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ewk-retro - ein Blick zurück
September 2004 - Schuldenabbau, eine schöne Illusion?


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Informationen für Autoren
16. September 2014
 
10.00 Uhr Weltkrieg gegen 30.000 Mann
 
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde die Zahl der IS-Kämpfer von rund 10.000 auf rund 30.000 angehoben. Vermutlich auf ähnliche Weise, wie aus 6 Millionen Arbeitslosen in Deutschland 3 Millionen gemacht wurden. Man hat mal wieder "anders" gezählt. Doch das nur am Rande.
 
Es ist nämlich im Grunde gleichgültig, ob sich da in den Wüstenregionen 10.000 oder 30.000 leicht bewaffnete Gotteskrieger aufhalten. Nach allem, was man von denen sieht und hört, zieht ein Großteil davon zu Fuß durch den Wüstensand und schwenkt zur Abschreckung schwarz-weiße Stofffetzen an mehr oder weniger kurzen Stecken. Die hauptsächliche Bewaffnung besteht aus Gewehren, Pistolen und Messern.
 
Gut, da mag es auch noch Handgranaten und Panzerfäuste geben, sicherlich auch ein paar Minen, vielleicht auch ein paar Granatwerfer einfacher Bauart, vielleicht auch ein bisschen Artillerie, doch was es nicht gibt, sind Panzer, was es gar nicht gibt, sind Hubschrauber, und was es schon überhaupt nicht gibt, sind Kampfflugzeuge, weitreichende Raketen, Fregatten, Korvetten, U-Boote und Flugzeugträger, es gibt keine verbunkerten Befehlszentralen, keine Aufklärungssatelliten, keine Drohnen, kurz - sie verfügen über nichts, womit heutzutage Kriege geführt werden.
 
Natürlich sind sie schwer zu fassen. Da hat Gerd Flegelskamp recht, der gestern schrieb, IS-Kämpfer mit Bomben treffen zu wollen, sei ungefähr so problematisch, wie im heimischen Schlafzimmer mit dem MG Jagd auf Stechmücken zu machen, doch unmöglich ist es nicht.
 
Worum geht es also bei der neuen Koalition der Willigen?
 
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15. September 2014
 
09.15 Uhr Judenhass in Deutschland
 
In Berlin fand am Sonntag eine Veranstaltung des Zentralrats der Juden in Deutschland statt, mit dem Ziel, Deutschland auf einen Kampf gegen den "Judenhass" einzuschwören.
 
In der Süddeutschen Zeitung beklagte Thorsten Schmitz schon vor der Großveranstaltung am Brandenburger Tor den in Deutschland herrschenden Judenhass und überschrieb seinen Artikel mit: "Deutschlands fürchterliches Schweigen".
 
Schmitz sieht "fürchterliches deutsches Schweigen" darin, dass der Zentralrat der Juden sich veranlasst sah, selbst eine Demonstration gegen Judenhass in Deutschland zu organisieren, und stellt die Frage, warum die Deutschen nicht von sich aus gegen Judenhass auf die Straße gehen.
 
Ich frage zurück: Warum sollten sie?
 
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14. September 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
13. September 2014
 
10.00 Uhr Die neue deutsche Verantwortung
 
Den schwermütigen Deutschen ist nichts anderes eingefallen, als das lange unterdrückte Bedürfnis, sich mit anderen Nationen auch wieder einmal außerhalb von Weltmeisterschaftsstadien zu messen, mit dem Titel "Verantwortung" zu versehen.
 
Oh ja!
 
Tragen wir nicht immer noch schwer an unserer Verantwortung aus den Jahren von 1939 bis 1945?
 
Tragen wir nicht ebenso, wenn nicht noch schwerer, an unserer Verantwortung gegenüber dem Jüdischen Volk?
 
Und nun sollen wir uns also schon wieder neue Verantwortung aufbürden?
 
Ja, es ist offenbar wieder so weit. Der nette Onkel Pfarrer aus dem Schloss Bellevue sagt es, die sparsame Hausfrau im Betonkubus zu Berlin sagt es, ihr Adlatus Volker Kauder sagt es, ihr Koalitionsfreund Sigmar Gabriel sagt es, und jeder, der in einer deutschen Redaktionsstube sitzt und nüchtern genug ist, um noch den Griffel zu halten, verbreitet es über jeden offenen Kanal.
 
 
Diese Gedanken habe ich dem gestern aktuell erschienenen Dossier "EWK - Zur Lage" entnommen. In der fünften Ausgabe dieses Dienstes, der übergeordnete, langfristige Entwicklungen frühzeitig aufgreift, analysiert und bewertet, werden auf 23 Seiten die folgenden Themen behandelt:
.
    WELT
     
    USA-Russland
    USA-Syrien
    USA-Ebola (Afrika)
     
    EUROPA
     
    EU-Währung
    EU-Organisation
    EU-Schottland
    EU-Ukraine
     
    DEUTSCHLAND
     
    Neue deutsche Verantwortung
     

 

 
EWK - Zur Lage erscheint alle zwei Monate.
Das Dossier steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
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12. September 2014
 
Schlussredaktion EWK-Zur Lage Ausgabe 5
11. September 2014
 
PaD 35 /2014 Großreinemachen in Brüssel
 
Die neue Kommission und ihre hierarchische Aufstellung.
 

10. September 2014
 
12.00 Uhr Haltbare Zustände
 
Gustav Flaubert hat der Nachwelt neben seinen Romanen auch ein kleines Bändchen mit dem Titel "Dictionnaire des idées reçues" hinterlassen. In der deutschen Ausgabe heißt es "Wörterbuch der Gemeinplätze" - und ich persönlich bedaure, dass dieses Werk über die grenzenlose Dummheit und ihre sinnleeren Phrasen seither nicht konsequent fortgeschrieben und ergänzt worden ist.
 
Dann fände sich darin heute nämlich auch das Stichwort "Zustände" und dazu die knappe Erläuterung Flauberts: "stets unhaltbar".
 
Wir hören und lesen zur Zeit viel von unhaltbaren Zuständen in den deutschen Einrichtungen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen. Da gibt es mehrfach überbelegte Häuser, fehlende Sanitäreinrichtungen, provisorische Verpflegungsbeschaffung, mangelhafte medizinische Versorgung.
 
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9. September 2014

13.00 Uhr Vorläufiger Untersuchungsbericht

Der Untersuchungsbericht zum Absturz des Fluges MH 17 über dem Gebiet der Ukraine ist ein Witz - und zwar ein schlechter.

Berichtet wird, die Maschine sei bis zum Augenblick ihres Verschwindens von den Radarschirmen intakt gewesen, sie sei in der richtigen Richtung geradeaus geflogen und auch der Stimmenrekorder aus dem Cockpit habe keinerlei Hinweise auf eine außergewöhnliche Situation ergeben.

Die Analyse von Fotos der Wrackteile habe ergeben, dass die Maschine von einer großen Zahl hochenergetischer Objekte von außen getroffen wurde. Dadurch seien die tragenden Strukturen der Maschine soweit geschädigt worden, dass sie in der Luft auseinanderbrach und abstürzte.

Nun, sind wir durch diesen Bericht in irgendeiner Weise klüger geworden?

Nein. Sind wir nicht.

Der Bericht vermeidet es mit allergrößter Sorgfalt, Auskunft über die Art der Objekte zu geben, die das Flugzeug getroffen haben.

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
 
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8. September 2014
 
09.30 Uhr Börsenumsatzsteuer
 
Wir sind modern. Zudem fortschrittlich. Das Ding heißt also nicht mehr Börsenumsatzsteuer, sondern Transaktionssteuer. Eine Börsenumsatzsteuer gab es in Deutschland mit einer Unterbrechung von 1944 bis 1948 seit 1881, bis sie 1991 mit der Einführung des Finanzmarktförderungsgesetzes abgeschafft wurde.
 
Das Bundesfinanzministerium hat nun ausgerechnet, dass die (tatsächlich!)beabsichtigte Wiedereinführung einer solchen Börsenumatzsteuer einen Steuerertrag von rund 18 Milliarden Euro jährlich erbringen könnte, und dass sogar 88 Milliarden möglich wären, würden die Spekulanten nicht an "transaktionssteuerfreie" Börsenplätze abwandern.
 
Von 28 EU-Staaten sind derzeit noch 11 bereit, eine "gemeinsame" Transaktionssteuer zu beschließen und zu erheben. Deutschland ist dabei.
 
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7. September 2014
 
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 
Kleine Sonntagsgeschichte
 
Zum Frühstück habe ich heute ein bisschen in den alten Langspielplatten gekramt und den guten alten Satchmo aufgelegt. Aufnahmen aus dem Juli 1954, St. Louis blues, The Memphis blues ...
 
Es hat mich gerissen! Musik!
 
So voller Kraft, Lebensfreude, ja voller Freiheit - unbeherrscht, ausbrechend, gigantisch, fröhlich, verspielt ...
 
Ich war eine Stunde lang kaum auf dem Stuhl zu halten. Und habe demzufolge auch fast eine Stunde für zwei Brötchen gebraucht.
 
Was für ein Kontrast zu den Liedchen, die heute so im Radio geträllert werden. Selbst wenn man mit der Dampfwalze über Satchmos Sound drüberfährt, ist das, was übrig bleibt, noch lange nicht so platt, wie das was derzeit als 1/4-Oktav-Sprechgesang ohne Höhen und Tiefen, ohne Rhythmus und Dynamik über den Äther geht.
 
Natürlich ist nicht alles so bescheiden, ein paar Sachen gehen ins Ohr und bleiben ein Weilchen drin. Doch wo ist die Begeisterung geblieben, wo die pure Freude am Musizieren?
 
William Christopher Handy schrieb "The Memphis blues" schon 1909! Diese "älteste" Nummer habe ich bei youtube gesucht und gefunden:
 
 
 
 

6. September 2014
 
10.00 Uhr Du stinkst!
 
Mobbing auf dem Schulhof. Ein Anführer findet Mitläufer. Im Rausch gemeinsamer Stärke wird ein Opfer gesucht. Streng nach den Spielregeln des Wilden Westens werden Provokationen gesetzt. Arroganz, Abgrenzung, verbale Beleidigungen - und wenn das Opfer immer noch nicht reagiert, kommt es zu Rempeleien, die Schultasche fliegt durchs Klassenzimmer, Hefte und Bücher regnen zwischen die Bänke.
 
Nun muss er doch endlich angreifen.
 
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5. September 2014
 
10.00 Uhr Die 500 Ärmsten Deutschlands
 
Haben Sie schon gelesen? Die WELT hat wieder einmal ein Ranking in die WELT gesetzt, ganz oben am Seitenrand steht "Wir wissen, wo es die meisten Nullen gibt", und dann kommt ein Artikel über die Schäfflers und die Aldis, die Würths und die Quandts.
Alleine 150 Milliardäre soll es in Deutschland geben - und, es sind nicht die obersten 10 Prozent, nicht das oberste Prozent, sondern es sind die allerletzten 0,1 Prozent, die zusammen 1.627 Milliarden besitzen.
 
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4. September 2014
 
16.00 Uhr EZB: 0,05 Prozent Wer einmal mit dem Hammer schraubt ...
 
Versuchen Sie es gar nicht erst.
Noch nicht einmal in höchster Not.

Eine Schraube mit einem Hammer einschlagen zu wollen, ist Zeitverschwendung.
Wertvolle Zeit, die Sie besser darauf verwenden sollten, eine andere Lösung für Ihr Problem zu suchen.
Ob die EZB eines Tages zu der Erkenntnis gelangen wird, dass dieses Vorgehen sinnlos ist, ist schwer vorherzusagen. Die heutige Sitzung der europäischen Zentralbank lässt dafür wenig Hoffnung.
 
 
10.00 Uhr Die Euro-Bonds-Debatte ist wieder da
 
Wenn ein Banker den Euro-Bonds das Wort redet, gehen bei mir die roten Lampen an.
Wenn Herr Blessing von der Commerzbank sich plötzlich für Euro-Bonds stark macht, beginnen die roten Lampen hektisch zu blinken.
Wenn dieser Herr Blessing als Begründung dann auch noch ausführt: "Die gemeinschaftliche Haftung der Euroländer ist bereits Realität", sollten eigentlich bei jedermann die Sicherungen durchbrennen.
 
Der Chef der Commerzbank, mit der Lizenz zum Gelddrucken als Sproß einer ehrwürdigen Bankerfamilie geboren, führt schließlich ein Institut, dem es einerseits nicht besonders gut geht, dass sich andererseits - nach der desaströsen Übernahme der Dresdner Bank - vom Steuerzahler retten ließ und sich seitdem zu knapp einem Fünftel im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland befindet.
 
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2. September 2014

14.15 Uhr Der Staatsüberschuss und die Folgen

Seit langem strebt Wolfgang Schäuble die "Schwarze Null" an, gestern hat das Statistische Bundesamt einen Milliardenüberschuss des "Deutschen Staates" vermeldet.

Lassen sich Schulden wirklich abbauen?

Wer erkannt hat, dass unserem Finanzsystem auf Schulden errichtet ist, dass Schulden und Guthaben sich nur aus der Perspektive von Schuldner und Gläubiger unterscheiden, ansonsten aber das gleiche sind, weiß, dass auch Guthaben und Geld weniger werden, wenn Schulden abgebaut werden.

Vor 10 Jahren, am 13. September 2004, habe ich den Versuch unternommen, dies in einem offenen Brief an damaligen bayerischen Ministerpräsidenten, Edmund Stoiber zu erklären.

Der Versuch war fruchtlos.

EWK-Retro 13.09.2004 lesen


1. September 2014
 
12.05 Uhr Entsetzen und Ratlosigkeit
 
Gleich zwei Autoren der Süddeutschen Zeitung, Daniel Brössler und Julian Hans waren mit der mühevollen Aufgabe betraut, die Entwicklung um den Ukraine-Konflikt in den schwärzesten Farben auszumalen.
 
Putin lässt den Westen rätseln, fabulieren sie, und bei der EU würden Entsetzen und Ratlosigkeit regieren.
 
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31. August 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
30. August 2014
 
09.00 Uhr Volksbewirtschaftung
 
Den Begriff der "Volksbewirtschaftung" habe ich vor wenigen Tagen im Paukenschlag No. 33 /2014 "Muss Merkel murksen?" verwendet. Vor gut drei Jahren gab ich dem Paukenschlag No. 19 /2011, der sich intensiv mit der damals hochkochenden Finanzkrise Griechenlands beschäftigte, den Titel "Volksbewirtschaftungslehre".
 
Als vertiefende Lektüre fürs Wochenende stelle ich hier einen Abschnitt aus dem Buch "Wo bleibt die Revolution?" online:
 
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29. August 2014
 
10.30 Uhr Obama wütet - Putin mimt
 
Zwei Überschriftenfragmente von heute. Eins vom Focus, eins von der Zeit.
 
Ich neige dazu, mir solche Ansagen szenisch vorzustellen.
Obama, als enttarntes Rumpelstilzchen, vor Wut kochend, und Putin mimt mit umgeschnalltem Schaumstoffranzen den feisten Falstaff in den Lustigen Weibern ...
 
Ist das die Realität der Weltpolitik?
 
Hat Obama geholfen, aus Stroh Gold zu spinnen, forderte er dafür das Kind der Müllerstochter? Hat sich Putin, als alter Lustgreis, so weit vorgewagt, dass er sich am Ende im Wäschekorb vor seinem Widersacher verstecken muss?
 
Noch zwei Textfragmente. Zweite Front - Invasion
 
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27. August 2014
 
09.30 Uhr Deutschtest für Deutsche
 
Als Frau Dr. plag. Anette Schavan vor gut drei Jahren mit der Idee herauskam, einen verbindlichen Deutschtest für Deutsche einzuführen, um Behörden, Arbeitgebern und wer weiß wem noch Gelegenheit zu geben, sich verlässlich der Rechtschreibfähigkeiten ihrer Mitbürger zu versichern, habe ich darüber noch sarkastische Witze gemacht.
 
Inzwischen habe ich der Idee einiges Gutes abgewinnen können. Schließlich ist der Fortschritt, den die deutsche Sprache nimmt, so rasant geworden, dass niemand mehr sich einfach auf seinen einmal erworbenen Kenntnissen ausruhen darf. Deutsch sprechen und deutsch schreiben, das bedarf täglicher Übung, ständigen Lernens, will man nicht schon bald als jemand dastehen, der nur noch zu vollkommen unverständlichem Brabbeln fähig ist.
 
 

26. August 2014
 
07.00 Uhr Good Morning Deutschland
 
Hallo Herr Kreutzer,
 
ja, ich habe diesen Artikel (gemeint ist Pad 32/2014), der so logisch und einleuchtend ist, beständig im Hinterkopf. Allerdings geht dieser Artikel davon aus, dass die meisten Menschen in Deutschland in der Lage sind, ihre Schulden abzubauen.
 
Hierzulande weiß man allerdings genau, was nötig ist, um Menschen nicht nur in die Schulden zu treiben, sondern sie auch darin zu halten.
 
Zum ersten März bekam ich eine Mieterhöhung, die vom JobCenter - dieses Mal von der Leistungsabteilung - nicht mehr übernommen wurde. Dies ließ mir für meinen persönlichen Bedarf, also Essen, Kleidung und Hygiene, noch 10,95 € für einen ganzen Monat.
 
Doch es kam noch schlimmer.
 
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25. August 2014
 
07.00 Uhr Saublöd
 
Da hatten die Russen immer schreckliche Sorge, der geplante und inzwischen weitgehend fertiggestellte US-NATO-EU-Raketenabwehrschild sei im Grunde gegen sie gerichtet, um den USA einen sorglosen Erstschlag ermöglichen zu können.
 
Saublöd, meinten die Amis, wären die Russen, wenn sie so etwas glaubten. Niemand hat die Absicht, einen Raketenabwehrschild gegen Russland zu errichten, man wolle, müsse und werde sich aber doch wohl gegen Interkontinentalraketen aus dem Iran absichern dürfen, das müssten auch die Russen einsehen.
 
Saublöd, meinten die Amis wohl auch, seien nicht nur die Russen, sondern auch alle anderen Kritiker in Europa, wenn sie auf die russische Propagandalüge hereinfielen. Wer gegen den Raketenabwehrschirm sei, sei einfach zu saublöd, um zu erkennen, dass er als erster von den radikal-islamischen Atomraketen getroffen werde.
 
Da könnte man mit Heino singen: "Saublöd ist die Haselnuss, saublöd bin auch ich, ja bin auch ich, saublöd muss mein Hauptmann sein, gerade so wie ich - juppheidieee ..."
 
O.k., liebe Bildleser und Tagesthemenkonsumenten, macht euch auf eine kleine Überraschung gefasst.
 
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24. August 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 
 

 

Mehr Besinnliches
 
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Sehen, beachten, erkennen ...................... Laß.dir den Himmel nicht entsternen
 
Bilder, Gedanken, Gedichte
 

23. August 2014
 
10.00 Uhr Krieg = Frieden und Hilfe = Invasion
 
Immer öfter und immer dringlicher stellt sich bei mir die Frage, wann die CDU sich endlich umbenennen wird. Das anachronistische "Christlich" passt doch schon längst nicht mehr zu dieser fortschrittlichen Partei, die sich in Worten und Taten längst von diesem alten Aberglauben abgewandt hat und, statt die Macht der Liebe anzubeten, auf die Macht der gewachsenen Verantwortung, auf Berufssoldaten, Eingreiftruppen und Waffenexport setzt.
 
Christus, war das nicht der, der den Menschen mit seinen honigsüßen Reden von Nächstenliebe, Vergebung und Gnade nur den Sand in die Augen gestreut hat, der sie unfähig machte, ihre Stärke zu erkennen, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, ihr Weltregiment zu entfalten?
 
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22. August 2014
 
10.30 Uhr Durch die Hintertür nach Syrien
 
Entwickler von Betriebssystemen schaffen regelmäßige eine so genannte "Backdoor", häufig auch gleich mehrere, die - vorbei an allen Firewall- und Virenschutzprogrammen - den Zugriff auf einen Rechner oder ganze Netzwerke offen hält. Die Strategie ist wirkungsvoll, und wird immer wieder auch einmal aus der digital-virtuellen Welt in die analog-reale übertragen.
Da hatten sich die USA so sehr einen Krieg gegen Syrien gewünscht. Präsident Assad in den tiefsten Sumpf von Verleumdungen getrieben, Giftgas-Angriffe gegen die eigene Bevölkerung plakatiert, um, wenn möglich, durch die Vordertür, wenn schon nicht mit einem UN-Mandat, so doch zumindest mit der moralischen Unterstützung der fehlinformierten Öffentlichkeit in Damaskus einmarschieren zu können.
 
Wladmir Putin hat diese Tür zugeschlagen, indem er als Vermittler dafür sorgte, dass die ganze Giftgas-Geschichte aus der Welt geschafft wurde. Assad öffnete seine Depots, was drin war wurde entsorgt, und der Casus Belli war aus der Welt.
 
Nun besinnen sich die USA auf ihre "Backdoor".
 
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21. August 2014
 
09.00 Uhr E L I A S

Warren Buffet, durch Spekulationsgeschäfte zu einem Vermögen von zig-Milliarden Dollar gelangt, einer der fünf reichsten Männer der Welt, ist überzeugt:

"Natürlich ist das, was wir gerade erleben, ein Klassenkampf,und unsere Klasse, die Klasse der Reichen, die gewinnt"

Von einem Kampf, so glaube ich mich zu erinnern, spricht man dann, wenn sich zwei Parteien gegenüber stehen und jeder versucht, den anderen zu besiegen.

Wo aber ist die andere Partei? Wo ist die Kampftruppe der Klasse der Armen?

Bisher ist das alles nur ein Überfall, ein Angriff, ein Vormarsch der Reichen, die plündernd und brandschatzend durch die Welt der Armen ziehen.

Das ist wahrlich asymmetrische Kriegsführung.
Allmacht gegen Ohnmacht!

Doch was als bloße Ausbeutung begonnen hat, entwickelt sich inzwischen weiter. Die
Vorbereitungen für den "heißen Krieg" der Reichen gegen die Armen laufen auf Hochtouren.
  • Hochbezahlte Spezialisten entwerfen Szenarien, wie man die Armen, sollten sie
    denn noch die Kraft finden, sich zu verteidigen, in urbanen Kriegsszenarien möglichst
    effizient niederschlagen könnte.
  • Die EU unterhält dafür ein eigenes Forschungsinstitut, mit dem schönen Namen EUISS.
  • Die Bundeswehr baut sich ein gigantisches Trainingszentrum für den Häuserkampf und wird demnächst in Israel trainiert und ausgebildet, da, wo man sehr viele Erfahrungen mit der Bekämpfung der Palästinenser sammeln konnte, damit sie für den von EU und Bundesverfassungsgericht gutgeheißenen Einsatz im Inneren gerüstet ist.
  • Die EU hat zudem ihre eigene Truppe zur Aufstandsbekämpfung im Inneren (EUROGENDFOR) aufgestellt, die auch von Deutschland angefordert werden kann.
Wo bleiben die entsprechenden Planungen und Vorbereitungen jener, die künftig von
bestausgerüsteten Kampftruppen und Drohnenpiloten ins Visier genommen werden?

Eine Antwort darauf ist ELIAS.
Das Elsendorfer Institut für Asymmetrische Sicherheitsstrategien.
 



20. August 2014
 
10.30 Uhr Siggi, Siggi!
 
Sigmar Gabriel trifft sich medienwirksam mit Betriebsräten.
 
Betriebsräte, das sind diejenigen, die hauptsächlich damit beschäftigt sind, zu erraten, was der Unternehmensleitung denn als nächstes einfallen wird. In großen Unternehmen ist manchmal ein Betriebsrat auch als Aufsichtsrat tätig. Da darf er dann raten, was in den Papieren steht, die er als einziger Aufsichtsrat nicht zu sehen bekommt.
 
Betriebsräten fällt zudem eine wichtige Aufgabe in der Lobbyarbeit für ihre Arbeitgeber und deren Aktionäre zu, denn Betriebsräte dürfen sich "echte Sorgen" um Arbeitsplätze machen, was in manchen Fällen wirksamer ist, als würden die Anteilseigner selbst mit Arbeitsplatzabbau drohen.
 
Sich echte Sorgen machen, dass ist irgendwie anrührender als eine eiskalte Drohung, oder?
 
Gut. Siggi hat sich also gestern medienwirksam mit Betriebsräten getroffen, die sich echte Sorgen um Arbeitsplätze machten. Das war ein sehr kluger Schachzug.
Siggi hat sich nämlich ihre Sorgen angehört - und die dann abgeschmettert.
Volle Breitseite!
 
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19. August 2014
 
09.00 Uhr Auto-Sanktionen
 
Man fühlt sich in alte Stummfilmzeiten zurückversetzt. Zur Überbrückung der unüberwindbaren Sprachlosigkeit, drückt Laurel Stan eine Torte ins Gesicht. Stan seinerseits drückt Laurel eine Torte ins Gesicht. Beide wischen sich die Sehschlitze frei, und Laurel holt sich die nächstgrößere Torte und platziert sie mit Anlauf, Stan, in Diskuswerfermanier, holt ebenfalls weit aus ...
 
Nun heißt es aus dem Kreml,
man könne ja auch den Import westlicher Automobile verbieten.
 
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18. August 2014
 
09.00 Uhr Ferguson - Trainingscenter für Aufstandsbekämpfer
 
Eine amerikanische Kleinstadt im Bundesstaat Missouri wird von "Unruhen" geschüttelt.
Die Polizei rückt mit Schützenpanzern vor.
.
Ausgangssperre!
Tränengas. Nebelkerzen. Scharfe Schüsse.
Krieg?
 
Es gibt Stimmen, die davon ausgehen, dass die USA dort in der Realität üben, was die Bundeswehr noch in eigens gebauten "Häuserkampf-Übungs-Städten" schon länger übt.
 
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17. August 2014
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

16.August 2014
15. August 2014
 
09.00 Uhr Pulitzer-Preis für Shaun Walker
 
Gut, dass es noch Journalisten gibt, die ihr Handwerk ernst nehmen. Ohne Rücksicht auf die Gefahr für das eigene Leben hat sich Shaun Walker (wie er das geschafft hat, bleibt sein Geheimnis) 10 km von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt - mitten im Feindesland - auf die Lauer gelegt. Wer ihm den Tipp gegeben haben mag? Nun ja. Informantenschutz ist die Lebensgrundlage des Journalisten.
 
Er liegt da also auf der Lauer und hat Erfolg! Um 18.49 Uhr, am 14. August 2014 twittert er in alle Welt:
Erm ok so this isn't humanitarian aid. Column of over 20 APCs, 10km from the Ukraine border, and heading closer

 

 
Dann startet die gefährlichste Verfolgungsjagd aller Zeiten.
 
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14. August 2014
 
Wichtiger Hinweis:
Das Abgleiten in die Fäkalsprache wurde durch ein unvorhergesehenes technisches Problem verursacht.
Wir arbeiten intensiv an seiner Lösung und bitten bis dahin um Ihr Verständnis.
 
13.00 Uhr Alles Beschiss
 
Glücklicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass die Riechzellen in unserer Nase sehr schnell ermüden. Wenn es nur lange genug stinkt, riechen wir es nicht mehr.
Der Dauerbeschiss stinkt zwar zum Himmel, doch hier auf Erden haben wir uns so daran
gewöhnt, dass es keinem mehr auffällt.

Der heutige Paukenschlag reicht vom großen, gewaltigen Beschiss, bis zum ganz kleinen
Beschiss, von der neuerlichen Manipulation am BIP bis zur schlicht falschen Stromrechnung.

Die Privatisierung der Infrastruktur, die Deregulierung der Märkte und die Tatsache, von der
bestmöglichen Regierung aller Zeiten umsorgt zu werden, haben nun mal ihren Preis.
 
Der besteht entweder darin, alles Kleingedruckte gründlich zu lesen, jede Rechnung, jede
Abbuchung akribisch zu prüfen und bis ans Ende der Nervenkraft zu reklamieren, oder den
Beschiss einfach als notwendiges und unabwendbares Übel hinzunehmen.
Die zweite Lösung wird dadurch begünstigt, dass die Riechzellen schnell ermüden ...
 
Wer sagt denn, dass Scheiße stinken muss?
Und weil der Beschiss so einfach geht und so lukrativ ist, machen die Medien fleißig mit.
Was ich soeben in der Süddeutschen Zeitung gelesen habe, stinkt so gewaltig, dass man sich fragt, wo Stefan Ulrich den Mut und die Fantasie hernimmt, diesen Artikel zu schreiben, und wo der verantwortliche Redakteur sein Hirn hatte, als er diesen Kommentar freigegeben hat. Lesen Sie den hier verlinkten Artikel - es ist Hetzpropaganda der feinsten Art, wie sie nach 1945 aus deutscher Feder allenfalls noch von Karl Eduard von Schnitzler zustande gebracht wurde
Oh du einst so stolzes Blatt! Wie tief bist du gesunken ....
 


13. August 2014
 
10.00 Uhr IN MEMORIAM WALTER U.
 
Der 13. August ist ein besonderer Jahrestag für Deutschland. An diesem 13. August vor 53 Jahren haben wir erstmals unwiderlegbar erfahren, dass die Lüge und der Kommunismus so untrennbar zusammengehören, wie der Papst und der Petersdom.
 
Hatte Walter U. nicht noch wenige Tage vorher in seiner unnachahmlichen Sprechweise mit dem leichten Alterskieks im schönsten Polit-Sächsisch noch verkündet:
 
"Niiiemand haddie Absichd, eiine Mauer zu bauen!"
 
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12. August 2014
 
09.00 Uhr Nachrichtenüberblick Europa
 
Im Sommerloch verschwindet noch mehr hinter den fetten Schlagzeilen als sonst. Daher nun der Versuch, jene Meldungen aus Europa aufzuspießen, die bei der Beschäftigung mit den großen Aufreger-Themen leicht unter den Tisch fallen.
 
Heute im Blick: Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark, Polen, Belgien, Niederlande und Frankreich
 
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11. August 2014
 
10.30 Uhr Ausschreibung zum "Walter-Schwerdtfeger-Award 2014"
 
Wir in Deutschland haben wieder einmal die beliebteste Regierung aller Zeiten. Das hat nicht der ADAC festgestellt, der sich um beliebteste Autos verdient gemacht hat, die Meldung stammt ursprünglich auch weder von ARD oder ZDF, wo es große Erfolge bei der Feststellung von "Besten" aller Art gegeben hat, die Informatiion stammt, wie könnte es anders sein, vom unbestechlichsten aller Meinungsforschungsinstitute auf deutschem Boden. Kein Wunder also, dass die per Gesetz zur neutralen Berichterstattung verpflichtete ARD sich immer wieder dieses Instituts bedient, wenn es gilt, Meinungen zu erfassen, aufzubereiten und zu verbreiten.
 
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10. August 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

9. August 2014
8. August 2014
 
Krieg der Sanktionen
 
Die Leute im Weißen Haus in Washington scheinen verrückt zu spielen. Der drohende Verlust der schon zum Greifen nahe geglaubten Weltherrschaft führt zu einer Kraftmeierei sondersgleichen. So wie pupertierende Jugendliche auf dem Schulhof grundlos Streit und Raufereien anzetteln, um mit ihrer "Schlagkraft" wer weiß wem zu imponieren, wird scheinbar grundlos auf Putins Russland eingeprügelt. NATO (selbstverständlich) und EU wollen nicht untätig daneben stehen und dreschen munter mit drauflos.
 
Ersten provozierenden Worten müssen - wie auf dem Schulhof unter den pickelgesichtigen Angebern - Taten folgen. Hinter den Schmährufen und Beleidigigungen ist sogar der vorgeschobene Anlass schon vergessen, wenn der erste kräftige Schubs den Gegner trifft, in der Hoffnung, dass der sich wehrt, was dann als Begründung ausreicht, ihn mit vereinten Kräften niederzumachen.
 
Rambo-Diplomaten bevölkern das einst so glatte Parkett und verwandeln es mit ihren dreckigen Stiefeln in jenen Saustall, in dem sie sich wohlfühlen.
 
Mit Putins Einfuhrverboten für Lebensmittel aus den Russland-Saktionierern haben sich diese nun die erste Schramme eingefangen. Das heizt die Stimmung noch einmal prächtig an.
 
Dabei ist die ganze Protzerei nur das Schauspiel für das Volk, der Versuch, den Anschein von Überlegenheit und Macht zu wahren, wo schon längst der Pleitegeier kreist, während Putins Ruhe der Sicherheit des Schachspielers entspringt, der weiß, dass sein Gegner mit der wütenden Attacke das nicht mehr abwendbare Matt nur noch beschleunigt.
 
Was ist denn von den USA noch übrig?
 
Die größte und teuerste Streitmacht der Welt und die Spekulanten der Wallstreet verschlingen Jahr für Jahr weit mehr "Vermögen" als das weitgehend deindustrialierte Land aus eigener Kraft noch hervorzubringen vermag. Ölquellen und andere begehrte Rohstoffe, die mit Hilfe des Militärs erobert, bzw. gesichert werden, sprudeln zur Bereicherung einiger weniger US-Oligarchen, nutzen also weder dem Staat, noch bringen Sie der Volkswirtschaft insgesamt einen Vorteil, außer dass das BIP dadurch aufgeblasen wird.
Daher schleppt sich der Präsident von einer Sondergenehmigung, die Schuldenobergrenze zu überschreiten zur nächsten, während das Bankensystem die geforderten Dollar-Milliarden aus dem Nichts hervorbringt und damit die Billionenberge der Verschuldung in immer neue Höhen wachsen lässt.
 
Russland, China, Brasilien, Indien und Südamerika haben sich vom Dollar-Wahnsinn abgekoppelt. Dies war vermutlich die wichtigste politische Entscheidung der letzten 50 Jahre.
 
Doch die russische Diplomatie arbeitet still und zielstrebig längst weiter.
 
Schon mal was von der SOZ gehört? Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, englische Abkürzung: SCO (Shanghai Cooperation Organiszation) ist ein Zusammenschluss der Staaten China, Russland, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan. Der Beitritt von Indien, Pakistan, Iran und der Mongolei ist für den September vorgesehen, und selbst die Türkei liebäugelt damit, dieser SCO beizutreten und hat als ersten Schritt den Handel mit Russland aus der Dollar-Bindung befreit.
 
Da entsteht ein mächtiges Bündnis, dessen Mitgliedsstaaten sich über kurz oder lang auch dem BRICS-Weltwährungsfonds und der BRICS-Weltbank anschließen werden, was dem Dollar den Boden unter den Füßen wegziehen wird.
 
Das finale Ereignis, die Entthronung des Dollars als Weltleitwährung ist schon lange überfällig. Die USA haben diese Position letztlich nur aufgrund ihrer militärischen Vormachtstellung so lange halten können. Nun haben sich viele militärisch schwächere zusammengeschlossen und reißen miteinander ein Loch in die Dollar-Blase.
 
Das ist der eigentliche Grund für den hartnäckigen Versuch, Russland in einen Krieg um die Ukraine hineinzuziehen, denn obwohl Russland weder wirtchaftlich noch militärisch das stärkste Glied in dieser neuen Allianz ist, es ist der Kristallisationskern, der diese Zusammenschlüsse erst möglich gemacht hat und zusammenhält.
 
Würde Russland fallen, fielen die BRICS-Staaten wieder auseinander und auch China, auf sich allein gestellt, wäre ein noch beherrschbarer Gegner.
 
Mehr Hintergrundinformationen und Prognosen zu diesem Krieg um die Vormachtstellung, bei dem der Währungspoker im Vordergrund steht, während das Militär im Grunde nur die Absicherung von Manipulation und Spekulation zu besorgen hat, finden Sie auch in meinem Buch "Das Euro-Schlachtfest - die Logik der Krise".
 
Hier ein paar Auszüge:
Bei der Schaffung der benötigten Katastrophe kam den Erfordernissen der inneren Logik der Euro-Schlachtung nun jene Entwicklung entgegen, die in den USA angezettelt worden war. Dort lahmte die Binnenkonjunktur, unter anderem auch, weil die Produktion - und damit verbunden die Löhne - mehr und mehr nach China ausgelagert wurden, was die Kaufkraft am heimischen Markt spürbar reduzierte.
Bei sinkender Kaufkraft sinken jedoch auch die Umsätze von Handel, Handwerk und Industrie - und sinkende Umsätze führen zu überproportional sinkenden Gewinnen, nicht selten sogar zu Verlusten.
 
Also ging man einen an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn angesiedelten Weg, um die Binnenkaufkraft der USA zu stützen.
 
Banker erzählten ihren Hypothekenkunden, dass ihr Grundstück - mit oder ohne Haus - derart im Wert gestiegen sei, dass man durchaus bereit und gewillt sei, zu allerniedrigsten Zinsen und bei größtmöglicher Rücksicht auf erträgliche Tilgungsraten, die bestehenden Kredite noch einmal kräftig aufzustocken. Natürlich könne man das Geld zur Renovierung des Hauses verwenden, doch das sei kein Muss, Hauptsache, man habe eine gute Idee, wie und wo man es auf den Kopf hauen wollte. Den letzten Skeptikern erzählte man überdies, dass die Wertsteigerung der Immobilien immer so weiter gehen würde, dass es also überhaupt kein Problem sein werde, das Häuschen immer noch ein bisschen höher zu beleihen, wenn es denn einmal darauf ankommen sollte.
Also verschuldeten sich Millionen Eigenheimbesitzer bis über beide Ohren bei ihren Banken - auch bei den beiden großen einst staatlichen, später privatisierten Immobilienfinanzierern der USA, Funny Mae und Freddy Mac.
 
Die Amerikaner kauften wieder ein, die Umsätze stiegen an und die Gewinne stiegen überproportional mit.
 
Das Geld, mit dem diese Umsätze finanziert wurden, stammte allerdings aus frisch vergebenen Krediten. Es wäre eigentlich nach und nach gebraucht worden, um diese Kredite wieder zu tilgen. Doch die Wege dieses Geldes verliefen anders.
Nur ein kleiner Teil wanderte als Lohn in die Taschen der Beschäftigten im Inland - und ein ebenfalls kleiner Teil ging in Form von Steuereinnahmen an den Staat.
Ein großer Teil der Umsatzerlöse wanderte jedoch als Bezahlung für importierte Waren ins Ausland - und war damit für die Tilgung der aufgenommen Kredite nicht mehr erreichbar - und ein ebenfalls großer Teil verschwand als Gewinn auf den Konten der Unternehmer und Aktionäre - und war dem Geldkreislauf der Realwirtschaft damit auch weitgehend entzogen.
 
Wo jedoch nur derjenige Anteil des Zahlungsmittels im Bereich der Realwirtschaft des Binnenmarktes verblieb, der zur Bezahlung von Löhnen und Steuern verwendet wurde, musste das, was durch Abflüsse an die ausländischen Lieferanten und an die Unternehmer und Aktionäre fehlte, beinahe zwangsläufig durch weitere Kredite an die Immobilienbesitzer "nachgefüllt" werden, denn nur so konnte der gefürchtete Rückgang des BIP (die Rezession) vermieden werden.
Es gab seinerzeit in den USA durchaus noch viele weitere Möglichkeiten, schnell und einfach an Kredite zu kommen, doch die ausufernde Immobilien-Nachfinanzierung war wohl die Hauptstütze der schwächelnden Binnenkaufkraft.
Diese Binnenkaufkraft zu erhalten, erforderte immer neue Kredit-Ausreichungen, doch diese immer neuen Kreditausreichungen hinterließen Spuren in den Bilanzen der Banken - und das sogar schon, bevor überhaupt zu erkennen war, dass die Zins- und Tilgungsleistungen weitgehend ausbleiben würden.
 
 
Werte und Einflüsse

Mit dem Ende des Euro erleidet das Projekt "Europa" einen Rückschlag, von dem es sich nicht so leicht erholen wird. Die Animositäten zwischen den einzelnen Euro-Mitglieds-Ländern, die bereits immer stärker zutage treten, während noch Einigkeit demonstriert und gemeinsame Rettungsschirme gebastelt werden, werden - wenn unter allen Strichen Bilanz gezogen und abgerechnet worden ist - Wut und tiefes Misstrauen hinterlassen, wo man einst voller Euphorie aufeinander zu gegangen war.
Europäische Gemeinschaftsprojekte, wie sie z.B. im Bereich der Luft- und Raumfahrt zur ernsthaften Konkurrenz für US-amerikanische Unternehmen geworden waren und deren technologischen Fortschritt dahinschmelzen ließen, werden schnell untergehen, wenn sie ihren "halbstaatlichen" Charakter und die Fördermittel und die Großaufträge verlieren.

Gewinner sind aber nicht nur die USA, sondern ebenso auch Russland und China.
 
Alle drei verlieren mit der EU - dem halbwegs einigen Europa - den vierten großen Spieler auf der internationalen Bühne, auf den in den letzten Jahren zunehmend Rücksicht zu nehmen war. Eine neue Weltordnung ist damit in greifbare Nähe gerückt.

Eine Weltordnung, in der sich China und Russland zwangsläufig gegen die USA zusammenschließen müssen und versuchen werden, jeweils so viel wie möglich vom Rest der Welt an sich zu binden.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass China - mit seinen schier endlosen Dollar-Reserven - für viele Staaten in Afrika und vor allem in Südamerika den Rettungsschirm aufspannen wird, wenn die Märkte sich im nächsten Währungskrieg neue Opfer auswählen, die sie vom Zugang zu Zahlungsmitteln abschneiden wollen.
Damit könnte auch das Ende der Dollar-Hegemonie, so wie wir sie kennen, besiegelt sein und zugleich das Ende der Legende vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Ja, es ist durchaus zu erwarten, dass ausgerechnet China als der große Gewinner aus dem Euro-Schlachtfest hervorgehen wird und Putins Russland dabei ein Stück weit mitnimmt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die USA derzeit immer intensiver und unverhohlener darüber nachdenken, in Syrien auszutesten, inwieweit China und Russland schon bereit sind, ihre schützende Hand über ihre künftigen Einflussgebiete zu halten.

Es ist ein Spiel mit dem Feuer - mit dem dritten Weltkrieg.
 


Gemeinschaftswährung - Weltwährung?

So, wie unser Geldwesen (fast) weltweit organisiert ist, kann in jedem Währungsraum über die Zeit eine Konzentration der Geldvermögen in wenigen Händen prognostiziert werden, der eine ständig ansteigende Massen- und Staatsverschuldung gegenüber steht.
Eine Vielzahl von Währungen und Währungsräumen ist unter diesem Gesichtspunkt als stabiler und sicherer anzusehen, als eine kleine Zahl von Währungen mit sehr großen Währungsräumen oder gar eine einzige Weltwährung.

Das Euro-Schlachtfest könnte dazu genutzt werden, den bisherigen Dollar-Raum mit dem Euro-Raum in einen neuen, einheitlichen Währungsraum zusammen zu führen.
Diese Idee ist weder neu, noch vom Tisch, auch wenn sie nicht täglich durch die Nachrichten gezogen wird.
Die Schaffung dieser Weltwährung wäre dann - wenn der Euro für Deutschland der GAU war - der SUPERGAU für ganz Europa.

Die USA mit ihrem gigantischen Staatsschuldenberg, und ihrer maroden Wirtschaft, deren Wertschöpfungsprozesse weitgehend nach China outgesourct sind, würde der Stabilität der neuen Währung weitaus stärker schaden, als Griechenland dem Euro jemals schaden konnte. Vor allem aber sind es die gigantischen Dollar-Guthaben, die sich als Belastung auf den Währungsraum legen würden.

Die reale Kaufkraft einer Währung ist schließlich umso geringer, je mehr "nachfragendes Geld" dem Angebot gegenübersteht.

Kaum jemand hat sich bis dato klar gemacht, dass die durch äußere Einflüsse nicht verfälschte Real-Kaufkraft einer Währung als klassisches Indiz für das Maß der Verteilungsgerechtigkeit innerhalb einer Volkswirtschaft herangezogen werden könnte.
 
Je höher - im Zeitvergleich betrachtet - die reale Kaufkraft der Währung ausfällt,
  • desto niedriger die Gewinnabschöpfung,
  • desto höher die Lohn- und Staatsquote,
  • desto höher der allgemeine Wohlstand
    und umgekehrt.

 


Tatsächlich wird aber auch dieser Zusammenhang nur selten so klar sichtbar, wie es den realen Verhältnissen entspräche. Der Trick dabei besteht darin, dass die Kaufkraft der Geldvermögen auf "Anlagemöglichkeiten" außerhalb der Sphäre der Realwirtschaft gelenkt wird. Wer sein Geld verwendet, um Anteile an Hedge-Fonds zu kaufen, wer es einsetzt, um auf Kurssprünge an den Börsen zu wetten, wer spekulative Geschäfte an den Warenterminmärkten tätigt, trägt mit dazu bei, die auf den Märkten der Realwirtschaft nachfragewirksame Geldmenge zu verkleinern und damit den bereits eingetretenen Kaufkraftverlust der Währung zu verschleiern.

In der Hoffnung auf immer höhere Renditen entsteht so ein Automatismus, der dafür sorgt, dass immer mehr Geldvermögen in immer riskantere Anlagen umgeschichtet wird. Die "Vermögensanhäufer" erwerben nur noch mehr oder minder wertloses Papier, um es nach dem erhofften, einmaligen Spekulationserfolg wieder zu verkaufen - und die Differenz, den Gewinn, erneut in einer noch lukrativeren Anlage unterzubringen.

Chinas Devisenreserven
 
Es gibt immer wieder Warnungen vor dem Gefahrenpotential, das von den hohen Fremdwährungsbeständen der Chinesen ausgeht. Die Chinesen könnten, wenn sie wollten, so heißt es, den Dollar innerhalb kürzester Zeit platt machen.
Was ist da dran?
 
Fleißige Chinesen haben tatsächlich wahre Gebirge an Fremdwährungen angehäuft.
Klug investierende Chinesen ziehen damit um die Welt und kaufen sich Land in Afrika, Unternehmen oder Unternehmensanteile in Europa und in den USA, hin und wieder kaufen sie die Weltrohstoffmärkte leer, so dass andere Industrieländer das Nachsehen haben, wenn sie Stahl oder Seltene Erden benötigen.
 
Das ist ein interessantes Vorgehen, das für China ausgesprochen vorteilhaft ist.
Warum also sollten sie ihre Devisenvorräte nutzen, mit denen sie nach und nach alles kaufen können, was sie gerne hätten, um den Dollar, ggfs. auch den Euro, anzugreifen? Es ergibt keinen Sinn.
 
Ein Angriff auf die gehortete Fremdwährung schmälert deren Kaufkraft - und verschlechtert die Exportchancen Chinas.
 
Da müssten sich schon EU und China verbünden und den USA den Währungskrieg erklären. Doch auch das erachte ich für ein ausgesprochen unwahrscheinliches Szenario, das innerhalb der nächsten zehn Jahre keinesfalls eintreten wird.
 
Ich sehe eher ein anderes, ebenfalls nicht kurzfristig drohendes Szenario, dass nämlich die USA selbst den Dollar ganz gezielt und geplant fallen lassen, um sich in einem grandiosen Abwertungsschritt von ihren weltweiten Schulden zu befreien und dann mit einem Dollar 2.0 neu an den Start zu gehen.
 
Vielleicht dazu noch einige Informationen:
 
Am Mittwoch, dem 13. Oktober 2010, gab es zwei hochbrisante Meldungen, die ein grelles Licht auf das Verhältnis der Währungen US-Dollar und Renminbi Yüan warfen.
 
  • Die Währungsreserven der Volksrepublik China (alle Fremdwährungen zusammengenommen, aber übwiegend doch USD) sollen im dritten Quartal 2010 die 2,5 Billionen Dollar Marke überschritten haben - und
  • die US-Administration will den Dollar weiter massiv inflationieren, nachdem alleine seit Dezember 2008 insgesamt 1,7 Billionen Dollar durch den Ankauf von Staats- und Wirtschaftsanleihen an frischen Dollars in die Welt gesetzt wurden. (Dieses Anleihen-Ankauf-Programm ist übrigens auch im Juli 2013 noch fortgesetzt worden.)
 
Es ist für uns Normalsterbliche notwendig, kurz innezuhalten und sich die Größenordnungen zu vergegenwärtigen.
 
Die Währungsreserven der Chinesen im Wert von 2.500 Milliarden Dollar - umgerechnet knapp 2.000 Milliarden Euro - würden z.B. ausreichen, um 40 Irak-Kriege zu führen.
 
Die Chinesen könnten sich für ihre Währungsreserven durchaus auch 90 Millionen Stück VW-Golf mit durchschnittlicher Ausstattung kaufen. Aber wo gibt es 90 Millionen VW-Golf zu kaufen? Wo könnte China, so es denn wollte, 40 Irak-Kriege führen?

Es ist aussichtslos.

Ein Land, das per Saldo für 2,5 Billionen US-Dollar mehr exportiert als importiert hat, kann nicht so einfach den Spieß umdrehen und sich vom größten Exporteur der Welt zum größten Importeur wandeln. Dazu müsste es die Industrie, die Landwirtschaft, die Dienstleister erst einmal geben, deren Produkte und Leistungen auf dem Weltmarkt einzukaufen wären. Es gibt sie aber nicht.
 
Daher gilt: Sobald China mit seinen Ersparnissen massiv einkaufen ginge, bräche auf allen Märkten, auf denen China antritt, die galoppierende Inflation aus. Doch eben das ergibt für China derzeit keinen Sinn.
 
Für die USA unter Umständen schon. Auch ein Dollar 2.0 - womöglich noch in Währungsunion mit dem ehemaligen Euro (die Bestrebungen gibt es ja) - hätte für "die Märkte" durchaus einen gewissen Charme, und für den US-Haushalt und den US-Außenhandel könnte er sich segensreich auswirken.
 
 
 
Die Krise ist weder vorbei, noch macht sie Pause,
sie wird in den Medien lediglich nicht mehr thematisiert.
 
 
"Das Euro-Schlachtfest" ist vor ziemlich genau einem Jahr erschienen, die ersten Prognosen daraus haben sich bereits bewahrheitet.
 
Lesen Sie jetzt, warum es kommt, wie es kommt, wer daran verdienen und wer dabei verlieren wird.
 
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7. August 2014
6. August 2014
 
17.30 Uhr Außerplanmäßige Preisfrage
 
Was ist der ausschlaggebende Unterschied zwischen
Petro Olexijowytsch Poroschenko und Muhammad Anwar as-Sadat?
 
Wenn Ihre "richtig falsche" Antwort bis zum 30. August 2014 bei uns eingeht, können Sie als ersten Preis einen Krieg gewinnen. Lieferung frei Haus, Umtausch ausgeschlossen.
 
 
Die falsche richtige Antwort - mit der Sie sich leider nicht bewerben können - lautet:
 
Beide setzen ihr Militär mit unnachgiebiger Härte im Inneren ein, um ihren Staat auch gegen den Willen großer Teile des Staatsvolkes zu erhalten.
 
Wo ist da der Unterschied?
 
Dass die USA den einen unterstützen und den anderen bekämpfen, ist doch kein Unterschied, der in den beiden Personen begründet ist. Das ist ein Unterschied, der ausschließlich unterschiedlichen US-amerikanischen Interessen entspringt und auf die Beurteilung der handelnden Personen keinen Einfluss haben sollte.
 
... und schon tauch' ich wieder ab.

5. August 2014
4. August 2014
 
 
09.00 Uhr Ich tauch' dann mal ab
 
Zumindest habe ich beschlossen, für eine Woche auf größtmögliche Distanz zu Politik und Wirtschaft, zu Kriegsgeschrei und Lügenmärchen zu gehen. Stattdessen werde ich mich dem widmen, was sich durch Liegenlassen nicht von alleine erledigt und davon schiebe ich derzeit mehr als genug vor mir her.
 
Das heißt, dass es in dieser Woche weder Tageskommentare noch einen Paukenschlag geben wird. Viele sind sowieso in Urlaub - und von denen, die noch täglich am PC sitzen, denke ich: "Sie werden das aushalten" ;-))
 
Falls dennoch Entzugserscheinungen auftreten sollten, können Sie immer noch in meinen Archiven stöbern, oder in den beiden Paukenschlagsammelbänden schmökern. Die haben Sie doch schon, oder? Und wenn Sie auf die neuesten Meldungen nicht verzichten wollen:
 
Julie macht auf "Politik im Spiegel" wie gewohnt weiter und sorgt täglich für einen Überblick aktuell-alternativer Nachrichten.
 
Ich wünsche Ihnen allen eine gute Woche.
 
Am 11. August treffen wir uns an dieser Stelle wieder.
 
Newsletter-Abonnenten werden vorher noch eine Buchvorstellung im Postfach finden. Belletristik - passend zur Urlaubszeit.
 
Mit besten Grüßen
Egon W. Kreutzer
 

3. August 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 

2. August 2014
 
10.30 Uhr Haderthauer, Christine
.
Frisch, fromm, fröhlich und frei, gelegentlich, wie der Bayer sagt: "a bisserl gschnappig", hat Christine Haderthauer sich einen Fensterplatz in der Bayerischen Staatskanzlei erobert.
 
Ihr Geschick, vorteilhafte Situationen zu nutzen, Chancen zu erkennen und wahrzunehmen, lässt sich selbstverständlich nicht in einen persönlichen und einen politischen Teil trennen. Entweder, man hat Skrupel, oder man hat keine, entweder man liebt seinen Nächsten um seiner selbst willen, oder wegen seiner Nützlichkeit.
 
 
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1. August 2014
 
09.30 Uhr Der Monat fängt ja gut an
 
Bayern München unterstellt sich freiwillig der US-Sanktionsgerichtsbarkeit.
Argentinien wird wohl die BRICS-Gemeinde anpumpen müssen.
Adidas leidet unter Putin.
Malaysia muss sich entscheiden, BUK-Rakete - oder Bordkanone?
Washington wird von der CIA regiert.
Berlin arbeitet an der fiskalischen Kältemaschine.
 
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

(mehr Biblio-Biografisches)


 

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In den Ferien lesen?

Es gibt Schulkinder, die ihre Nase ständig in spannende Bücher stecken, und andere, denen das Lesen ein Graus ist.

Für diese Unterschiede gibt es viele Gründe - ebenso, wie es viele gute Gründe gibt, Kinder für das Lesen zu begeistern.

Der vielleicht wichtigste Grund ist der, dass Lesen die Fantasie und das Vorstellungsvermögen positiv beeinflusst, dass - gerade bei spannenden Büchern mit ungewissem Ausgang - die intensive Beschäftigung mit einem Problem und seiner Lösung geübt wird, und dass ganz nebenbei das Konzentrationsvermögen und die Ausdauer geschult werden.

Ein weiterer, ebenfalls nicht zu vernachlässigender Grund besteht darin, dass Lesen den Sprachschatz und die Ausdrucksmöglichkeiten erweitert und - last but not least - auch die Fertigkeiten im Rechtschreiben verbessert.

Wer einem Kind das Lesen jedoch mit solchen Begründungen schmackhaft machen oder gar verordnen will, wird auf Granit beißen.

So aufgeweckt, intelligent und altklug unsere Kinder heute auch daherkommen, alle diese Erklärungen bleiben für sie zunächst einmal nur "Worte", die sie zwar verstehen und durchaus auch wiedergeben können, die für sie jedoch ohne praktische Bedeutung bleiben.

Eine erfolgversprechendere Strategie, Kinder zum Lesen anzuregen, muss subtiler angelegt sein.

Zum Beispiel könnte man an einem langweiligen Sonntagnachmittag damit anfangen, das erste Kapitel eines spannenden Kinder- oder Jugendbuches vorzulesen ...

Eine besonders hinterlistige Methode könnte auch sein, sich selbst in ein spannendes Kinderbuch zu vertiefen und dabei hin und wieder begeisterte Bemerkungen, wie z.B. "Ist das spannend! Ich kann gar nicht aufhören ..." von sich zu geben und dann zu erklären: "Eigentlich habe ich dieses Buch ja für dich gekauft, aber ich finde, da bist du doch noch zu klein dafür ..." und dann vergessen, das Buch bestmöglich zu verstecken.

 

Es ist Ferienzeit.

Die Gelegenheit ist günstig.

Und mit diesen Titeln aus dem EWK-Verlag, sollte der Versuch gelingen:

 

Matthias Meyer Langenhoff hat zwei Ferien-Abenteuer-Bücher geschrieben, zuerst "Die Hexe von Ameland", danach mit den gleichen Figuren "Olli und die Hundefängerbande". Wer eines gelesen hat, wird auch das andere lesen wollen.

 

Superspannend bis zur letzten Seite ist auch der Fantasy-Roman für Kinder, "Der Auftrag des Traumwandlers" den Jenna Weigel geschrieben hat.

 

Peter Mannsdorff hat in seinem Kinderbuch das fröhliche, lebenslustige Mädchen Henriette zur Hauptfigur gemacht, das - jederzeit zu Streichen aufgelegt - tolle Abenteuer in ihrer Fantasie erlebt und dabei zu durchaus philosophischen Erkenntnissen gelangt. "Die Sternenpflückerin" ist ein bezauberndes Buch, nicht nur für Mädchen, denn Jungs werden sich beim Lesen schnell mit Henriettes Freund Peter identifizieren und den Abenteuern der beiden ebenso nachfiebern.

 

Lesen und Sport auf einen Nenner bringen?
Michaela Salewski-Renner hat das geschafft. In Ihrem Buch "Die Handball-Helden" spielt eine gemischte Handball-Schulmannschaft die Hauptrolle - und ein Mädchen, das gegen den Willen ihrer Eltern unbedingt dazugehören will.

 

Beim Deutschen Handball-Bund hat man sich über dieses Buch gefreut und ein Vorwort dazu geschrieben.

 

Alle unsere Kinderbücher finden Sie hier, im EWK-Online-Shop.

 

 

 

 


Eine echte
Rarität:

David Dejori
Mehr als Sonne, Strand und Zitronensorbet

Erstausgabe August 2014
Gedruckte Auflage 27 Exempl.
 an den Autor 10 Exempl.
 an die Deutsche Bibliothek 2 Exempl.
 an die Bayerische Staatsb. 2 Exempl.
 an das EWK-Archiv 1 Exempl.
 bisher verkauft 1 Exempl.
 Noch verfügbar 11 Exempl.

429 Seiten, Hardcover,

mehr Info

Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht


Schon wieder wurde ein totes Neugeborenes gefunden.

Die Mutter hatte es wohl in einer Zugtoilette zur Welt gebracht - denn dort wurde es gefunden.

Nun drohen ihr fünf Jahre Gefängnis wegen Kindstötung.

Die Nachrichten, ob in Rundfunk, Fernsehen oder den Boulevard- Blättern, berichten entweder kurz, sachlich und nüchtern, oder emotional überladen und Schuld zuweisend.

Nicole Eick hat in Frauenhäusern, Schwangerenberatungsstellen und im klinischen Sozialdienst gearbeitet. Sie kennt das, was wir verharmlosend "Soziale Brennpunkte" nennen, aus eigener Anschauung aus nächster Nähe.

Ihr Roman beleuchtet nicht nur die schreckliche Tat. Sie schildert die ausweglos erscheinende Notlage einer Kindsmutter, die fast selbst noch ein Kind ist, sie zeichnet die Situation der Familie nach - wenn man das, wo sie lebt, so nennen kann - und sie kümmert sich um die Aspekte des Umfeldes, vom Obdachlosen, der das Kind beim Stöbern in den Mülltonnen noch lebend findet, bis hin zu den Ermittlungen der Polizei, den Aufregungen in den Zeitungsredaktionen und den Befürwortern und Gegnern von Babyklappen und großzügigerern Adoptionsregeln.

ABFALL ist ein mitreißender, spannender Roman, der Missstände nicht aufzählt, sondern beim Lesen miterleben lässt.

ABFALL wirft Fragen auf, die unsere Gesellschaft endlich beantworten muss, wenn wir uns nicht alle paar Wochen wieder darüber erregen wollen, wenn irgendwo ein toter Säugling gefunden wird.

ABFALL ist im EWK-Verlag erschienen, nachdem die renommierten Verlage der Autorin gesagt haben: "Das will niemand lesen."

Wollen Sie es auch nicht lesen?

 

Oder doch?


Neuerscheinung Mai 2014

Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht

 

 Meistgelesen

Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

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