15. Januar 2018

12.30 Uhr Fieberträume

In rund 60 Stunden Bettruhe (von Ruhe konnte dabei zwar keine Rede sein) wenn Du zwar nicht müde, aber erschöpft bist, wenn der krampfhafte Husten von kurzen Augenblicken des Schlafs unterbrochen wird, knallt das Bewusstsein permanent an die Bande und durchbricht sie auch bisweilen. Eine Phase bestand dabei in der Lektüre langer sinnloser Texte, die hinter den geschlossenen Lidern so eingeblendet waren, dass es unmöglich war, sich abzuwenden. Also habe ich gelesen:

Nach langer schwerer Krankheit einigten sich Ende letzter Woche die üblichen Verdächtigen auf ein Weiter so in Ehre, Freude und in Gut und Gerne und in schon länger da.

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14. Januar (keine Kraft für Sonntagsbilder)
13. Januar
12. Januar 2018

19.20 Uhr Wieder eine Woche rum.

Die Frauen und Männer mit ihren Sonden haben auch ausgestochert. Wie durch ein Wunder scheinen die seit vier Jahren gemeinsam Regierenden immer noch ausreichend Gemeinsamkeiten entdeckt zu haben. Martin Schulz hat dem zwar indirekt widersprochen, als er öffentlich zugab, erkannt zu haben, dass es sich bei der Union und der SPD, im Gegensatz zur weit verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung, doch um verschiedene (im Sinne von anders geartete) Parteien handelt, doch was sagt man nicht alles, wenn die Nacht lang war?

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11. Januar 2018

11.55 Uhr Was wir noch können sollten, wenn die KI mehr kann als wir.

Künstliche Intelligenz ist nach wie vor ohne Bewusstsein. Ob die Schwelle zum eigenen Bewusstsein und damit zu einem eigenen Willen jemals von Computern überschritten werden wird, ist nicht abzusehen.

Um diese Fragestellung soll es jedoch in diesem Aufsatz nicht gehen, sondern um die sehr viel konkretere und in naher Zukunft unausweichliche Frage, was dem Menschen übrig bleibt, wenn Computer nicht nur selbstständig Auto fahren, sondern auch selbstständig die Äcker bestellen, die Kühe füttern, melken, schlachten und zerlegen, wenn sie unseren Gesundheitszustand diagnostizieren, Therapien verordnen, Operationen durchführen, sich selbst, sowie alle "technischen" Erzeugnisse ohne menschliches Zutun reproduzieren und instand halten, also letztlich jede denkbare menschliche Routine-Arbeit im weitest denkbaren Sinne gleich gut oder besser beherrschen als die bis dahin damit beschäftigten Menschen.


10. Januar 2018

13.30 Uhr Unternehmerische Entscheidungen

Im Allgemeinen gilt, dass eine steigende Kapazitätsauslastung die Kosten senkt. Sinkende Kosten können in den Preisen weitergegeben werden, was einen Wettbewerbsvorteil mit sich bringt und eventuell die Kapazitätsauslastung noch einmal verbessert.

So gesehen hätte die Zunahme der "Internetbestellungen" bei den Logistikdiensten über die stärkere Kapazitätsauslastung eigenlich zu sinkenden Preisen führen können. Dass die Preise nicht gesunken, sondern gestiegen sind, liegt wohl daran, dass die Nachfrage nach Logistikdiensten so hoch ist, dass den Anbietern ihr "knappes Gut" trotz hoher Preise praktisch aus den Händen gerissen wird.

So entsteht aus volkswirtschaftlichem Nachfrageüberhang in einem wichtigen Marktsegment die Chance für betriebswirtschaftliche Gewinnoptimierung.

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9. Januar 2018

10.15 Uhr Die sieben größten Irrtümer über die Demokratie

Eine Veröffentlichung des Zentralrats der Erleuchteten Hinweis für Allergiker: Dieser Text kann Spuren von Ironie enthalten.

Heute hält sich so mancher schon für einen Demokraten, nur weil er in einem demokratischen Staat lebt. Das ist natürlich falsch. Sie wissen das, ich weiß das:

Demokrat wird man nicht durch die Staatsangehörigkeit, Demokrat wird man, wenn man sich einbringt und alles tut, um die Demokratie mit Leben zu erfüllen.

Doch leider bestehen gerade unter den engagierten Demokraten oft sehr eigentümliche Vorstellungen darüber, wie Demokratie zu leben ist. Daher im Folgenden die Darstellung der sieben gefährlichsten und weit verbreiteten Irrtümer über die Demokratie.

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8. Januar 2018

08.00 Uhr Intelligenzentwicklungsförderungsdurchsetzungsgesetz

Eine Lanze brechen, für Heiko Maas.

Er hat alles richtig gemacht. Unglücklicherweise ist ihm ganz zum Schluss nicht der passende Name für sein bahnbrechendes Gesetz eingefallen.

Mit seinem Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist ihm letztlich doch der größte Durchbruch zur Intelligenzentwicklung in Deutschland gelungen. Seien wir doch einmal ganz ehrlich:

Meinungsfreiheit macht doch denkfaul!

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7. Januar 2018

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


6. Januar 2018
5. Januar 2018
4. Januar 2018

10.00 Uhr Mindestlohn und Arbeitsmarkt

Die Annahme, der Mindestlohn sei ein geeignetes Korrektiv für die Kräfte des Marktes, führt in die Irre. Das ist keine Polemik gegen den Mindestlohn, sondern der Versuch, das prinzipielle Systemverhalten sichtbar zu machen.

Im Zuge der Beweisführung sollte zunächst festgestellt werden, wie groß die Differenz zwischen freiwillig gezahlten und gesetzlich vorgeschriebenen Löhnen insgesamt überhaupt gewesen sein mag.

Die Datenlage ist jedoch leider alles andere als transparent. Das beginnt schon damit, dass mit der Einführung des Mindestlohnes eine Zahl von Beschäftigungsverhältnissen, die irgendwo zwischen 1,1 und 2,6 Millionen liegen muss, spurlos vom deutschen Boden verschwunden ist.


3. Januar 2018
2. Januar 2018

12.05 Uhr Mangelwirtschaft oder Anspruchsinflation

Mit den ersten Nachrichten des gerade angebrochenen Jahres erreicht uns der Notruf des deutschen Richterbundes. Ein dramatischer Personalmangel, der sich künftig noch verschärfen werde, lähme Justitia in einem Maße, dass der Rechtsstaat zu erodieren drohe.

Wir sollten diesen Notruf allerdings nicht nur zum Anlass nehmen, die Justiz personell zu verstärken, sondern vor allem auch damit beginnen, die Ursachen der Überlastung der Gerichte zu hinterfragen und nach Lösungen zu suchen, welche die Einschaltung von Gerichten überflüssig machen.

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1. Januar 2018

Auf geht's!

Es könnte ein durchaus interessantes Jahr werden.

Ihnen alles Gute für alle 12 Monate!
Jahreswechselzeitraum, bzw. Jahreszwischenraum
(stark vergrößerte Darstellung)

Bedenke:
Nur zwischen zwei Zwischenräumen ist ein Zwischenraum ausgeschlossen.


31. Dezember 2017

GUTEN RUUUHUHUU...TSCH!

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


30. Dezember 2017

16.00 Uhr An die Streitparteien

in der Sache: Flüchtlinge vs. Zuwanderung

Vorschlag zur außergerichtlichen Einigung

Weil die Atmosphäre immer noch hoch aufgeladen ist und es immer wieder, selbst im engeren Familienkreis, nur wegen eines unvorsichtig gesprochenen Wortes zur krachenden Explosion kommt, weil der ganz große Knall unausweichlich erscheint, wenn nicht endlich beide Seiten ihre Irrtümer und Voreingenommenheiten, sowie ihren jeweiligen blinden Fleck erkennen, habe ich mich am vorletzten Tag des Jahres noch einmal ins Zeug gelegt und versucht aufzuzeigen, dass der Streit letztlich um die zwangsläufig falschen Antworten auf die falsch gestellten Fragen geht. Dem habe ich das entgegengestellt, was ich für die bessere Frage und für die richtige Antwort darauf halte.

Allen, die das gar nicht lesen wollen, an dieser Stelle schon meine guten Wünsche für das Jahr 2018!


29. Dezember 2017
28. Dezember 217
27. Dezember 2017
2. Weihnachtsfeiertag
1. Weihnachtsfeiertag

 

 

24. Dezember 2017

 


Frohe Weihnacht!

wünschen
Julie und Wolfgang

 


23. Dezember 2017
22. Dezember 2017

11.00 Uhr Was es nicht alles gibt

Ein bisschen Kleinkram vor Weihnachten, Meldungen, wie sie von ähnlicher Bedeutsamkeit oder Blödheit längst täglich auftauchen und zu unruhigeren Zeiten gar nicht aufgegriffen werden können, weil ihnen noch üblere Meldungen den Rang ablaufen.

Nummer 1

Ein Schwede, wie später festgestellt wurde, 56 Jahre alt, macht das, was früher jeden Tag auf jedem Bahnsteig Deutschlands gemacht wurde, er will nämlich mit einem kleinen Spurt den gerade anfahrenden Zug durch die noch geöffnete Waggontür besteigen. Das darf wohl heutzutage nicht mehr sein. Der Schaffner, der früher, als das Einsteigen in anfahrende Züge noch erlaubt war, dem Nachzügler die Hand gereicht hätte, um das Aufspringen zu unterstützen, schubst den Schweden, der schon fast im Waggon war, jedoch weg, auf den Bahnsteig - und die Einheits-Boulevard-Presse titelt

Nummer 1 zu Ende und 2 bis 4 ebenfalls lesen


21. Dezember 2017

Gedanken zum Jahreswechsel 2017 / 2018

Bremsversagen

Zu meinen wiederkehrenden Träumen gehört jener, bei dem ich am Steuer eines Pkws sitze, mit relativ hoher Geschwindigkeit dahinfahre und auf ansonsten freier Strecke mit einem plötzlich auftauchenden Hindernis konfrontiert werde. Ich steige voll auf die Bremse, die Fahrt wird auch etwas langsamer, aber das Auto kommt und kommt einfach nicht zum Stehen. Der Aufprall ist unvermeidlich, doch der Traum endet jedes Mal, bevor es kracht.

Es ist so, wie der Sprung vom Hochhaus. Noch wenn man im freien Fall am dritten Stock vorbeisaust, kann man beruhigt feststellen, dass bis jetzt ja noch nichts Schlimmes passiert ist.

Ein weiter Teil der menschlichen Zuversicht, bis hinein in die Höhen mathematischer Verfahren zur Berechnung von Trends und Wahrscheinlichkeiten, beruht darauf, dass die "unfallfreie" Vergangenheit einer betrachteten Entwicklung schlicht in die Zukunft fortgeschrieben wird, ohne dabei jene - parallel dazu existierenden - Trendlinien zu betrachten, die sich auf Kollisionskurs befinden. Die Ursachen dafür tragen viele Namen: Hoffnung, positives Denken, Scheuklappen, selektive Wahrnehmung, Kritikresistenz, Arroganz, Fanatismus, usw., usw.

PaD 45 /2017 Gedanken zum Jahreswechsel 2017 / 2018 - Bremsversagen


20. Dezember 2017

11.00 Uhr Formularsatz "Einvernehmlichkeitsbestätigung"

Kaum haben die Schweden ihr Sexualstrafrecht verschärft (unglaublich, wenn man bedenkt, dass Schweden vor 50 Jahren als das sexuell freizügigste Land in Europa galt!), schon hat der schwedische Formularsatz-Verlag "Göteborgs Papper" (Papper, mit "a") Buchhandlungen, Warenhäuser, Hotels, Sex-Shops und andere Vertriebspartner mit einem Starter-Kit seiner jüngsten Produkt-Innovation ausgestattet.

Da wir vorsorglich daran denken, im EWK-Verlag ein auf zukünftige deutsche Verhältnisse abgestimmtes Machwerk in Lizenz zu vertreiben, liegen uns die wesentlichen Bestandteile dieses Durchschreibe-Formularsatzes auf deutsch vor. Um die Marktchancen abschätzen zu können, bitten wir Interessenten um unverbindliche Vorbestellungen.

Formularsatz ansehen


19. Dezember 2017

17.00 Uhr Vor lauter Wollen nicht können

Einmal nicht die große Welt betrachten, sondern die eigenen Schwächen ausbreiten, das ist - wenige Tage vor Weihnachten - durchaus befreiend. Eine Katastrophe, schlimmer als die 20,5 Prozent der SPD am 24. September für Martin Schulz, schlimmer als das erzwungene Verzicht auf das Ministerpräsidentenamt für Horst Seehofer ist über mich hereingebrochen.

Da hatte ich also mit Florian Stumfalls Buch "Tripoli Charlie" mehr Interesse geweckt als vorher erwartet. Das lag nicht zuletzt an der tollen Rezension, die Peter Haisenko (Anderwelt Online) dazu geschrieben hat. Die Bestellungen kamen so zahlreich, dass mein Lagerbestand rapide abgeschmolzen ist. Anfang Dezember gab ich dann, der Eile halber telefonisch, einen Nachdruck in Auftrag.

Katastrophe miterleben


18. Dezember 2017

10.00 Uhr Die Halbgefährder

Furchtlose Software - oder Künstliche Intelligenz durchschaut falsche Gefährder.

Das ist die frohe Botschaft zum Weihnachtsfest für alle Deutschen: Die Hälfte der 720 von den Sicherheitsbehörden überwachten "Gefährder" sind weniger gefährlich, als gedacht.

Da können jetzt die Hälfte der Merkelsteine von den Weihnachtsmärkten weggeräumt werden, die Hälfte der Ermittler kann von der Gefährderfront abgezogen werden und wieder dem Personenschutz von Spitzenpolitikern und ausländischen Staatsgästen zugeordnet werden. Die Hälfte 1.500 Postbeamten, die sich um die geheimdienstliche Behandlung von Briefen und Paketen kümmern, kann wieder dem Zustelldienst zugeordnet werden - und die besorgten Bürger können die Hälfte ihrer Pfefferspray-Vorräte an den Wertstoffhöfen abgeben.

Oh Du Fröhliche!

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17. Dezember 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


16. Dezember 2017

14.30 Uhr Lieber Sigmar Gabriel

Soeben habe ich im Online-Spiegel gelesen, welche Anregungen Sie Ihrer Partei, der SPD, für die Weihnachtsfeiertage mit auf den Weg gegeben haben.

Da ist die zum Nachdenken anregende Frage, ob die Sehnsucht nach einer Leitkultur eventuell auch in der eigenen Wählerschaft den Wunsch nach Ordnung ausdrücken könnte.

Da ist die Erkenntnis, dass die Zielrichtung der SPD in der Vergangenheit oft an den Bedürfnissen und Sorgen der Bevölkerung vorbeigegangen sei.

Beides würde ich spontan unterschreiben, und zwar nicht, weil mir Ihre Worte die Augen geöffnet hätten, sondern weil es dem entspricht, was ich seit mindestens einem Jahrzehnt selbst feststelle und in meinen Veröffentlichungen anspreche.

Doch diesen hoffnungsvollen Erkenntnissen folgt als Therapie ein Gedanke, der nicht mit den vorangegangenen Einsichten in Einklang gebracht werden kann:

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15. Dezember 2017
14. Dezember 2017

09.40 Uhr SPD und Bitcoin, die unverstandenen Wesen

Die SPD hat sich in den letzten zwanzig Jahren, vielleicht auch schon mit Beginn der Ära Kohl, zum Bitcoin unter den Parteien entwickelt.
Der Unterschied zwischen einer normalen Partei und der SPD ist äußerlich kaum feststellbar. So, wie man mit Bitcoins tatsächlich bezahlen kann, kann man die SPD bundesweit in fast alle Kommunen, in alle Landtage und in den Bundestag wählen. So, wie die Programme praktisch aller Parteien nur als "Daten" in Computern stehen und nur selten, in Wahlkampfzeiten, als bedrucktes Papier an Litfaßsäulen und Plakatwänden erscheinen, so ist es auch bei der SPD.
Doch während alle anderen Parteien noch ein Klientel bedienen, ihren Wählern also etwas schuldig sind, wenn diese ihre Stimme abgeben, hat sich die SPD von diesem Zwang gelöst.


13. Dezember 2017

10.00 Uhr Ist Deutschland ein souveräner Staat?

Wenn die Frage nach der Souveränität Deutschlands aufgeworfen wird, wie es zuletzt nach der Äußerung Wolfgang Schäubles geschehen ist, als er bekannte, Deutschland sei seit 1945 nie vollständig souverän gewesen, geht ein kurzes Raunen durch den Blätterwald, das bald darauf vom Rauschen des aktuellen Weltgeschehens wieder vollständig übertönt wird.

Dabei sollte es für jeden, der sich nicht den Antifa-Rufern mit ihrem "Deutschland verrecke!" anschließt, ein Grundbedürfnis sein, wissen zu wollen, ob er selbst, und mit ihm das ganze deutsche Volk und seine Vertreter im Parlament und die gewählte Regierung nun nach der Pfeife der (ehemaligen) Besatzungsmächte tanzen müssen, oder ob Deutschland, spätestens mit der Wiedervereinigung und den so genannten 2+4 Verträgen seine volle Souveränität wiedererhalten hat!

Wolfgang Schimank hat die Frage

"Ist Deutschland ein souveräner Staat?"

zum Titel seines Buches gemacht.

"Ist Deutschland ein souveräner Staat?" ist im Anderwelt-Verlag erschienen.

Hubert von Brunn hat dazu eine hochinteressante Rezension geschrieben.


12. Dezember 2017

12.05 Uhr Früher gab es Eil-Züge

In meiner Jugend bin ich relativ viel Bahn gefahren. Das war noch, bevor es hieß: "Alle reden vom Wetter - wir nicht." Die Züge hatten oft noch richtige Monster von Dampflokomotiven, in vielen Bahnhöfen roch es immer nach Rauch, über Feinstaub dachte niemand ernsthaft nach, und die Bahn war pünktlich.

Ohne die Vergangenheit verklären zu wollen, da war sicherlich auch nicht alles Gold, was glänzte, und im Rückblick verdrängt man das Unangenehme gerne, bleibt ein kaum bestreitbarer Eindruck: Früher funktionierten die Dinge.

Dass die Sprinter auf der frisch eröffneten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Berlin und München die im Fahrplan vorgegebenen 3 Stunden und 55 Minuten schon in den ersten drei Tagen wegen technischer Probleme nicht halten konnten, ist ein neuerliches Indiz dafür, dass die Dinge heute nicht mehr funktionieren.

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11. Dezember 2017
10. Dezember 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


9. Dezember 2017
8. Dezember 2017

7. Dezember 2017

11.00 Uhr An die deutsche Mitte

Ein Brief an alle, die sich in dem, was heute "Mitte" heißt, nicht mehr zuhause fühlen, obwohl sie nach wie vor überzeugt sind, der wahren Mitte anzugehören. Doch, wo ist diese Mitte geblieben? Lässt sie sich wieder aktivieren, wieder sichtbar und hörbar machen?

Ich meine: Ja. Und es ist gar nicht so schwer. Im Grunde geht es nur um das Umlegen eines Schalters im Kopf, der irgendwann von aktiv auf inaktiv gesetzt worden ist.

 


6. Dezember 2017

15.00 Uhr Einer spinnt immer - und in der EU spinnen alle anderen mit.

Der nette Jean Claude mit dem eigenen Steuerparadies, der durchtriebene Trickser, der immer einen Schritt macht, und abwartet, ob es einen Aufstand gibt, und dann den nächsten, bis sich nichts mehr umkehren lässt, dieser oberste EU-Monarch kümmert sich schon wieder um Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen.

Banken, die von der Pleite bedroht sind, sollen künftig per Europäischem Währungsfonds Geld bekommen, um eine ordentliche Abwicklung sicherzustellen, wenn sonst nirgends mehr etwas zu holen ist. JA, HAT DER SIE DENN NOCH ALLE?

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5. Dezember 2017
4. Dezember 2017

3. Dezember 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


2. Dezember 2017
1. Dezember 2017

12.05 Uhr Bürgerversicherung - Sozial- oder Neid-Projekt

Wenn der Focus titelt: "SPD fordert das Ende der PKV!", dann klingt das zwar nach der Eröffnung einer neuen Front in der sozialistischen Neid-Debatte, doch weil der Focus irgendwie selbst als parteiisch angesehen werden muss, kann die Frage, was die SPD mit ihrem Projekt Bürgerversicherung tatsächlich erreichen will, so einfach nicht beantwortet werden.

Das deutsche Gesundheitssystem trägt jährlich rund 350 Milliarden Euro zum BIP bei. Das wird vermutlich auch so bleiben, oder eher noch mehr werden, weil das deutsche Gesundheitssystem sich in einer von marktwirtschaftlichen Einflüssen weitgehend freigehaltenen Schutzzone bewegt, die dem Großteil der Anbieter ein auskömmliches Überleben garantiert, obwohl mit allerlei Deckelungen, Leistungsbeschränkungen und Zuzahlungsregelungen versucht wird, die Selbstbedienungsmentalität innerhalb des Systems zu beschränken.

Knapp 11 Milliarden dieser 350 Milliarden Gesundheitskosten entfallen auf die Privatversicherten.

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 

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