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Autoren - Texte - BoD Manuskript - Verlag Informationen für Autoren


30. Januar 2015
 
07.30 Uhr Ein Schulz in Athen
 
Wer sich mithilfe der dafür erforderlichen Fähigkeiten*) zum Vorsitzenden des Parlaments der Europäischen Union hochgearbeitet hat und sich "Präsident" nennen darf, also sozusagen den herausragenden Stiel des die fehlende demokratische Legitimation aller anderen EU-Institutionen verdeckenden Feigenblattes darstellt, will gelegentlich auch einmal verreisen. Kann man ihm nicht verdenken.
 
Nun ist er also in der ersten Woche nach der Neubildung einer demokratisch gewählten Regierung nach Griechenland gefahren, um ...
 
Ja, warum und wozu denn eigentlich?
 
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Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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29. Januar 2015
 
12.05 Uhr Terminsache
 
Oft genug glauben wir, es sei bei einem Problem nicht erst fünf vor zwölf, sondern im Grunde schon fünf nach zwölf.
 
Die Beschäftigung mit den Fehlentwicklungen in Politik und Wirtschaft ist wichtig. Nachdenken, aufklären, demonstrieren, kämpfen - ja, natürlich. Doch sollten Sie über alledem doch nicht vergessen, woher die Kraft kommt, die es braucht, um sich immer wieder mit der "Welt da draußen" anlegen zu können.
 
Weil es heute keinen Paukenschlag gibt - dafür gab es ja den langen Aufsatz zu PEGIDA am Dienstag, möchte ich Sie heute an einen in Kürze bevorstehenden Termin erinnern.
 
 

28. Januar 2015
 
15.00 Uhr Geld
 
Nachdem sich der Pulverdampf um die Entscheidung der EZB, eine gute Billion Euro zusätzlich zu schaffen, wieder gelegt hat, die Börsen ihren absehbaren Sprung nach oben vollzogen haben, und auch das Verhältnis zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro sich allmählich wieder einpendelt, ist eine gute Gelegenheit, wieder einmal etwas grundsätzlicher über "unser Geld" nachzudenken.
 
Ich stelle den heutigen Beitrag unter die Überschrift
 
"Bäumchen, wechsle dich!"
 
Dieses Kinderspiel, das auch als die Freiluftversion der "Reise nach Jerusalem" angesehen werden könnte, unterscheidet sich davon vor allem dadurch, dass derjenige, der als Verlierer in jeder Runde übrig bleibt, nicht ausscheidet, ...
 
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27. Janur 2015
 
Thema 1
 
08.30 Uhr Willkommen in Uncle Sam's Marionetten-Theater
 
Dem Kasperle ist alles wurst. Doch die brave Gretl will immer alles richtig und nie etwas falsch machen, schon gar nicht den Polizisten, den König oder das Krokodil verärgern.
Also plärrt die Gretl bei jedem neuen Wind, der dem König durchs Hirn fährt, laut "Hurra", und "jawoll" und "TTIP und CETA bringen Arbeitsplätze, der König lügt doch nicht", und wenn der König eine Gedankenpolizei einrichtet, dann ist Gretl die erste, die dafür ist, "weil es ja nur gut sein kann, wenn der König im Voraus alles weiß, was ich vorhabe, dann kann er mich wenigstens vor Dummheiten bewahren".
 
Mehr erfahren Sie hier, in der FAZ. Europa soll keine Gesetze mehr erlassen, ohne dass sie vorher den Amis zur Begutachtung vorgelegt wurden. Ich fürchte, die Patriotischen Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes (PEGADA) kommen zu spät.
 
Wenn Merkel und Gabriel mit ihrer vollfetten Mehrheit die bedingungslose Kapitulation unterschreiben, und das haben sie fraglos vor, dann wird klar, dass hier längst nicht mehr das Volk der Souverän ist, sondern der große Marionettenspieler, der sich diese Figuren geschnitzt hat und an seinen Fäden hängend herumhampeln lässt.
 
Doch, wie heißt es so schön?
Jedes Volk hat die Regierung die es verdient, auch wenn es fest schläft, nur um nicht zu sündigen.
 
 
Thema 2
 
08.30 Uhr Eine eigensinnige Betrachtung zu PEGIDA
 
Nach vielen Wochen des Zögerns habe ich den Mut gefasst, die Phänome PEGIDA und Anti-PEGIDA zum Gegenstand einer umfassenden Betrachtung zu machen. Das Ergebnis lege ich heute vor. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit dafür. Die sparen Sie am Donnerstag wieder ein, denn dieser Aufsatz ersetzt den Paukenschlag dieser Woche.
 
 
 

26. Januar 2015
 
00.00 Uhr minus 5,5 Stunden Hätte, hätte - Griechenwette
 
Vorab: Dieser kleine prophetisch-satirische Kommentar ist am Sonntagnachmittag zwischen 13.45 Uhr und Julies Apfelkuchen entstanden, unter dem Eindruck des ARD-Presseclubs, bei dem Volker Herres und seine Gäste versuchten, sich um die Ursache für die schwächelnde Wirtschaft in der Euro-Zone herumzuwinden, indem sie sich mehr oder minder unverdautes volkwirtschaftliches Schnellkurswissen gegenseitig um die Ohren hauten, um die Geldpolitik der EZB und die Wahlen in Griechenland unter einen Hut zu bringen.
 
Als Fazit dieser Diskussion könnte man sagen:
 
Der Zuschauer soll meinen, die frische Billion aus der Notenpresse wird die Wirtschaft nur dann beleben, wenn die Schuldnerländer endlich mit richtigen Sparanstrengungen beginnen, ansonsten sei das QE-Programm lediglich ein Blasenentwicklungs- und Sparvermögensvernichtungsprogramm für die Deutschen, das zwar vollkommen ungefährlich ist, weil die EZB nicht pleite gehen kann, aber dennoch den Griechen nichts helfen wird, weil die neue Regierung, wer auch immer sie anführt, keinerlei Spielraum habe.
 
Sonntag, 18.20 Uhr
Syriza ist laut Nachwahlbefragungen stärkste Kraft geworden. Den Prognosen zufolge konnte die Partei zwischen 35,5 und 39,5 Prozent der Stimmen holen.
 
Hätte, hätte - Griechenwette
 
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...und, wie wär's denn mal

mit einem bisschen Handballfieber???
 
Die deutsche Mannschaft bestreitet heute Nachmittag das Achtelfinale gegen die ägyptische Auswahl.
 
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
 
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", macht Lust auf Handball und ganz nebenbei auch mit den wichtigsten Regeln vertraut.
 
Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
Gleich bestellen - und dann gemeinsam
bei der Handball-WM mitfiebern!
 
 

25. Januar 2015
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

24. Januar 2015
23. Januar 2015
 
10.00 Uhr Menschenrechte und Demokratie nach Saudi-Arabien bringen
 
Wenn die westliche Wertegemeinschaft sich entschließt, "Menschenrechte und Demokratie nach XYZ" zu bringen, und die vereinigte Wahrheitspresse erst auf die Tränendrüsen drückt und damit reflexhaft die Sehnsucht nach dem "Weißen Ritter" hervorruft, und dann beginnt, sich im Nachdenken über Vorschläge zu ergehen, was man denn tun sollte, müsste, könnte,
kann man sicher sein, dass es in absehbarer Zeit zu einem weiteren, vollkommen humanitären Einsatz zur Befreiung der Unterdrückten kommen wird.
 
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22. Januar 2015
 
15.20 Uhr Paukenschlag am Eurotag

Viele Spekulationen über die heutige EZB-Entscheidungen waren in den letzten Tagen
und Wochen im Umlauf. Nun endlich hat Mario Draghi den Mund aufgemacht und etwas
anderes als heiße Luft herausgelassen. Der Plan sieht nun also so aus:

Ab März 2015
werden monatlich für 60 Milliarden Euro Anleihen aufgekauft, teilweise direkt von der EZB, teilweise von den nationalen Notenbanken.
 
Diese Splittung ist wohl auf die deutschen Bedenken zurückzuführen, zu stark in die Haftung für die Schulden anderer Euro-Staaten in Anspruch genommen zu werden.
Das Programm soll bis September 2016 laufen, also 1,5 Jahre und hat damit einen Umfang
von knapp einer Billion.

Und damit soll - so heißt es offiziell - erreicht werden, dass die Deflationsgefahr in der
Euro-Zone gebannt wird, und das Inflationsziel von unter, aber nahe bei 2 Prozent jährlich
wieder realisiert werden kann.

Ich habe inzwischen großes Gefallen an dem Wort "Erzählung" gefunden. Auch das, was uns als Sinn und Zweck, Ziel und Anspruch vorgesetzt wird, ist nichts anderes
als eine Erzählung.


21. Januar 2015
 
09.00 Uhr Wie einst der Herrscher aller Reußen
 
Es war Zar Iwan der Schreckliche, der sich selbst den "Herrscher aller Reußen" nannte und sich mit der "Opritschniki" eine Terrororganisation hielt, die laut Wikipedia "als Leibwächter, Spitzel, Häscher und Henker" unterwegs waren und zwischen 1563 und 1575 in neun Wellen von Massenexekutionen Tausende ermordeten. Interessanterweise fährt Wikipedia fort: "vergleichbar mit manchen Geheimdiensten der Diktaturen des 20. Jahrhunderts".
 
(...)
 
Damit wendet sich der Blick nach Washington, wo der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sich gestern in seiner Rede zur Lage der Nation klar positionierte.
 
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20. Januar 2015
 
16.00 Uhr Warten auf den Tsunami
 
Noch zwei Tage. Was für ein Theater!
Während die Schweiz mit einem einzigen, schnell geführten Schwerthieb das Tau kappte, mit dem Franken und Euro in unheilvoller Allianz verbunden waren, treibt die EZB ihr Ankündigungsspiel immer noch weiter auf die Spitze.
So haben wenigstens die Damen und Herren Märkte ausreichend Gelegenheit, sich vorzubereiten und zu rüsten auf das, was am Donnerstag endlich ausgesprochen werden soll, obwohl die Experten es, geschwätzigen Spatzen gleich, seit Langem von den Dächern pfeifen.
 
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19. Januar 2015
 
09.00 Uhr Wir wollen das doch bitte nicht vergleichen!
 
Immer, wenn sich Vergleiche geradezu aufdrängen, ertönt die ebenso hilflose, wie wirksame Formel: "Das kann man doch aber wirklich nicht vergleichen!"
 
Das Raffinierte daran: Derjenige, der den Vergleich anstellt, und sei die erkannte Übereinstimmung noch so gerechtfertigt und offensichtlich, ist mit seinem Vergleich ins Leere gelaufen. Dort angekommen, hat er den Schwarzen Peter...
 
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18. Januar 2015
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

17. Januar 2015
 
10.10 Uhr Das Traumbier
 
Normalerweise kann ich mich am Morgen nicht daran erinnern, in der Nacht auch nur für Sekundenbruchteile geträumt zu haben. Wundersamerweise hatte ich nun drei Nächte in Folge, in denen ich am Morgen mit relativ klaren Erinnerungen an einen Traum aufwachte.
 
Und das waren nicht enfach nur Träume! Es waren schon beinahe Offenbarungen. Doch davon später.
 
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16. Januar 2015
 
14.10 Uhr Die Schweiz - Rückkehr zur währungspolitischen Neutralität
 
Der Schock war groß, als die Schweizer Notenbank für alle nicht Eingeweihten vollkommen überraschend bekanntgab, dass sie ab sofort aufhören würde, den Euro zu stützen.
 
Drei Jahre lang hatte die SNB Franken in den Markt geworfen und dafür Euros erworben, um den Kurs des Schweizer Franken nicht unter den Wert von 1,20 Franken pro Euro fallen zu lassen. Das war das Wechselkursziel, mit dem - so die Begründung - die Schweizer Exportwirtschaft vor einem zu hohen Kurs des Franken geschützt werden sollte.
 
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Euro-Zone den weitaus überwiegenden Teil der Schweizer Exporte aufnahm, eine kluge Entscheidung, die es ermöglichte, die Realwirtschaft von den Bewegungen der Devisenmärkte weitgehend abzukoppeln und das hohe Interesse der Anleger am sicheren Franken einerseits zu bändigen, andererseits zu neutralisieren.
 
Der Pferdefuß dieser Politik lag auf der anderen Seite der Medaille, ...
 
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Das Thema Geld und Währung kocht zu Beginn dieses Jahres wieder hoch.
Vertiefendes Verständnis bieten drei Bücher aus dem EWK-Verlag:
 
  • Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit
    von Samirah Kenawi
  • Über das Geld - Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band III
    von Egon W. Kreutzer
  • Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise
    von Egon W. Kreutzer
Zu dumm, dass seit vorgestern alle drei vergriffen sind. Die Entscheidung, ob und wie viele Exemplare nachgedruckt werden, hängt dabei auch von Ihrem Interesse ab - und dieses Interesse zeigen Sie ganz einfach mit einer Bestellung. Was Sie jetzt am Wochenende ordern, ist in der ersten Februarwoche bei Ihnen im Briefkasten.
 
Hier finden Sie den Themenbereich Wirtschaft in unserem Online-Shop.
 
 

15. Januar 2015
 
12.20 Uhr Gedankensplitter
 
Ein Paukenschlag, der eigentlich gar keiner werden sollte.
 
 

14. Januar 2015
 
heute erschien EWK - Zur Lage Ausgabe No. 6
 

13. Januar 2015
 
09.00 Uhr Der totale Charlie
 
Die Schere im Kopf macht Überstunden. Wie besessen schnippelt und schneidet sie alles weg, was auch nur entfernt nach Meinungsfreiheit riecht. Mit orgiastischer Wonne zerfetzt sie jedwede Assoziation, verweigert jeder noch so schönen Analogie den Weg in die Meinungsfreiheit. Spätestens seit Sonntagnachmittag, seit jenen beeindruckenden Bildern von Hundertausenden, insgesamt Millionen von trauermarschierenden Menschen, angeführt von der Creme de la Creme der Eliten, ist kein Platz mehr für ein Denken außerhalb des wertvollsten Gutes der Welt, der uneingeschränkten Freiheit, deren jeder teilhaftig werden kann, vorausgesetzt, er ist ein guter Charlie.
 
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12. Januar 2015
 
09.00 Uhr Geht es jetzt auch gegen die Saudis?
 
Gestern Nachmittag erhielt ich eine Mail von einem engagierten Leser in Belgien, der mit zwei Links auf eine Veranstaltung vom 8. Januar 2015 in Washington hinwies. Dort hatten die Abgeordneten Walter Jones (Republikaner) und Stephen Lynch (Demokraten) zu einer Pressekonferenz eingeladen, um den Resolutionsantrag bekannt zu machen, mit dem sie Präsident Obama auffordern, die Geheimhaltung jener 28 Seiten aus dem Untersuchungsbericht zu 9/11 aufzuheben, in dem die Erkenntnisse über die Finanzierung des Anschlags dokumentiert sind.
 
Während dieser Pressekonferenz wurde in sehr deutlichen Sätzen klar gemacht, welches Geheimnis diese 28 Seiten beinhalten, nämlich den Vorwurf an Saudi Arabien, nicht nur das Attentat vom 11. September 2001 - sondern so ziemlich alles, was an islamistischem Terror, bis hin zu IS/ISIS und dem jüngsten Anschlag in Frankreich entstanden ist, finanziert zu haben.
 
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Vor den Bildern zum Sonntag heute ausnahmsweise ein Tageskommentar mit dem Versuch, den Sinn hinter den Ereignissen von Paris zu finden.
 
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11. Januar 2015
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
10. Januar 2015
 
09.00 Uhr Gestern Abend noch reingekommen
 
Es gab viele Antworten, auf meine Bitte, Ihre Meinung zu Mohammed Karikaturen, Pegida und Drohnenmorden zu sagen, den vorerst letzten dazu habe ich gestern Abend in meinem Posteingang gefunden. Den stelle ich hier, statt eines weiteren eigenen Textes online:
 
 
Guten Abend, lieber Herr Kreutzer,

gute Idee und vernünftige Meinungen, die man hier lesen kann.
 
Zu den Mohammed-Karikaturen:

Wenn es tatsächlich fanatische Muslime waren, die heute in Frankreich von der Polizei erschossen wurden, dann sind diese nun doch Märtyrer, und das wollte man angeblich vermeiden, laut Presseberichten, um nicht weiteres Märtyrertum zu erzeugen. Nun, das ging in die Hose und nun gnade uns Gott.Es bleibt sich gleich, ob muslimische Fanatiker oder irgendwelche kapitalistischen Weltherrscher dahinterstecken. "Der Krieg in unseren Städt(t)en" ist in vollem Gange. Ausbaden muß es der Bürger.

Eine Religion muß auch Satire aushalten. Ich bin evangelisch getauft, katholisch verheiratet und habe mich heute, im Alter, von den Religionen distanziert. Über eine Religion kann mich keiner beleidigen.

Stimmen die "heiligen" Schriften denn tatsächlich??
Wer kann sagen, das alles so geschehen ist??
Nach tausenden von Jahren??
 
Nein, weder im Koran, noch in den Bibeln, noch im Talmud muß alles stimmen, tut mir leid, ich kann da fast nichts mehr glauben. Und deswegen einen Mitmenschen angreifen, nie und nimmer.
Und Jesus, den ich im Herzen haben kann, von dem geht keine Gefahr aus, der läßt sich auf beide Wangen schlagen, hat sich ans Kreuz nageln lassen, für alle Verbrechen der Welt, die vergangenen und die zukünftigen...
Deswegen haben wir Christen auch nichts dazugelernt, wir wissen, die Hölle gibt es nicht.

Die Christen hatten ihre blutigen Kreuzzüge, die Hexenverbrennungen und bis heute die Mißbräuche der angeblich so frommen Geistlichkeit.
Wielange wird es dauern, bis die muslimische Welt "modern" geworden ist und ohne Steinigungen, Beschneidungen und andere barbarische Sitten auskommt.
Wielange wird es dauern, bis die jüdische Welt einfach nur noch "israelisch" ist und mit ihren muslimischen/christlichen und sonstig glaubenden Brüdern und Schwestern in Frieden lebt??
Gibt es zu viele fanatische "Gläubige" und zu wenige nächstenliebende "Atheisten"??? Dann will ich zu den letzt genannten gehören!
 
Zu Pegida:
 
Beginnt so die "Revolution" gegen unsere unfähige Politelite???
Pegida wird, meiner Meinung nach, benutzt, um uns Deutsche in der rechten Ecke in Schach zu halten. Wenn man im TV einen Blick auf diverse Transparente erhaschen kann, erkenne ich neben diversen "Ausländer" raus Sprüchen oft eben nichts Rassistisches. Gezeigt werden selbstredend nur die sogenannten "Nazis".

Ich lebe hier auf dem Lande "noch" friedlich, höre aber seit Jahren schon von Nachbarn, die z.B.in den Frankfurter Raum arbeiten, studieren fahren müssen, was dort täglich so abgeht in Bezug auf herumlungernde Menschen vieler Nationalitäten, die man aus welchen Gründen auch immer, in unser Land läßt, die dann alleine gelassen werden, einfach nicht wissen, wo sie hingehören,
die keine Arbeit haben, keine richtige Bleibe, Gestrandete eben, verursachte Misere durch unsere, seit Jahren falsche und vernachlässigte Zuwanderungs-Ausländer-Imigrations - Poltik.
Ich kann Menschen nicht in mein Haus einladen und sie dann in der Hundehütte halten.

Ich muß aber auch nicht jeden beherbergen, der solches begehrt....
Das Schengenabkommen hat ein Übriges dazugetan...
Will sagen: Es fehlen fähige Politiker, Richter, Polizisten, Lehrer, Dolmetscher, Sozialarbeiter, Wohnungen und wer und was sonst noch alles zu einer menschengerechten Einwanderungs/Zuwanderungspolitik gehört.
ES FEHLT DAS GELD!!!! Die schwarze NULL läßt grüßen...

Die nächstenliebenden Gutmenschen, sprich Ehrenamtlichkeit soll´s dann letztendlich auffangen. Unsere Rechtsanwälte, nun die leben richtig gut von den Missständen... Da fließt dann auch die Staatsknete hin, die woanders fehlt.
Dass viele Bürger bei Pegida lediglich mitgehen, um auf Transparenten ihren Unmut über unsere Staatsführung zu äußern, wird von den Medien nach Möglichkeit nicht extra herausgestellt.
Meine polemische Frage:
 
Wann gibt es denn neben dem jüdischen/muslimischen Zentralrat endlich auch mal einen deutschen Zentralrat???
 
Drohnen übrigens, haben mein Gatte und ich bereits zweimal über unserem Kuhdorf gesichtet. Das ist die Zukunft, wenn sie nur Pakete zustellen, haben wir Glück.
 
Schöne Grüße
Christine Fürstenfelder
 
Alle weiteren Antworten finden Sie hier
 

9. Januar 2015
 
07.30 Uhr Wirres Zeug
 
Wenn die Vernunft das Ende ihrer Fahnenstange erreicht hat, kann sie dort nicht einfach verweilen. Es gibt dort keine komfortable Sitzgelegenheit und keinen Partyservice.
 
Die Vernunft ist auch kein Fakir. Sie hat die Fahnenstange ja nur bestiegen, um klarer sehen und richtig urteilen zu können. Sie sieht sich also ausgiebig um, von ihrer hohen Warte aus, stellt fest, dass da unten, wo sie nicht mehr ist, auch nichts mehr gut ist, folgert, es müsse geändert werden, will selbst mittun und eingreifen, stellt dann aber fest, dass das von da oben aus nicht möglich ist, und gleitet schließlich - wie der Feuerwehrmann - in Windeseile wieder nach unten.
 
In aller Regel verliert die Vernunft dabei das Bewusstsein.
 
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P.S.: Zur Umfrage "Mohammed Karikaturen, PEGIDA, Drohnenmorde" sind sehr viele Zuschriften eingegangen. Folgen Sie diesem Link8. Januar 2015
 
08.00 Uhr Paukenschlag und aktuelle Vorbemerkung

als gestern der Paukenschlag für heute fertig war, kamen die ersten Nachrichten über die
Hinrichtung der Mitglieder der Redaktion des französischen Satire-Magazins "Charlie Hebdo"
herein. Ein grausames Attentat im Herzen Europas.

Seit auf Salmon Rushdie ein Kopfgeld ausgesetzt worden war, wissen wir alle, dass
der religiöse Fanatismus noch lebt. Spätestens mit dem Aufkommen von IS und ISIS
wissen wir, welches enorme Gewaltpotential damit mobilisiert werden kann. Doch immer
noch wähnten wir uns hier, mitten im auf- und abgeklärten Europa vollkommen sicher.

Das Attentat hat noch dazu die unangenehme Eigenschaft, sehr eng im zeitlichen
Zusammenhang zu stehen, mit dem heutigen Erscheinen des Buches "Soumission" des
französischen Schriftstellers Michel Houellebecq, der darin dem Titel (dt.: Unterwerfung)
gerecht wird und einen Muslim das Amt des Staatspräsidenten erringen lässt.

Das Attentat hat die weitere unangenehme Eigenschaft, dass es der Furcht vor der
Islamisierung des Abendlandes mit einem unübersehbaren Fanal ein weiteres Stück
Rechtfertigung verschafft.

Ich wüsste gerne Ihre Meinung dazu - und möchte möglichst viele Stimmen dazu
namentlich veröffentlichen. Bitte schreiben Sie mir, unter Nutzung des folgenden
Links, zwei bis drei Sätze, in denen unter dem Eindruck dieses Attentats die Begriffe
"Mohammed Karikaturen", "PEGIDA" und "Drohnenmord" vorkommen.
 
Ich seh' das so

(die Antworten finden Sie hier)

und nun zum

Paukenschlag am Donnerstag
No. 1, vom 8. Januar 2015

7. Januar 2015
 
08.10 Uhr Die Maschine stoppt
 
Im Jahre 1909 veröffentlichte Edward Morgan Forster, gerade 30-jährig, seine dystopische Zukunftsvision "THE MACHINE STOPS". Ungefähr 70 Jahre später habe ich diese Geschichte, ebenfalls gerade 30-jährig, zum ersten Mal gelesen, ohne zu bemerken, dass der Text schon so früh entstanden war, allerdings kam mir die Vision aufgrund des inzwischen tatsächlich erfolgten Fortschritts der Technik längst nicht mehr so unrealistisch vor, wie den Menschen, die sie fünf Jahre vor Beginn des ersten Weltkriegs erstmals lasen.
 
In der Kurzfassungs schildert Forster eine in unterirdische Einzel-Wohnzellen zurückgezogende Gesellschaft, die von einer großen technischen Maschine wie von Zauberhand mit allem bedient wurden, was das Herz begehrt. Wir würden das heute als ein weit fortgeschrittenes "Internet der Dinge" bezeichnen, und die Fortentwicklung des 3-D-Druckers zum Allround-Materialsator erkennen. Dabei wurden diejenigen, die sich noch mit der Maschine auskannten, immer weniger, während die in ihren Waben verwöhnten immer dekadenter wurden, so dass es kam, wie es kommen musste, die Maschine wurde nicht mehr gewartet, repariert, erweitert - sondern geriet ins Stocken und stand eines Tages völlig still.
 
Eine Gefahr, in der auch unsere hochentwickelte Zivilisation schwebt.
 
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6. Januar 2015
 
08.10 Uhr Nun "GREXEN" sie wieder
 
Der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, heißt es, mache Deutschland keine Sorgen mehr, Siegmar Gabriel trötete sogar, Griechenland könne uns nun nicht mehr erpressen.
 
Geht's noch?
 
Wenn im Verhältnis zwischen Griechenland und anderen Euro-Mitgliedsstaaten Erpresser unterwegs sind, dann sind das doch nicht die Griechen!!!!
 
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noch ein Gedanke zum gestrigen Thema:
 
Eine Leserin schrieb mir, sie fühle sich durch die Anrede "liebe Leser" nicht angesprochen, der Verzicht auf die Formel "liebe Leserinnen und Leser" zeuge von fehlender Höflichkeit und mangelndem Respekt.
 
Abgesehen davon, dass die Stoßrichtung des Gender-Mainstreamings nicht darauf abzielt, Vielfalt, also Unterschiede hervorzuheben, sondern auf die Einebnung der Unterschiede, wie es inzwischen in dem Bemühen, neutrale Umschreibungen zu verwenden klar zum Ausdruck kommt, hat die Formulierung "ich fühle" mich nicht angesprochen, bei mir zu einem Aha-Erlebnis geführt.
 
Es ist gefühlte hundert Jahre her, als ich in dem Vorbereitungslehrgang für die Ausbildereignungsprüfung ein bisschen etwas über Kommunikationspsychologie hörte. Der Vergleich zwischen Sendern und Empfängern wurde damals bemüht, die auf die gleiche Frequenz ("Wellenlänge") eingestellt sein müssen, usw.
 
Später habe ich dann gelernt, dass die Welt, so wie sie jeder Einzelne wahrnimmt, ausschließlich im Kopf eines jeden Einzelnen entsteht und besteht. Alles, was wir "erkennen" können, ist das Abbild der Welt, das unser Gehirn aus den Nervenimpulsen unserer Sinnesorgane zusammensetzt. Das gilt aber nicht nur für das "objektiv" Wahrnehmbare, sondern eben auch für die Wertungen, die wir dem Wahrgenommenen zuteilen. Für den einen erzeugt der Anblick einer behaarten Spinne Angst, Furcht und Panik, den anderen lässt die gleiche Wahrnehmung vollkommen ruhig. Für einen ist eine Mohammed-Karikatur ein Anlass zum Schmunzeln, ein anderer sinnt in heiligem Zorn auf Rache. Ein Teil dieser Wertungen entsteht durch eigenes Erleben, der Großteil jedoch wird von den Einstellungen der sozialen Umwelt übernommen. Wir gelangen in den Bereich der kollektiven Vorurteile, der kollektiven Vorlieben und Abneigungen.
 
So wird die Reaktion: "Ich fühle mich als Frau von der Anrede 'liebe Leser' nicht angesprochen, und das missfällt mir so sehr, dass ich sämtliche Newsletter kündige", eine Wertung, die mit der realen Welt, mit der Absicht des "Senders" wenig, mit der individuellen Wertung des Empfängers aber sehr viel zu tun hat.
 
Ein Jahrzehnt (mindestens) der Prägung auf "...erInnen" hat die Wertung "Diskriminierung, Unhöflichkeit, Respektlosigkeit" offenbar bereits in vielen Köpfen verankert, und diese Verankerung ist nicht zufällig entstanden, sie ist obrigkeitlich geplant und forciert worden, meiner Meinung nach mit mehreren Absichten:
 
1. Folgt sie dem Muster des "Teile und herrsche" - wenn sich die Menschen untereinander anfeinden, weil der eine so, der andere so spricht, wenn also die babylonische Sprachverwirrung ausbricht, werden die Gruppen, die sich im Widerstand vereinigen können, immer kleiner.
 
2. Entgegen der lauthals verkündeten "Anerkennung der Vielfalt" verfolgt sie das Ziel der Vereinheitlichung und Gleichmacherei und letztlich der Umwandlung von Subjekten in Objekte. Wo anfangs noch die "Mitarbeiter", später "MitarbeiterInnen" standen, macht sich jetzt der Begriff "Humankapital" breit. Das (lach!) diskriminiert weder Männer noch Frauen, weder Schwule noch Lesben, weder Bi-, Trans-, Inter- oder sonstwie Sexuelle. Doch mit diesem Taschenspielertrick wird doch nur verborgen, dass die "Herrschenden" alle ihre Untertanen diskriminieren, indem sie aus lebenden Menschen ihr Eigentum an "Kapital" machen.
 
3. Jeder mutwillige Eingriff in die Sprache ist ein Eingriff in das Denken. Jedes neue Tabu-Wort erschwert sachlich neutrale Überlegungen und die Fähigkeit, zu den richtigen Schlüssen zu gelangen. Plumpe Fälschungen, wie "Entsorgungspark" statt "Giftmülldeponie" werden mit der Zeit wahrgenommen und semantisch gleichgesetzt, was es ermöglicht, den Giftmüll zu erkennen. Dass dabei allerdings sowohl "Entsorgung" als auch "Park" massiv in Mitleidenschaft gezogen werden, wird weniger wahrgenommen.
Raffiniertere Eingriffe, wie sie beim Genderisierungprogramm vorgenommen werden, sind schwerer zu durchschauen. Doch sie wirken. Und so "fühlt" sich jemand dann von der Anrede "liebe Leser" diskriminiert (Betonung auf "gefühlt"). Die mit der Macht der political correctness aufoktroyierte Wertung kommt nicht als Argument, nicht als logische Folgerung, sondern als "Gefühl" daher und ist daher mit Logik und Argumenten auch nicht mehr zu widerlegen. Ein Gefühl entzieht sich dem Verstand, im Gegenteil, es macht ihn sich untertan.
 
Political correctness kann man übrigens sehr leicht mit "Gleichschaltung" oder "Gehirnwäsche" oder "Denkverbot" übersetzen. Die Methode nutzt das Grundbedürfnis der Menschen, akzeptiertes Mitglied einer Gruppe zu sein. Die Macht der Massenmedien setzt heute die Maßstäbe, die sich Think-Tanks und Spin-Doktoren ausgedacht haben, und vermittelt sie jedem einzelnen so, als sei es die gültige Gruppen-Norm. Es funktioniert.
Es funktioniert so gut, dass das dumpfe Gefühl "das kann doch gar nicht sein", nicht geäußert wird, aus Angst, als "Fremdkörper" angesehen zu werden. Und so stehen Millionen von Menschen unter dem Eindruck, als einzige "falsch" zu ticken und geben sich alle Mühe, dies nicht auffallen zu lassen, was wiederum jeden innerhalb der gleichskeptischen Menschen darin bestätigt, als einziger falsch zu ticken.
 
Ich verzichte an dieser Stelle auf einen explizit geäußerten Appell.
Wer es verstanden hat, braucht keinen, und wer nicht, bei dem wird auch ein Appell nichts fruchten.
Ich füge noch eine Sprachmüll-Version dieser Gedanken an:
 
Eine Leserin schrieb mir, sie fühle sich durch die Anrede "liebe Leser" nicht angesprochen, der Verzicht auf die Formel "liebe Leserinnen und Leser" zeuge von fehlender Höflichkeit und mangelndem Respekt.
 
Abgesehen davon, dass die Stoßrichtung des Gender-Mainstreamings nicht darauf abzielt, Vielfalt, also Unterschiede hervorzuheben, sondern auf die Einebnung der Unterschiede, wie es inzwischen in dem Bemühen, neutrale Umschreibungen zu verwenden klar zum Ausdruck kommt, hat die Formulierung "ich fühle" mich nicht angesprochen, bei mir zu einem Aha-Erlebnis geführt.
 
Es ist gefühlte hundert Jahre her, als ich in dem Vorbereitungslehrgang für die AusbilderInnen-Eignungsprüfung ein bisschen etwas über Kommunikationspsychologie hörte. Der Vergleich zwischen SenderInnen und EmpfängerInnen wurde damals bemüht, die auf die gleiche Frequenz ("Wellenlänge") eingestellt sein müssen, usw.
 
Später habe ich dann gelernt, dass die Welt, so wie sie jede/r Einzelne wahrnimmt, ausschließlich im Kopf eines/einer jeden einzelnen entsteht und besteht. Alles, was wir "erkennen" können, ist das Abbild der Welt, das unser Gehirn aus den Nervenimpulsen unserer Sinnesorgane zusammensetzt. Das gilt aber nicht nur für das "objektiv" Wahrnehmbare, sondern eben auch für die Wertungen, die wir dem Wahrgenommenen zuteilen. Für den einen/die eine erzeugt der Anblick einer behaarten Spinne Angst, Furcht und Panik, den anderen/die andere lässt die gleiche Wahrnehmung vollkommen ruhig. Für eine/n ist eine Mohammed-Karikatur ein Anlass zum Schmunzeln, ein anderer/eine andere sinnt in heiligem Zorn auf Rache. Ein Teil dieser Wertungen entsteht durch eigenes Erleben, der Großteil jedoch wird von den Einstellungen der sozialen Umwelt übernommen. Wir gelangen in den Bereich der kollektiven Vorurteile, der kollektiven Vorlieben und Abneigungen.
 
So wird die Reaktion: "Ich fühle mich als Frau von der Anrede 'liebe Leser' nicht angesprochen, und das missfällt mir so sehr, dass ich sämtliche Newsletter kündige", eine Wertung, die mit der realen Welt, mit der Absicht des "Senders" / der "Senderin" wenig, mit der individuellen Wertung des Empfängers / der Empfängerin aber sehr viel zu tun hat.
 
Ein Jahrzehnt (mindestens) der Prägung auf "...erInnen" hat die Wertung "Diskriminierung, Unhöflichkeit, Respektlosigkeit" offenbar bereits in vielen Köpfen verankert, und diese Verankerung ist nicht zufällig entstanden, sie ist obrigkeitlich geplant und forciert worden, meiner Meinung nach mit mehreren Absichten:
 
1. Folgt sie dem Muster des "Teile und herrsche" - wenn sich die Menschen untereinander anfeinden, weil der/die eine so, der/die andere so spricht, wenn also die babylonische Sprachverwirrung ausbricht, werden die Gruppen, die sich im Widerstand vereinigen können, immer kleiner.
 
2. Entgegen der lauthals verkündeten "Anerkennung der Vielfalt" verfolgt sie das Ziel der Vereinheitlichung und Gleichmacherei und letztlich der Umwandlung von Subjekten in Objekte. Wo anfangs noch die "Mitarbeiter", später "MitarbeiterInnen" standen, macht sich jetzt der Begriff "Humankapital" breit. Das (lach!) diskriminiert weder Männer noch Frauen, weder Schwule noch Lesben, weder Bi-, Trans-, Inter- oder sonstwie Sexuelle. Doch mit diesem Taschenspielertrick wird doch nur verborgen, dass die "Herrschenden" alle ihre Untertanen und Untertaninnen diskriminieren, indem sie aus lebenden Menschen ihr Eigentum an "Kapital" machen.
 
3. Jeder mutwillige Eingriff in die Sprache ist ein Eingriff in das Denken. Jedes neue Tabu-Wort erschwert sachlich neutrale Überlegungen und die Fähigkeit, zu den richtigen Schlüssen zu gelangen. Plumpe Fälschungen, wie "Entsorgungspark" statt "Giftmülldeponie" werden mit der Zeit wahrgenommen und semantisch gleichgesetzt, was es ermöglicht, den Giftmüll zu erkennen. Dass dabei allerdings sowohl "Entsorgung" als auch "Park" massiv in Mitleidenschaft gezogen werden, wird weniger wahrgenommen.
Raffiniertere Eingriffe, wie sie beim Genderisierungprogramm vorgenommen werden, sind schwerer zu durchschauen. Doch sie wirken. Und so "fühlt" sich jemand dann von der Anrede "liebe Leser" diskriminiert (Betonung auf "gefühlt"). Die mit der Macht der political correctness aufoktroyierte Wertung kommt nicht als Argument, nicht als logische Folgerung, sondern als "Gefühl" daher und ist daher mit Logik und Argumenten auch nicht mehr zu widerlegen. Ein Gefühl entzieht sich dem Verstand, im Gegenteil, es macht ihn sich untertan.
 
Political correctness kann man übrigens sehr leicht mit "Gleichschaltung" oder "Gehirnwäsche" oder "Denkverbot" übersetzen übersetzt werden. Die Methode nutzt das Grundbedürfnis der Menschen, akzeptiertes Mitglied einer Gruppe zu sein. Die Macht der Massenmedien setzt heute die Maßstäbe, die sich Think-Tanks und Spin-Doktoren und Doktorinnen ausgedacht haben, und vermittelt sie jedem und jeder einzelnen so, als sei es die gültige Gruppen-Norm. Es funktioniert.
Es funktioniert so gut, dass das dumpfe Gefühl "das kann doch gar nicht sein", nicht geäußert wird, aus Angst, als "Fremdkörper" angesehen zu werden. Und so stehen Millionen von Menschen unter dem Eindruck, als einzige "falsch" zu ticken und geben sich alle Mühe, dies nicht auffallen zu lassen, was wiederum jeden/jede innerhalb der gleichskeptischen Menschen darin bestätigt, als einzige/r falsch zu ticken.
 
Ich verzichte an dieser Stelle auf einen explizit geäußerten Appell.
Wer es verstanden hat, braucht keinen, und wer nicht, bei dem wird auch ein Appell nichts fruchten.
 

5. Januar 2015
 
08.10 Uhr Absage an Frau Gend(er?)
 
Wer mir unterstellt, ich schlösse Frauen und Kinder aus, diskriminierte Schwule und Lesben, Trans- und Bisexuelle, und was es sonst noch alles an so genannten "Identitäten" sexueller Art geben soll, nur weil ich meine Leser mit "liebe Leser" anspreche, nur weil ich "Bürger" oder, wie Marc Anton, "Mitbürger" sage, statt die Sprache nach den Vorgaben eines unerträglichen "Neusprech" entweder aufzublasen oder krampfhaft zu versuchen, mit geschlechtsneutralen Begriffen zu hantieren, wie es von den selbsternannten "Umerziehern" per Gehirnwäsche erzwungen werden soll, der ist ein Sprachschänder, ein Volksverhetzer und vor allem ein übler Verleumder.
 
Wenn ich Frauen meine, sage ich "Frauen", wenn ich Deutsche meine, sage ich "Deutsche" und wenn ich Vorurteile der Deutschen anspreche, dann schreibe ich auch schon mal "der Deutsche" ...
 
 
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4. Januar 2015
 
 
Eichehlaub in harschigem Schneerest
 
Julies Bild vom Sonntag
 
Die Meisenperspektive beim Sonnenblumenkernpcken
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
3. Janunar 2015
2. Januar 2015
 
09.30 Uhr Guten Morgen, Deutschland - und Ihnen ein gutes Neues Jahr
 
Hannelore Kraft wird heute in den Meldungen zitiert, mit der Ansage:
 
"Die Ehrenamtlichen machen das Land reicher."
 
Diese Aussage ist zwiespältig. Natürlich ist jede Arbeit, jede Dienstleistung, jedes Kümmern und jedes "Dafür-Sorgen", das aus Liebe, aus Mitleid, aus Verantwortungs- oder Pflichtbewusstsein unentgeltlich geschenkt wird, eine Bereicherung für das allgemeine Wohlergehen, und es ist richtig und wichtig, allen jenen, die sich selbstlos in den Dienst einer Sache oder ihrer Mitmenschen stellen, dafür immer wieder - und nicht nur aus Anlass von Jahreswechseln und Gedenktagen - herzlichen und aufrichtigen Dank zu sagen. Dem schließe ich mich gerne und vorbehaltlos an.
 
Die freiwillige, aus einer tiefempfundenen Mitverantwortung für das Gemeinwesen erwachsende Hilfs- und Dienstbereitschaft ist nahe am Ideal einer entwickelten Gesellschaft, in der es selbstverständlich ist, dass jeder nach seinen Kräften zum Erhalt und zur Weiterentwicklung dieser Gesellschaft beiträgt, ohne jeden Handgriff davon abhängig zu machen, dass eine genau bemessene und vertraglich vereinbarte Gegenleistung nicht nur in Aussicht gestellt, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gewährt werden wird.
 
Mir stellt sich bei alledem allerdings - und das im krassen Widerspruch zur Aussage von Frau Kraft - die Frage, ob das Anwachsen unbezahlter Arbeit nicht ein Zeichen dafür ist, dass das reiche Land immer größere Teile der Bevölkerung in die Armut gestürzt hat und immer noch weiter und tiefer in die Armut zu stürzen gewillt ist ...
 
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28. Dezember 2014
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag


21. Dezember 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

20. Dezember 2014
19. Dezember 2014
18. Dezember 2014
 
Liebe EWK-Freunde,
 
wie seit vielen Jahren war es mir auch in diesen Tagen wieder wichtig, zum Jahreswechsel dem Zwang zur aktuellen Kommentierung auszuweichen und stattdessen nachdenklichere, weiter in die Zukunft gerichtete Gedanken festzuhalten, die zwar vom schmerzenden "Nerv der Zeit" ausgehen, aber doch ein Stück weit darüber hinaus gehen sollen.
 
Am Ende eines gewalttätigen Jahres, mit lauten Rufen nach noch mehr Gewalt, als gäbe es keine anderen Konzepte, politische, wirtschaftliche und freiheitshungrige Ziele zu erreichen, habe ich die "Gewalt" thematisiert. Ich habe sie dabei nicht in ihrer Grausamkeit ausgemalt, sondern versucht, sie da zu entlarven, wo sie sich noch als gewohnte Erscheinung des Alltags, als Notwendigkeit gewachsener Verantwortung oder als Ultima Ratio in einer Situation darstellt, in der alles andere "zwecklos" erscheint.
 
Meiner optimistischen Grundeinstellung ist es zu verdanken, dass die Beschäftigung mit der "Gewalt" am Ende doch auf eine Option hinweist, wie die Gewalt, die uns umgibt und fesselt, überwunden werden kann, ohne selbst zur Gegengewalt greifen zu müssen.
 
Wer, wenn nicht Sie, verfügt über die geistigen und moralischen Voraussetzungen, um einem solchen Gedanken zur Verbreitung zu verhelfen?
 
Ich danke Ihnen für die Bereitschaft, sich mit meinen Gedanken zu beschäftigen,
 
und wünsche Ihnen und Ihren Lieben

ein friedvolles, harmonisches und beglückendes Weihnachtsfest und
im Voraus schon einen guten Rutsch und alles Gute im kommenden Jahr.
 
Mit besten Grüßen
Ihr
Egon W. Kreutzer
 
 

 

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 

 

 

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