10. Dezember 2016

09.30 Uhr Was tut Draghi da eigentlich?


Der Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen soll also weitergehen. Die vorläufige Zielmarke steht jetzt bei 2,28 Billionen Euro.

(2.280.000.000.000 €)

Davon könnte man zum Beispiel 4,5 Millionen Eigenheime für je eine halbe Million Euro bauen, oder 9.000 Boeing 747 Verkehrsflugzeuge kaufen, oder 2.500 Elbphilharmonien hinstellen, oder 350 Hauptstadtflughäfen. Man könnte die Summe auch auf alle 500 Millionen EU-Bürger verteilen, und jeder bekäme rund 4.500 Euro Euro zur freien Verfügung aufs Konto.

Das alles geschieht jedoch mit diesem Geld nicht. Auch nichts Vergleichbares.

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9. Dezember 2016
8. Dezember 2016

17.00 Uhr Gedanken zum Jahreswechsel

Der letzte Paukenschlag des Jahres trägt seit langer Zeit den Titel "Gedanken zum Jahreswechsel" - der Inhalt bleibt dem Untertitel vorbehalten. Der Untertitel lautet in diesem Jahr: "Warum die Demiurgen die Macht behalten."

Das klingt vielleicht für den einen oder anderen nach Religionskritik, hat damit aber nichts zu tun, es geht um die Unvollkommenheit des Systems, der Gesellschaft, der Menschen, ihre Faszination für das Materielle und ihren aus der eigenen Unvollkommenheit erwachsenden Kontrollzwang.

Es geht aber auch darum, wenigstens ein kleines Lichtlein leuchten zu lassen, was jedem möglich ist, der noch nicht im Tanz um das goldene Kalb in Trance gefallen ist.

Die Gedanken zum Jahreswechsel sind der letzte Paukenschlag in diesem Jahr, weil ich absehen kann, dass meine Zeit für einen weiteren in 2016 nicht mehr ausreichen wird.

Den einen oder anderen Tageskommentar wird es allerdings noch geben.

 


7. Dezember 2016

14.00 Uhr EWK-Zur Lage 18 (Dezember 2016) ist erschienen.

Im Abstand von zwei Monaten gehe ich mit mir selbst in Klausur, lasse die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit Revue passieren und versuche die aktuellen Trends auf ihre wahre Zielsetzung hin zu hinterfragen. Was dabei herauskommt ist eine Lage-Einschätzung, mit der ich nun seit drei Jahren in den vorangegangenen 17 Ausgaben in fast allen Punkten Vorhersagen getroffen habe, die durch die Realität bestätigt wurden.

EWK-Zur Lage ist mehr als ein Tageskommentar oder ein Paukenschlag zu einem speziellen Thema, sondern eine (durchaus von Nr. 1 bis 18) aufeinander aufbauende Gesamtschau der Entwicklungen in globaler, europäischer und auf Deutschland bezogener Betrachtung.

Diesmal nimmt die Bedrohung der Demokratie in den so genannten "demokratischen Staaten" einen breiten Raum ein. Daneben beleuchte ich die fünf derzeit wichtigsten Probleme der EU, und setze einige Ausrufezeichen hinter Entwicklungen in Frankreich, Polen, Portugal, der Slowakei, Ungarn und dem Vatikan - wobei ich im Vatikan auf eine hochinteressante Spur gestoßen bin, zu einem Vorgang, der von den deutschsprachigen Medien trotz seiner immensen Bedeutung vollständig ignoriert wurde.

Zu Deutschland gibt es, außer dass sich demnächst der Vorhang zu "Merkels Vierter" heben wird, kaum Gleichrangiges zu sagen. Das Wachstum ist ungebrochen, sogar die Zahl der Obdachlosen ist seit 2010 um satte 35 Prozent gestiegen. Da ist mir dann nur noch übrig geblieben, eine kleine Vorschau auf die Reden von Gauck und Merkel zur Weihnacht und zum Jahreswechsel zu versuchen.

Das Dossier "EWK-Zur Lage 18" gebe ich, solange es aktuell ist, gegen 11,90 Euro (davon 10 für mich +1,90 MwSt. für H. Schäuble) an jedermann zum Download (pdf) frei. Auch die älteren Ausgaben stehen zu reduzierten Preisen noch zur Verfügung.

Hier finden Sie den Bestellzettel.

Förder-Abonnenten (was ist das denn?) können sich diese Mühe sparen, denn sie erhalten EWK Zur Lage unmittelbar bei Erscheinen direkt als E-Mail-Anhang zugesandt.

Noch was Wichtiges:

Soeben hat sich der Bestand des Bücher-Spenden-Fonds beim EWK-Verlag ganz erheblich erhöht. Andreas S. hat eine Rechnung für bestellte Bücher um 137,30 Euro überzahlt und diesen Betrag diesem Fonds zugedacht. Damit stehen dort jetzt insgesamt 373,70 Euro zur Verfügung.

Was ist das, der Bücherspenden-Fonds? Nun, es ist eine Kasse, aus der Bücher für diejenigen bezahlt werden, die sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage ein Buch nicht leisten können. So können sogar Weihnachtswünsche in Erfüllung gehen.

Wie das geht, finden Sie hier.


6. Dezember 2016
5. Dezember 2016

09.00 Uhr Europäischer Schicksalssonntag überstanden

Es war, als stünde die Entschärfung eines Blindgängers an, als die Österreicher zur Wahl und die Italiener zur Volksabstimmung schritten. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt und jegliche noch vorhandene Restvernunft aus der EU evakuiert. Bloß nicht zulassen, dass irgendjemand daherkommt, und anfängt die Demokratie zu erklären! Bloß nicht zulassen, dass sich die Erkenntnis ausbreitet, dass ein Volk in Wahlen oder Abstimmungen durchaus auch das Recht habe, nicht nur Figuren auszutauschen, sondern auch die Richtung zu wechseln.

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4. Dezember 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


3. Dezember 2016

19.30 Uhr Die CDU kennt (bei dreisten Sprüchen) keine Obergrenze

Armin Laschet, nicht gerade der kleine Ortsvereinsvorsitzende der CDU, sondern ein Vize-Parteichef, findet die Debatte um eine "Obergrenze" doch inzwischen sehr theoretisch. Darauf komme ich gleich noch.

Außerdem - und das ist die Dreistigkeit - meint er, es fehle der "Obergrenze" an der Rechtsgrundlage, mit den Worten: "Ein Grundrecht kennt keine Obergrenze."

Vielleicht sollte Herr Laschet einfach einmal einen Blick in das Grundgesetz werfen, wo die Grundrechte beschrieben sind. Er sollte sich ansehen, wie viele Grundrechte inzwischen ihre Obergrenzen erhalten haben. Das Post- und Fernmeldegeheimnis zum Beispiel. Da sitzt die Obergrenze so tief, dass das ehedem gemeinte Recht schon längst nicht mehr zu erkennen ist.

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2. Dezember 2016

14.30 Uhr Schon wieder ein Adventswochenende vor der Tür

Ein bisschen Vorfreude auf Weihnachten tut gut. Einfach abschalten von all den nicht mehr überschaubaren Verrücktheiten dieser Welt und sich in den warmen Schein der Kerzen versinken lassen. Vielleicht finden Sie ja die Zeit.

Das beruhigende Bild mit drei brennenden Adventskerzen stelle ich Ihnen dazu gerne zur Verfügung. Dass ich per Bildbearbeitung ein Buchumschläge dazu gefügt habe, stört den Gesamteindruck im Grunde gar nicht, gibt Ihnen aber die Gelegenheit - und das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl - sich selbst, einem lieben Menschen, und natürlich auch mir, mit wenigen Mausklicks eine Freude zu machen.

Entrollen Sie nun das Bild mit einem Klick zu seiner vollen Größe und Schönheit!


1. Dezember 2016

15.00 Uhr Die letzte große Illusion

Im Kampf gegen das Bargeld hat Indien dem Rest der kapitalistischen Welt soeben eine Steilvorlage geliefert. Von heute auf morgen waren nicht etwa die Bankguthaben pauschal um eine Sondersteuer geschrumpft worden, wie das die Bargeldbefürworter immer wieder als Drohkulisse an die Wand malen, es waren auch nicht über Nacht die Hälfte aller indischen Banken durch den großen Finanzcrash zahlungsunfähig geworden, sondern (und das war der Clou!): Das ach so sichere Bargeld war plötzlich nicht nur nichts mehr wert, sondern ungültig.

Ungültig. Falschgeld. Altpapier.

Die Salden auf den Girokonten blieben hingegen unangetastet. Welch ein Argument für das virtuelle Geld!

Was kommt noch auf uns zu? Lesen Sie hier weiter:



30. November 2016

11.00 Uhr Es ist ja nur Angst, was die Rechten stark macht.

Ich nenne es eine hinterhältige Formulierung, was SPIEGEL online da über eine Studie der üblicherweise verdächtigen Bertelsmannstiftung zusammenschreibt, die ebenfalls bei ihrer Suche in 28 Ländern nur die "Angst" gefunden hat, und das vor allem auf dem flachen Land und bei den weniger Gebildeten, was zudem impliziert, dass es die Dummen sind, die aus ihrer unbegründeten Angst von den Fahnen gehen.

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29. November 2016

15.00 Uhr Russische Cyberangriffe zur Bundestagswahl

Wenn einer der engen Vertrauten von Wolfgang Schäuble, nämlich der Oberstleutnant der Reserve, Bruno Kahl, nicht am 1. Juli Präsident des Bundesnachrichtendienstes geworden wäre, wofür er sich vermutlich während seiner Zeit als Ministerialdirektor im Finanzministerium (zuständig für Privatisierungen, Beteiligungen und Bundesimmobilien) die erforderliche Qualifikation erworben hat, dann hätte es uns vermutlich sein Vorgänger, Gerhard Schindler sagen müssen. Doch Schindler sagte häufig Dinge nicht, und wenn er welche sagte, dann wiederum hin und wieder auch solche, die so nicht im Interesse der Regierung lagen, ...

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28. November 2016

14.00 Uhr Bundesministerium für Verschärfung

Justiz war früher. Jetzt ist Maas.

Der sozialdemokratische Gesetzesverschärfungsautomat, der zu jedem Problem ein zu verschärfendes Gesetz kennt, der sich selbst aber für Maßnahmen einsetzt, die außerhalb des gesetzlichen und verfassungsmäßigen Rahmens liegen, wie zum Beispiel die Schnüffelei in den Sozialen Netzwerken und die Einflussnahme auf die Betreiber, missliebige Texte zu löschen, um "den unmündigen Bürger" vor dem Einfluss finsterer Mächte zu schützen.

Nun hat er eine Verschärfung des Waffenrechts im Sinn, dahingehend, dass es Waffenscheine nur noch nach vorheriger Anfrage beim Verfassungsschutz geben soll, weil einer der - inzwischen wie die Pilze aus dem medialen Dung sprießenden - Reichsbürger einen Polizisten beim Versuch, die Waffen des Reichsbürgers einzuziehen, erschossen hat.

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27. November 2016

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


26. November 2016
25. November 2016

11.00 Uhr Zwei Leseproben

 

 

Manfred Gotthalmseder hat aus seinem Buch "Postkapitalismus.org" größere Abschnitte ausgewählt, die es ermöglichen, sich schon vor der Bestellung des Buches einen Einblick in seine Vorstellungen zu verschaffen.

Das PDF können Sie hier kostenlos abrufen.

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Wolfgang Schulz hat bei seiner letzten Lesung in Pforzheim die menschlich-sozialen Aspekte seines großen Romans in den Vordergrund gestellt, was von Renate Thon (ehemalige Stadträtin der grünen Liste) mit "Macht nichts, man kann das Buch ja kaufen", quittiert wurde.

Daher hier eine Leseprobe aus "Die Entdeckung des Friedens", die eher die politische Seite anspricht.

Auch das als PDF, das Sie hier kostenlos abrufen können.

 

 

 


24. November 2016

15.30 Uhr Die gute alte Abo-Falle - nun auf WhatsApp erfolgreich

Der jüngste große Fall spielt sich auf WhatsApp ab, wo angebliche Flüge von Emirates verlost werden, und wer mitmacht, der hat schon wieder ein Abo für irgendwas abgeschlossen.

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09.15 Uhr Eine Rosskur für die SPD

Die SPD hat ein ernst zu nehmendes Problem. Sie kommt bei den Wählern nicht mehr an und findet offenbar keinen Weg, um den gegen sie laufenden Trend zu beeinflussen.

Selbst bei der Generaldebatte um den Haushalt des Bundeskanzleramtes trat sie nicht mit eigenem Profil in Erscheinung. Sahra Wagenknecht anzupöbeln, ist billig, reicht aber nicht aus, um der SPD wieder ein unverkennbares Gesicht zu geben.

Gäbe es jemanden, der den Mut hätte und die Gelegenheit, die SPD wieder zu alter Stärke zurückzuführen, er müsste ihr eine Rosskur verordnen.


23. November 2016
 
Neuerscheinung


 
Manfred Gotthalmseder ist in Kreisen der Geldreformer kein Unbekannter.

Seine Schrift "Postkapitalismus.org" ist ein Wegweiser zur Überwindungen der Fehlentwicklungen unserer Wirtschaftsordnung.

Mit seiner Idee von einem gleichberechtigten, gesetzlichen Zahlungsmittel neben dem Schuldgeld-Euro, gelingt es ihm, die Zahlungsmittelfunktion von der Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes so zu trennen, dass beide Funktionen für sich optimiert werden, während die wechselseitig auftretenden, negativen Einflüsse eliminiert werden.

Weitere Informationen zu unserer Neuerscheinung, samt einem aussagekräftigen Textauszug finden Sie hier: Postkapitalismus.org




Ein informatives Büchlein zum kleinstmöglichen Preis: 7,95 € incl. MwSt.
 
 
 
 
 

22. November 2016

15.00 Uhr Gestern in Ulm

Einen Steinwurf vom Münster entfernt, in der Kulturbuchhandlung Jastram, in Ulm, hat Heide S. Nyaga gestern aus ihrem Buch "Wann denn, wenn nicht jetzt?" gelesen.

Auch für mich war es das erste persönliche Kennenlernen mit "meiner" Autorin, nach einer rund einjährigen Zusammenarbeit, vom ersten Kontakt bis zum fertigen Buch.

 

 

 

 

Schon vor der Lesung saßen wir, das heißt Sunya ("Sunya steht für das "S" im Namen der Autorin), ihr Mann Josef, meine Frau Julie und ich ein Stündchen in einem Restaurant zusammen und hätten fast die Zeit zum Aufbruch vergessen.

Die Plätze in der Buchhandlung Jastram waren allesamt besetzt, als Sunya begann, sich und ihr Buch vorzustellen, und erst als der Chef der Buchhandlung auf die Uhr blickte und erklärte, dass statt der geplanten einen Stunde schon zwei vergangen seien, gab es eine kleine Pause - und danach noch gut eine halbe Stunde Fragen und Diskussion. Dabei spielte das Leben in Kenia, das sich von dem, was wir hier in Mitteleuropa gewohnt sind, doch sehr unterscheidet, die wesentliche Rolle.

Alles in allem ein gelungener Abend, in desssen Verlauf nicht nur einige autobiografische Teile des Buches offenbart wurden, sondern bei dem auch die Botschaft, die im Titel ihres Buches steckt, dass "Handeln" nämlich zumeist besser ist als "Abwarten", aus vielerlei Perspektiven beleuchtet wurde.

Morgen Abend liest Heide - Sunya - Nyaga in Augsburg, am Donnerstag in Kaufbeuren und am 2. Dezember dann noch in ihrer Heimatstadt Mittersill, in Österreich, bevor es zurück nach Kenia geht. Wann und wo genau? Hier klicken.

 

Um Nyagas Buch kennenzulernen, braucht glücklicherweise niemand den Weg nach Bayern oder Österreich anzutreten.

Sie können es bei mir, im EWK-Verlag bestellen.

 

(... und, ... psst! Das ist ein Buch, das sehr gut auch als Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen geeignet ist.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Übrigens: Heute, am 21. November, bin ich in Ulm in der Buchhandlung Jastram, wo Heide S. Nyaga ab 19.00 Uhr aus "Wann denn, wenn nicht jetzt?" lesen wird. Nur einen Steinwurf vom Ulmer Münster entfernt. 2011 habe ich vorsorgliche vom Turm des Münsters aus die Buchhandlung Jastram fotografiert, damit Sie sich besser orientieren können ;-))
21. November 2016

08.00 Uhr Das Gute daran ist, dass wir sie schon kennen.

Sonst fällt mir zu Merkels Entscheidung, noch einmal antreten zu wollen, nichts wirklich Bemerkenswertes ein. Gut, es muss heute daran erinnert werden, dass sie noch nicht zum vierten Mal vom Bundestag gewählt worden ist, sondern noch fast ein ganzes Jahr lang darauf wird warten müssen.

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20. November 2016

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


19. November 2016

17.00 Uhr Opi, Opi, liest Du mir noch eine Geschichte vor?

Als es noch kein Fernsehen gab und keine Videospiele und Kinder abends ins Bett gebracht wurden, lange bevor die Erwachsenen auch Schlafen gingen, war diese unwiderstehliche Bitte oft zu hören. Statt Opi, konnte es natürlich auch Mami, oder Papa oder Omi heißen, doch die Sehnsucht, von einem vertrauten Menschen auf dem Weg in ein Fantasieland begleitet zu werden und dort seine Abenteuer zu erleben, ein bisschen Angst zu haben, vor Gespenstern, laut zu lachen, über den Narren, stolz zu sein, ein Ungeheuer besiegt zu haben, die war bei allen Kindern immer groß.

Nostalgie? Alles vorbei?

Die "Stiftung Lesen" hat gerade in diesen Tagen das Ergebnis einer Umfrage veröffentlicht, das ganz klar aussagt:

Fast alle Kinder lieben es, wenn man ihnen vorliest.

Und, was für mich persönlich die noch viel wichtigere Aussage ist:

Am Vorlesen schätzen die Kinder übrigens besonders,
dass sie dabei die volle Aufmerksamkeit der Eltern bekommen.

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(enthält Buchwerbung)


18. November 2016

08.00 Uhr Angela im Gänseblümchenmodus

Ich möcht ja - von Herzen - mit Schmerzen - ein wenig - gar nicht - ich möcht ja - von Herzen - mit Schmerzen ...

Wird Angela Merkel zur vierten Amtszeit noch einmal antreten? Herr Röttgen hat ja die Tage einen Versuchsballon steigen lassen (dürfen, müssen, sollen?), und war sich ganz sicher...

Die Aufmerksamkeit, die dieser Ansage zuteil wurde, war jedoch so gering, dass sich daran kein Licht der Erkenntnis entzünden konnte.

"Was heißzt dasz jetst?", mag sich Angela mit nervösem Lispeln gefragt haben. "Ist keine Aufregung ein Zeichen von Zustimmung, von Resignation oder ...

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17. November 2016

09.15 Uhr Nichts als Neid -Gedanken zur Vermögenssteuer

Im Jahre 2002 wurde die Wiederinkraftsetzung Vermögenssteuer zuletzt öffentlich diskutiert. Statt Vermögen zu besteuern, wurde damals allerdings die Agenda 2010 in die Welt gesetzt, die Hartz-Gesetze wurden erfunden und bald darauf die Mehrwertsteuer von 16% auf 19% erhöht.

Wer aus der Geschichte lernt, könnte daher leicht zu der Überzeugung kommen, dass eine Diskussion um die Vermögenssteuer ungeahnte und unerwünschte Folgen haben wird.

Dass heute die Grünen wagen, die Besteuerung von Vermögen wieder auf die Agenda und in ihr Bundestagswahlprogramm zu schreiben, ist durchaus bemerkenswert!

Das ändert nichts daran, dass die Grünen - aus vielen anderen Gründen - für mich heute nicht mehr wählbar sind. Doch richtig ist eben auch: Als Trendsetter haben die Grünen durchaus viel erreicht.

Daher meine ich, das Thema Vermögenssteuer sollte durchaus - und gerade weil es die Grünen für sich entdeckt haben - wieder groß in die Diskussion gehoben werden.

Wer schon seit 14 Jahren bei mir mitliest, wird sich vielleicht dunkel daran erinnern, den Text des heutigen Paukenschlages schon einmal gelesen zu haben. Er stammt tatsächlich vom 22. Oktober 2002 - und ist, weil die Reichen seither so viel reicher und die Armen so viel mehr geworden sind, aktuell wie nie zuvor.


16. November 2016

08.00 Uhr Frank Walter Steinmeier

"Not my President!", so schreien Hillary-Clinton-Fans nimmermüde in die Straßenschluchten der amerikanischen Großstädte. Ein undemokratisches Gebaren, so wird das - zu Recht - unter anderem von Hubert von Brunn auf AnderweltOnline eingeordnet.

Ein undiplomatisches Gebaren ist es, wenn ausländische Politiker in diese Rufe einstimmen, und ein geradezu unerträgliches Gebaren, wenn sich unter diesen "Schockierten" auch noch der deutsche Außenminister findet, den der Ausgang der Wahl derart aller Umgangsformen entkleidete, dass er sich noch nicht einmal aufraffen konnte, Donald Trump wenigstens formell zum Wahlsieg zu gratulieren.

Nun wurde er von kleiner Runde nach großem Streit hinter fest verschlossenen Türen als "Präsident-elect" ausgerufen, und das Volk steht still und schweiget, ...

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15. November 2016

08.00 Uhr Gedanken eines einfachen Menschen

Wenn hier an der Schranke mal ein Auto durchbraust, ich sage extra wenn,
weil die Autos, die kommen, hier nicht durchbrausen,
dann muss es das Auto von selbigem Chief sein, der ansonsten den ganzen Tag lang den Schrankenwärter an eben diesen Schranken postiert, um zu verhindern, dass Autos durchbrausen.

Wenn das geschieht, dass also ein Auto durchbraust, geschieht es außerdem nie um die Zeit, zu der alles im Dunkeln liegt. Weil der Chief der Meinung ist, nachts hätte sowieso keiner hier durchzukommen. Jeder braucht schließlich seinen Schlaf, er selbst inklusive, und nach dem Chief hat sich ein jeder zu richten, auch der Baumstamm, der aber dadurch, dass er quer über die Straße verläuft, außerdem eine Schranke ist.

Auch der Schrankenwärter, dessen Aufgabe es nicht ist, die Nacht zum Feiertag zu machen, indem er die Schranke offen lässt. Seine letzte Arbeit täglich besteht darin, die Schranke ein letztes Mal geflissentlich zu öffnen, wenn der Chief nach seiner allabendlichen Dorfrunde im Jeep heranbraust. Öffnen soll er sie, sobald er in Sichtweite ist, während er in rasender Geschwindigkeit passiert, grüßen, sich den Staub von den Kleidern klopfen und dann natürlich die Schranke wieder herunter lassen, wo sie bis zum nächsten Morgen bleibt. Das ist der Job.

Einfache Menschen machen sich grundsolide Gedanken und der Schrankenwart war ein solcher. Warum, so fragte er sich, brauchen wir diese Schranke?

Die nächste Grenze ist 2.000 Kilometer entfernt. Die Straße durch den Busch verläuft hier ziemlich gerade, ein Autofahrer, der zum ersten Mal diese Route benutzt, freut sich geradezu, nach ewigen Kilometern kurviger Waschbrettpiste auf ein wenig Erholung und drückt euphorisch das Gaspedal durch. Wenn er die Schranke nicht rechtzeitig sieht…?

Wie viele Tote hatten wir eigentlich schon an dieser Schranke, dachte der einfache Mann nach. Einfach heißt auch statistisch. Sieben? Nein, zwölf waren es allein schon im letzten Jahr! Nachts war es besonders gefährlich und deswegen oft kein erfreulicher Anblick, wenn er morgens als erster hier her kam.

Freilich sah er im Zuge seines Nachdenkens schnell ein, dass diese Schranke auch Leben erhielt, das schon, seines eingeschlossen, das seiner drei Frauen, seiner zwölf Kinder. Die würden ohne Schranke hungrig aus der Wäsche, wenn überhaupt Wäsche, herausschauen.

Aber warum musste diese Schranke auch noch für den Chief aufkommen, für seine acht Frauen, dreiundzwanzig Kinder, dazu gerechnet weitere Verwandtschaft? Vierundneunzig Kühe hatte der Chief außerdem, vierzig Ziegen, den Jeep, ein Steinhaus, einen eigenen Brunnen und wer weiß was noch alles, was er, der Schrankenwärter nicht hatte.

Erst dachte er nach, wer hier der Benachteiligte, dann darüber, wer hier der Unersetzliche war. Unersetzlich, zu dem Schluss kam er im Verlauf zweier Jahre des Nachdenkens in brütender Hitze auf seinem Schemel neben der Schranke, war die Schranke und logischerweise er selbst, der er diese Schranke bediente.

Er hatte es sorgfältig überdacht. Er war zwar nicht zur Schule gegangen, hatte aber das Subtrahieren vom Leben gelernt. Fielen die drei jüngsten Kinder von sechs noch aus, so blieben die drei unersetzlichen übrig, weil diese die Ziegen hüten und die Shamba bestellen konnten. Wer arbeitet, ist unersetzlich.

Seine Frauen waren also auch ganz unersetzlich. Heiliges Matatu! Ausgerechnet der Reichste von allen, der Chief, ist ersetzlich!

Er schaut auf seine Hand, wie sie reflexartig einen Stock von der Erde aufnimmt.

Einen Stock? "Nicht jetzt!", denkt er erschrocken. Wer soll dann die Schranke bedienen. Er hört schon den Chief heranbrausen. Ein einziges aufjaulendes Gasgeben, ein sich an sich selbst, dem Jeep und dem Umstand berauschender Hurrikan, dass die Schranke für ihn und nur für ihn immer offen steht. Es hat ihn wirklich noch nie ein derartiges Grausen überkommen, wenn er den Chief heranbrausen hörte. Gleich wird er da sein.

Er fängt an zu zittern, eine Art Lähmung erfasst seinen rechten Arm. Er starrt ihn entsetzt an. "Ob ich den Willen aufbringe, die Schranke rechtzeitig zu öffnen? Es ist nicht zu schaffen", denkt er.

"Schade eigentlich, der Chief ist nicht schlecht. Überflüssig, das ist er. Schlecht nicht."
Ein Quietschen, ein ohrenbetäubendes Krachen, eine sich langsam legende Staubwolke. Totenstille, bis auf das Rascheln der Schwarzen Mamba, die der Schrankenwärter für einen Stock hielt, wie sie sich gemächlich durchs Gebüsch davon macht.

Das ist der Anfang einer afrikanischen Geschichte aus dem soebenen erschienen Buch "Wann denn, wenn nicht jetzt?" von Heide S. Nyaga.

Heute Abend, 18.00 Uhr, ist Buchpremiere im Restaurant Seerose in der Körtestraße 38 in Berlin.

Aber das habe ich ja schon gestern geschrieben. Lesen Sie einfach unten einfach weiter.



14. November 2016

08.00 Uhr Heide S. Nyaga liest morgen Abend in Berlin

Das Restaurant Seerose in der Körtestraße 38, bekannt durch seine vegetarische Küche, richtet am Dienstag, 15. November, 18.00 Uhr den ersten Leseabend in Zuge von Nyagas kleiner "EuropaTournee" aus.

Weitere Lesungen finden in den nächsten Tagen in Ulm, Augsburg, Kaufbeuren und Mittersill statt.

Frau Nyaga, im Salzburger Land geboren, hat früh damit begonnen, anderen zu helfen und dabei gelernt, dass das gar nicht immer so einfach ist. Sie erinnert sich gut an diese Begebenheit aus früher Kindheit:

Mit zwei Jahren, nachdem meine Mutter mir erklärt hatte, dass er aus der Wüste käme und Wärme bräuchte, legte ich einen Kaktusableger auf die heiße Herdplatte, um ihm beim Wachsen zu helfen.

Überhaupt war mein Drang, mich helfend zu verwirklichen, von je her ausgeprägt, wobei ich - das Gute wirklich wollend - noch nicht einsah, dass sich "das Gute" für Helfer und Bedürftige so unterschiedlich ausnehmen konnte, wie Tag und Nacht.

Die letzten Jahre hat sie damit verbracht, gemeinsam mit ihrem Mann in Kenia ein Wasserprojekt zu verwirklichen, das tausenden Menschen das Überleben sichert und erleichtert.

Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, dieser außergewöhnlichen Frau zu begegnen.

 

"Wann denn, wenn nicht jetzt?"

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Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.


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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 

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