren 300 Betten die zugesagte 9-prozentige Rendite sprudelt. Das sind jährlich 2,7 Millionen - oder 25 Euro sogenannter "Investitionsaufwand" pro Platz und Tag.

Die jährlichen Gesamteinnahmen bei 300 Plätzen, 90 Prozent Auslastung und 3.000 Euro monatlichem Pflegesatz belaufen sich auf 9,7 Millionen - bleiben, nach Befriedigung des Kapitals - 7 Millionen aus denen die Leistung zu erbringen ist und der Gewinn des Betreibers entnommen werden muss.

Und ob nun eine Tochtergesellschaft der Initiatoren die Betreibergesellschaft stellt, oder ob sich eine Pflegekraft selbständig macht, oder ob ein gemeinnütziger Verein den Betrieb übernimmt - die Investitionskosten sind sicher - und die müssen bezahlt werden. Vom Pflegebedürftigen, von seinen Angehörigen oder vom Sozialamt.

 

Wie die überhöhten Kosten
zustande kommen


Unterkunft und Verpflegung - der "Hotelbetrieb"

Durchschnittlich 10 m² "Wohnfläche" müssen regelmäßig gereinigt werden. Staubwischen und Saugen, Waschbecken putzen, Dusche reinigen und so weiter.

Das ist ein Job der sicherlich nicht täglich anfällt, aber doch 2 - 3 mal in der Woche erledigt werden sollte, kostet 10 bis 15 Minuten pro Durchgang, mehr nicht. Im Monat also, wenn's hoch kommt, 2 Stunden. Die durchschnittliche Reinigungskraft verdient heutzutage zwar weit weniger als 7 Euro pro Stunde, aber wir gehen von 7,50 Euro aus, rechnen noch großzügig Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall dazu und kommen, auch einschließlich der minimalen Mengen verbrauchter Reinigungs- und Desinfektionsmittel auf 25 Euro pro Monat.

(Wenn das nicht der Zivildienstleistende übernimmt, der noch billiger ist.)

Hinzu kommt, dass so ein pflegebedürftiger Heimbewohner auch jede Menge Strom verbraucht. Radio und Fernsehen laufen von früh bis spät, vom Einbruch der Dunkelheit bis weit nach Mitternacht herrscht Festbeleuchtung, ein Fön wird benutzt, manchmal auch die Heizdecke - aber mehr als 3 kW/h pro Tag werden wohl kaum verbraucht, zum Geschäftskundentarif sind das 15 Euro pro Monat und Pflegeplatz.

Rechnet man, wie bei einer Wohnung, für die Nebenkosten, incl. Heizung mit 3 Euro pro m² , müssen weitere 30 Euro pro Monat berücksichtigt werden. Für die Wäsche - soweit sie zu den Hotelleistungen zählt und nicht gesondert berechnet wird - fallen auch etwa 30 Euro an.

Der Hotelbetrieb - ohne Verpflegung - darf also ca. 100 Euro pro Monat kosten. Weil jedoch Bettwäsche und Matratzen einem gewissen Verschleiß unterliegen, weil gelegentlich auch Möbel zu ersetzen sind, weil sich auch einmal ein Waschbecken verstopft und daher der Siphon gereinigt werden muss, und auch sonstige zusätzliche Kosten auftreten können, kalkulieren wir dafür weitere 30 Euro pro Pflegeplatz und Monat ein - insgesamt also 130 pro Monat, pro Tag 4,33 Euro

Was 300 alte und pflegebedürftige Menschen verzehren, ist - wenn eine kleine Küche unterhalten wird - mit täglich 2.000 Euro leicht beschafft und mit Lohn-, Energie und Sachkosten von 10.000 Euro pro Monat hergerichtet. Insgesamt kommen da pro Monat 70.000 Euro zusammen, was pro Tag und Pflegeplatz auf 7,77 Euro kommt.

Die Addition aus 7,77 Euro für die Verpflegung und 4,33 Euro für den übrigen Hotelbetrieb ergibt 12,10 Euro. Dafür ist das machbar. Was deutlich darüber liegt, erscheint verdächtig.

 

Wie die überhöhten Kosten
zustande kommen


Die eigentliche Pflege

 

Was eine Stunde Pflege kostet, kann man aus den Tagessätzen der Heime recht gut herauslesen. Die Rechnung sieht komplizierter aus, als sie ist:

Es ist bekannt, dass in Pflegestufe I nur eingestuft wird, wer täglich mindestens 90 Minuten Pflege braucht. In Pflegestufe II wird eingereiht, wer täglich mehr als 3 Stunden Pflege braucht und ab 5 Stunden täglicher Pflege gilt Stufe III .

Der Unterschied im Zeitaufwand zwischen den Pflegestufen I und II lässt sich ausrechnen, indem man die Differenz der durchschnittlichen Pflegeleistung ermittelt.

In Stufe I sind das durchschnittlich 135 Minuten (zwischen mindesten 90 Minuten und höchstens drei Stunden), in Stufe II durchschnittlich 240 Minuten.

In Stufe II sind also täglich durchschnittlich 105 Minuten mehr Pflege zu erbringen als in Stufe I.

Wenn - und das sind Zahlen aus der Preisliste eines durchschnittlich teuren Heimes - der Pflegeaufwand in Stufe I mit 37,14 Euro verrechnet wird, der in Stufe II mit 49,25 Euro, dann ist das ein Unterschied von 12,11 Euro, der für diese 105 Minuten in Ansatz gebracht wird.

Das sind 11,53 Cent pro Minute oder 6,92 Euro pro Stunde
soviel kostet die Pflege.

(Wenn dies nicht der Zivildienstleistende übernimmt, der noch viel billiger ist.)

Verwunderlich ist allerdings, dass die durchschnittlich 135 Minuten der Stufe I nicht etwa mit 15,57 Euro bezahlt sind, die sich rein rechnerisch ergeben, und dass für die durchschnittlich 240 Minuten der Stufe II 27,67 Euro nicht ausreichen.

Zusätzlich wird tagtäglich und pro Pflegeplatz in jeder Stufe eine Art "Sockelbetrag" von 21,57 Euro gefordert, der über den aus der Kalkulation rekonstruierbaren Bedarf hinausgeht.

Es sieht so aus, als hätten sich die Kosten für die Pfegestufen schlicht den Vergütungssätzen der Pflegeversicherung angepasst - und es sieht so aus, als glaubten die sparsamen Betreiber, alles, was davon nicht verbraucht wird, dürften sie sich als ihren wohlverdienten Gewinn anrechnen.

Selbst wenn - zusätzlich zu den für den einzelnen Pflegefall im 24-Stunden-Dienst kalkulierten Pflege-Aufwänden - rund um die Uhr eine Notdienstzentrale besetzt gehalten wird, kostet das nur rund 60.000 Euro jährlich, also etwa 50 Cent pro Pflegeplatz und Tag. Auch das Gehalt für die verantwortliche Leiterin, ein kleines Büro mit zwei Angestellten, sowie die Mitgliedschaft im Verband der Alten- und Pflegeheimbetreiber, sollten als Regiekosten nicht mehr als vielleicht 3, allerhöchstens 5 Euro pro Platz und Tag beanspruchen.

Bleibt ein ungeklärtes Kostenloch von etwa 16 Euro pro Tag und Platz, bzw. von 1,6 Millionen pro Jahr in der 300-Betten-Einrichtung.

Da sind wir nun schon bei 4,3 Millionen, deren Verbleib unerklärlich ist - und dies auf der Basis der Kostensätze eines Heimes, das in Pflegestufe II lediglich 49,25 Euro für Pflege, 25 Euro für Investitionen und 15,55 Euro für Unterkunft und Verpflegung ansetzt, damit also einen Tagessatz von 89,80 Euro, bzw. monatliche Kosten von
nur rund 2.700 Euro berechnet.

 

Wie die überhöhten Kosten überhaupt
zustande kommen


Mit der Einführung der Pflegeversicherung wurden Begehrlichkeiten geweckt, die nun von der Pflegeversicherung, den Pflegebedürftigen, den Sozialkassen und oft genug auch von den Angehörigen befriedigt werden müssen.

Pflegeheime schossen wie Pilze aus dem Boden, und Geschäftemacher machen ihre Geschäfte damit.

Leidtragende sind die Pflegebedürftigen und die Pflegekräfte. Beide werden ausgebeutet.



Herr Fussek weiß ein Lied davon zu singen - hier ein Link, der zu ihm führt.

 

Es wird Zeit, auch in diesem Segment unserer gesellschaftlichen Organisation der Privatisierung wieder Einhalt zu gebieten, es wird Zeit, dass die Sozialgerichte - bevor sie sich zum Büttel der Pflegebetriebe machen und deren Rechnungen eintreiben, wo immer sie einen noch zahlungsfähigen Verwandten finden, ernsthaft damit beginnnen, die Rechnungen der Pflegeheime auf Angemessenheit zu prüfen, statt blind zu unterstellen, dass bei der Kalkulation von Pflegesätzen immer alles mit rechten Dingen zugeht.

Und wenn der Heimplatz schon 3.000 Euro im Monat kosten muss, dann sollte der Pflegebedürftige für dieses Geld wenigstens nicht verdursten müssen.

 


Altenpflege gehört zu den Gemeinschaftsaufgaben einer humanen Gesellschaft.
Sie privaten Geschäftemachern zu überlassen, ohne deren Wirken ausreichend zu kontrollieren, war ein Fehler, der dringend korrigiert werden muss -

auch um diejenigen zu bestärken, in deren Heimen auch heute schon gute und vorbildliche Pflegeleistungen zu angemessenen Preisen erbracht werden.


Nachtrag - der Glaubwürdigkeit halber

Am 13. Februar 2007 berichtet der SWR auf seiner Internetseite SWR.de folgendes:

Zitat:

Die baden-württembergische Landesregierung will bis zum Jahr 2010 rund 49 Millionen Euro in Neubau, Sanierung und Modernisierung von Pflegeheimen investieren. Mit den Maßnahmen würden gleichzeitig rund 420 neue Arbeitsplätze geschaffen, sagte Arbeits- und Sozialministerin, Monika Stolz (CDU).

Landesweit sollen den Angaben zufolge 40 Projekte unterstützt werden, unter anderem in Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg. Mit dem Förderprogramm sollen in den Heimen 1.600 Pflegeplätze saniert und rund 700 zusätzliche teil- und vollstationäre Pflegeplätze geschaffen werden. Das Pflegeheimförderprogramm soll morgen im Rahmen des Haushaltsplanes 2007/2008 durch den Landtag beschlossen werden.

Nach einer Prognose des Statistischen Landesamtes wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Land von derzeit 225.000 auf etwa 255.000 im Jahr 2010 steigen. Derzeit wird etwa jeder dritte Pflegebedürftige in einem Pflegeheim betreut; ansonsten kümmern sich Angehörige um die alten Menschen.

Das sind vier Jahre (7,8,9,10) mit je 49 Millionen, also insgesamt 196 Millionen Euro für 700 neue und 1600 zu sanierende Pflegeplätze. Im Durchschnitt also für jeden der 2300 neue bzw. sanierten Pflegeplätze ein Wert von 85.000 Euro. Und nun fragen Sie sich einfach noch einmal, wie darüber hinaus noch weitere "Investitionskosten" anfallen können.


Das war der Paukenschlag zur Pflege
aus dem Februar 2007.
 
Seither sind sieben Jahre vergangen. "Jahre der Stagnation" nennt sie der Deutsche Pflegerat auf seiner Homepage. Nun sucht der Deutsche Pflegetag nach neuen Konzepten.
 
Es wäre zu schön, um wahr zu sein, wenn er die Lösung nicht in noch weniger Pflege, nicht in der Erhöhung der Beiträge zur Pflegeversicherung, nicht in der Auslagerung der Pflege in asiatische Länder oder im Import von Pflegekräften aus Osteuropa, Asien und Afrika suchen würde, sondern da, wo der Hund begraben liegt: In der zügellosen Geschäftemacherei mit der Pflege.
 
 

 
Gerne erinnere ich heute daran, dass die wichtigsten und über den Tag hinaus gültigen Paukenschläge aus den Jahren 2003 bis 2011 auf insgesamt über 800 Druckseiten in zwei Hardcover-Bänden nachgelesen werden können.
 
...
 
Da werden Erinnerungen wieder lebendig, vor Jahren getroffene Vorhersagen lassen sich im Nachhinein überprüfen, und wer meine Seiten erst frisch entdeckt hat, hat damit die beste Möglichkeit, sich einzulesen und das Gedankengebäude zu erkunden, auf dem auch meine aktuellen Beiträge aufbauen.
 
Diese Paukenschlagbücher sind übrigens auch - einzeln oder im Doppelpack -
ein attraktives Geschenk ...
 
(Einfach mal anklicken.)
 
 
 

 
 
 



Weitere wichtige Bücher mit guten Gedanken für eine bessere Welt:
 
 Egon W. Kreutzer
Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen
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Kommentare zu diesem Paukenschlag

 

 

 

 

 

 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de