25. September 2017

10.00 Uhr Martins letzte Patrone

Bevor ich beginne, all die anderen klugen Kommentare zu lesen, die es heute zu lesen gibt, ist es mir ein Bedürfnis, meine eigenen Eindrücke vom gestrigen Abend noch möglichst unverfälscht wiederzugeben.

Wie in der Überschrift schon angedeutet, habe ich mich, nach der ersten Überraschung halb totgelacht, über den Rückzieher der SPD. Das, was die SPD schon vor Monaten hätte tun sollen, nämlich schlicht erklären, dass sie für eine große Koalition nicht mehr zur Verfügung stünde, was den Wahlkampf belebt, die SPD-Stammwählerschaft motiviert und so manchen AfD-Wähler davon abgehalten hätte, AfD zu wählen, verkündet er nun auf der Basis, von 20 Prozent und wirkt dabei - trotz aller ebenso klugen, wie an den Haaren herbeigezogenen Erklärungen dafür - wie ein Dreijähriger der sich an der Supermarktkasse schreiend auf den Boden wirft ...

Wahlergebniswürdigungs-Kommentar lesen


24. September 2017

Anagramme

Wahlergebnis - Wir sahen gelb
Bundeskanzler - BRD-Szenenklau
Erdrutschsieg - Er gruesst dich - Durstgeschrei
Martin Schulz - Schnur im Latz
Christian Lindner -Schilda irrt innen
Göring-Eckardt - gackerte dornig
Dietmar Bartsch - irrt bedachtsam
Angela Merkel - klare Maengel
Jörg Meuthen - jener gute Ohm
Horst Seehofer - froheres Ethos

Julies Bild vom Wahlsonntag

 

Wolfgangs Bild vom Wahlsonntag

 


23. September 2017

17.30 Uhr Was kann denn die Volksbühne dafür?

Zu den Ereignissen, die in den letzten Zuckungen des waidwunden Wahlkampfs kaum jemand mitbekommt - und offenbar auch niemanden aufregen, gehört die Besetzung des Theaters "Volksbühne Berlin" in Berlin. Das Haus ist inzwischen 102 Jahre alt, stand erst am Babelsberger Platz, wurde dann umgezogen an den Bülowplatz, und wanderte von 1933 bis 1969 noch viermal weiter bis an seinen heutigen Standort, den Rosa-Luxemburg-Platz.
(Natürlich ist das Theater nicht gewandert, der Platz wurde umbenannt.)

Es wird zwar behauptet, die Hausbesetzung hätte mit der Berufung von Chris Dercon zum Nachfolger von Frank Casdorf als Indendant nichts zu tun, doch die Begrüßung von Dercron im Sommer fiel seitens der Volksbühnen-Szene alles andere als herzlich aus. Man hat ihm nicht nur Hass-Mails geschickt, sondern ganz konkret stinkend täglich vor die Bürotür geschissen, so dass ein Zusammenhang nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Die Ankündigung der Besetzung erfolgte vor wenigen Tagen.

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Seit heute Vormittag online:

Florian Stumfall kommentiert

Wer gegen die Übermacht der Meinungskartells bestehen will, braucht mehrerlei. Zum einen muß er mutig sein, zum anderen darf er Spott und Verunglimpfung nicht scheuen. Ganz wichtig aber ist: Wer gegen die große Mehrheit redet, der muß wissen,

wer mit dem Strom schwimmt,
darf beliebig dumm und ahnungslos sein.
Argumente werden nur vom Außenseiter verlangt,
niemals von dem, der sich in die allgemeine Informationspolitik fügt.


22. September 2017

12.30 Uhr Die Leere vor dem Sturm

Noch hält der Hang. Vom Erdrutsch wird erst am Sonntag ab 18.00 die Rede sein. Sie werden sagen: "Er zeichnet sich ab", und, "Es war zwar klar, aber niemand hätte das in dieser Dramatik erwartet."

Die ersten Stellungnahmen:

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21. September 2017

10.00 Uhr Der letzte Paukenschlag vor der Wahl

Denkanstöße für Unentschlossene

Ich halte mich selbst für einen ziemlich aufmerksamen Beobachter, weiß allerdings auch, dass es für einen einzelnen Menschen unmöglich ist, alle relevanten Informationen für eine komplexe Entscheidung, selbst wenn sie ihm zugänglich wären, überhaupt aufnehmen, geschweige denn verarbeiten zu können. Nun sind aber nicht alle relevanten Informationen zugänglich, ein Teil davon wird sogar gezielt geheim gehalten, was eine rein faktenbasierte Entscheidungsfindung bereits ziemlich unmöglich macht. Wie hilft sich der Mensch in solchen Situationen, um überhaupt weiterzukommen?


20. September 2017

11.30 Uhr Der katalonische Zirkelschluss - Souverän als Untertan

Die idealistische Auffassung, Menschen seien grundsätzlich frei, stößt gelegentlich ebenso unerwartet wie kraftvoll an die Grenzen einer doch anders gearteten Realität. Die idealistische Auffassung, Menschen könnten grundsätzlich frei über ihr Eigentum verfügen, erweist sich als Trugschluss, wo die Vertreter des Staates der Auffassung sind, dass sich Immobilien zwar im Besitz der Bürger befinden, das Eigentum daran jedoch unauslöschlich dem Staate zukommt.

Die Bürger Kataloniens, einer eher wirtschaftsstarken Region Spaniens, sind seit vielen Jahren bemüht, sich aus dem spanischen Staatsverbund herauszulösen und zu staatlicher Selbstständigkeit zu finden. Die spanische Administration will dies mit allen Mitteln verhindern und scheut praktisch vor keinem Mittel zurück, um ein diesbezügliches Referendum zu verhindern.

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18. September 2017

09.00 Uhr Gedanken über das nahende Ende (der Sprache)

Sprache ist nicht nur ein Hilfsmittel zur Verständigung, das Menschen benutzen, weil die Telepathie nur unzureichend funktioniert, Sprache ist vor allem ein unentbehrliches Instrument des Denkens. Je mehr eine Sprache ihre Sprecher befähigt, zu differenzieren, desto größer ist der Raum, der innerhalb einer Sprache denkend erschlossen werden kann.

Nun gibt es in unserer Zeit eine geistige Bewegung, deren Bestreben es ist, überall da Unterschiede unkenntlich zu machen, wo die Unterscheidung zugleich einen Unterschied in der Wertschätzung ausdrückt oder ausdrücken könnte.

Inzwischen sind wir so weit gediehen, dass es problematisch sein kann, wenn eine Gruppe mit bestimmten Merkmalen sich als "wir" bezeichnet, weil jedem "wir" ja ein ausgegrenztes "ihr" gegenüberstehen muss, ohne welches dieses gruppenbeschreibende und -abgrenzende "wir" sinn- und wertlos wäre. Daraus folgt der fulminante logische Kurzschluss:

Wir = Rassismus

Wer meint, dies bisher nicht festgestellt zu haben, möge sich bitte in Gedanken und sprachlich korrekt an jenen Ort begeben, an welchem "wir" und "Volk" das Gleiche bezeichnen.

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17. September 2017

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


16. September 2017

Florian Stumfall kommentiert

Wie schon am letzten Samstag, habe ich auch heute wieder einen Kommentar von Florian Stumfall als Wochenendlektüre für Sie ausgesucht.

... und noch was:
Martin Schulz hat das Handtuch geworfen.

Im Spiegel-Interview deutete er die Möglichkeit an, die SPD-Basis über sein künftiges Schicksal entscheiden zu lassen. Fortsetzung der GroKo und Schulz als Minister für Irgendwas, oder Opposition und Schulz als Fraktionschef der verbleibenden SPD-Abgeordneten. Die Neuwahlen im März, von denen ich gestern träumte, sind noch ein Stück wahrscheinlicher geworden. Die SPD-Mitglieder haben in der Opposition praktisch nichts zu verlieren, die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihren "Hossiannah! Kreuziget-ihn!" Schulz nicht auf der Regierungsbank sehen wollen ist entsprechend hoch.
Wenn sich aber die SPD verweigert, sinkt auch der Einigungsdruck unter den verbleibenden potentiellen Koalitionspartnern. Selbst Seehofer könnte mit der Obergrenze noch einmal den starken Max markieren und seine Abneigung gegen die Grünen artikulieren, die selbstverständlich sofort mimosenhaft von weiterer Annäherung Abstand nähmen...
Und wenn es daran scheitert, dann kann Merkel keine stabile Regierung bilden.
Kafka hätte seine helle Freude an dieser Situation.


15. September 2017

15.30 Uhr Neuwahlen im März?

Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik standen wir so nahe vor der Situation, dass nach einer Bundestagswahl die Bildung einer neuen Regierung scheitern könnte. Noch sieht es in den offiziellen Orakelbüchern der Demoskopen zwar so aus, als sei die Fortsetzung der Großen Koalition so sicher wie das Amen in der Kirche, doch es erheben sich immer mehr Stimmen, die - zum Teil sicherlich um zum Urnengang zu motivieren, zum Teil allerdings auch wegen eines äußert unangenehmen Grummelns im Bauch - davor warnen, die Chancen der SPD zu über- und die Chancen der AfD zu unterschätzen.

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14. September 2017

11.00 Uhr Die Billionenschleuder

Die wahre Motivation für Draghis sonderbare Geldpolitik erschließt sich nicht so einfach. Wer den offiziellen Verlautbarungen Glauben schenkt, die EZB bemühe sich, mit ihrer Politik des billigen und schier unerschöpflichen frisch emittierten Geldes, die Inflation in der Euro-Zone auf einen Wert von knapp unter 2 % anzuheben, und nicht längst in zweifelndes Grübeln geraten ist, gehört sicherlich zu jenen, die von Politik und Medien als brauchbare, weil leicht lenkbare Untertanen hochgeschätzt werden.

Diesem Paukenschlag aus aktuellem Anlass vorangestellt:

Die Offenbarung des Johannes (Jean) Claude Juncker

Beides hier zu finden:


13. September 2017

10.00 Uhr Britannia im Trennungsjahr

Für das Scheitern einer Ehe gibt es - in einer Vielzahl von individuellen Ausprägungen - drei entscheidende Ursachen. Die Langeweile, das Auftauchen einer verlockenden Chance und die Erkenntnis, vom Partner entmündigt zu werden.

Weil Ehen grundsätzlich in der Annahme geschlossen werden, beide Seiten hätten einen irgendwie gearteten Nutzen davon, von dem, wenn der Schaum der Träume zusammengefallen ist, fast immer ein hässlicher, nackter, materieller Vorteil übrig bleibt, den derjenige, der verlassen wird, nicht aufzugeben bereit ist, gibt es mehrere Sicherungssysteme. Die religiös-moralische Fessel, die gesetzlich festgeschriebenen Scheidungsfolge-Sanktionen und, vor allem bei Paaren, von denen einer bei einer Scheidung viel zu verlieren hat, den einseitig begünstigenden Ehevertrag.

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12. September 2017

15.00 Uhr Das ist wieder mal so ein Tag...

Gestern Abend noch die Ansage: Wieder zwei Deutsche in der Türkei festgenommen. Vermutlich aus politischen Motiven.

Heute Morgen in den Nachrichten:

Türkei kauft Luftabwehrraketen von Russland.
Heiner Geißler tot.
Mann mit kleinem goldenen Kreuz um den Hals brutal niedergeschlagen.
Angela Merkel brilliert in der Wahl-Arena.
Hillary hat ein Buch geschrieben.

Was darunter ist die beste, was die schlechteste Nachricht? Aus Sicht des schlafwandelnden Kanzlerkandidaten der SPD könnte die Nachricht von Merkels Show-Einlage die schlechteste gewesen sein,

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11. September 2017

10.45 Uhr Ein bisschen Schmutz muss sein ... Lalalaa-lalallalalaaa

Die Weidel ist der neue Gysi.

Immer, wenn der Union und der SPD die Muffe ging, die LINKE könne über Gebühr Stimmen am linken Rand einsammeln, fand sich jemand, der bereit war, sich daran zu erinnern, dass Gysi eine Stasi-Vergangenheit gehabt habe.

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10. September 2017

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


9. September 2017

Florian Stumfall kommentiert

Viele kennen inzwischen Florian Stumfall durch seine im EWK-Verlag erschienenen, scharfsinnig-weitsichtigen Bücher "Das EU-Diktat" und "DAS LIMBURG SYNDROM".

Stumfalls regelmäßige Kommentare zum aktuellen Zeitgeschehen sind jedoch nur jenen bekannt, die hin und wieder einen Blick in die Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ) werfen.

Im Einvernehmen mit Autor und PAZ erscheinen ab heute in loser Folge einige dieser Kommentare auch auf egon-w-kreutzer de. Los geht es mit:


8. September 2017

10.15 Uhr 11 Tage und ein "Duell" später

Am 28. August habe ich unter Berücksichtigung voraussichtlicher End-Entscheidungen der Unentschlossenen eine Privat-Prognose für den Wahlausgang abgegeben.

hier

Inzwischen haben sich die Amtsinhaberin und der Herausforderer duelliert, was zu neuen Hochrechnungen der Institute führte, die immerhin bei der SPD dem Trend, den ich schon im Januar aufgezeigt hatte, folgen. Ein Ergebnis knapp unter 20% ist in greifbare Nähe gerückt. Die bevorstehende Völker-Wanderung von der Union in Richtung AfD wird von den Demoskopen m.E. allerdings noch viel zu gering eingeschätzt.

Mit den neuen Zahlen und einem etwas reduzierten Anteil Unentschlossener habe ich mein "Rechenwerk" neu bestückt.

Das ist das Ergebnis:


7. September 2017

15.45 Uhr ... und ewig nagt der Restzweifel.

oder: Irgendetwas wird schon hängenbleiben.

Personen, die wir, wenn auch nicht ausgesprochen, so doch zumindest in Gedanken, gerne und intensiv mit unschönen Schimpfwörtern, wie "Arschloch", "Blödmann" oder "Dumpfbacke" belegen, sind zumeist durch eine ganz besondere Eigenschaft gekennzeichnet: Sie verfügen über eine ererbte oder erworbene Immunität gegen den Restzweifel, oder sie sind in der Lage, diese Immunität überzeugend zu simulieren.

Solche Personen tragen felsenfeste Überzeugungen zur Schau. leben in ihrem festgefügten, hermetisch gegen Fremdeinflüsse abgeschirmten Gedankengebäude und halten ihrerseits alle, die sie mit Kritik, Widerreden oder auch nur Anregungen belästigen, für "Arschlöcher", Blödmänner" und "Dumpfbacken" und scheuen sich auch nicht, dies auszusprechen, weil es sich ja nicht um eine Beleidigung, sondern um eine Tatsachenfeststellung handelt.

Wir treffen diese kritikresistenten und restzweifelimmunen Wesen überall an. Wir finden es in der Familie ebenso wie zwischen Religionsgemeinschaften, wir erleben es unter Wissenschaftlern und zwischen Managern, vor allem aber, und am lautstärksten und mit dem größten medialen Echo erleben wir es im Wahlkampf.

Und am Ende dieses Paukenschlags finden Sie Kreutzers Wahlorakel.
Sie können aber auch schon hier loslegen.
 

Kreutzers Wahlorakel

 

6. September 2017

11.00Uhr Knickt Orban jetzt ein?

Der EuGH ist - wie nicht anders zu erwarten war - zu dem Schluss gekommen, die Kommission habe mit ihrem Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge auf alle Mitgliedsstaaten gültiges Recht gesetzt und die Klage von Ungarn und der Slowakei abgewiesen.

Es handelt sich dabei natürllich um einen Eingriff in die Souveränität, und die Frage, inwieweit überhaupt schon Flüchtlinge aus Italien und Griechenland nach diesem Schlüssel auf andere Mitgliedsstaaten verteilt wurden, wird in der aktuellen Berichterstattung vorsichtshalber gar nicht erwähnt.

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5. September 2017

00001110.000111100 Uhr Lasset uns rechnen

Die Mathematik ist ein wunderschönes Kunstwerk, mit dessen Hilfe alles, was mit Zahlen auszudrücken ist, auf mannigfache Weise miteinander verknüpft und verbunden werden kann, bis hin zu vollkommen unvorstellbaren n-dimensionalen Universen und ihren Bewohnern.

Euler, einer der größen Mathematiker seiner Zeit, soll am Hof zu St. Petersburg mit der Mathematik sogar die Existenz Gottes bewiesen haben, mit der Gleichung:

a + bn / n = x

Das war natürlich ein mathematischer Taschenspielertrick, was andere Mathematiker jedoch nicht abgehalten hat, ihrerseits - jedoch ernsthaft - Gottes Existenz aus ihren Formeln und Gleichungen herauszulesen. Der wohl bekannteste mathematische Gottesbeweis stammt von Kurt Gödel, der mit den Mitteln der Mathematik erst bewies, dass es ein Wesen, das alle positiven Eigenschaften in sich vereint, geben könne, um darauf aufbauend dann nachzuweisen, dass die Existenz eines solchen Wesens zwingend notwendig sei.

Irgendwo, in den Niederungen der Grundrechenarten, stellen sich jedoch Probleme viel komplexerer Natur, um welche Mathematiker naserümpfend einen großen Bogen machen, vielleicht auch nur, weil sie fürchten, als Überbringer der Botschaft gehenkt zu werden. Zum Beispiel, wenn es um den Nachweis der zunehmenden Verblödung geht.

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4. September 2017

10.30 Uhr Aus dem Gedächtnis

Die beiden großen "G" aus Oberfranken bei Anne Will, Gottschalk und Guttenberg, beide nur als Wähler - als ganze Wähler und nichts als Wähler, so war mir Gott helfe - angetreten, trugen Statements zur Performance der Kontrahenten vor. Müntefering, zerknittert, versuchte Schulz in Schutz zu nehmen, lediglich die Dame vom Spiegel bemühte sich, hin und wieder "Themen" aus dem Duell aufzugreifen. Die Moderatorin selbst wirkte müde, war sich wohl klar darüber, dass diese Sendung nicht zu den Highlights ihres Schaffens gehören würde und moderierte dementsprechend mühsam und das Ende herbeisehnend vor sich hin.

Kein Wunder.

Was vorher gelaufen war, lässt sich kurz zusammenfassen:

Angela Merkel und Martin Schulz waren sich einig,

Worüber?


3. September 2017

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 

00.01 Uhr Der Tag des Duells

Sie werden sich das nicht antun? 20.15 Uhr, auf vier Kanälen, gleichzeitig? Die große Abrechung über die Große Koalition?

Ich schon.

Es ist auch mir vollkommen klar, dass hier eine Inszenierung beabsichtigt ist, die mit freier Rede so viel zu tun hat, wie die Sardinendose mit dem Atlantik, doch gerade darin liegt doch der Reiz!

Wenn alle Fragen und alle Antworten vorab bis auf Mimik und Gestik und Kamerafahrten festgelegt sind, dann ist daneben ganz genau das zu erkennen, was die Union und die SPD, was Merkel und Schulz in allerschönster Ausgewogenheit sich nicht an- und auszusprechen versichert haben, damit dieses Duell vor allem ein Ziel erreicht: Die Aufmerksamkeit von Grünen, Linken, FDP und AfD, ja sogar von der CSU abzulenken und dem Publikum dabei zu suggerieren, es gäbe nichts, kein Problem, keinen Lösungsansatz, der außerhalb der Inhalte des Duells noch von Relevanz sei.


2. September 2017

09.00 Uhr Bundeswehr - Tod beim Marschieren

Ein Offiziersanwärter-Lehrgang ist nichts für schwache Nerven, auch nichts für schwache Muskeln oder schwache Herzen.

Dass dies immer weniger junge Leute zu wissen scheinen, mag damit zusammenhängen, dass die Bundeswehr in ihrer Personalwerbung eher auf Elemente setzt, die auch von den Anbietern von "betreuten" Abenteuer-Urlauben genutzt werden. Dies mag der erste Fehler sein, den die Bundeswehr korrigieren sollte, wenn sie unnötige Verluste künftig vermeiden will.

Dass bei der Musterung zwar, wie schon zu Kaisers Zeiten, darauf geachtet wird, ob sich am Hodensack beim Husten eine Skrotalhernie ertasten lässt, doch außer der Feststellung von Größe und Gewicht, sowie offenkundiger, sichtbarer Mängel auch sonst nicht sehr viel mehr untersucht wird, ist vermutlich mitverantwortlich, für den Zusammenbruch von insgesamt vier Teilnehmern eines "Marsches", von denen einer nicht mehr zu retten war.

Ja, früher konnte man es bei diesem eher oberflächlichen Gesundheitscheck bewenden lassen. Da haben sich diejenigen, die der Wehrpflicht entkommen wollten, selbst mit ausreichenden ärztlichen Attesten versorgt, und die "Freiwilligen" waren allesamt fit, weil es sie - trotzt guter und sehr guter Aussichten auf dem Arbeitsmarkt - zum Militär hingezogen hat, und sie auf keinen Fall abgewiesen werden wollten.

Nun gehört es allerdings zur Ausbildung militärischer Führungskräfte, dass sie erfahren müssen, was alles an Reserven noch ihnen steckt, wenn sie an jenem Punkt der Überforderng angekommen sind, an dem sie fälschlicherweise überzeugt sind, definitiv keinen Schritt mehr tun zu können.

Zu meiner Zeit hieß das ganz offiziell:

"Der Zug, ist an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu führen."

Und in der Praxis sah das so aus,

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1. September 2017

00.01 Uhr Gabriel, Gabriel ...! So ein Erzbengel!

Haben Sie es gesehen, oder gehört, oder gelesen?

Nein?
Doch! So sehr kann man sich doch gar nicht wegducken, dass man dieses Großereignis, diese jeden Rahmen sprengende Nachricht verpassen könnte!

Nein, nein. Trump hat Nordkorea noch nicht bombardiert!

Nein. Es geht nicht im die Flutopfer in Indien.
Es geht auch nicht um die viel wichtigeren Flutopfer in Texas.
Noch nicht einmal um die Explosionen in der Peroxydfabrik.

Nein, hören Sie doch auf! Lassen Sie mich zu Wort kommen! Es geht natürlich auch nicht um die Reformen in Frankreich.

Es geht um das Sein oder Nichtsein der deutschen Sozialdemokratie!

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31. August 2018

10.15 Uhr Die Meinung - und ihre Freiheit

Ist es richtig, die Äußerung der eigenen Meinung freiwillig auf das zu beschränken, was noch ohne negative Konsequenzen gesagt werden darf? Ist es richtig, weil nur so der Innere Frieden gewahrt werden kann?

Oder ist es falsch, weil selbst die freiwillige Eigenzensur, und sei sie noch so geeignet, den Frieden zu wahren, andererseits unweigerlich die Grundlagen der Demokratie zerstört?

Stehen wir vor der Wahl, entweder "Inneren Frieden in der Diktatur", oder "Innere Unruhen in der Demokratie"?

Es ist etwas faul an der Demokratie, wenn der Gedanke an die Ausübung der Meinungsfreiheit solche Überlegungen auslöst!


30. August 2017

09.45 Uhr Die Sehnsucht nach dem Schlussstrich

Der Zauberlehrling (walle, walle ...) wusste wenigstens noch, was er falsch gemacht, beziehungsweise vergessen hatte, und der alte Hexenmeister war in der Lage, die Dinge mit dem richtigen Spruch wieder ins Lot zu bringen.

Welch' glückliche Zeiten!

Verglichen mit heute scheint es so, dass es weder Zauberlehrlinge, noch Auszubildende der Zauberei, sind, welche die Ordnung der Welt verhexen, sondern Laien, denen von irgendwoher die Macht zugefallen ist, Dinge nach Lust und Laune und nach der jeweiligen Tagesform im jeweils gerade für gut gehaltenen Sinne zu verändern.

Verglichen mit heute scheint es außerdem so zu sein, und das ist noch schlimmer, dass der alte Hexenmeister, der in der Lage wäre, das Unheil rückgängig zu machen, inzwischen sein Rentnerdasein auf Teneriffa genießt, wo ihm alles andere wurstegal sein kann - und ist.

Ich wünsche mir einen Schlussstrich!

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29. August 2017

11.30 Uhr Auslieferungsstau beendet

DAS LIMBURG SYNDROM (siehe gleich rechts) war schneller ausverkauft als erwartet. Heute ist der Nachschub angekommen und alle liegengebliebenen Bestellungen gehen noch heute in die Post.

Großen Anteil an der großen Nachfrage hatte diese Rezension von Peter Haisenko, dessen Seite "Anderwelt Online" ich auch nur wärmstens empfehlen kann.


28. August 2017

10.00 Uhr 40 Prozent Unentschlossene

Vier Wochen vor der Bundestagswahl stehen die Demoskopen vor dem Problem, dass 40 Prozent der "repräsentativ" Befragten noch nicht wussten, wo sie am 24. September ihr Kreuzchen malen werden.

Um dennoch eine Prognose abgeben zu können, muss das voraussichtliche Wahlverhalten dieser 40 Prozent irgendwie abgeschätzt und eingepreist werden. Die dabei verwendeten statistischen Modelle müssen, um glaubhaft zu bleiben, Ergebnisse liefern, die Veränderungen der Wählergunst nur in minimalen Prozentwerten abbilden, wobei als Referenzwerte immer die Ergebnisse vorhergegangener Wahlen auf Bundes- und Landesebene dienen, von denen aus man sich allmählich und in kleinen Schritten an die endgültige Vorhersage, wenige Tage vor der Wahl herantastet.

Die Rohdaten, also das, was diejenigen unter den bis zu 2.000 Befragten, die sich schon entschieden haben, tatsächlich angegeben haben, und die daraus abgeleiteten Prognosen für den Wahltag haben also nur wenig miteinander zu tun.

Am Wochenende habe ich den Versuch unternommen, die "Unentschlossenen" zu verstehen und ihr voraussichtliches Wahlverhalten zu ergründen.

Ergebnis ansehen


27. August 2017

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag


26. August 2017

14.00 Uhr Links unten und rechts oben

Der Bundesinnenminister hat eine linke Website verboten. In linken Kreisen ist man empört, wegen des Eingriffs in die Meinungsfreiheit, in rechten Kreisen kommt Freude auf, weil der Antifa auch einmal auf die Zehen getreten wurde.

Ganz unerwartet ist das nicht gekommen.

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11.30 Uhr Peinliches

Es rumort wieder mal in der Rappelkiste. Wenn Notenbanker in Jackson Hole zusammenkommen, um semiglobale geldpolitische Themen durchzukauen, speziell wenn Janet Yellen und Mario Draghi sich dabei über Donald Trump austauschen und dabei der Dollar-Euro-Kurs verrückt spielt, ist das für die Glaskugelbeobachter in den Wirtschaftsredaktionen ein gefundenes Fressen.

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24. August 2017

13.15 Uhr Wiederentwaffnung


In den Jahren 1969 und 1970 war ich Soldat. Der Spruch, der während der Grundausbilung im Kompanieunterricht am häufigsten zu hören war, lautete:

Im Ernstfall, der nie eintreten möge, ...

Mir ist in diesen zwei Jahren niemand begegnet, der ernsthaft davon überzeugt war, dass die Bundeswehr jemals in einen Krieg ziehen würde. Es bestand eher die Einstellung, das Militär verschaffe Wehrpflichtigen zwischen der Schulzeit und dem Ernst des Berufslebens noch einmal eine Art verschärften Abenteuer-Urlaub, bei dem Zeit- und Berufssoldaten als Animateure auftreten.

Seitdem sind fast 40 Jahre vergangen. Mag die Aufstellung von Streitkräften zur Verteidigung, wie es im Grundgesetz heißt, damals im Szenario des Kalten Krieges noch eine gewisse, wenn auch fadenscheinig begründete Berechtigung gehabt haben, so sollte sie heute, vor dem aktuellen weltpolitischen Szenario doch wieder einmal generell in Frage gestellt werden.


23. August 2017

11.00 Uhr Stell dir vor, es ist ... .........Krieg, und keiner geht hin?

Nein. Falsch geraten.

Stell dir vor, die Bundeswehr zieht aus Afghanistan ab - und von der Leyen und Merkel können das nicht verhindern!

So absurd das im ersten Moment klingt, im zweiten Moment klingt es schon vollkommen plausibel.

Den Gedanken weiterverfolgen?


22. August 2017

11.30 Uhr Wie sehr sich nichts ändert ...

Peter Haisenko veröffentlichte am Samstag einen großartigen Artikel, in dem er sich vor dem Hintergrund der sich mehrenden Anschläge mit den Ursachen des Terrorismus auseinandersetzte.

Während des Lesens verdichteten sich bei mir Erinnerungsfetzen zur Gewissheit: "Die Thematik habe ich doch selbst auch schon einmal so ähnlich behandelt."

Tatsächlich fand ich dann in den Tiefen des Internets jenen Aufsatz vom 22. März 2004, den ich schlicht mit "Terror" überschrieben hatte und war erschüttert, wie sehr sich in den 13 Jahren, die inzwischen vergangen sind, nichts geändert hat - außer Äußerlichkeiten.

Die Welt entwickelt sich wie eine Vorabendserie. Die ewig gleich gestrickten Episoden unterscheiden sich nur noch durch wechselnde Locations und dadurch, dass immer wieder die Schauspieler ausgetauscht und werden.

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21. August 2017

11.00 Uhr Volker Kauder bei Anne Will - Diesel oder Dusel?

Volker Kauder, ein Mann mit der brutalen Eloquenz einer Betonmischmaschine, saß gestern Abend als Vertreter der ersten feststehenden Wahlsiegerin der Bundestagswahl 2017 frohgemut und munter zur Rechten von Anne Will, gewillt, in gewohnter Kaudermanier alles niederzubügeln, was die mattglänzende Teflonfassade der ewigen Kanzlerin und ihrer Partei beschädigen könnte.

Das ist ihm diesmal - trotz hoher Dazwischenquatsch- und Übertön-Bereitschaft - nicht durchgängig gelungen,

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20. August 2017

 

Julies Bild vom Sonntagnachmittag

Wolfgangs Bild vom Sonntagnachmittag


19. August 2017
18. August 2017

17. August 2017

18.00 Uhr Analyse gefragt

Auf der Seite von Osthollandia fand ich heute einen Artikel vom 14. August. Ausgehend von Beobachtungen über das Verhalten von "ganz normalen Menschen" im ganz normalen Alltag, wird dort - nicht ganz unzutreffend - diagnostiziert: "Das ganze Land befindet sich im Katastrophenmodus."

Gefordert wird eine Analyse. Doch die ist m.E. überlüssig. Die Fakten liegen alle auf dem Tsich, sind von vielen Seiten kommentiert, und die Entscheidungen, mit denen die Fakten erzeugt wurden, sind ebenfalls bekannt.

Warum die Erzeuger der Situation am 24. September mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiedergewählt werden, ist für mich eine interessante Frage.

 


16. August 2017

11.00 Uhr EZB, EuGH, BVerfG, Gauweiler und andere

Sind die Anleihekäufe der EZB rechtens? Das ist die Frage, die von den Klägern an das Bundesverfassungsgericht gestellt wird. Sie wollen damit feststellen lassen, ob sich die Geldpolitik der EZB mit dem Grundgesetz vereinbaren lässt.

Dem Bundesverfassungsgericht fehlt jedoch offenbar die Kompetenz, über diese Frage befinden zu können und reicht sie an den EuGH weiter. Ein "oberster" Gerichtshof, der in keiner Weise legitimiert ist, über deutsches Verfassungsrecht zu entscheiden, wird also aus Sicht des sonderbar halbherzigen Konstruktes EU Stellung nehmen und das Ergebnis als Vorgabe nach Karlsruhe durchreichen.

Das ist gewiss nicht schön, doch es soll uns heute nicht weiter beschäftigen.

Anstatt nach der Rechtmäßigkeit zu fragen, was letztlich in der Rechtsbruch-Union, in die wir eingebunden sind, keine Rolle spielt, sollten wir die entscheidende Frage danach stellen,

ob das QE-Programm der EZB eine gute Sache ist, und falls ja, für wen.

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15. August 2017
14. August 2017

10.00 Uhr Wenn nur "Weiter so!" zur Wahl steht

Dass unter den Wählern mehr politisch Desinteressierte zu finden sind, als solche die schon resigniert haben, und dass die Resignierten wiederum die Zahl jener übertreffen, die sich noch engagieren, wissen die Parteispitzen und ihre Wahlkampfmanager nur zu genau. Einen Teil der Engagierten haben die Parteien für sich begeistern können.

Was aber ist mit jenen, die sich für eine bessere Politik engagieren wollen, die sich deutlich von dem unterscheidet, was die etablierte Politik an Halbheiten und Fehlentwicklungen hervorbringt? Was ist mit jenen, die fürchten, dass der eingeschlagene Weg eine Sackgasse ist, an deren Ende die "Unumkehrbarkeit" steht?

Einige davon werden ins Lager der Resignierten wechseln - die anderen werden sich finden und einen Weg suchen, das System "auf andere Weise" zu verändern.

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13. August 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


12. August 2017
11. August 2017

10. August 2017

19.00 Uhr Warum Venezuela nicht interessiert

Weil es nicht interessiert, habe ich das Thema in der heute erschienen Ausgabe von EWK-Zur Lage nicht erwähnt. Julie meinte allerdings, das hätte sie vermisst - und enttäuscht. Man könne doch nicht einfach so drüber weggehen.

Was also ist Venezuela, was ist los mit Venezuela, wie wird es weitergehen in Venezuela?

Was ich einigermaßen sicher weiß, ist schnell gesagt. Venezuela ist des Teil des so genannten "Hinterhofs" der USA. Dort gelten zwei einfache Regeln:

1. Die jeweiligen Regierungen müssen den USA genehm sein.


9. August 2017

10.00 Uhr Ausnahmepolitiker beim Raketenpoker

Kim Jong Un und Donald Trump als Ausnahmepolitiker zu bezeichnen ist schon alleine dadurch gerechtfertigt, dass sie von weiten Teilen der westlichen Qualitätsmedien gleichermaßen als "verrückt" hingestellt werden.

Staatsmänner, die ihre Ziele und Absichten klar benennen, die ihre Staaten groß machen wollen, die sich nicht von anderen ins Bockshorn jagen lassen, die sich von Feinden umzingelt sehen und sich mit allen Mitteln gegen die Opposition, auch in den eigenen Reihen zur Wehr setzen, Männer, die offenbar überzeugt sind "von Gottes Gnaden" eingesetzt zu sein und als Werkzeug eines höheren Willens nichts falsch machen zu können, allenfalls fürchten, bei der Ausführung ihres Auftrags behindert zu werden, hat die Welt seit Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy nicht mehr auf offener Weltbühne miteinander ringen gesehen.

Die Situation gleicht der aus dem Herbst 1962, nur wird sie von der Öffentlichkeit weit weniger ernst genommen.

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8. August 2017
7. August 2017

6. August 2017

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

Bonusbild vom Sonntag


5. August 2017
4. August 2017

3. August 2017

10.30 Uhr Über die Zukunft, die neuen Ideen, und jemanden, der ...

... sie durchsetzen kann.

Die SPD macht die "Zukunft" zu einem Subjekt mit Bedürfnissen und stellt sie damit in eine Reihe mit der Blume, die frisches Wasser braucht, oder dem Hefeteig, der in Ruhe gären muss. Das ist Blödsinn.

Die Zukunft braucht keine neuen Ideen. Sie kommt auch so.

Die Zukunft braucht auch keinen, der die neuen Ideen durchsetzt. Die Zukunft kommt auch mit den alten Ideen klar. Manchmal sogar besser mit bewährten alten Ideen als mit unausgegorenen neuen. Was also soll der überragende Slogan der SPD in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs suggerieren?

Und warum vermeidet die SPD zu sagen: "Deutschland braucht neue Ideen"?


2. August 2017

11.00 Uhr Die neu angefachte Sozialausgaben-Lohnnebenkosten-Panik

Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen. Es wird wieder einmal sehr viel Blödsinn verzapft.
Der "horrende" Anstieg der Sozialausgaben auf 918 Milliarden Euro, steiler als das Wirtschaftswachstum, der unweigerlich zu Arbeitsplatzverlusten führen wird, ist weder erschreckend noch schlimm. Dazu drei Aussagen, mit denen sich die Panikmacher widerlegen lassen:

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1. August 2017

13.00 Uhr Die 1-Billion-Euro-Lücke - Es begann mit der Bahnsteigkarte

Als es praktisch keine Arbeitslosen mehr gab, wurde die Bahnsteigkarte abgeschafft - und mit der Bahnsteigkarte der Bahnbeamte, der im kleinen, wettergeschützten Schilderhäuschen saß, das die Bahnsteige vom frei zugänglichen Bahnhofsbereich trennte. Denn die Aufgabe dieses Bahnbeamten bestand darin, Fahrkarten und Bahnsteigkarten zu kontrollieren und durch das Stanzen eines kleinen Loches in den Karton zu entwerten. Diese Tätigkeit wurde - aus Kostengründen - wegrationalisiert.

Und obwohl überall im Service-Bereich und bei einfachen Handarbeiten die Arbeitsplätze verschwanden, die Industrie saugte alle Freigestellten schnell wieder auf.

Wir hatten das Gefühl: Es geht uns gut.

1969 hatte das Wirtschaftswachstum mit 7,5% seinen bisher letzten Höhepunkt in der Geschichte der BRD erreicht. Der Wiederaufbau war abgeschlossen, bei den Konsumgütern war der Markt gesättigt.

Von da an gings bergab.

Doch der Deutsche ist stolz darauf, dass er heute dreimal soviel schafft, wie sein Großvater vor 50 Jahren, dass ihm dafür auch der dreifache Lohn zustünde - und zwar inflationsbereinigt und netto - das kann er sich einfach nicht vorstellen. Denn wenn das so wäre, dann hätten "die da oben" schon dafür gesorgt, dass er bekommt, was er verdient.

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31. Juli 2017
30. Juli 2017 Pleisweiler Gespräche
29. Juli 2017

28. Juli 2017

11.55 Uhr Das US-Welt-Boykott-Erzwingungsgesetz

Ich gestehe freimütig, dass ich von den Grundlagen, auf denen sich Kongress und Senat der Vereinigten Staaten von Amerika berechtigt sehen, mit horrenden Strafen jedes Unternehmen auf dieser Welt zu belegen, dass hinfort auf vielen wirtschaftlichen Sektoren noch mit Russland, dem Iran und Nordkorea zusammenarbeitet, keine Ahnung habe.

Von daher bin ich so frei, mich abseits aller juristischen Feinheiten, die in mehr oder minder geheimen Verträgen verklausuliert sein mögen und dieses vermeintliche Recht begründen könnten, auf jenes verpönte Etwas zurückzugreifen, das als "gesunder Menschenverstand" bezeichnet wird, vom dem allerdings in den Höhen internationaler Politik längst kaum noch etwas zu finden ist.

Der Schachzug ist ebenso clever wie perfide und könnte aus dem Grimm'schen Märchen vom Tapferen Schneiderlein stammen, der sich "Siebene auf einen Streich" auf seinen Gürtel stickte, wobei hier nicht mehr gezählt werden kann, auf wie viele lästige Fliegen man es tatsächlich abgesehen hat.

Mehr über die sieben Fliegen


27. Juli 2017

10.45 Uhr Die Faszination der "gelben Zettel" (ugs. f. Staatsbürgerschaftsurkunde)

Die Welt ist heute so, wie sie ist, weil die Machtverhältnisse so sind, wie sie sind. Die Rolle Deutschlands in der EU und in der Welt ist so, wie sie ist, weil die Machtverhältnisse sind, wie sie sind.

Macht bedeutet jedoch nichts anderes, als die Fähigkeit und den Willen zu besitzen, zur Durchsetzung eigener Interessen "wirksam" Gewalt auszuüben.

Gewalt hat zwar viele Erscheinungsformen, doch im globalen Maßstab stehen alle diese Erscheinungsformen auf dem Fundament der militärischen Fähigkeiten.

Eine anfliegende Rakete lässt sich weder vom roten Kreuz auf dem Hausdach, noch vom Gewedel mit gelben Zetteln beeindrucken - und schon gar nicht von der Vollversammlung der Vereinten Nationen.


25. Juli 2017

10.45 Uhr Ich glaub', mich tritt ein Wallach

Weniger als 30 Prozent der Deutschen vertreten populistische Ansichten, erzählt uns die Bertelsmann Stiftung und greift damit tief in den Lokus.

Lässt man die in Elfenbeintürmen zurechtgezimmerten Definitionsversuche für Populismus weg, welche die Grenze zwischen Populisten und Nichtpopulisten nach Belieben hin und her schieben, je nachdem, wer gerade als Populist ausgegrenzt werden soll, und bezieht sich stattdessen auf das allgemeine (populistische) Sprachverständnis, dann ist Populismus der Versuch, Auffassungen und Zielsetzungen so zu formulieren, dass damit der Zuspruch der Masse gewonnen werden kann. Der Populist wird - vollkommen unabhängig von den Inhalten, die er transportiert - eine eher einfache Sprache wählen, aus komplexen Sachverhalten einfache Schwarz-weiß-Bilder generieren und dabei mehr emotional appellieren als rational argumentieren.

Populismus ist also weder eine Bewegung, noch eine Ideologie, sondern ein Stilmittel,

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24. Juli 2017

11.15 Uhr Der neue Stahlkoloss - Stolz der USA

Die Tonne Stahlschrott wird derzeit mit rund 300 $ gehandelt. Der schöne neue Flugzeugträger aus der schönen neuen Welt wiegt 100.000 Tonnen, hat also - wäre alles aus Stahl - einen Schrottwert von 30 Millionen $, falls das Wrack noch schwimmfähig zum Abwracker geschleppt werden kann.

Aus Sicht potentieller militärischer Gegner hat der Schrottwert jedoch keine Bedeutung. Für die handelt es sich bei der USS Gerald R. Ford um nichts anderes als um ein Ziel. Noch dazu um ein recht großes Ziel, was - wie ich es vor 48 Jahren bei der Grundausbildung in Roth bei Nürnberg gelernt habe - leichter zu treffen ist als ein kleines Ziel.

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23. Juli 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

... und weil es an Komik kaum zu überbieten ist:

Martin Schulz warnt vor einer neuen Flüchtlingskrise!

Droht uns die kleine Koaliton?
Mit der Sozialdemochristlichenunionskoalition?

Da möchte man meinen, es habe sich soeben wieder ein Paralleluniversum abgespalten.

Link


22. Juli 2017

18.30 Uhr SPD im Taka Tuka Land

Niemand weiß so genau, wo Taka Tuka Land liegt, und niemand weiß, in welchem Land sich die SPD momentan wähnt. Nur eines ist klar: Die SPD ist wieder einmal ganz weit weg.

Klaus von Dohnanayi, einer der Vorgänger von Olaf Scholz, von dem gegenwärtig erwähnt werden muss, dass er SPD-Mitglied ist, will die SPD am 24. September nicht wählen, wenn Martin Schulz nicht auf der Stelle der Option "Rot-Rot-Grün" abschwört.

Es ist anzunehmen, dass Dohnanyi mit dieser Überzeugung in der SPD nicht alleine dasteht, denn viele Genossen sehen den politischen Gegner eher bei den LINKEn als anderswo.

Die bösen LINKEn versprechen sozialere Politik und machen der SPD damit Wähler abspenstig. Das ist infam, heimtückisch und undemokratisch!


21. Juli 2017

18.30 Uhr Strauchritter und Strauchdiebe

Der Gemeine Strauchdieb ist, wie ich soeben zu meiner Überraschung feststellte, ein Insekt, das allerdings seinem Namen alle Ehre macht. Im übertragenen Sinn ist der menschliche Strauchdieb der kleine Bruder des Strauchritters, auch Raubritter genannt.

Mag man es vor Jahrhunderten noch als Vorrecht des Adels angesehen haben, sich durch Wegelagerei ein Zubrot zu verdienen, doch heute sollte man meinen, dass der Staat, den wir für die Aufrechterhaltung der Ordnung teuer bezahlen, gegen das Unwesen von Raubrittern und Strauchdieben einschreiten würde. Warum sieht es aber häufig so aus, als würde der Staat - ganz im Gegenteil - für bestimmte Praktiken des Raubes und der Beutelschneiderei sogar Lizenzen vergeben.

Beginnen wir beim Dieselmotor.

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20. Juli 2017
19. Juli 2017
18. Juli 2017

11.30 Uhr Negativer Darlehenszins - nur ein Marketing-Gag?

Massiv beworben und von den Medien unentgeltlich verbreitet stehen wir überrascht vor dem Angebot von SMAVA, einem Kreditvermittler:
 
Ratenkredit, 1.000 Euro, Laufzeit 36 Monate, minus 0,4 % Zins p.a.

Die üblichen Verdächtigen waren schnell bei der Hand mit der Erklärung, es handle sich nur um einen Marketing-Gag zur Anlockung neuer Kunden und vergleichen das mit der inzwischen üblich gewordenen Praxis der Banken, eine Konto-Neueröffnung mit einem "Startguthaben" zu belohnen.
 
Dies ist m.E. allerdings (viel) zu kurz gegriffen.
 
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17.07.2017
16.07.2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


15. Juli 2017

09.00 Uhr Das Schnitzel, dessen Name nicht genannt werden darf

Nein, es handelt sich nicht um ein Lord-Voldemort-Schnitzel aus der Harry Potter Saga, wie es dort an hohen Feiertagen im großen Saal nicht serviert wurde, es handelt sich um: ?

Nun, Sie wissen schon ...

Als Artikel 3, Absätze 2 und 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland in der ergänzten Fassung am 15. November 1994 Rechtskraft erlangten, wurde das Samenkorn für jenes Phänomen in die Erde gelegt und scharf angegossen, das wir heute als in voller Blüte stehend bewundern dürfen: Die "political correctness", als Instrument zur Umkehrung der demokratischen Grundregeln, welche eigentlich der Mehrheit das Recht geben sollten, unter billiger Wahrung auch der Interessen der Minderheiten, dem Mehrheitswillen zum Durchbruch zu verhelfen.

Es begann allmählich. Schleichend.

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14. Juli 2017
13. Julie 2017

11.30 Uhr Wer hat's erfunden? Die Merkel!

Angela Merkel ist gut für Deutschland. Eine Annahme, die umso zutreffender ist,
je mehr Deutschland auf das reduziert wird, was den Staat zur
"institutionellen Machtmehrungs-Einrichtung" werden lässt.

Das Gewicht Deutschlands innerhalb der EU und sogar im weltweiten Ränkespiel hat unter Angela Merkel zugenommen. Die Vermögen jener, die vom zunehmenden Gewicht Deutschlands profitieren, sind gewachsen. Die Vormachtstellung der Union in der deutschen Parteienlandschaft ist ungebrochen - und im Angesicht des Zuwachses an Kleinparteien sogar relativ zum zerstrittenen Rest stark gewachsen. Selbst Deutschland als (fast) weltweit operierende Militärmacht ist unter Angela Merkel auf einem seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nie wieder dagewesenen Höhepunkt angelangt.

Für dieses Deutschland, die Nation, die sich immer noch schamhaft hinter der EU versteckt, obwohl sie diese EU längst dominiert und den lästigen Konkurrenten Großbritannien hinausgeekelt hat, ist Angela Merkel nicht nur gut, sondern geradezu alternativlos.


11. Juli 2017

10.30 Uhr Betreuung verkürzt Arbeitslosigkeit (angewandte Relativitätstheorie)

Es ist Wahlkampf. Martin Schulz dröhnt von Gerechtigkeit. Seehofer schmiedet seinen Bayernplan. Angela Merkel will weiter auf dem schmalen Grat der Alternativlosigkeit den Nutzen des deutschen Volkes mehren - und die LINKE fragt bei der Bundesagentur für Arbeit an, wie es denn um die Länge der Arbeitslosigkeit der Langzeitarbeitslosen bestellt sei.

Die Antwort der Bundesagentur fiel aus, wie erwartet: Aktuell betrage die durchschnittliche Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen 629 Tage, was eine Steigerung um 74 Tage oder 13,3 Prozent gegenüber der Situation im Jahre 2011 bedeute.

SPIEGEL ONLINE hat um diese "Nachricht" herum einen kurzen Artikel gewunden, in welchem selbstverständlich unmissverständlich darauf hingewiesen wird, dass die Zahl der Arbeitslosen auf den tiefsten Stand seit 1991 gesunken sei. Dass bei der BA nur noch 2,473 Millionen Arbeitslose registriert seien, die aber immer schwerer zu vermitteln seien, weil ihnen wichtige Qualifizierungen fehlen.

Natürlich vertraut auch der SPIEGEL darauf, dass diese krasse Fehlinformation geschluckt wird.

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10. Juli 2017

09.30 Uhr Steinmeier - fassungslos

Beim Hamburger Abendblatt hat man Steinmeiers "fassungslos" in "Gänsefüßchen" gesetzt. So, wie die Springerblätter einst die "DDR" stets in Gänsefüßchen setzten, um klarzustellen, dass man dieses "Gebilde" niemals anerkennen werde.

Eine Fassung zu haben, bedeutet bei plastisch-figürlichen Kunstwerken, dass das Holz, aus dem einer geschnitzt ist, durch Bemalung verborgen wird. Ist eine derart kunstvoll "gefasste" Figur plötzlich fassungslos, würde man respektlos umgangssprachlich sagen: "Der Lack ist ab."

Da Steinmeiers "Fassungslosigkeit" auch von diversen Kameras und Mikrofonen aufgezeichnet wurde, war unschwer festzustellen, dass zwischen seiner sehr staatsmännisch gefassten Haltung und seinen wohlgesetzten Worten ein eklatanter Widerspruch klaffte.

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9. Juli 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Samstag
(mehr dazu)

 


8. Juli 2017

09.30 Uhr Wahrheit und Meinung

*

 Wäre die Wahrheit bekannt,
würden sich Meinungen erübrigen.

*

Wahrheit und Demokratie schließen sich aus.

*

Wo in der Demokratie Meinungen unterdrückt werden,

um die Wahrheit "durchzusetzen", und das in einem
Gesetzgebungsprozess, den Herbert Wehner früher
womöglich als "Schweinsgalopp" bezeichnet hätte,

ist Orwells "Wahrheitsministerium"
bereits strukturell verankert.

*


7. Juli 2017

17.30 Uhr Natürlich ist niemand schuld.

So, wie Kriege ausbrechen, brechen eben auch Unmutsbekundungen von Bürgern aus. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

Ein bisschen erinnert das Hamburger Schauspiel an Pamplona. Liegt in Spanien. Die haben da auch so eine Tradition.

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6. Juli 2017

09.00 Uhr Nichts geschieht ohne die wahren Herren der Welt

Gleich vorweg: Ich glaube nicht daran.

Ich hege allerdings auch keinerlei Zweifel daran, dass es Gruppierungen gibt, die mit sehr viel Geld und sehr ausgekochten strategischen Plänen auf die stetige Erweiterung und Erhaltung ihres Einflusses auf immer größere Teile der Erde hinarbeiten, nur halte ich es für ausgeschlossen, dass es "jene eine einflussreiche Gruppe" gibt, die schon seit geraumer Zeit Schritt für Schritt, folgerichtig und unbeirrbar alle Geschehnisse auf der Welt steuert.

Schon alleine die Frage nach der wahrscheinlichsten Zielsetzung einer solchen mächtigen geheimen Gruppe offenbart Erklärungsnöte. Hier nämlich einfach zu antworten: "Die Weltherrschaft", ergibt keinerlei Sinn.


5. Juli 2017

17.30 Uhr Volle Deckung! Sie kommen!

Gipfel

Reinhold Messner hat so manchen Gipfel bezwungen.

Anders als die Staats- und Regierungschefs von 20 Nationen, die sich am Wochenende in Hamburg treffen, hat er den Weg zum Gipfel selbst gesucht und ist ihn Schritt für Schritt gegangen. Von seinen Bergsteiger-Erinnerungen, die er in Wort und Bild vermarktet, lebt er nun.

Hätte Angela Merkel nicht nach Hamburg, sondern nach Garmisch-Partenkirchen eingeladen und ihre Gäste aufgefordert, sich über den Höllental-Klettersteig zum Zugspitzgipfel durchzuschlagen, um dort ein richtiges Gipfeltreffen bei einer Radlermaß und Kässpatzen zu erleben, ich glaube, die Touristen auf der Zugspitze wären vom Gipfeltreffen in keiner Weise gestört worden.

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4. Juli 2107
3. Juli 2017

08.00 Uhr Die Vollbeschäftigungs-Union

Haben Sie es auch schon gehört? Die Vollbeschäftigung ist in Sicht. 2025 wird es soweit sein, es gibt nur eine Bedingung: Sie müssen am 24. September die CDU, oder, falls das nicht möglich ist, die CSU wählen. Selbstverständlich mit Erst- und Zweitstimme, sonst funktioniert der Zauber nicht, und außerdem dürfen Sie in der Wahlkabine, wenn Sie dort ihr Kreuz machen, nicht an Angela Merkel und auch nicht an Horst Seehofer denken.

Es gibt noch eine zweite Bedingung: Sie müssen die gleiche Prozedur 2021, wenn dann wieder gewählt wird, noch einmal ganz genau so vollziehen. An nichts Böses denken und CDU wählen, und sollte das dann immer noch nicht möglich sein, eben wieder CSU.

Erst dann wird die Jobmaschine angeworfen - nicht gleich, nein, nein, ...

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2. Juli 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


1. Juli 2017

11.00 Uhr Deutschland ist ein ganzes Stück moderner geworden

So Bundesfamilienministerin Katarina Barley.

"Modern" kommt von Mode - und Moden wechseln. Man kann der jeweils neuesten Mode nachhecheln, das heißt, von Saison zu Saison das Outfit wechseln und die jeweils abgetragenen Sachen zum Second Hand Shop tragen. Wer sich nicht daran hält, wird schnell als altmodisch diskriminiert.

Andere bewahren ihre modische Kleigung auf, in der Hoffnung, in absehbarer Zeit zu erleben, dass wieder einmal "Retro" in ist, und damit nochmals auftreten zu können, ohne als altmodisch zu gelten.


30. Juni 2017

09.00 Uhr Friedel 54 geräumt

In Berlin ist es einer Heuschrecke gelungen, mit Polizeigewalt Alt-Mieter aus einem Haus zu vertreiben. Ja. Das ist eine spektakuläres Beispiel, das Schlagzeilen macht, und der besonnene Gutmensch wird sagen: "Recht ist Recht und Eigentum ist Eigentum, und wer das nicht einsehen will, muss damit rechnen, gewaltsam entfernt zu werden". Was der besonnene Gutmensch viel zu leicht übersieht, ist die Tatsache, dass die Immobilienspekulation überall da, wo wirklich alte Altmieter, oder Mieter, die sich nicht zu "linksextremen" Gruppen zusammengeschlossen haben, sehr viel leichteres Spiel hat, ihre Profitinteressen durchzusetzen. Tausende von Wohnungen werden in den Innenstädten "entmietet", um sie danach nach den Regeln der "marktkonformen Demokratie" in umso kräftiger sprudelnde Geldquellen umzuwandeln.

Das passiert nicht so einfach, es ist kein Naturgesetz, dahinter stehen eiskalte Pläne die ungerührt durchgesetzt werden.

Der hier verlinkte Bericht der Berliner Zeitung von heute gibt einen Einblick in das aktuelle Geschehen.

Wie wird die nächste Stufe dieser Entwicklung aussehen? Wird man die Altmieter irgendwann zwangsumsiedeln?

  • Peter Mannsdorff, als Berliner täglich damit konfrontiert, hat sich damit auseinandergesetzt.

Herauszufinden, wo in seinem Roman "Höllisches Hell" die Grenze zwischen Realität und Fiktion verläuft, überlässt er seinen Lesern.

Und warum sollte nicht eine fürsorgliche Regierung eines Tages beschließen, jene, die für Konsum und Produktion überflüssig geworden sind, fernab von der Glitzerwelt der Reichen und Schönen einer Endlagerung zuzuführen?

"Höllisches Hell" ist fiktiv, schon alleine, um rechtlichen Auseinandersetzungen mit den real wirkenden Kräften zu vermeiden. Doch die Frontlinie zwischen der Wirklichkeit unserer Tage und dieser Fiktion ist hart umkämpft.

 

 


29. Juni 2017
28. Juni 2017

 

 

Heute Nacht ist vollkommen unerwartet meine Mutter gestorben.

Am 18. Mai hat sie mit uns noch
ihren 91. Geburtstag gefeiert.


27. Juni 2017

10.42 Uhr Welt-Geisterfahrer-Tag

Für den 7. 7.2017 sind erstmals auch im traditionell stark rechtslastigen Deutschland mehrere Großveranstaltungen zum Welt-Geisterfahrer-Tag in Vorbereitung.

Alles was Sie dazu wissen müssen, finden Sie ab heute

 

26. Juni 2017

09.30 Uhr Die Großfamilien

Kaum ein Tag vergeht noch, an dem wir nicht mit der Nase darauf gestoßen werden, dass in Deutschland wieder, wie zu Kaisers Zeiten, die Großfamilie zur Normalität wird. So scharen sich um Patriarch und Patriarchin die Schwägerinnen und Schwager, die Brüder und Schwestern, die Kinder und Enkel, Cousins und Cousinen, ja es bilden sich Sippen mit lange nicht mehr gekanntem, festem sozialen Zusammenhalt, die sich zudem zu kleinteiligen regionalen Wirtschaftsgemeinschaften zusammenschließen, deren Erträge in einer Art Schneeballsystem beim jeweiligen Clanchef zusammenfließen.

Davon würden wir aber nichts erfahren, hätten diese Großfamilien nicht die fatale Neigung, sich permanent gegenseitig in Massenschlägereien zu verwickeln.

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25. Juni 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


23. Juni 2017

11.00 Uhr Staatstrojaner

Habe ich Ihnen einen kleinen Schrecken eingejagt? Sicherlich nur für einen ganz kurzen Moment, denn Sie wissen: Der Staatstrojaner kündigt seine Erscheinen auf Ihrem Rechner, Tablet oder Smartphone NICHT an! So, wie die Regierung ihre Absicht, den Staatstrojaner zum allgemeinen Gebrauch von Polizei und Diensten freizugeben, nicht angekündigt, sondern die Überwachungsausweitung in anderen Gesetzen versteckt hat.

Eine Schweinerei, die vom Verfassungsgericht verboten werden sollte.

Weitreichende Eingriffe in die bürgerlichen Freiheiten ohne öffentliche Debatte und Diskussion in erster Lesung unter falscher Flagge durchzuwinken, ist ein weiterer Schandfleck auf der niemals weiß gewesenen Weste der GroKo!

So würde ich gerne, wie vor wenigen Jahren Stéphane Hessel, laut loschreien: "Empört euch!", doch fürchte ich, dass die Lautsprecher des Mainstreams auch diesen Aufschrei mit Leichtigkeit übertönen werden.

Heute Morgen habe ich "Google News" aufgerufen. Nicht eine einzige Meldung über den gestern verabschiedeten Staatstrojaner-Einsatz wurde angezeigt. Man muss schon richtig danach suchen, wenn man etwas finden will.

Ich empfehle diesen Artikel bei Heise

Bitte bedenken Sie, dass der Einsatz des Staatstrojaners nicht erst erfolgt, wenn klar ist, dass einer der Straftatbestände vorliegt, sondern vorher, bei mehr oder weniger begründetem oder im Ausnahmefall hübsch konstruiertem Verdacht!
 
P.S.: Sollte Ihnen jemand einfallen, der keine Angst vor - oder keine Ahnung vom - Staatstrojaner hat, könnten Sie www.egon-w-kreutzer.de als Linkempfehlung in eine Mail packen...


22. Juni 2017

20.00 Uhr Können Emotionen strafbar sein?
(… und was ist dann Hass, wenn nicht Emotion?)

Selbstverständlich kann alles strafbar sein. Es kommt auf die Rechtsordnung und auf die gültig verabschiedeten Gesetze an.

Wo sich Gesetze nicht am Rechtsempfinden der Mehrzahl der Bürger, nicht an überkommenen Sitten und Gebräuchen, nicht an der Mehrung des Nutzens der Rechtsgemeinschaft, sondern alleine am Machtinteresse der Regierenden orientieren, ist es zulässig von einer Diktatur zu sprechen, auch dann, wenn sich alles im formalen Rahmen einer Demokratie abspielt.

Aufgeklärte Gesellschaften haben daher einige Bürgerrechte explizit in den Rang von Grundrechten erhoben, um zu vermeiden, dass eine radikalisierte Obrigkeit die Gefügigkeit der Untertanen per Strafrecht erzwingen kann. Hierzu gehört im Besonderen, das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei äußern und verbreiten zu dürfen und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Bei uns steht das übrigens so im Artikel 5 des Grundgesetzes.


21. Juni 2017

09.30 Uhr Gentrifizierung (Vertreibung, Umsiedlung, Profitmaximierung)

Nicht alles, was auf -fizierung endet, ist schlecht. Elektrifizierung, z.B. hat die Bahn um einiges umweltfreundlicher gemacht. Gentrifizierung hingegen zerstört Umwelten, Wohnwelten, Quartiere, indem die eingesessene Wohnbevölkerung mit unterschiedlichsten Methoden vertrieben oder vergrault wird, um sie gegen eine neue, ertragssteigernde "Sorte" zu ersetzen.

Gentrifizierung ist so ähnlich, wie die Umwandlung eines nach dem Prinzip der Dreifelderwirtschaft schonend genutzten Ackers in eine kunstdüngerstrotzende Genmaiswüste.

Das Gefährliche an der Gentrifizierung ist, dass außer den Betroffenen kaum jemand etwas davon merkt.

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20. Juni 2017

14.00 Uhr Vom Ende einer Suchoi 22

Der Stern nannte die Maschine beinahe ehrerbietig "Assads altes Schlachtross" und bekundete, sie sei immer noch gefährlich, wenn auch gegen moderne Kampfflugzeuge der in Syrien kämpfenden Allianz vollkommen chancenlos.

Es muss für den Piloten der US-amerikanischen F/A-18 so eine Art Moorhuhnjagd gewesen sein, als ihm der syrische Gegner ins Visier geriet.

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19. Juni 2017

13.30 Uhr Der französische Marsch

Nur, damit Sie nicht meinen, ich hätte vergessen, den jugendlichen und lächelnden Präsidenten, seine Herkunft, seine Förderer, seinen kometenhaften Aufstieg zu erwähnen, stelle ich diesem Aufsatz die Überlegung voran, dass es jetzt wichtiger erscheint, herauszufinden, wie die französische Gesellschaft derzeit insgesamt tickt, als auf dem herumzureiten, was über ihren frisch gewählten Anführer auf Zeit bekannt ist.

Hier muss damit begonnen werden, die Wirkungen des Zentralismus zu beschreiben.

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09.30 Uhr Ist das Schwachsinn?

Massive mediale Berieselung kann dazu führen, dass Argumente und Verhaltensweisen, die noch vor wenigen Jahren als "Schwachsinn" bezeichnet worden wären, inzwischen von einer großen Mehrheit für gut, richtig und selbstverständlich erachtet werden. Schließlich muss man mit der Zeit gehen, up to date sein, und wer mit der Masse mitschwimmt, ist allemal im Recht und auf der richtigen Seite.

Die nachstehenden Beispiels sollen Ihnen helfen, herauszufinden, ob Sie selbst schon auf der Höhe der Zeit angekommen sind oder sich doch eher noch zu den Ewiggestrigen zählen müssen. Bitte fragen Sie sich jeweils, ob das geschilderte Ereignis ihre Zustimmung findet, ob Sie es für möglich halten, aber dieses Verhalten zutiefst ablehnen, oder ob Sie die Schilderung glatt für fake news halten.


18. Juni 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

Vorschau 19.06.2017


17. Juni 2017

09.30 Uhr Containerschiff rammt US-Zerstörer

Über die Ursache der Kollision gab es keine Angaben.

Da wird in allen Medien sehr viel vom Drumherum erzählt, aber nirgends wird die Frage gestellt, wie zwei nicht ganz kleine Schiffe, beide bestens bestückt mit Radaranlagen, sich bis zum Rumms auf Kollisionskurs befinden können.

Kurze Anmerkung lesen


16. Juni 2017

T-Online SPAM-Filter
stört Newsletter-Versand.

Heute habe ich alle Mails an Newsletter-Empfänger mit t-online-Adresse von T-Online zurückerhalten, mit dem Vermerk, es handle sich vermeintlich um SPAM oder Virus-Mails. Ich habe zwar eine Rückmeldung an T-Online abgegeben, weiß aber nicht, ob, wann und wie ggfs. darauf reagiert wird.

Sollten Sie selbst betroffen sein, prüfen Sie ggfs. Ihre SPAM-Filter Einstellungen.


16. Juni 2017

11.30 Uhr Die Irreführung des Tages

Deutschland sichert 4,8 Millionen Jobs in anderen EU-Mitgliedsstaaten,

so heißt es heute in der Online ZEIT mit Verweis auf eine Studie. Mit etwas Nachdenken kommt man zu einem anderen Schluss, nämlich:

Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit saugt aus dem EU-Ausland
per Saldo die Kaufkraft von 7,7 Millionen Beschäftigten ab.

Die 4,8 Millionen, die hier so grandios herausgestellt werden, sind die Jobs, die per Saldo übrig geblieben sind.

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15. Juni 2017 - Fronleichnam
14. Juni 2017

15.45 Uhr Hautnah aus Frankreich - Die Retortendemokratie

Regelmäßigen Besuchern dieser Seite ist W.K. schon ein Begriff. Er schreibt über die Lage in Frankreich und die Befindlichkeiten der Franzosen.

Heute erhielt ich seinen Kommentar zur Präsidentschaft Macrons - und zwischen den Zeilen spiegelt sich das blanke Entsetzen, wie es möglich sein konnte, dass ein "lächelnder" Newcomer mit einem Anlauf von nur einem Jahr zum Präsidenten gemacht werden konnte.

Doch er behält sein Entsetzen nicht für sich; er verschenkt es weiter, mit der Schlussbemerkung: Das könnte eine Blaupause für andere Länder werden.


13. Juni 2017

08.00 Uhr Im Flow sein

Statt eines Tageskommentars mache ich Sie heute auf etwas ganz Besonderes aufmerksam.

Heyde Sunya Nyaga, deren Buch "Wann denn, wenn nicht jetzt?" Ende letzten Jahres im EWK-Verlag erschienen ist, wird wieder einmal für kurze Zeit nach Österreich kommen.

Im Gebiet der "Duxer Alm" im Salzburger Land lädt sie ein zu den "Alm-Tagen".

Eine Woche der Begegnung mit dem Eigentlichen im Leben, mit sich selbst, inspiriert durch Gespräche beim Wandern in der Natur, beim gemeinsamen Kochen, während der Mahlzeiten und im gemütlichen Zusammensitzen.

Aber lesen Sie selbst, was Sie erwarten können:


12. Juni 2017

11.45 Uhr Die aktuelle Lage

Alle zwei Monate erscheint mein Dossier "EWK - Zur Lage". Heute habe ich die 21. Ausgabe online gestellt. Sie enthält meine derzeitige Interpretation der Geschehnisse, die uns in den letzten Wochen und Monaten bewegt haben.


11. Juni 2017

Wie jeden Sonntag gibt es hier unsere absolut aktuellen Bilder vom Sonntag.

Heute allerdings auch einen Hinweis auf einige Kommentare zum jüngsten Paukenschlag. Hier einzusehen.

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


9. Juni 2017
8. Juni 2017

Ein kranker Wellensittich bedurfte in den letzten Tagen intensiver Betreuung. Nach einem Tierarztbesuch in der Nähe, am Mittwoch, war gestern die Universitätstierklinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische in Oberschleißheim anzusteuern. Der Piepsi wurde gründlich untersucht, mehrfach geröntgt, zuletzt mit der Gabe von Kontrastmitteln und ist seit gestern Abend wieder bei seinem Lebensgefährten in der heimischen Voliere, wo nun beide auf Diät gesetzt und zu intensiveren Freiflügen animiert werden.

Daher hat es gestern mit dem Paukenschlag nicht mehr geklappt.

10.45 Freiheit statt Wohlfahrt

Der Neoliberalismus sieht Freiheit und Wohlfahrt nicht als Gegensätze an.

Für die Träger dieser Geisteshaltung ist die Wohlfahrt, materiell getragen von freiwilligen Spenden der Erfolgreichen, die Krönung der Freiheit. Wir helfen, den Armen, Alten und Kranken - und wir machen uns einen großen Spaß daraus, das Geld dafür bei glamourösen Spendenpartys einzusammeln.

Sozialistisches Gedankengut hingegen sieht anders aus. Der Staat nimmt den Erfolgreichen das Recht, über ihre Einkünfte frei zu verfügen, indem er Steuern erhebt, und gibt den Bedürftigen das Recht auf Sozialleistungen, die aus diesen Steuermitteln bezahlt werden. Hier wird Freiheit beschränkt und das Wohlfahrtsargument der Reichen als lächerlicher "Gnadenerweis" madig gemacht.

So schön die Idee des Sozialstaates auch aus der Ferne betrachtet aussieht, so problematisch erweist sie sich, wenn man sie näher unter die Lupe nimmt. Denn der Sozialstaat versucht zwei Verteilungsprobleme zu lösen, an deren Entstehen er nicht unerhebliche Mitschuld trägt.

Problem Nr. 1: Die Verteilung der Arbeit
Problem Nr. 2: Die Verteilung des Ertrags der Arbeit


7. Juni 2017
6. Juni 2017

09.30 Uhr Die Vielgescholtene

An der relevanten Spitze der Bundesrepublik Deutschland steht eine Frau, die über viele Jahre nur bei wenigen Bürgern Anstoß erregte. Unvergessen in diesem Zusammenhang Volker Pispers' Zusammenfassung unter dem Motto "Besser als erwartet". Doch das ist viele Jahre her - und nun wird es allmählich doch eng für sie.

Die Ursache: Donald Trump.

Wäre es nur der "Berliner Kreis", der Merkels Kritik an Trumps Klima-Nicht-Politik verurteilt und - ganz im Gegenteil - von ihr fordert, sich endlich von der Erpressung durch die Klimaforschung zu befreien, es wäre ja noch nicht weiter schlimm. Das könnte sie wegsitzen.

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5. Juni 2017
4. Juni 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


2. Juni 2017

13.00 Uhr Trump. Er hat es getan. Wie konnte er nur?

Wo es doch um nicht weniger als die ganze Welt geht! Wo es doch darauf ankommt, dass alle sich in das Mühen einbringen, die Veränderung des Weltklimas zu verhindern. Da steigt der einfach aus. Da muss man doch die Contenance verlieren und ihm die übelsten Schimpfwörter an den Kopf werfen, an seiner geistigen Gesundheit zweifeln, ja sogar an eine geheime Verschwörung denken.

Die Hysterie, die da geschürt wird, ist absolut unerträglich.

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1. Juni 2017

17.00 Uhr Pfingstfest und Demokratie

Wenn es etwas gibt, im christlichen Glauben, was einer Prüfung zugänglich ist, dann ist das das Wirken des Heiligen Geistes in den Worten und Taten der Christen.
Versucht man, die Heilige Schrift der Christen daraufhin zu untersuchen, woran die Wirkungen des Heiligen Geistes zu erkennen sein sollten, ergeben sich deutliche Hinweise.

Der offenkundigste Hinweis ist darin zu sehen, dass, wer vom Heiligen Geist erfüllt ist, fähig ist, seine Gedanken so zu übertragen, dass sie selbst das Hindernis fremder Sprachen überwinden und von jedermann unmittelbar verstanden werden können.

Das jedenfalls war die erste Wirkung der Ausgießung des Heiligen Geistes, so wie sie in der Apostelgeschichte des Lukas beschrieben wird. Diese Wirkung ließ jedoch schnell nach.


31. Mai 2017
30. Mai 2017

18.00 Uhr Schicksal selbst in die Hand nehmen...

Schicksal ist die Abfolge von Ereignissen im Leben, auf die man selbst keinen Einfluss hat. Je nach Geisteshaltung wird das Schicksal dem Wirken höherer Mächte oder dem bloßen Zufall zugeschrieben.

Wie um alles in der Welt kommt Angela Merkel auf die Idee, wir Europäer müssten unser Schicksal selbst in die Hand nehmen, wenn es im Wesen des Schicksals liegt, dass genau das vollkommen ausgeschlossen ist?

Nun. Da liegen gleich mehrere Hasen im Pfeffer. Mit einem kleinen bisschen Fantasie lässt sich der Satz so interpretieren, dass alles was europäische Regierungen seit dem Zweiten Weltkrieg verbockt haben, Schicksalsschläge waren. Höhere Mächte, Geister, Dämonen, Götter und Elfen saßen an den Schalthebeln der Macht - was letztendlich alles entschuldigt.

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29. Mai 2017

15.30 Uhr Maas voll = maßlos

Das Verbreiten von Falschmeldungen (ugs. fake news) und Hasspropaganda (ugs. hate speech) soll - zum Wohle der Allgemeinheit - unterbunden werden, wozu ein Monster namens "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" in die Welt gesetzt wurde, mit welchem "Diensteanbieter" auf erstmalige Anforderung hin gezwungen werden, bei Inkaufnahme eines Bußgeldes von bis zu 50 Millionen Euro im Falle pflichtwidrigen Versäumnisses, "rechtswidrig" erscheinende Inhalte binnen 24 Stunden zu löschen.

Bitte nehmen Sie mir meinen nun folgenden Gedankensprung nicht übel, doch mich erinnert dieses Vorgehen mehr an die Forderung, an den Grenzen von der Schusswaffe Gebrauch zu machen,

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28. Mai 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


27. Mai 2017
26. Mai 2017

11.00 Uhr Christen sind kein Feigenblatt

Der Kirchentag, mit Vorzeige-Christen wie Angela Merkel und Barack Obama bestens bestückt, um Friedensnobelpreis, Drohnenmorde und das Wechselbad aus Willkommens- und Abschiebekultur unter einen christlichen Hut zu bringen, brauchte natürlich auch seinen christlichen Eklat.

Der wurde in Gestalt der AfD-Politikerin Anette Schultner aufs Podium gehievt und sodann zelebriert.

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25. Mai 2016
24. Mai 2016
23. Mai 2017

09.00 Uhr Des deutschen Sparers Wunderhorn

Sie haben es gehört, gesehen oder gelesen. Ein paar Tage lang wurde verbreitet, die deutschen Sparer hätten wegen der Niedrigzinspolitik 436 Milliarden Euro eingebüßt. Das sei ein Verlust von 5.317 Euro für jeden Deutschen, würde man die Milliarden auf die Bevölkerung umlegen.

Da können Sie aber froh sein, dass Ihr Sparbuch nur unterdurchschnittlich bestückt ist!

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22. Mai 2017

15.00 Uhr Enthüllung der Kerninhalte

War es "schamlos", oder "ungeniert"? Am "verdächtigen Gegenstand", der am Morgen dazu führte, dass die SPD ihr sinkendes Schiff zu verlassen hatte, kann es wohl kaum gelegen haben, dass die Neuigkeiten zum Wahlprogramm so originell wirkten, wie die Fernsehzeitung von letzter Woche.

Der von Martin Schulz angekündigte Kampf der SPD für mehr Gerechtigkeit soll nun nicht nur auf "soziale Gerechtigkeit" abzielen, sondern auf weit mehr.

Bei mir flammen da einige Hirnwindungen auf, wie jene grell blitzenden Warnblinklampen am Beginn von Autobahnbaustellen.

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21. Mai 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


20. Mai 2017

09.30 Uhr Bull Riding in Washington

Mr. President hat sich nun 120 Tage auf dem wilden Bullen gehalten, der alle Anstrengungen unternommen hat, sich des ungewohnten Reiters zu entledigen. Ist Donald Trump im Grunde ein Rodeo-Star?

In gewisser Hinsicht, ja.

Nun droht er ausgerechnet über jenen strategischen Ansatz zu stürzen, der Hoffnung machte, die Welt könne ein Stück sicherer werden,

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19. Mai 2017
18. Mai 2017
17. Mai 2017
16. Mai 2017
15. Mai 2017

09.30 Uhr Et kütt wie et kütt

Das Rheinische Grundgesetz (Artikel 2) zeugt von der Schicksalsergebenheit der Rheinländer und wird am heutigen Montag in ganz NRW die Stimmung bestimmen. Die Kraft ist weg. Die Löhrmann ist weg - aber: Tri-tra-trullala, der Lindner der ist wieder da. Und ein Armin hat nach 2008 Jahren wieder die Herrschaft in seinem Teil des Teutoburger Waldes.

Was zum Ausgang dieser Wahl zu sagen war, war an dieser Stelle schon vor der Wahl zu lesen. Dass St.-Martin-100-Prozent nur ein Strohfeuer sein würde, schon Anfang Februar, dass sich das Wahlergebnis gegenüber den letzten Prognosen umdrehen würde, vier Tage vor der Wahl, dass der Muttertag für die sich abrackernde Zweitbesetzung der "Mutti" zum Fiasko werden würde am Tag vor der Wahl.

Nach wie vor bin ich zutiefst überzeugt, dass der letzte Nagel zum Sarg der bis dahin regierenden rot-grünen Koalition mit der definitiven Absage an die LINKE von Hannelore Kraft ganz alleine eingeschlagen wurde.

Die spannende Frage hinter dieser Erkenntnis lautet jedoch:

Wer hat den Nagel angeliefert, wer den Hammer bereitgestellt und wer hat den Termin für diesen selbstmörderischen Akt bestimmt?

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14. Mai 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


13. Mai 2014

12.30 Uhr Morgen ist auch für Hannelore Kraft Muttertag

Liebe Leserinnen, Muttertag, das ist der Tag, an dem die (eigenen) Kinder anrücken, um ein mehr oder minder erfreuliches Geschenk abzuliefern, und sich, in Erinnerungen schwelgend, von der Mutter bemuttern zu lassen.


Der Alte Kalauer: "Kannste nich' wenichstens die Küchentüre zumachen, det kann man ja jar nich mit ansehn, wie du dich ausjerechnet an Muttatach so abrackerst!", treibt die SPD-Genossen, je näher der Wahltag kommt, immer stärker um. Die Hannelore hängt sich ins Geschirr und zieht den Wagen, auf dem Martin Schulz als eine Art personifizierter Ballast-Tank sitzt, leider immer nur tiefer in den Sumpf der vielfältig auseinanderstrebenden Zielsetzungen der SPD.

 

Den Hype um Martin Schulz fand ich schon in seinen allerersten Tagen vollkommen absurd, und die Zeit hat mir Recht gegeben. Der Würseler zieht nicht mehr, er bremst nur noch.

Von daher bin ich heute der Mühe ledig, noch einen eigenen Kommentar zu schreiben.

Ich verweise voller Selbstzufriedenheit auf meinen Tageskommentar vom 7. Februar 2017, den ich allen anempfehle, die zwischenzeitlich an eine Auferstehung der SPD glauben wollten.

Natürlich habe ich dort nicht nur den Schulz in Frage gestellt, sondern auch breit ausgewalzt, warum die SPD auf keinen grünen Zweig mehr kommt, und was sie tun sollte, um wieder für breitere Wählerschichten attraktiv zu werden.

Der Versuch der SPD, sich als politischer Gemischtwarenladen so zu positionieren, dass jeder darin ein bisschen etwas von dem findet, was er sich wünscht, ist jedenfalls nicht zielführend.

 

 


12. Mai 2014
11. Mai 2017

10.00 Uhr Die Kirche im Dorf lassen

Das bekam früher zu hören, wer Risiken oder Chancen übertrieben darstellte, utopische Ziele verfolgte, oder überhaupt Unsinn redete.

Vermutlich sollte diese Redewendung heute gar nicht mehr gebraucht werden, weil sie doch einen gewissen "christlich-völkischen" Beiklang hat.

Ich habe sie dennoch als Überschrift gewählt, weil sie ganz gut passt, um die Forderung nach so genannter "Replacement Migration" mit einer noch einigermaßen gütigen Einlassung in jene Ecke zu schieben, in die sie gehört.

"Replacement Migration", nie gehört?

Mein Übersetzungsversuch endet mit "Umsiedlungspolitik".


10. Mai 2017

13.00 Uhr Verzweifelter Kraft-Akt in NRW

Hannelore! Hannelore! Kraft! Kraft! Kraft! Die spezialdemokratische Spitzenkandidatin im NRW-Wahlkampf hat drei Tage vor dem Urnengang die Nerven verloren. Um auch noch die letzte Hoffnung auf die Möglichkeit einer sozialeren Regierung zu zerstören, hat sie am Mittwochmorgen verkündet, mit ihr gäbe es keine Koalition mit der LINKEn.

Damit schwächt sie mutwillig das linke Lager.

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9. Mai 2017
8. Mai 2017

12.00 Uhr Der Tag der zwei Wahrheiten Frankreichs

Macron folgt auf Hollande. Hollande wurde von den Franzosen gewählt, weil er mit dem Versprechen sozialer Wohltaten angetreten ist. Dieses Versprechen konnte er nicht halten - wofür seine Partei und deren Kandidat Hamon mit lächerlichen 6,36 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang von den Franzosen brutal abgestraft wurde.

Dieses harte Abstrafen nach nur fünf Jahren gebrochener Versprechen steht in deutlichem Gegensatz zum eher milden Abstrafen der Schröder-SPD in Deutschland,

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4. bis 7. Mai 2017 - Pause
3. Mai 2017

07.30 Uhr Priester Messident in ungläubigem Zweifel

 

Du sollst Dir kein Bildnis machen.

Dieses Gebot hat der ehrwürdige Vater, genannt Priester Messident, verletzt.

Er hatte sich ein Bildnis seines HERRN gemacht, seinen Glauben, seine Hoffnung und seine Zuversicht an eben jenes Bildnis geknüpft und erlebte nun 100 Tage tiefster Verwirrung und Zweifels.

Das angebetete Bildnis war ihm verlorengegangen, eine gänzlich andere Erscheinung beanspruchte den Platz auf dem Stuhl des ALLERHÖCHSTEN.

 

 

Lesen Sie hier, wie es Priester Messident gelungen ist, den Schleier der wechselnden Formen zu durchdringen, und dem HERRN in seinem ewigen Wirken in jeder seiner Gestalten erkennen zu können. Ein beeindruckendes Zeugnis wahrer Gläubigkeit in unserer von häretischen Fake News dominierten Welt.

Post Skriptum: Bis einschließlich 8. Mai bleibt dieser Blog unverändert. Danach geht's wieder weiter.


2. Mai 2017

14.00 Uhr Geschrei um die Leitkultur

Auf dem Höhepunkt der Zuwanderungskrise wagte es Thomas de Maiziere eine stärkere Überwachung der Grenzen zu fordern - und wurde von Angela Merkel ausgebremst. So blieb es Horst Seehofer vorbehalten, für eine zumindest optisch sichtbare Sicherung der bayerischen Landesgrenzen zu sorgen.

Die jüngste Forderung de Maizieres nach einer deutschen Leitkultur muss im unmittelbaren Zusammenhang mit den Vorgängen im Herbst 2015 gesehen werden. Der Innenminister spürt eine Verantwortung für den inneren Frieden - und will am Ende wenigstens sagen können, er habe ja die entsprechenden Vorschläge gemacht, als noch Zeit dafür war.

Dass sich nun ein großes Geschrei erhebt, in welchem zu den dümmsten Sprüchen zweifellos gehört, im Grundgesetz sei von einer Leitkultur nicht die Rede, ist ein Indiz für den Zerfall der deutschen Gesellschaft. In der Gebrauchsanweisung für meine Waschmaschine ist auch von einer Leitkultur nicht die Rede, kann ich da nur entgegnen, denn selbst das Grundgesetz ist Ergebnis - und nicht Ursache der (Leit-) Kultur.

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Ein Gastkommentar zu den Wahlen in Frankreich:

08.30 Uhr "Ni Marine ni Macron, ni patrie ni patrons!"

(weder Marine noch Macron, weder Vaterland noch Patronat der Wirtschaft)

Noch fünf Tage - und Frankreich wird sich entschieden haben. Einen Einblick in die französische Volksseele gibt uns der seit vielen Jahren in Frankreich lebende Wolfgang K.

Hier seine Eindrücke:


1. Mai 2017
30. April 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


29. April 2017

09.00 Uhr Ein wunderschönes langes Wochenende samt Tag der Arbeit

 

Donald Trump hat seine ersten 100 Tage überstanden. Entgegen meiner Annahme, er werde sich erst einmal ein Jahr Zeit lassen, um "President" zu lernen, eine Hausmacht heranzubilden und dann die eigentliche Arbeit zu beginnen, hat er eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt, die auf halber Strecke unvollendet liegen geblieben sind.

Da offenbart sich der Unterschied, zwischen jenen Menschen, die erst einmal versuchen, eine Gebrauchs- oder Aufbauanleitung zu verstehen, und jenen, die einfach mal anfangen. Erfahrungsgemäß kommen beide unterwegs ins Schleudern. Die lesend Lernenden beginnen, sich die "Realität" anzusehen und versuchen darüber herauszufinden, wie die unverständliche Passage in der Anleitung wohl gemeint sein könnte, die praktisch Übenden werfen, wenn es gar nicht mehr weiter geht, einen Blick in die Anleitung und hoffen dann dort die Erleuchtung zu finden.

Wenn bis dahin kein irreversibler Schaden angerichtet ist, haben beide gute Chancen, die erforderlichen Korrekturen vorzunehmen und das Begonnene erfolgreich zu beenden.

Eine ausführlichere Würdigung der ersten 100 Tage habe ich mir für Mitte Mai vorgenommen.

 

Die nur schwer überbrückbaren Unterschiede zwischen der Theorie, die stets zu theoretisch ist, und der Praxis, die zu praktisch ist, spielen auch hier eine große Rolle:

 

Fabian Dittrichs Buch

ist gestern von der Druckerei angeliefert worden. Die bisher vorbestellten Exemplare sind auf dem Weg zu den Empfängern.

Ein Buch, in dem "Wirtschaft" als lebendiges System geschildert wird, wobei die Zusammenhänge und Abhängigkeiten eindeutig im Vordergrund stehen, während auf Mathematik, Statistik, Formelkram und unverständliche Diagramme und Tabellen vollständig verzichtet wurde.

Ein Buch, in dem es - über das Wissen hinaus - um das Verstehen geht.

 

 

http://ewkshop.de/BWL-Was-ich-im-Studium-haette-lernen-sollen-1

 

 

 


28. April 2017
27. April 2017

09.15 Uhr Der unrühmliche Abgang des Generals

Walter Spindler, *1954, General der Bundeswehr, wurde kurz vor Erreichen des Ruhestandes seines Amtes enthoben.

Walter Spindler hat weder geheime Aufmarschpläne der NATO an den Feind verraten, noch hat er versucht, Bundeswehrgerät an internationale Waffenhändler zu verschieben.

Er hat nur seinen Dienst versehen und dabei militärische Gepflogenheiten und Bräuche so bewertet, wie sie es verdienen: Als unvermeidliche und letztlich dem Ausbildungsziel dienliche Geschehnisse, bei denen man, solange sie nicht total aufufern, beide Augen geschlossen halten sollte.

Nun heißt es aus dem Bendlerblock, er habe sich nicht genug eingesetzt, um "Vorgänge" und "Übergriffe" aufzuklären, und müsse deshalb gehen.

Reden wir Tacheles, Frau von der Leyen.

Mit der Entscheidung, den Chefausbilder des Heeres zu suspendieren, weil er zu lasch ermittelt habe, machen Sie es sich zu leicht. Die Begründung für diese Entscheidung erscheint mir viel zu einfach, um wahr sein zu können.


26. April 2017

09.30 Uhr G20 Damenprogramm - Macho-Ansichten

Früher war es die Rolle der auf Staatskosten mitreisenden Damen, sich abseits der Treffen der großen Anführer auf Besichtigungstour zu begeben und beim Kaffee im Schlosshof mit Udo Jürgens "... aber bitte mit Sahne..." zu stöhnen.

Das war eine Verabredung zur allgemeinen Zufriedenheit. Die Herren hatten ihren Gipfelspaß und die Damen waren in guter Obhut und konnten nicht -allein zu Haus - auf dumme Gedanken kommen.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Landschaftsgenuss, Kulturdarbietungen und Kaffeetrinken mit sorgfältig abgespreiztem kleinem Finger sind nicht mehr genug. Ein Jahrhundert nachdem Emmeline Pankurst in Großbritannien die "Women's Social an Political Union" aus der Taufe gehoben hat, haben die Suffragetten nicht nur ihre eigene Fußball-Weltmeisterschaft, von der böse Zungen behaupten, es handle sich um zweimal 45 Minuten Zeitlupe - sondern auch ihren eigenen großen G20-Gipfel.

Macho-Ansichten weiterlesen


25. April 2017

08.00 Uhr Die trübe Glaskugel der Bundesbank

Wenn sich die Bundesbanker langweilen, steigen sie hinauf in den Astronomieturm, wo unter der Obhut von Professor Sybill Trelawney jene alte Glaskugel aufbewahrt wird, in der sich manchmal die ungewisse Zukunft spiegelt.

Diesmal haben sie gesehen, dass sich die Alten in Deutschland ausbreiten und mit ihrer Ausbreitung das Wachstum zurückdrängen. Nur 0,75 Prozent jährliches Wachstum für die Jahre 2021 bis 2025 hatten in der noch Kugel Platz.

Um nicht in den Ruf zu kommen, Alte gegen Junge aufzuhetzen, kleideten sie ihre Warnung vor den mageren Jahren jedoch in diese Worte:

Die Zahl der erwerbsfähigen Personen sinkt deutlich.

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(enthält auch eine Anmerkung zum ZDF-Propagandafilm "Im Tunnel" von gestern Abend)


24. April 2017

(Der heutige Tageskommentar gliedert sich in einen lustigen, satirischen Teil und einen gar nicht lustigen, ernsthaften Teil. Letzterer ist auch als PDF verlinkt.)

09.30 Uhr Russische Hacker sabotieren Kölner Großdemo

Unvorstellbares Entsetzen stand in den Gesichtern der führenden Toleranzbolzen als am Morgen des 22. April allmählich klar wurde, dass über 80 Prozent der Plätze in der eigentlich ausverkauften Heumarkt-Arena leerbleiben würden. Ein Heer von 50.000 Aktiven hatte sich angemeldet, doch nicht einmal jeder Fünfte erreichte das Aufmarschgebiet. Fast sah es so aus, als übersteige die Zahl der Sicherheitskräfte die Zahl der Demonstranten.

Heute morgen kam Licht ins Dunkel.

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den nicht lustigen, ernsthaften Teil als pdf ansehen


23. April 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


22. April 2017

13.00 Uhr Welttag des unmittelbaren Speichermediums

Wäre es nicht schön, die Festplatte oder den USB-Stick oder die Speicherkarte einfach in die Hand zu nehmen und schon erschienen alle Inhalte direkt in jenen Zonen der Großhirnrinde, die das Wachbewusstsein mit Informationen speisen?

Noch ist die Technik nicht so weit. Die Digitalisierung hat zwar Speichermedien hervorgebracht, die unglaubliche Mengen von Informationen aufbewahren können, doch ohne die Zwischenschaltung eines auf Stromversorgung angewiesenen Lese-Mediums bleiben sie nichts als geheimnisvolle "Black-Boxes".

Es gibt jedoch seit Jahrhunderten Speichermedien, die ihren Inhalt unmittelbar preisgeben, ohne dass dazu Technik erforderlich wäre - und diese Dinosaurier der Informationsbewahrung werden morgen geehrt, mit einem "Welttag des Buches".

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21. April 2017

11.00 Uhr Wohlmeinende Kommentierung

Gestern habe ich im PaD 15 /2017 die bevorstehende Straßenschlacht in Köln thematisiert. Heute scheint es mir, ich sei damit vollkommen falsch gelegen. Was ich an Artikeln der Qualitätspresse dazu gelesen habe, ist dazu angetan, meinen Alarmismus zu widerlegen.

Der Kölner Stadtanzeiger beschreibt ausführlich, ja beinahe genüsslich, die geplanten Demonstrationen und Marschrouten und fragt am Ende sehr verwundert: "Warum befürchtet die Polizei Ausschreitungen?" Darauf folgt die Frage: "Wie konkret ist die Gefahr?", und die Antwort, "Das lässt sich schwer einschätzen", denn die Antifa versichere, keine Hinweise darauf zu haben, dass Menschen nach Köln kämen, um Gewalt auszuüben.

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20. April 2017

13.30 Uhr Straßenschlacht mit Ansage

Am Wochenende will die AfD ihren Parteitag im Kölner Maritim Hotel veranstalten. Dies ist ein legitimes Vorhaben. Das antifaschistische Aktionsbündnis "Köln gegen Rechts" hat alle Vorbereitungen getroffen, um gegen diesen Parteitag zu demonstrieren. Auch das ist ein legitimes Vorhaben. Wieso sollte es also zu Straßenschlachten kommen?

Man kann darauf nicht einfach antworten: "Weil die Antifa das will." Die Gemengelage ist unübersichtlicher, denn "die Antifa" ist als solche nicht greifbar. "Antifa" ist so eine Art Graswurzelbewegung von links, wobei noch nicht einmal klar ist, wie "links" die einzelnen Gruppen, Gruppierungen und Zellen der Antifa eigentlich sind.

Allerdings sind die Gruppierungen der Antifa keineswegs isolierte, ausgegrenzte Vereinigungen, sondern fast durchweg eng mit den kommunalen und regionalen politischen Kräften in den Parlamenten und Entscheidungsgremien öffentlicher Einrichtungen vernetzt und beziehen von daher in nicht unerheblichem Umgang Fördermittel aus Steuergeldern.


19. April 2017

07.00 Uhr Wenn sich die "Goldseiten" um das Sozialsystem sorgen

Die "Goldseiten" bemühen sich, ihren Lesern die Geldanlage in Gold schmackhaft zu machen. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden. Der eine legt sich Wein in den Keller, der andere hängt sich Bilder an die Wände und wieder ein anderer erfreut sich am kalten Glanz des Goldes.

Wenn Werbung für Gold aber mit den übelsten Tricks von Drückerkolonnen durch Schüren massiver Ängste gemacht wird, dann habe ich dagegen etwas einzuwenden.

So hat gestern ein Dr. Dietmar Siebholz wortreich auf den "Goldseiten" erklärt, dass in Anbetracht der Form der Bevölkerungspyramide, der gestiegenen durchschnittlichen Lebenserwartung und der kürzer gewordenen Lebensarbeitszeit mit tödlicher Sicherheit zu wissen sei, dass "alle Rechnungen, alle gesetzlichen Änderungsversuche" an den Sozialsystemen zum Scheitern verurteilt seien.

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18. April 2017

14.00 Uhr Das Allerneueste

Gestern Abend habe ich endgültig Redaktionsschluss für "EWK - Zur Lage" Ausgabe April 2017 erklärt. Die Tage vorher waren voller bemerkenswerter Ereignisse - und mit dem Sieg Erdogans beim Referendum über die Verfassungsänderung schien mir die Gelegenheit günstig, diesen Strich zu ziehen.

Nun heißt es heute aus London, Theresa May wolle Neuwahlen ausschreiben lassen, und Donald Trump habe den Kampf gegen den IS nun auch in Somalia auf seine Fahnen geschrieben.

Die Begründung für die Neuwahlen in Groß-Brexitannien leuchtet mir nicht ganz ein. Das Volk wurde gefragt und hat entschieden, und May hat eine ausreichende Mehrheit im Unterhaus, so dass Störungen des Austrittsprozesses durch die Opposition eigentlich auszuhalten sein müssten. Außerdem: Sollten die Torys ein paar Stimmen mehr erhalten, wäre das zwar schön, würde die bereits bestehende Ausgangssituation aber nur kosmetisch verändern. Sollte sich bei Neuwahlen aber eine Niederlage der Regierungspartei abzeichnen, könnte das den Brexit tatsächlich noch einmal zu einer Zitterpartie machen.

Donald Trumps neuerliche militärische Einmischung ist hingegen folgerichtig, wie sich überhaupt der Angriff auf den syrischen Militärflughafen, der Abwurf der Mutter aller Bomben in Afghanistan und der Flottenaufmarsch vor der nordkoreanischen Küste sehr gut in einen logischen Zusammenhang bringen lassen, der nicht im Widerspruch zu seinen Wahlversprechen steht.

Die Argumentation dazu habe ich in der jüngsten Ausgabe von EWK - Zur Lage heute veröffentlicht. Ich würdige darin auch das Abstimmungsergebnis in der Türkei, weise auf den Beginn eines vielversprechenden Trends in Lateinamerika hin, beleuchte die Situation in Frankreich, eine Woche vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen, schüttle den Kopf über "Pulse of Europa", Gänsestopfleber und jenes terroristische Großereignis in dem ein wie durch ein Wunder kaum beschädigter Mannschaftsbus die Hauptrolle spielt.

EWK-Zur Lage erscheint im Abstand von etwa 2 Monaten und steht - neben meinen vielen "kostenlos-Angeboten" - nur gegen einen kleinen Obulus zur Verfügung. Genauer gesagt: 10.00 Euro für mich - und 1,90 Euro Mehrwersteuer für den Fiskus.

 


17. April 2017
16. April 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


15. April 2017
14. April 2017
13. April 2017

14.00 Uhr Frohe Ostern 2017

Die Nachrichten der letzten Tage, angefangen mit dem Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt, haben mich sprachlos gemacht. Sprachlos, weil ich dem alten Motto folge:

"Vor Inbetriebnahme des Mundwerks: Hirn einschalten nicht vergessen!"

Das Hirn arbeitet. Immer noch. Es kommt zu keinem schlüssigen Ergebnis. Die erhältlichen Informationen sind unzureichend, und was auf dem Tisch liegt, ist widersprüchlich. Die vielen Meinungen und Spekulationen, die verbreitet wurden und werden, laufen - auf der gleichen unzureichenden Datenbasis - so weit auseinander, wie selten beim Auftreten eines unerwarteten und zugleich wichtigen Ereignisses. Ich mag mich keiner dieser Spekulationen anschließen, obwohl wiederum keine vollkommen unwahrscheinlich erscheint.

Ich habe daher in den letzten Tagen sehr viel Zeit mit anstrengender körperlicher Arbeit im Garten verbracht. Da kann das Hirn im Hintergrund ungestört weiterwursteln, während sich bekannte und unbekannte Muskeln mit ihren Katern anfreunden. Geschrieben habe ich nichts. Auch EWK-Zur Lage, die im April wieder fällige Zusammenfassung der aktuellen Trends, ist noch nicht wirklich begonnen.

Vom Besuch des amerikanischen Außenministers in Moskau ist auch nichts Neues nach außen gedrungen, außer, dass man sich im Luftraum über Syrien wieder abstimmen und irgendwie doch - mit und ohne Assad - zusammenarbeiten will.

Ich wage daher die vorsichtige Prognose, dass der selbstgemachte Weltuntergang noch einmal für eine Weile verschoben worden ist.


12. April 2017
11. April 2017
10. April 2017
9. April 2017

Vor den Sonntagsbildern ein Warnhinweis:

Bitte tilgen Sie ab sofort das Wort "Landsleute" aus Ihrem Sprachschatz!

Es ist nur zu Ihrem Besten.

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Julies Bild vom Sonntag

 

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8. April 2017
7. April 2017

10.30 Uhr Glückwunsch, Donald! Endlich machst Du etwas richtig!

Die freie Presse der freien Welt, dem freiesten Präsidenten des freiesten Landes der Welt freiwillig unterstellt, kann endlich tief durchatmen. Donald Trump hat es getan.
Ob er seinem chinesischen Gast Xi, gemeinsam vor einem Großbildbildschirm Tee trinkend, Live-Bilder vom Einschlagen der 59 Marschflugkörper zeigen konnte, ist nicht überliefert, aber es wäre sicher eine total gute Showeinlage gewesen, um über das wirtschaftliche Kräftemessen hinaus auch den militärischen Arm der Republikanischen Partei auf den Verhandlungstisch zu legen.

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6. April 2016

09.15 Uhr Ich will nicht auch noch über die Anstalt schreiben

Als der Priol die Anstalt noch gemacht hat, war es eine Irrenanstalt, oder, wie man heute sagen würde, eine Psychiatrische Klinik. Der Chefarzt hatte, wie es sich für einen Psychiater gebührt, eine ebenso heftige Macke wie die Insassen, doch hin und wieder auch die lichteren Momente.

So eine Priol-Anstalt war eine Parodie, eine maßlose Überzeichnung und ein nicht enden wollendes, beglückendes und befreiendes Merkel-Bashing.

Nun haben wir eine neue Anstalt, über die ich eigentlich gar nicht schreiben will, die sich weit vom ehemaligen Irrenhaus entfernt hat und - siehe Dienstagabend - sich immer noch davon entfernt.

Es ist so eine Art "Sendung mit der Maus" für Erwachsene geworden, mit Erklär-Videos und sogar gutem Rat zur Aufbesserung der gesetzlichen Rente.

Wer hat die Lösung?

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5. April 2017

10.30 Uhr Giftgas

Syriens Armee verfügte über chemische Kampfstoffe. Als die USA Syrien deswegen angreifen wollten, das war 2013, schlug Putin vor, diese Kampfstoffe vernichten zu lassen und Assad stimmte dem zu. Ein Spezialschiff übernahm diese Aufgabe. Der Kriegsgrund war entfallen, der "Kleinkrieg" in Syrien ging weiter.
 
Nun wurde wieder Sarin freigesetzt.
 
Können wir davon ausgehen, dass Putin, Assad und Rohani, jene drei Männer, die ein Interesse an Syrien haben, das den Interessen des IS und der internationalen Koalition, samt ihren so genannten "gemäßigten" Terroristen, die in Syrien kämpfen, entgegensteht, können wir davon ausgehen, dass diese drei Männer ausreichend strategischen Verstand besitzen, um alles zu vermeiden, was die USA veranlassen könnte, in Syrien ebenso einzufallen, wie 2003 in den Irak?
 
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BUCHVORSTELLUNG

2007, also vor 10 Jahren, habe ich die vier Einzelbände meiner "wahnwitzigen Wirtschaftslehre" erstmals in einer Gesamtausgabe mit einheitlicher Aufmachung herausgebracht. Mit diesen Büchern wollte ich interessierten Laien helfen, die großen und kleinen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.


Heute stelle ich Ihnen "proudly" ein neues Fachbuch vor.





Fabian Dittrich

Diplom Kaufmann und promovierter Volkswirt, ist Professor für Entrepreneurship und Management an der Fachhochschule Dortmund. Zudem ist er Unternehmer und arbeitet als Management-Trainer. Davor war er acht Jahre lang Manager im Henkel-Konzern in den Bereichen Controlling, Strategie und IT.


Mit seinem Buch

"BWL - Was ich im Studium hätte lernen sollen"


hakt er genau da ein, wo es häufig hakt.

Die Fülle und die Tiefe der Themen im Studium führen oft dazu, dass die großen Zusammenhänge in der Detailfülle untergehen. Zudem sind in der Praxis meist die einfachen Dinge entscheidend, während diese im Studium eher wenig Aufmerksamkeit genießen. So entsteht bei Berufsanfängern immer wieder das Gefühl, von allem viel Ahnung zu haben, aber irgendwie doch auch nicht.

Sein Buch versetzt die Leser noch einmal zurück ins Studium. Allerdings ohne Mathematik oder wissenschaftliches Geschwafel. Es gibt keine komplizierten Grafiken oder große Tabellen. Dieses Buch ist zum Lesen, nicht zum Studieren. Es ist bisweilen plakativ, polemisch und auch lustig. Denn Wirtschaft macht Spaß.
Natürlich geht es nicht nur um Unterhaltung. Das Buch soll helfen, sowohl die Theorie aus dem Studium als auch deren Anwendung in der Praxis besser zu verstehen, denn:

Während die Theorie zu theoretisch ist, ist die Praxis oft zu praktisch.

Dieses Buch schlägt die benötigte Brücke. Der Autor geht dabei thematisch durchaus in die Breite und deckt neben fast allen Teilgebieten der Betriebswirtschaftslehre auch weite Teile der Volkswirtschaftslehre mit ab, um ein abgerundetes Gesamtbild zu vermitteln und die oft nicht erkannten Zusammenhänge zu erhellen.

Als Verleger war ich von diesem Buchprojekt ziemlich schnell begeistert.
Vor allem weil ich es so einschätze, dass zum Verständnis ein vorangegangenes BWL-Studium sicherlich nützlich, aber nicht zwingend erforderlich ist.

Allerdings fehlte mir im Manuskript an manchen Stellen ein Hinweis darauf, dass rein betriebswirtschaftliches Denken stets den Keim eines für die Gesellschaft schädlichen "Unternehmens-Egoismus" in sich trägt. Also habe ich den Autor gefragt, was er denn davon hielte, wenn ich hier und da eine kleine kritische Anmerkung einstreue. Fabian Dittrich war einverstanden.
Und so gibt es nun zu jedem seiner Kapitel eine Randnotiz "Aus dem Giftschrank" von mir, wobei "Gift" sowohl in der deutschen als auch in der englischen Bedeutung verstanden werden sollte.









BWL

Was ich im Studium hätte lernen sollen

ISBN 978-3-938175-79-8, 455 Seiten, Hardcover

erscheint Ende April im EWK-Verlag.

Vorbesteller können sich bis zum 30. April 2017 Ihr Exemplar
zum Subskriptionspreis von 24,90 Euro sichern.

Danach kostet es 32,00 Euro (geb. Ladenpreis).


Hier geht's zum Shop




Eine Leseprobe aus dem Kapitel "Marktwirtschaft" zeigt, wie der Autor die Brücke von der BWL zu VWL schlägt.

 



4. April 2017

08.30 Uhr Der 50-Euro-Gedenkschein ist da

Quasi in letzter Minute vor dem Ableben des Euro hat die EZB noch einmal eine druckfrische Sammler-Edition des 50-Euro-Scheines aufgelegt.

Der neue 50-Euro-Schein soll wieder exakt 50 Euro wert sein, was durch ein Neuaufsetzen der Inflationsstatistik (April 2017 = 100) erreicht werden soll.

Dennoch kann der neue Fünfziger weiterhin im Verhältnis 1:1 gegen die alten, seit der Euro-Einführung durch gezielte Inflation auf - je nach Warenkorb - ca. 35 Euro abgewerteten Scheine eingetauscht werden können.

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3. April 2017

12.00 Uhr DER NAZI

Der Nazi von heute ist, seien wir doch mal ehrlich, in den meisten Fällen nur ein schwacher Abklatsch dessen, was früher mal die richtigen Nazis waren.

Die richtigen Nazis, die musste man fürchten, die richtigen Nazis hatten schon früh ein ausgeklügeltes Spitzel- und Denunziatios-System. Die richtigen Nazis schickten ihre Schlägertrupps los und malten Judensterne an die Schaufenster, wenn sie sie nicht gleich einschlugen. Die richtigen Nazis waren durchorganisiert, hatten einen Führer und der Führer hatte ein Nazivolk, das ihm ergeben folgte, von Hitlerjugendbeinen an. Nur wer sich der Volksgemeinschaft verweigerte, unbedingt Kommunist sein wollte, statt Nationalsozialist, der wurde aussortiert, inhaftiert und oft genug auch umgebracht.

Der Nazi von heute?

Konrad Kustos ist so ein Nazi von heute. Man hat es ihm an die Wohnungstür geschrieben:

Hier wohnt ein Nazi!

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2. April 2017

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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 

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